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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1906-04-13 · 15 (13.4.1906) · page 7

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
23 (1906)
Issue
15 (13.4.1906)
Date
1906-04-13
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Nr. 1.5 Dr. Mocb's Mocbenscbrin. Seite 243 Von Herrn Dr. Alfred Berger als Sammlungsergebnis des Herrn Heinrich Weiner fiir die Brigittenauer Schulküche K 77. - Von „Anonymus" für eine arme Witwe 10.— Von Frau Eveline Thierfeld in Purgstall zur Ausspeifung armer israelitischer Schulkinder in der Brigittenau. . „ 2. — Von Frau Hermine Kadisch als Spende ihres sel. Vaters Herrn Josef L. Nenfeld: ein Eisenbett samt Einsatz und Federbetten, Krankenutensilien und diverse Bett- und Leibwäsche für die israelitische Versorgungsanstalt Von Herrn Isidor Kanitz ein Rollstuhl für die israelitische Versorgungsanstalt Von Herrn Elias Purisch ein Thoramantel für den Betsaal der israelitischen Versorgungsanstalt Entnahme der Sammelbüchsen im Stadttempel . . - . „ 73.L8 Entnahme der Sammelbüchsen im Tempel, XV, Turnergasse 22 - .•.. 146.16 Weiters: Dankschreiben der Ehepaare Plaschkes und Steiner für die Glückwünsche des Kultusvorstandes anläßlich ihrer goldenen Hochzeiten. Dankschreiben der Frau Emilie v. Pfeiffer für die Glückwünsche des Vorstandes anläßlich der ihr zuteil gewordenen allerhöchsten Auszeichnung. Dankschreiben der Frau Marie Auspitz für die Teilnahme des Kultusvorstandes anläßlich des Ablebens des Herrn Rudolf Auspitz. Dankschreiben der Familie Fantl sür die Kondolenz des Vorstandes anläßlich des Ablebens des Herrn Ignaz Fantl. Bericht über die Generalversammlung des Vereines „Beth Israel". Im Präsidialberichte wird Folgendes mitgeteilt: Die am 5. Februar 1906 verstorbene Frau Elisabeth Ungar hat zur Universalerbin ihres Vermögens die Wiener israelitische Kultusgemeinde eingesetzt. Nach Abzug der seitens der Erblasserin angeordneten, hauptsächlich für wohltätige Zwecke bestimmten Legate im Betrage von ungefähr K 458.000.— dürften auf die Kultusgemeinde zirka K 125.000.— entfallen. Das verstorbene Vorstandsmitglied Herr Rudolf Auspitz hat in seinem Testamente die Kulrusgemeinde mit einem Legate von K 200.000.— zur Verwendung für Wohltätigkeitszwecke bedacht. Vorträge aus jüdischer Geschichte. Den Herren Rabbinern Dr. E. David, Dr. D. Feuchtwang, Dr. M. Grunwald, Dr. A. Kaminka, Wilhelm Reich, Baden, ferner Herrn Direktor Adolf Weisse wird für die in der abgelaufenen Saison gehaltenen V orträge aus jüdischer Geschichte und Literatur Dank und Anerkennung des Vorstandes ausgesprochen. Ersatzwahl für das verstorbene Vorstandsmitglied Rudolf A u s p i tz. Es wird beschlossen, die Ersatzwahl gleichzeitig mit den nächsten Neuwahlen, d. i. Ende dieses Jahres, vorzunehmen. Beaufsichtigung der jüdischen Findlinge. Nach der im Vorjahre mit der Direktion der niederösterreichischen Landes-Findelanstalt unter Zustimmung des niederösterr. Landesausschusses getroffenen Vereinbarung werden die bei Pflegeparteien untergebrachten jüdischen Findelkinder durch die Leitung der Findelanstalt einer besonderen Revision in Bezug auf Gesundheits- und Pflegezustand unterzogen. Diese Revision hat im abgelaufenen Jahre gute Erfolge gezeitigt. Referent Herr Dr. Maximilian Steiner beantragt, auch im Jahre 1906 diese besondere Beaufsichtigung durchzuführen und die hieraus erwachsenden, nicht wesentlichen Kosten zu genehmigen. Der Antrag wird angenommen. Legat Baurat Max F l e i s ch e r. Das verstorbene Vorstandsmitglied der Kultusgemeinde Architekt Baurat Max Fleischer hat über seinen gesamten künstlerischen Nachlaß in seinem Testamente folgende Verfügung getroffen: „Diese Gegenstände haben zum Teile wegen ihres Wertes, zum Teile wegen ihrer Qualität zweifelsohne ein derartiges Interesse für das Judentum, daß ich darauf bedacht sein muß, diese Kollektion in ihrer Gesamtheit aufrecht zu erhalten, beziehungsweise dahin zu wirken, daß dieselbe für alle Zukunft in ihrer Gänze aufbewahrt, würdig aufgestellt und dem Publikum zur Besichtigung zugänglich gemacht werde." — Um die Kosten, welche mit dieser Aufbewahrung, beziehungsweise Aufstellung verbunden find, zu decken, vermachte der Legatar der israelitischen Kultusgemeinde Wien einen Betrag von Kr. 20.000. — Es wird beschlossen, dieses Legat anzunehmen und die Verwaltung des zu errichtenden Museums im Sinne eines von dem Verewigten mündlich geäußerten Wunsches bis auf Weiteres dem Tempelvereine für Mariahilf und Neubau, dessen Obmann der Dahingeschiedene war, zu überlassen, welcher für die Unterbringung dieses Museums geeignete Lokalitäten in dem ihm gehörigen Hause, VI., Hirschengasse 22, zur Verfügung stellen wird. Die alljährlich abfallenden Erträgnisse dieses Legates per Kr. 20.000 werden abzüglich der Verwaltungskosten und Gebühren dem Tempelvereine Mariahilf und Neubau überwiesen. Dem Bethausvereine „A c h w a wereo“ (Freundschaft und Brüderlichkeit) wird die Bewilligung zur Erhaltung eines ständigen Bethauses im II. Bezirke, Taborstraße 59, unter gewissen Bedingungen bis auf Widerruf erteilt. Der Vertrag mit der „Gesellschaft der Musikfreunde", betreffend die Miete des großen Musikvereinssaales zum Zwecke der Veranstaltung von Gottesdiensten an den hohen Feiertagen, wird auf weitere zehn Jahre, das ist bis einschließlich 1916, verlängert. Tempelbau Wieden-Margarethen. In teilweiser Abänderung früherer Beschlüsse wird bezüglich der Subventionierung des projektierten Tempelbaues folgender Beschluß gefaßt: Wenn ein Projekt vorgelegt werden wird, dessen Ausführung unter Zugrundelegung eines Fassungsraumes von ungefähr 400 Personen den Höchstbetrag von Kronen 180.000 für Grund, Bau und innere Einrichtung nicht überschreitet, die Nichtüberschreitung dieses Betrages durch die Garantie eines verläßlichen Baumeisters sichergestellt wird, wenn weiters der legale Nachweis erbracht wird, daß ein Betrag von Kronen 100.000 durch Spenden sichergestellt ist, leistet die Kultusgemeinde eine Bausubvention von Kr. 60.000 und erteilt die Zustimmung, daß eine Hypothek im Höchstbetrage von Kr. 20.000 ausgenommen wird. Leopold st ädter Tempel. Gelegentlich der behördlich angeordneten Herstellung zweier Ausgänge aus dem Parterre des Leopoldstädter Tempels wurde seitens des Kultusvorstandes die Errichtung zweier separater Stiegen aus den Gallerten des Tempels in Aussicht genommen. Nach Schaffung der vorerwähnten Ausgänge im Parterre ergab sich, daß bei der Evakuierung des Tempels durch die Benützung dieser Ausgänge die an der Stirnseite des Tempels gelegenen Ausgänge, in welche auch die Stiegen von der Gallerte münden, derart entlastet werden, daß der Abgang von der Gallerie weitaus rascher und ungestörter vor sich geht, als dies früher der Fall war. Mit Rücksicht auf diesen Umstand wird beschlossen, von der Errichtung der geplanten Stiegen gegenwärtig Umgang zu nehmen. Gleichzeitig wird die Renovierung der Fassade des Tempels und der anstoßenden Wohnhäuser, sowie die Herstellung neuer Tore in den Abschlußmauern genehmigt. Schluß der Sitzung halb 1 Uhr. Tempel-Spende»: Im Bethause, XVI.. Hubergasse 8: Von den Herren: N. Fiedler Kronen 18.—. N. Weißstein 2. -. Hermann Fürst 70.—, Neumann 6. , Adolf Fischer 6.—, Salomon Kohn 2.—, Siegmund Weiler 5.—. Jakob Posemantier 35.—. Alois Winterstein 6.—. David Deutsch 3.—, Kollmanu sen. 2.—, Jakob Horwat 3.—, Josef Sittig 48.-, Samuel Fischer 8.-, N. Lam 3.-, N Uptimni 18.-, Artur Waltuch 6.—, Tetteles Wolf 4.—, Siegmund Weiler 4.—, Max

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