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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1906-06-29 · 26 (29.6.1906) · page 16

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
23 (1906)
Issue
26 (29.6.1906)
Date
1906-06-29
Page
– (sequence 16)
Language
German
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Seite 436 Dr. Mocb's MlocderrscbrtN. Nr. 26 Von Herrn Dr. Heinrich Benies als Maskir-Spende K 60.— „ „ Dr. Rlchard Anningcr für eine arme Wöchnerin .„ 20.— „ „ Karl Figdor, Weikersdorf, statt eines Kranzes für Herrn Heinrich Riesz für Wohltätigkeits-Znstitute.. 20. - ff ff Fritz Steiner, statt eines Kranzes für Herrn Heinrich Riesz für wohltätige Zwecke . . „ 20.— „ Frau Toni Berdach f. d. Wöchncrinnenverband . „ 10.— „ Herrn F. Ernst für eine arme Kranke.. 5.— Entnahme der Sammelbüchsen im Stadttempel: Für den Waisenverein. K 272.70 * die Armen-Anstalt.„ 185.15 „ die Chewra-Kadischa I .... 161.14 die Allianz (für russische Juden) „ 54.69 „ die Armen der österr.-ungar. Gemeinde in Jerusalem .... „ 51.51 „ 725.19 Entnahme der Sammelbüchsen im Gemeindetempel, XVIII., Schopenhauerstraße 39: Für die Armen der isr. Kultusgemeinde X 187.72 „ den Frauenverein im XVIII. Bez. „ 57.67 „ die Chewra - Kadischa im XVIII. Bezirke.„ 121.75 „ 367.14 Entnahme der Sammelbüchsen im isr. Versorgnngshause, IX., Seegasse 9: Für den Versorgungshauserhaltungsfond > - „ 200 37 Entnahme der Sammelbüchsen im Leopoldstädter Tempel: Für die Armen der österr.-ungar. Gemeinde in Jerusalem . . .X 13.53 „ den Waisenverein .„ 2.73 „ die Chewra-Kadischa .... „81.87 „ die Armenanstalt . ...» 53.57 „ 151.70 Entnahme der Sammelbüchsen im Gemeindetempel, XV. , Tnrnergasse 22: Für Arme in Fünfhaus .. „ 91.77 Entnahme der Sammelbüchsen im Gemeindetempel. XVI. , Hnber.jasse 8: Für Arme im Bezirke Hernals u. Ottakring . „ 79 86 Ein Dankschreiben des Herrn Baurat Theodor Ritter von Goldschmidt für die Teilnahme des Kultusvorstandes anläßlich des Hinscheidens seines Bruders, des Herrn Alexander Ritter von Goldschmidt, Paris. Dankschreiben des Herrn Adolf Ritter von Sonnenthal für die Gratulation des Kultusvorstandes aus Anlaß seines 50jährigen Burgtheaterjubiläums. Dankschreiben des Brigittenauer Frauenvereines für Beteilung aus dem Rudolf Auspitz-Legate. Telegraphische Mitteilung der Kultusgemeinde Lemberg von dem Hinscheiden ihres Präsidenten des Herrn Reichsratsabgeordneten Dr. Emil Byk. Zu Beginn der Sitzung hält der Vorsitzende dem plötzlich dahingeschiedenen Reichsratsabgeordneten und Präsidenten der Lemberger Kultusgemeinde, Herrn Dr. Emil Byk, einen tiefempfundenen Nachruf, in welchem er der hervorragenden Eigenschaften des Verewigten, seiner unermüdlichen Tätigkeit im Dienste der Oeffentlichkeit, insbesondere aber seines hingebungsvollen Wirkens für die Interessen des Judentums in warmen Worten gedenkt. — Der Vorstand werde das Andenken des Verstorbenen stets in Ehren halten. Der Vorsitzende gedenkt weiters des Verlustes, den das Mitglied des Kultusvorstandes, Herr Hermann Eltbogen, durch das Hinscheiden seines Bruders, des Herrn Moritz Eltbogen, erlitten hat, welcher bis vor kurzer Zeit dem Wiener Gemeinderate angehört und sich auch sonst im öffentlichen Leben, namentlich auf humanitärem Gebiete vielfach betätigt hat. Das Vorstandsmitglied Herr Dr. Felix Katzau hat durch den Tod seines Schwagers, des Herrn Dr. von Körösy, der sich als Gelehrter eines hervorragenden Rufes erfreute, einen schweren Verlust erlitten. Die Versammlung, welche sich zum Zeichen der Trauer von den Sitzen erhoben hat, ermächtigt den Präsidenten, den Familien der Verewigten das Beileid des Kultusvorstandes auszusprechen und die Trauerkundgebungen dem Protokolle einzuverleiben. Herr Vertreter Dr. M. Steiner interpelliert den Präsidenten, ob und welche Schritte derselbe zu unternehmen gedenke, um die von einem Redner in der österreichischen Delegation jüngst erhobene, unwahre Behauptung, daß die russischen Juden an der Spitze der Revolutionäre stehen und daher die gegen sie verübten Greueltaten selbst verschuldet haben, zu widerlegen. Der Präsident bringt die gehaltene Rede nach dem stenographischen Protokolle in der Abendpost der „Wiener- Zeitung" zur Verlesung. Er erklärt, daß er die Entrüstung des Kollegen Dr. Steiner über diese Rede in vollstem Maße teile, daß er überzeugt sei, daß auch der Gesamtvorstand hierin mit ihm übereinstimme. Er werde unverzüglich das ihm geeignet Scheinende verfügen, ein Schreiben an den Präsidenten der Delegation, Prinzen Lobkowitz, richten und über das Weitere in der nächsten Vorstandssitzung berichten. Bei diesem Anlasse teilt der Präsident auch mit, daß das Präsidium der Kultusgemeinde voraussichtlich gemeinsam mit dem Präsidium der „Allianz" angesichts der jüngsten Judenverfolgungen in Rußland dem Minister des Aeußern neuerlich eine Eingabe mit der Bitte um Intervention bei der kaiserlich russischen Regierung überreichen werde. Die Unterrichtskommission beantragt auf Grund eines Vorschlages der Religionslehrerkonferenz, in der zweiten Klasse der Volksschulen eine fakultative zweite Religionsstunde einzuführen, welche hauptsächlich zur Erteilung des Leseunterrichtes dienen soll. Eine Erweiterung des Lehrstoffes soll durch die Anfügung dieser Stunde nicht stattfinden. Das Plenum genehmigt unter Voraussetzung der behördlichen Bewilligung die versuchsweise Einführung in sechs Schulen im Schuljahre 1906/07 und die hieraus entspringenden Kosten. Ueber Antrag der Kommission I wird beschlossen, in den Gemeindebethäusern an Wochentagen nach dem Minchagebete „Olenu" sagen zu lassen, um Trauernden Gelegenheit zu geben, ein Kadischgebet mehr verrichten zu können. Ueber Vorschlag der Direktion des Spitales der israelitischen Kultusgemeinde und der Leitung der gynäkologischen Abteilung dortselbst wird beschlossen, mit Rücksicht auf die gesteigerte Inanspruchnahme dieser Abteilung durch Operationen und erhöhte Frequenz der Ambulanz, einen zweiten Hilfsarzt für die Abteilung mit den normalmäßigen Bezügen zu bestellen. Ein Konkurs wird ausgeschrieben werden. In das Kuratorium der zu gründenden Bildungs-Anstalt für israelitische Religionslehrer an Volks- und Bürgerschulen werden gewählt: Vom Vorstande: Herr I. Vize-Präsident Doktor Gustav Kohn als Obmann der Schulkommission, ferner die Herren Dr. Alfred Berger, Professor Dr. Salomon Ehrmann, Dr. Markus Spitzer, die Inspektoren Rabbiner Dr. E. David, Professor M. Kanitz, weiters die Herren Direktor Dr. Moriz Brunner und Direktor Alexander Hecht. Tempelba u-A ngelegenheit Wieden -M a rgarethen: Ueber neuerliches Ansuchen des Tempelvereines für Wieden und Margarethen wird nach längerer, eingehender Debatte beschlossen, dem Tempelvereine behufs Ankauf eines geeigneten Platzes unter gewissen Bedingungen die zugesicherte Bausubvention per K 60.000'— vorläufig als Darlehen auszubezahlen. Schluß der Sitzung y22 Uhr nachmittags. Abgeordneter Dr. Emil Byk. Der Reichsratsabgeordnete Dr. Emil Byk ist Samstag den 23. d. M. nachmittags plötzlich verschieden. Die Todesnachricht kam um so überraschender, als Doktor Byk bis zuletzt in voller geistiger und körperlicher Frische seinen parlamentarischen Pflichten nachkam und noch kurz vorher an der Sitzung des Abgeordnetenhauses teilnahm. Wie es heißt, soll Dr. Byk schon seit längerer Zeit an Anfällen von Herzschwäche gelitten haben. Die Todesnachricht wurde in parlamentarischen Kreisen alsbald bekannt und schon um 6 Uhr erschien im Hotel' der Vize-

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