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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1906-09-07 · 36 (7.9.1906) · page 14

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
23 (1906)
Issue
36 (7.9.1906)
Date
1906-09-07
Page
– (sequence 14)
Language
German
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Sitte 610 Dr. JBlocb's MocvenscvrtN. *ir. 86 schließen wäre unter den angeführten Umständen für einen Juden weder vernünftig noch anständig. W. U. Die Nachricht, daß jüdische Damen in einem benachbarten Kurorte ein Wobltätigkeitsfest für einen jüdischen Verein verhinderten. dagegen demonstrativ ein Fest für den antisemitisch angehauchten Deutschen Schulverein arrangierten, können wir unmöglich glauben. Mit der Zumutung solcher, gelinde gesagt, Taktlosigkeit würden wir jede Jüdin beleidigen. Dr. M. Der Wiener Stadtrat hat beschlossen, den Straßenzug, der parallel zur Neulinggasse von der Ungargaffe zum Arenbergpark im III. Bezirke fübrt, Da Ponte-Straße zu benennen. Lorenzo Da Ponte wurde am 10. März 1749 zu Cenoda im Venezianischen als Jude geboren. Der Wiener Stadtrat hat somit dem Andenken eines Juden eine Verherrlichung gestiftet und Herr Dr. Porzer hat die Genugtuung für seinen Stammesgenossen davongetragen. L K. Rituelle Kost erhalten Sie auch über Verlangen im Wiener Allgemeinen Kcankenhause. Wenn Sie die Dame dorthin bringen, so können Sie über diesen Punkt beruhigt sein. F. G. Daß im Lesesaal des Badener Kursalons alle antisemischen Blätter aufliegen, aber kein einziges jüdisches Blatt, ist gewiß das Resultat antisemitischer Gesinnung, welche in der Verwaltung vorherrscht, aber auch der Lauheit der jüdischen Gäste, welche gegen solchen Unfug nicht Einspruch erheben. A. St. in O. Für uns ungeeignet O. in B. Ein anderes Manuskript war bereits im Satz, als das Ihre eintraf. Dr. M. L. aus Berlin in Bukarest. Besten Dank und Gruß. Rabbiner Winter in CH. Das Blatt wird Donnerstag nachmittags expediert. Herr Rabbiner Dr. Gelbhaus in Wien wurde zum Lektor des Bet-Hamid asch ernannt. M. P., Jaslo- Ein jüdisches Internat existiert nicht. Dagegen ersehen Sie ans der Kundmachung in der heutigen Nummer der „Oesterr. Wochenschrift", daß junge Leute mit hinreichender Vorbildung (Unterqymnasium) in der neuen „Bildungsanstalt für israelitische Religionslehrer' Aufnahme finden und selbstverständlich auch mit Stipendien versorgt werden. Aufruf. An das jüdische Publikum! Ein Unternehmen großen Stils, dessen hervorragende Bedeutung wir unseren Glaubensgenoffen nicht erst klar zu machen brauchen, ist es, zu deffen Durchführung sich unser Vorstand entschlossen hat und zu deffen Gelingen der Verein sich die Mithilfe des jüdischen Publikums erbittet. Es handelt sich um eine jüdische Gesellschaftsreise nach Palästina im Herbst l. I. Bei den Vorarbeiten für diese Reise glaubten wir unserem Zwecke am besten zu dienen, indem wir auf folgende Momente das Hauptgewicht legten: 1. Günstige Reisezeit. 2. Interessante Reiseroute mit reichhaltigem, anregendem Programm. 3. Möglichste Bequemlichkeit für die Teilnehmer. 4. Praktische Durchführung unter Leitung bewährter und erfahrener Fachmänner. 5. Festhattung des jüdischen Eharakters der Reise auf allen Linien. 6. Billigste Teilnahmspreise. . Die Reise nimmt am 22. Oktober l. I. ab Wien ihren Anfang und dauert 25 Tage. Die Reiseroute umfaßt folgende Städte und Landschaften: Wien, Budapest, Bukarest, Constanza, Konstantinopel, Jaffa, Saron, Beth Dagan, Chazar, Saul, Sydda-Gebirge, Jebuda, Artuff, Betir, Jerusalem, Rachel, Oelberg und die nähere Umgebung Jerusalems, Jericho, Jordan, Totes Meer, Mozza, Amiras, Romleh, Rischon Lezion, die jüdischen Weinberge und Kellereien, Mikweh Israel, Jaffa, Beyrut, Berg Libanon, Nähr el Kalb, Ras, Beyrut, Konstantinopel, Budapest, Wien. Für die Seereise von Konstantinopel nach Jaffa und retour ist ein großer Separatdampfer gechartert worden, welcher speziell für diese Reise eingerichtet wird und alles enthält, was für eine größere Gesellschaftsreise nötig ist. Die Verpflegung steht während der Reise unter stren g ritueller Aufsicht und ist dafür gesorgt, daß die Teilnehmer, eine schmackhafte, gesunde und abwechslungsreiche Kost bekommen. Dem Charakter der Reise entsprechend, wurde jeder Klassenunterschied aufgehoben. Der Teilnahmspreis beträgt per Person: ab Wien retour Wien 547 Kr., ab Budapest retour Budapest 530 Kr., ab Bukarest retour Bukarest 495 Kr., ab Konstantinopel retour Konstantinopel 468 Kr. In diesen Preisen sind enthalten: die Reise hin und retour, Logis und Verköstigung bis retour Konstantinopel, Aus- und Einschiffungen, Wagen für die Ausflüge, Entreegelder. Für Ehepaare sind m den Hotels separate Zimmer und auf dem Schiffe separate Kabinen reserviert. Anmeldungen für diese Reise werden bis 20. September angenommen und sind an den Z i o n i st i s ch e n Zentralverein, Wien, IX., Türken st raße 9, zu richten. Ebendahin sind gleichzeitig als sicherstellende Anzahlung 150 Kr. per Person einzusenden, worauf ein Anmeldeschein ausgefolgt wird Mit Rücksicht auf die bereits große Zahl der Teilnehmer empfiehlt es sich, die Anmeldung je eher zu machen. Nähere Auskunft erteilt der Zionistische Zentralverein, Wien, IX, Türkenstraße S. Dis Geburt eines IMterchens zeigen erfreut an Rabbiner Dr. D. Feuchtwang und Frau, Wien, xvni., Edeihofg. 36. Israelitische Kultusgemeinde Wien. Die für die Gemeindetempel 1., $tUen$t«ttenga$$e 4 u. II., T«mp«lgasse 3 verfügbaren Betsitzkarten sind an der Kassa der israelitischen Kultusgemeinde, L, Seitenstettengasse 4, I. Stock, links, täglich von 9 bis 12 Uhr VOrm. (ausgenommen Samstag und isiaelitische Feieitage) erhältlich. Kundmachung. Es wird hiemit zur Kenntnis gebracht, dass im grossen Musikyereins-Saale I., Kärntner ring, Dumbagasse 3 anlässlich der hohen Festtage, wie in den Vorjahren ein Gottesdienst stattfinden wird. Parteien, welche auf die im Vorjahre gehabten Plätze reflektieren, können die betreffenden Betsitzkarten bereits vom 8. September bis 12. September a. c. au der Kassa der Israel. Kultusgemeinde, I., Seltenstettengasse 4, I. Stock, täglich von 9 Uhr vorm- bis 12 Uhr nachm, beheben. Ab 13. September gelangen die nicht behobenen Karten zur allgemeinen Ausgabe. Wien, im August 1906. Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde. Kundmachung. Es wird hiemit zur Kenntnis gebracht, dass im Hotel Post I. Bezirk, Fleiscbmarkt Nr. 16, Eingang Drachengasse, anlässlich der hohen Feiertage, ein . Gottesdienst stattfinden wird. Die Karten hiefür werden vom 13 Sßptomber angefangen au der Kassa der Israel. Kultusgemeinde, I., Seitenstetteng. 4, I. Stock, täglich von 9 Uhr vorm, bis 12 Uhr nachm, ausgegeben. Parteien des Vorjahres bleibt bis 12. September das Vorverkaufsrecht der gehabten Sitze gewahrt. Wien, im September 1906. Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde. Kundmachung. Am 20. November 1. J. gelangen die Zinsen der hierortiäen Brautstiftung des seligen Herrn Emanuel Subak per K 460.— an eine Braut zur Verleihung. Die Gesuche wollen bei dem gefertigten Bärgermeisteramte bis 31. Oktober 1. Jeingebracht und mit folgenden Beilagen versehen wei den: ]. dem Geburtszeugnisse, 2. einem Armuts- oder Mittellosigkeits-Zeugnisse, 3. einem Sittenzeugnisse, 4. einem Nachweise des Brautstandes und 5. einem eventuellen Nachweise der Verwandtschaft mit dem Stifter oder dessen seliger Gattin Frau Katharina Subak, da Verwandte ein Vorzugsrecht haben. Die Auszahlung erfolgt nach stattgehabter Vermählung, welche durch den Trauschein nachzuweisen ist, wozu eine Frist von 6 Monaten offensteht. Nach Ablauf dieser Frist erlischt der Anspruch, doch kann die Betreffende bei künftigen Ausschreibungen wieder einreichen. Trebitsch, den 3. September 1906. Bürgermeister-Amt der Israelitengemeinde Trebitsch. Der Bürgermeister: Adolf Subak.

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