Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 23 (1906)
- Issue
- 46 (16.11.1906)
- Date
- 1906-11-16
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
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Sette 784 Dr aßiocb s imiocbenscbrtti. Auf eine Bemerkung, daß die Juden doch Wohl vorzugsweise geschickte Kaufleute sein muffen, da die zahlreichen jüdischen Firmen auf dem Broadway dies beweisen, erwiderte Strauß: Vor Jahren haben die Amerikaner die rohe und schwere Arbeit der Nation verrichtet. Dann kamen die Irländer und die Amerikaner zogen sich zurück. Später wieder kamen die Italiener in Schwärmen herbei, und dre Iren konnten avanzieren. Als der Broadway noch viel kleiner war als er jetzt ist, gab es nur amerikanische Firmen. Aber diese alten Kaufleute sind reich geworden, wollten nicht länger mehr kleine Ladeninhader sein und sie wurden Bankiers und Fabrikanten. Jetzt haben die Inden ihre Läden. Nach einer gewissen Zeit werden vie jüdischen Firmen des Broadway verschwinden, um anderen, vielleicht italienischen Firmen Platz zu mack.en. Der populärste, jüdische Staatsmann in den Vereinigten Staaten nächst Strauß dürfte Simon Wolf sein, der in einigen Tagen seinen siebzigsten Geburtstag feiert. Auch er stammt ans Deutschland, und zwar gleichfalls aus Bayern. Präsident Grant verlieh ihm einen wichtigen Staatsposten. Auf seinen Rat hatte Grant, als Rumänien die ganze Welt durch Judenverfolgungen heraus gefordert und sogar Rußland veranlaßt hatte, sich dem europäischen Proteste gegen die barbarischen Maßregeln anzuschließen, einen Juden — Peixoto — zum amerikanischen Konsul ernannt, um so den Bojaren eine Lektion zu erteilen. Später ernannte Grant Simon Wolf zum Generalkonsul in Egypten. Loyaler als so viele Germanen, blieb er auch in Amerika ein guter Deutscher, war tätig für das deutsche Waisenhaus, Mitglied des Schützenvereins und vieler anderer deutscher Vereine. Das hinderte ihn nicht, zu allen Zeiten mit Wort und Tat und Schrift^ für die Jntereffen der Inden einzutreten. Er findet stets Zutritt und Gehör bei der Regierung und war infolgedessen im Stande, sehr viel für jüdische Einwanderer aus Rußland zu tun. Eine schreckliche Entdeckung, gemacht vo-i Karl Ettlinger (München).* Hochverehrter Herr Bartels! Ein furchtbarer Verdacht, den ich schvn lange hegte, hat sich bestätigt: Goethe hatte jüdisches Blut in den Adern. Ersparen Sie mir die Beweisführung — sie ist zu traurig —, schon sein Geburtsort Frankfurt a. M. sagt genug. Nun wird allerdings verschiedenes klar, was bisher den Philologen so viel Kopfschmerzen bereitet hat. Die sexuellen Ausschweifungen, die nicht einmal vor einem Pfarrhause Halt machten, erhalten nun plötzlich eine natürliche Erklärung: was ging den Juden Goethe ein christliches Pfarrhaus an? Kam da nicht vielleicht der alte semitische Haß gegen alles Germanische zum Ausbruch? Hat doch Goethe sonst immer Geliebte mit jüdisch klingenden Namen bevorzugt: Annete Schönkopf, Frau v. Stein (vergl. Silberstein, Rosenstein, Goldstein usm.), Willemer, Herzlieb? Und erinnert es nicht an die alttestamentarische Sara, wenn der fast siebzigjährige alte Hebräer noch Liebesgedichtchen an ein junges Mädchen macht? Doch ich will mich nicht mit den unerquicklichen Personalien dieses „deutschen Dichters" (sie!) aufhalten. Jüdische Literarhistoriker haben es sich ja angelegen sein lasten,, all den Schmutz gewistenhaft zu registrieren, wozu ihnen die Autobiographie ihres Stanunesgenossen, die dieser selbst als „Dichtung und — Wahrheit" bezeichnet^ eine bequeme Handhabe bot. Ich will nur kurz die „unsterblichen Werke" des krumnasigen Plattfüßlers etwas näher beleuchten. Daß seine „Gedichte" Schund sind, ist eine alte Sache. Schon das Motto seiner Lieder: „Spät erklingt, was früh erklang" ist eine unerträgliche Mauschelei. Verloren ist fast alles in diesen wertlosen Reimereien. Wer glaubt es dem Juden Goethe, daß er im Walde so für sich hin ging, „um nichts zu suchen"? Ausgerechnet im Walde sucht er — nichts! Und wie gemein ist es, dann im Walde ein Blümchen auszugraben u»d es zu Hause „am stillen Ort" (!!) wieder zu pflanzen. Ist diese Handlungsweise nicht geradezu symbolisch? Wenn Goethe in seinem „Tischlied" singt: Wundert euch, ihr Freunde, nicht, Wie ich mich geberde, so können wir ihm antworten: Nein, Herr von Goetheleben, jetzt, da wir wisten, welchen Stammes Sie sind, wundern wir uns durchaus nicht mehr! Kann man sich überhaupt noch wundern über einen Menschen, der sich die echt semitische Devise gewählt f)?t: Mit Mädchen sich vertragen, Mit Mädchen 'rumgeschlagen, Und mehr Kredit als Geld: (!!) So kommt man durch die Welt. Freilich, Herr Wolfgangeles, so kommt man durch die Welt, so wird man sogar Geheimrat! Damals, wie heute! Ganz jammerhaft sind die kümmerlichen Versuche, den Ton des Volksliedes zu treffen. Sein „König in Thule", der alte Alkoholist, dessen Vorbild zweifelsohne der Haremshalter Salomo ist, sein „Erlkönig" — mit Krön' und Schweif —, sein „Heidenröslein" weisen unheimliche talmudische Einflüsse aus, die sich manchmal bis zur direkten Jüdelei steigern. So in dem Gedicht „Mit einem gemalten Band", wo es heißt: Einen Blick, geliebtes Leben! Ich will mich kurz fassen. Daß der „Faust" ein schamloses Plagiat an Simrock ist, weiß heute so ziemlich jeder Gebildete. Aber was hat der Jude Goethe aus dem herrlichen Stoff gemacht! Aus Faust ist ein langweiliger, säst- und kraftloser „Schleechtschwätzer" (wie man in Frankfurt sagt) geworden, der von seinem eigenen Erzeuger sagt: „Mein Vater war ein dunkler Ehrenmann." Wenn er damit seinen geistigen Vater meint, mag er nicht unrecht haben! Daß Mephistopheles (vergl. Jeiteles, Veiteles) hebräischen Ursprungs ist, liegt klar zutage, nennt er sich doch selbst den „Herrn der Ratten und der Mäuse, der Fliegen, Frösche, Wanzen, Läuse". Sapienti sat. Wollte ich alles Material verarbeiten, ich müßte solch ein dickes Buch schreiben, wie Sie, Herr Bartels, über Heine, mit dem Sie diesem Hebräer endgültig den Garaus gemacht haben. Nur eine Frage möchte ich noch beantworten: Wie kommt es, daß dieser Jude Goethe als deutscher Dichter gelten konnte? Die Frage ist leicht beantwortet. Dreiviertel aller Literarhistoriker sind Juden. Sie erkannten in Goethe den ihnen verwandten Geist und trieben mit ihm jenen Kultus, den sie noch von Egypten her gewohnt sind. Unzählige jüdische Komponisten — Schubert und Schumann haben die Hebräismen Goethes nie recht gelegen — vertonten die „Lieder" ihres Rassenkollegen, eine Anzahl begeisterungsfähiger eomwis vo^a^eurs jüdischen Blutes taten sich zu einem „Goethebund" zusammen, jüdische Bankiers sammelten Gelder zu „Goethe-Denkmälern" usw. usw. Und so will ich zum Schluffe in Anbetracht der Goetheleuche noch einen positiven Vorschlag machen: man zertrümmere alle Goethe-Denkmäler und schmelze sie zu Ahlwardt-Denkmälern um! Ehre, wem Ehre gebührt! Ich bin, hochgeehrter Herr Bartels, Ihr dankbarer Schüler Karl Ettlinger. Literatur. Zu der Programmschrift der Israelitisch-theologischen Lehranstalt. An anderer Stelle besprechen wir die Darstellung, welche Oberrabbiner Dr. Güdemann in seiner „Apologetik des Judentum" von dem „Gesetz" und dem Paulinischen Kampfe gegen dasselbe im Kap. V. bietet. Dr. Güdemann verfehlt nicht auch auf die Gesetzesgegner innerhalb des Judentums zu verweisen, welche schon die Mischna erwähnt und des ewigen Lebens verlustig erklärt. Von einer ahronidischen Abstammung dieser Antinomisten weiß er nichts. Er zitiert die klassische Talmudstelle Sanhedrin 100 a, wo verschiedene Typen und Exemplifikationen erwähnt werden des Apikoros, der skeptisch und mit einer gewissen Ironie oder mit ausgesprochener Geringschätzung der mündlichen Lehre und dem Schriftgelehrtentum gegenübersteht. Nach R. Josef ist ein Apikoros wie einer jener, die sprechen: „Was nützen uns die Rabbincn? Nur für sich haben sie *) Aus den „Münchener Neuesten Nachrichten".