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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1906-03-30 · 13 (30.3.1906) · page 10

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
23 (1906)
Issue
13 (30.3.1906)
Date
1906-03-30
Page
– (sequence 10)
Language
German
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Sette 2U Dr. Llocb s Mocbens örtrr. Kr. is gung und unterliegen in solchen Fällen nicht der für Aktiengesellschaften vorgeschriebenen Besteuerung, sondern der allgemeinen Erwerbsteuer. Ueberdies sind mehr Abzugsposten zugelassen als bis nun und unterliegt das Reinerträgnis einer niedrigeren Erwerbssteuer. Im Deutschen Reich, wo die Verhältnisse wesentlich besser liegen als bei uns, wurde bereits in den Achtziger-Jahren die Notwendigkeit der Gesellschaften mit beschränkter Haftung erkannt und in dem kurzen Zeiträume seit dem Jahre 1902, in dem das Gesetz in Deutschland erlösten wurde, haben die Gesellschaften mit beschränkter Haftung dort einen ganz enormen Aufschwung genommen. In Deutschland bestehen ungefähr 8000 Gesellschaften, in Preußen allein bestanden im Jänner 1905 5515 Gesellschaften mit einem Gesamt-Kapital von rund eineinhalb Milliarden Mark. Diese Gesellschaften bieten den Vorteil, daß die persönliche Haftung nur auf die Stammeinlage beschränkt, die Steuerzahlung, die Regie- und die Produktionskosten wesentlich vermindert werden, eine Verminderung der Inanspruchnahme von Kredit und hiemit eine Ersparnis an Kapitalszinsen erfolgt und durch Verbindung zersplitterter Arbeits- und Kapitalskräfte eine produktivere Tätigkeit erzielt wird. Als Tätigkeitsgebiet würde sich hauptsächlich empfehlen: Vorbeugung von Insolvenzen, Gewährung von Rechtsschutz, Förderung des Exportes und Ausnützung des Erfindungsschutzes. Dienstag am 3. April l. I., 7 Uhr abends, findet im Saale des „Hotel Guth", II., Stefaniestraße 14 eine Vorbesprechung wegen Gründung einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung statt, zu der ernstliche Interessenten sich recht zahlreich einzufinden eingeladen werden. Besondere Einladungen werden nicht versendet. Dr. Sigmund Zins Hof- und Gerichtsadvokat. Wie« Der Verein zur Hebung der Gewerbe (Wien, I., Wipplingerstraße Nr. 25,) veranstaltet Sonntag den 1. April, präzise 7 Uhr Abends, im großen Festsaale des Niederösterreichischen Gewerbevereines, I., Eschenbachgaste Nr. 11, eine Plenarversammlung. Wien. Der Verein „Tefilas-Haneorim" veranstaltet am Pestachseste im Bet-ha-Midrasch, II., Tempelgasse Nr. 3, einen Gottesdienst ausschließlich für die Jugend. Beginn des Gottesdienstes: Abends 6 Uhr, morgens 8 ‘/2 Uhr. Wien Im israelischen Bethausverein „E m u n a s Aves" findet die feierliche Installierung des erwählten Vereins-Rabbiners Ehrwürden Herrn M. A. Fürst Sonntag den 1. April, 4 Uhr nachmittags, statt. Wien. Seine Majestät der Kaiser hat der Frau Emilie von Pfeiffer, geborene Biedermann, den Elisabeth-Orden zweiter Klasse verliehen. Frau von Pfeiffer hat vor kurzem chr 70. Lebensjahr vollendet. Wie«. (Doppelhochzeit.) Im festlich mit Blumen geschmückten Tempel in der Seitenstettengasse hat Sonntag den 18. d. M., mittags, die seltene Feier einer Doppelhochzeit stattgefunden. Zwei Söhne des hervorragenden Arztes und Kultusvorstehers Dr. Josel Breuer waren die Bräutigame. Doktor Robert Breuer führte Fräulein Hanna Brüll, die Tochter des Komponisten Ignaz Brüll, heim und Dr. Hans Breuer Fräulein Käthe Mautner, die Tochter des Großindustriellen Kommerzialrat Jfidor Mautner. Das Gotteshaus war von einem distinguierten Publikum dicht gefüllt. Unter den Gästen waren zu sehen: Minister a. D. Dr. Wilhelm Ritter von Härtel, Reichsratsabgeordneter Geh. Rat Dr. L i h a r z i k, Sektionschef Dr. Wilhelm Exner, die Hoftäte C h r o b a k, Sigmund E x n e r, Regierungsrat Dr. G e r s u n y, Primarius Dr. Schnitzler, fast der gesamte Vorstand der Kultusgemeinde unter Führung des Präsidenten Dr. Alfted Stern und der beiden Vizepräsidenten Dr. Gustav Kohn und kais. Rat Hirsch, zahlreiche Aerzte, Großindusttielle, Kaufleute, Schriftsteller und Künstler. Oberrabbiner Dr. Güdemann hielt an die Brautpaare eine tiefempfundene Ansprache und Oberkantor Singer exekutierte unter Harfenklang und Begleitung des Chores unter Leitung des Professors Joseph Sulzer die üblichen Hochzeitsgesänge in überaus feierlicher Weise. . , Wien. Der Kantor und Chordirigent der türkischen Gemeinde Herr Isidor L ö w i t feiert am 7. April d. I. sein 25jähriges Berufsjubiläum als Chordirigent. Jüdische Toynbechallc, XX., Othmargasse 46. Eintritt ftei für jeden Erwachsenen. Beginn der Vorträge an Wochentagen um halb 8 Uhr abends. Sonn- und Feiertagen um 7 Uhr abends. Wochenprogramm: Freitag den 30. März: Bibelvortrag. Herr Religionslehrer H. Löw-Vogel. — Samstag den 31. März: Konzert. — Sonntag den 1. April: „Die großen Welteroberer in ihrem Verhältnisse zu den Juden". Herr Rabbiner Dr. I. M. Bach. — Montag den 2. April: „Jüdische Sozialisten vor 2000 Jahren". Herr Dr. Arnold Ascher. — Dienstag den 3. April: „Jüdisches Volksleben in den Erzählungen jüdischer Poeten" (mit Rezitationen). Herr Dr. Ferd. Kornfeld. — Mittwoch den 4. April: „Die Entwicklung der Lebewesen auf der Erde". Herr Professor Dr. S. Ehrmann. — Donnerstag den 5. April: „Die Erziehung der taubstummen Kinder. — Helene Keller". Herr Dr. I. Samuely. — Freitag den 6. April: Bibelvortrag. Herr Religionslehrer Isidor Oehler. — Samstag den 7. April: Konzert. — Schlußfeier. Samstag den 24. März fand ein von den Damen Frau Dr. Samuely (Klavier), Frau Dr. Liebstöckl (Gesang) und den Herren Dr. Wollheim (Klavier und Gesang) und Gloga (Deklamationen) bestrittenes höchst gelungenes Konzert statt. Wien Brigittenau. Samstag den 24. d. M. fand die Feier der goldenen Hochzeit des Jubelpaares Steiner in unserem, in allen Räumen dichtbesetzten Gotteshause statt. Der gesamte Vorstand mit dem Präses Herrn Kultusvorsteher Ellbogen, der Tempelvorstand mit dem Obmann Herrn Adolf Schreiber, als Vertreter der Stadt Herr Magistratsrat Asperger und der Kultusgemeinde Herr Sekretär Braun waren erschienen. Den gesanglichen Teil leitete und exekutierte Herr Oberkantor Basier in vorzüglicher Weise mit seinem wohlgeschulten Chore. Die Festrede hielt Herr Gemeinderabbiner Dr. Reich-Margarethen. Wien. Die Lese- und Redehalle jüdischer Hochschüler eröffnet anfangs April einen hebräischen Sprachkurs nach der Berlitz-Methode für Damen und Herren und zwar sowohl für Anfänger, wie auch für Vorgeschrittene. Nähere Auskünfte erteilen der I. Vizepräses jur. Weiß und Phil. Rosenblatt von 7 bis 9 Uhr abends in der Lese- und Redehalle jüdischer Hochschüler, IX., Grüne Thorgasse 34. Geschäftsjubiläum. Aus Anlaß des 50jährigen Bestandes veranstaltete das bekannte k. u. k. Hofklavieretablisiement Bernhard K o h n vorigen Monat in seinen ausgedehnten Geschäftsräumen in Wien I., Himmelpfortgasse 20, eine Ausstellung von Klavieren, Harmoniums und anderen Musikinstrumenten. Es ist nicht notwendig, unsere Leser erst auf die Bedeutung dieser alten Firma aufmerksam zu machen, und es kann als ein Zeichen des Ansehens, welches sie genießt, mit Genugtuung verzeichnet werden, daß diese von einer Einzelfirma durchgeführte Veranstaltung von den allerersten Fabriken des In- und Auslandes beschickt wurde. Es wurde ihr auch die Auszeichnung eines nahezu zweistündigen Besuches Ihrer kaiserlichen Hoheit der Frau Erzherzogin Maria Annunziata, Schwester des Thronfolgers, zuteil. Weiters wurde die Ausstellung von den meisten Genossenschaftsmitgliedern der Fach- und Fortbildungsschule der Klaviermacher zu wiederholtenmalen besucht und zu interessanten Studien benützt. In dem aufliegenden Gedenkbuch finden wir einige tausend Namen aus den vornehmsten Kreisen der Residenz, darunter viele der besten Musiker der Gegenwart, wie Basch-Mahler, Roderich Baß, Baumeyer, Malvine B r e e, Ignaz Brüll, Paul de C o n n e, Leopold Godowsky, Alfred G r ü n f e l d, Dr. Gänsbacher, Eduard Gärtner, Professor L e s ch e t i tz k y, Moritz R o s e n t a l, Germaine Schnitzer, Louis Thern u. v. a.

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