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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1906-09-28 · 39 (28.9.1906) · page 14

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
23 (1906)
Issue
39 (28.9.1906)
Date
1906-09-28
Page
– (sequence 14)
Language
German
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«eite 662 Dr. LLocb's Mocdenscvrm. Nr. 99 Reue Bücher. Dr. Ad. Frankl - Grün. Bachja und Juda H a l e v i. Ein Vergleich ihrer Sittenlehre. Der Zionismus, eine Gefahr für die gedeihliche Entwicklung des Judentums. Sonder-Abdruck aus den Mitteilungen des liberalen Vereines für die Angelegenheiten der jüdischen Gemeinde zu Berlin. Nr. 22/23. Jewish Colonization Association. Rapport de l’Administration Centrale au conseil d’ a dministration pour Fannie 1905. Pr6sent6 a l’assembl6e g6n6rale du 1. juillet 1906. Paris 1906. Jahresbericht der israelitischen Knaben- und Mädchenschule in Brodh. Vom Schuldirektor Dr. Leopold Herzel für die Schuljahre 1903/4, 1904/5, 1905/6. B r o d y 1906. „Altueuland". Monatsschrift für die wirtschaftliche Erschließung Palästinas. Herausgegeben von F. Oppenheimer, S. Soskin, O. Marburg. Berlin W. 15, Pfalzburgerstr. 83. III. Jahrg., Heft 7/8, Juli—August 1906. Inhalt: Dr. jur. Bruno Blau: Grundzüge des türkischen Berwaltungsrechtes. Allgemeines Informations-Bureau, Jaffa: Informationen über Palästina. A a r o n s o h n und Professor Dr. G. S.chWeinfurth: Die Auffindung des wilden Emmers. (Triticum dicoccum) in Nord-Palästina. Professor Doktor O. Marburg: Bericht der Palästina-Kommission. Wetterbericht. Palästina und Nachbargebiete. Beiträge zur Kenntnis der Weinsrage. Vermischtes. Monatsschrift für Geschichte «ud Wisseuschast des Judentums. Begründet von Dr. Z. Frankel, fortgesetzt von Profeffor Dr. H. G r a e tz und Dr. P. F. Tran kl, neue Folge, im Verein mit Professor Dr. David Kaufmann ins Leben gerufen und herausgegeben von Dr. M. Braun. Organ der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums, Fünfzigster Jahrgang. Juli-August 1906. Breslau. Koebnersche Verlagsbuchhandlung. (Barasch u. Riesenfeld.) Inhalt von Heft 7—8:'S7 Iftfri k: Das literarische Leben der babylonischen Juden im vierten Jahrhundert. S. H o r o v i tz : Der Sifre sutta nach dem Jalkut und anderen Quellen. (Fortsetzung.) Max F r e u d e n t h a l: Leon Elias Hirschel, ein jüdischer Arzt. Moritz S t e i n s ch n e i d e r: Mathematik bei den Juden (1551—1840). (Fortsetzung.) L. Geiger: Die Juden und die deutsche Literatur. (Schluß.) Protokoll der Sitzung des Ausschusses der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums vom 4. Juli 1906. Besprechungen: Abrahams, Jsr., M. A. Festival studies, being thoughts on the Jewish year. Von B. Badt. M. Friedländer: Die religiösen Bewegungen innerhalb des Judentums im Zeitalter Jesu. Von D. Feuchtwang. Bibliographische Hebersicht über die im Jahre 1905 erschienenen Bücher und Schriften. Von M. Brann. Jung-Juda, Zeitschrift für unsere Jugend. Herausgeber : Filipp Lebenhart, Prag, Stefansg. Nr. 630, VII. Jahrgang Nr. 1 (L Tischri 5667). Inhalt: An Israel. — Zorn Gedaljah. — Kulturbilder aus Kairo. — Geschwisterliebe. — Der erste Schultag. — Aus unserem Leserkreise. — Neujahrslied. — Verschiedenes. — Preisrätsel. — Auflösungen. — Briefkasten. — Jung-Judas Plauderecke. — Für die Eltern. — Inserate. _ KriefkaKerr. „Drorzchn". Eines Tages faßen in Walhalla die zwölf großen nordischen Götter beim Göttermahle; Loki, der Gott der Zwietracht, bfx nicht eingetaden worden war, kan: und heischte gebieterisch einen Platz. Der dreizehnte Gast stng bald Streit mit Baldur, dem Gott des Medens, an und durchbohrte ihm das Herz mit einem Pfeile. Das ist der wahre Ursprung des allen Aberglaubens, der die Zahl Dreizehn als eine Unglückszahl fürchtet. Die erzählte Legende war zmter den Völkern des Nordens schon mehrere Jahrhunderte vor ihrer Bekehrung zum Ehristen'um allgemein bekannt. L. S. in 4prag Zu spät eingelangt. N. Ja, Karl, der Zerschmetterer, hat wieder ein Wespennest zerschmettert. Wie gewöhnlich hat er sich die Zunge verbrannt, als er den Mund recht weit auftiß. So auch mit den Fleischhauern. Ob er nun leugnet oder nicht — Hütter spricht aus keinem leeren Faß heraus, obwohl er antisemitischer Gemeinderat ist, wenn er lagt, daß die Großschlächterei fallit ist und von den Fleischhauern übernommen werden kann. So geht es mit allen sozialpolitischen Spiegelfechtereien der christlichsozialen Majorität. Da sie für die Gesinnung zahlen, so sind ihnen die Hände gebunden, wenn sie gegen einen kleinbürgerlichen Stand losgehen wollen. Wie sie sich endlich doch entschlossen haben, mit den Fleischhauern anzubandeln, sind sie auf die Landbevölkerung gestoßen, die ihr Vieh teuerer verkaufen will, und da mußten sie natürlich retirieren. Nun hat Hütter dem Zerschmetterer gesagt, er verzeihe ihm, die Fleischhauer wollten ihm nichts nachtragen. In den Armen liegen sich beide und die Bevölkerung weint vor Freude am Versöhnungstage der Fleischhauer mit dem grobrednerischen, schönen Karl. Eg. In seinem Käseblatt, das mit strengem Ausschluß der Oeffentlichkeit erscheint, gab Schönerer I. der Große sein Zukunfts- Programm der Heiterkeit zum Besten. Also er und noch so viele, als er bezahlen kann, werden gegen das Judentum losgehen. Gott sei Dank! Wenn einer so viel Kognak trinkt, kann man schließlich nie wissen, gegen wen er schließlich freundlich wird. Zweitens wird man für den Anschluß der deutschen Provinzen Oesterreichs an das Deutsche Reich wuken. Offenbar hat der Staatsanwalt diese hochverräterischen Aeußerungen nur wegen . ihrer außerordentlich n Harmlosigkeit passieren lassen. Wenn Schönerer mit seinem ganzen Anhang auswandert, wird man in Oesterreich nichts bemerken, als eine fühlbare Abnahme des Bierkonsums-. Im. Allgemeinen aber möchten wir die löbliche Zenfurdehörde doch bitten, so lange sie noch lebt, die beliebten antisemitischen Gemeinheiten der deutschnationalen Presse bei so offenkundigem Standpunkte zu verhindern. Gute Patrioten brauchen sich von Hochverrätern wohl nicht besudeln zu lassen. R. F. Sie bemerken die kolossale Anhäufung sittlicher Skandalaffairen in den Alpenländern. Die Grazer Affaire, der Jnsbrucker Prozeß, die Küstergeschichte im katholischen Schweizer Kanton beleuchten mit ihrem Drum und Dran von kolossaler, ekelhafter Lüsternheit wohl zur Genüge den antisemitischen Vorwurf der Unmoral bei den Juden. In diesen Gegenden kann man auch nicht im Entferntesten von jüdischem Einfluß reden, es sei denn, daß man beim „Deutschen Volksblatt" arbeite. Dort wird man so trainiert, daß einem keine Lüge zu schwer fällt. 9t. K. Ja, Hraba ist halt und bleibt halt trotz allen Prozessen ein Ehrenmann und Obermacher bei den Christlich-Sozialen, ist eine Stadtgröße, trotzdem er sich anständigen Frauen gegenüber wie ein — Hraba benahm und aus einer Hochzeitsgesellschaft vielhändig hinausgelehnt wurde. Auch sonst wurde er noch beleuchtet, bis er schwarz wurde, was ihn aber nicht hindern wird, das -Deutschmeisterdenkmal zu enthüllen. Im allgemeinen sind aber die Christlich-Sozialen nicht eben Freunde von Enthüllungen. 9t- 9t. Ueber die Wahl in Brody-Zloczow wird eine Interpellation im Parlament erschöpfend Auskunft geben. R. S. in L. Der Ringer »Koch, der mehrfach die Weltmeisterschaft gewonnen hat, heißt Jakob und ist Jude. „Unbemittelt." Zu diesem Zwecke gibt die Kultusgemeinde keinen Beitrag. JS. K. Esrogim erhalten Sie bei Hermann Rath in Triest. Wir können Ihnen diese Firma bestens empfehlen. An die befugten Hausierer! Der „I. österr. Rechtsschutzverein für Hausierer“ in Wien beruft für Donnerstag den 4. Oktober 1. J. um 3 Uhr nachmittags im Saale, „zum goldenen Widder“, II., Taborstrasse 36 eine Allgemeine Hauslererversammlung ein und ergeht an alle befugten Hausierer ohne Unterschied der Nationalität und des Geschlechtes zu derselben die höflichste Einladung mit dem Ersuchen, bestimmt zu erscheinen und für den Massenbesuch zu agitieren. Tagesordnung: 1. Stellungnahme gegen §§ 12 und 16 des am 20. Juli 1. J. vom Reichsrate in II. und III. Lesung angenommenen Hausier-Gesetzes. Referent: Herr S. A. Freund. II. Verlesung der Petition an das hohe Herrenhaus. III. Allgemeine Besprechung der Berufsinteressen. Berufsgenossen! Die Bestimmung des § 12 kommt de& allgemeinen Hausierverbote gleich, daher erscheint in Massen und verteidigt Euere ohnehin kärgliche Existenz vor dem Untergänge. Mehrere Herren Abgeordnete haben ihr Erscheinen zugesagt. Die Vereineleitung. Professor Rosa Goldeuthal Seelenheilnnd Witwen-Stiftung. Vom Vorstande der israelitischen Kultusgemeinde Wien wird hiemit bekanntgemacht, daß an dem Sterbegedächtnistage der obengenannten Stifterin, das ist am 11. Cheschwan (30. Oktober 1906) aus den Erträgnissen dieser Stiftung ein Betrag von L 21.80 an eine arme, alte, alleinstehende, gebrechliche Witwe jüdischer Religion, zunächst aus der Familie und Verwandtschaft der Stifterin, im Falle des Abganges einer solchen an eine mit der St ist er in nicht verwandte, den obigen Bestimmungen ent-

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