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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1906-09-07 · 36 (7.9.1906) · page 15

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
23 (1906)
Issue
36 (7.9.1906)
Date
1906-09-07
Page
– (sequence 15)
Language
German
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Nr. 86 Dr. BlocD s WocbenscDrtn. «eue 611 Kundmachung betreffend die Aufnahme in die Bildungsanstait für israelitische Religionslehrer an Volks- und Bürgersctulen. Die zufolge Beschlusses des Vorstandes der Wiener israelitischen Kultusgemeiüde zu errichtende Religiönslehreibildungsanstatt wird im Schuljahr 1906/7 aktiviert werden. Die Anstalt wird aus einer Klasse mit vierjährigem Lehrkurse bestehen. Die Bedingungen der Aufnahme sind ans den nachstehenden §§ 9,10,11 des Organisationsstatutes ersichtlich: § 9. Bei der Aufnahme werden Bewerber, die zumindest die vier ersten Klassen einer Mittelschule mit Erfolg absolviert haben, bevorzugt. Es können jedoch auch solche Bewerber aufgenommen werden, die eine Bürgerschule mit gutem Erfolge absolviert haben oder eine anderweitig erworbene entsprechende Vorbildung nachweisen. Die Bewerber um Aufnahme in den ersten Jahrgang müssen das 14. Lebensjahr zurückgelegt haben, körperlich und geistig gesund und in ihrem sittlich religiösen Lebenswandel unbescholten sein. § 10. Das Ansuchen um Aufnahme muss durch die gesetzliche Vertretung des Bewerbers erfolgen. Die Bewerber haben beizubringen: 1. Geburtsschein und Heimatsschein; 2. das zuletzt erworbene Schulzeugnis; 8. das von einem Amtsärzte ausgestellte Gesundheitszeugnis und 4. ein Zeugnis über ihren sittlich religiösen Lebenswandel. § 11. Die Bewerber haben sich einer Aufnahmsprüfung zu unterziehen. Heber die Zulassung zu derselben entscheidet das Kuratorium. Bei der Prüfung haben die Bewerber rachzuweisen: 1. im Hebräischen vollkommene Fertigkeit im korrekten und geläufigen Lesen und die Fähigkeit, leichtere Abschnitte aus dem Pentateuch und dem Gebetbuche zu übersetzen; 2. in allen übrigen Fächern die den Lehraufeaben der vier unteren Mittelschulklassen, beziehungsweise der Bürgerschule entsprechenden Kenntnisse, Soweit letztere aus dem vorliegenden Zeugnisse ersichtlich sind, kann bei Mittelschülern von einer allgemeinen Prüfung abgesehen werden. Eine Befreiung von der schriftlichen Prüfung aus der Unterrichtssprache und der mündlichen aus Religion findet jedoch in keinem Falle statt. Die Gesuche um Aufnahme sind an das Kuratorium der Bildungsanstalt für israelitische Religionslehrer, Wien, I., Seitenstettengasse 4, bis spätestens 19- SeptemÜEF 1906 zu überreichen. Das Kuratorium Einschreibungen für die Bibelschule XVIII. Bezirk. Die Einschreibung in der Bibelschule für Mittel-, Bürger¬ und Volksschüler des XVIII. und XIX. Bezirkes findet ab 28. September jeden Sonntag von 9—1 i Uhr vormittags und jeden Mittwoch von 2—4 nachmittags mit Ausnahme jüdische Feiertage im Schullokale Wien, XVIII., Scliopenliauerstrasse 39 statt. Die jüdische Volks- und Sehulbibliothek wird am 30. September 1. j. eröffnet. Die Bibliothekstunden sind jeden Sonntag von 9—12 Uhr vormittags. Wien, am 3. September 1906. Der Obmann der Bibelschule für den XVIII. u. XIX. Bez. Emanuel Hoffmann. Konkurs. An der hiesigen israelitischen Volksschule mit Oeffentlichkeitsrecht gelangen ab Schuljahr ÜKJ6/7 zwei Stellen und zwar eines Lehrers und einer Lehrerin II. Klasse mit einem Jahresgehaite von je K. 1200.— und einer Teuerungszulage von K 180. — zur Besetzung. Die Anstellung erfolgt vorläufig provisorisch auf ein Jahr. Nach Ablauf dieses Jahres wird dieselbe bei zufriedenstellender Dienstleistung und Beibringung eines Lehrbefähigungszeugnisses, definitiv verliehen, in welchem Falle die Betreffenden Anspruch auf Pension und auf Zuerkennung von 5 Quiuquennalzulagen nach Massgabe der Dienst- und Pensionsordnung haben. Bewerber, welche österr. Staatsbürger sein müssen, wollen ihre mit dem Reifezeugnisse, sowie mit dem Nachweise des Alters, des Familienstandes und der bisherigen Verwendung belegten Gesuche bis zum 10. September 1. J. an den Unterzeichneten Kultus Vorstand einsenden. Mähr.-Ostrau, am 24. August 1906. 208 Der Kultusvorstand. Israelitischer Tempelverein Brigittenau. Ein lange gehegter, frommer Wunsch der Brigittenauer Judenschaft soll nun endlich in Erfüllung gehen. Der gefertigte Tempelverein eröffnet mit Beginn des Schuljahres 1906/07 eine Bibelschule die eine schmerzlich fühlbare Lücke in den religiösen Institutionen unseres volkreichen Bezirkes ausfüllen soll. Durch die nachdrückliche Betonung der eminenten Notwendigkeit einer Bibelsehnle im XX. Bezirk fühlte sich der löbl. Vorstand der Israel. Kultusgemeinde zu einer wohlwollenden Unterstützung derselben bewogen und nun — gilt es, den Beweis zu erbringen, dass auch unsere Gemeimlemitglieder den Wert der religiösen Erziehung der Jugend zu würdigen und zu schätzen wissen Es ist zunächst die Errichtung zweier Kurse für Knaben geplant. An dem ersten (der Unterabteilung) nehmen Knaben der 4. und 5. Volksschulklasse teil, während dem zweiten Kurse (der Oberabteiluug) nur Knaben der Bürger- und Mittelschule angeboren. Der gefertigte Tempelvorstand stellt nun an die p. t. Eltern die höfliche und dringende Bitte, ihre Knaben zur regen Teilnahme an dem Unterrichte in der Bibelsehnle anzuhalteu, und die erspriessliche Wirksamkeit derselben durch tatkräftige Unterstützung zu sichern und zu erhöhen. Die Anmeldungen zum Eintritt in die Bibelschule werden im Sekretariat des Tempelvereins während der Amtsstundeu entgegengenommen und am 30. September geschlossen. Der Scäriftfüürer: Der Vorstand: Dr. Max Weissenstein. Hermann Eltbogen. Konkurs. Bei der isr. Kultusgemeinde UQQ.-Ostra (Mähren) gelangt die Stelle eines Gemeindedieners (&*££’) der zugleich aushilfsweise als „Schochet“ und Vorbeter verwendet werden kann, mit dem Jahresgehalte von K 1000, Naturalwohnung und nicht unbedeutendem Nebeneinkommen, zur Besetzung. Bewerber, welche das 35. Lebensjahr nicht überschritten haben und beider Landessprachen mächtig sind, wollen ihre eigenhändig geschriebenen Offerte (womöglich unter Beischluss der Photographie) mit dem Nachweise d s Alters, Familienstandes, bisherigen Vorlebens und bisheriger Verwendung, (u. a. über etwa geleisteten Militärdienst) bis längstens 15. Oktober d. J. an den gefertigten Vorstand einsenden. Isr. Kultusgemeinde Ung.-Ostra. Der Kultusvorstelier: Sigmund Klein. Gesucht "WM zur Leitung des Neuschotz’schen Waisen- 21l hauses in Jassy tüchtiger*, verheirateten Pädagoge geprüfter Lehrer befähigt, den deutschen und hebräischen Unterricht für die ersten vier Volksschulklassen zu erteilen. Jahresgehalt: Francs 1200 und 200 Francs Gratifikation, freie Wohnung, Beköstigung, Beheizung, Beleuchtung und Wäsche. Auskunft erteilt Neuscbotz'sclie Administration Jassy, Rumänien, wohin auch Zeugnisse oder beglaubigte Abschrift des Befähigungsnachweises und Führungsattestes zu über senden sind. LIs22.ILt2.rs. Zwei Vorbeter, Sciiofarbläser werden für die hohen Feiertage akzeptiert. Honorar nach Uebereinkommen. Vorstellung nächsten Sonntag 3 Uhr nachmittags in der Tempelkanzlei. Atzgersdorf-Wien. Jacob Papanek, Vorsteher.

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