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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1906-02-09 · 6 (9.2.1906) · page 8

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
23 (1906)
Issue
6 (9.2.1906)
Date
1906-02-09
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Sette 88 Dr. Llocb's Mocbenscvrlrr. Nr. 6 „Takkanah" (S. Ochser) ist ein trefflicher Bericht über die Verordnungen, die von Zeit zu Zeit den jüdischen Ritus und das soziale und das geschäftliche Leben der Juden regeln. Dieser Ueberblick des Bandes sollte den Lesern Interesse für das Werk einstößen, das seiner Vollendung entgegengeht. Korrespondenzen. Aus der Plenarsitzung des Kultusvorftandes vom 28. Jänner 1906 unter dem Vorsitze des Herrn I. Vizepräsidenten Dr. Gustav Kohn. Im Einlaufe befinden sich: An Spenden: Von Herrn kais. Rat Leopold Sachs zum Andenken an seine verstorbene Eltern Jakob und Anna Sachs und an seine sel. Schwester Frau Sofie Prager für die Versorgungsanstalt - . . . .. Von Sammelspende des Herrn Dr. Alfted Berger für die Brigittenauer Schulküche . Von Herren Dr. Hermann und Dr. Immanuel Brüch zur Errichtung einer Fanny Brüch-Graberhaltungsstiftung Von Herrn Lwco Adutt für wohltätige Zwecke. Von Herrn Dr. Theodor Bunzl für das jüdische Altersversorgungshaus . Von Herrn Moriz Edl. v. Kuffner anläßlich des Sterbegedächtnistages seiner sel. Mutter Frau Rosalia Edle von Kuffner für die Armen der Bezirke XVI.—XVII. Von Herrn Josef Fuchs für den Verein „Ferienheim" . . Von Herrn Emil Reich für den Waisenverein. Von Herrn Adolf Wenger: für die „Chewra-Kadischa" ... X 30.— für die russischen Juden 30.— für den Präfidialfond.„ 40.— Von Herrn Leopold Klein: für die „Chewra-Kadischa" . . . X 21.— für den Waisenverein.* 10.— für den Baufond eines neu zu errichtenden isr. Waisenhauses für Knaben. 50.— Von Herrn L. Bratmann für fünf bedürftige isr. Waisenkinder ...... . K 2000.— „ 2.0.49 „ 220.- „ 200.— ,, 200. - 160.— 139.40 100.— 100.— 60.— Von Herrn Dr. Jakob Engel für den Studentenunterstützungsverein .X 25.— für daS Siechenhaus. „ 25.— „ Von Herrn Salo Landau für arme Kranke des Wiener k. k. Allgemeinen Krankenhauses.X Von Frau Charlotte Blau für arme Waisenkinder und die ärmsten Volksschüler in der Brigittenau . . . . „ Von Herrn D. Kohn, Vorsteher in Kolleschowitz, namens der dortigen Kultusgemeindemitglieder zu Gunsten der russischen Juden.. Von Herrn Erwin Fleischer, Schüler der III. Klaffe des Privat-Gymnasiums in U'lg.-Brod als Ergebnis einer Sammlung für die armen hungernden Kinder der Brigittenau . . . .. ... „ Von Herrn Dr. Julius Knöpfelmacher für die Sofie Grüiifeld-Widmung ..„ Von „Anonymus" zur Verteilung an Witwen . . . „ Von Frau Therese Kann zur Verteilung an Arme . . . „ Von Frau Jenny Stern für arme Wöchnerinnen . „ Von „K. G. 28." für die Brigittenauer Schulküche . „ Von Herrn Friedrich Nadler für die Brigittenauer Schulküche - . -. Von Herrn Dr. Emanuel Arnstein für die Cbewra-Kadischa „ Von Herrn Dr. Siegmund Ehrlich für den Verein zur Ausspeisung armer Schulkinder im XX. Bezirke ... „ Von Herrn L Perl für das Sicchenhaus.„ Von „Wien, Unbenannt", zur Anschaffung von Holz und Kohle für Arme ... .■ ... „ Von „I. N. 2" für die Brigittenauer Schulküche . ... „ Von Herrn Moritz Braun in Villach für die Brigittenauer Schulküche . . ..- . „ Von Herrn Adolf Fleischmann für die Brigittenauer Schulküche ..-.. Vqn Herrn Berthold Fleischner in Ung.-Brod für die Brigittenauer Schulküche .......... . X Von Herrn Dr. Rudolf Bunzlau für die Brigittenauer Schulküche . . ..- Von Herrn N. Völker für die Brigittenauer Schulküche . „ Von Frau Philippine Bauml, Jägerndorf, zur Verteilung an Sieche ... ... „ Von Herrn Leopold Friedländer für das Siechenhaus . . „ 50.— 40.— 40.— 32.— 32.— 25.— 20.— 20.— 20.— 10.— 10.— 10.— 10.— 10.— 10.— 6.— 6.— 6.- 6.— 6.— 5.— 5.— 5.— Von Herrn Franz Singer für die Brigittenauer Schulküche X 5 — Kon Herrn N. Zerzawy, Matzen bei Gänserndorf, für die Brigittenauer Schulküche . . „ 4.— Von Fräulein Ady Turcsan für die Brigittenauer Schulküche „ 4.— Von Herrn S. Dachinger, Judenburg, für die Brigittenauer Schulküche . „ 3.— Von Herrn Max Pick, Nachod, für die Brigittenauer Schulküche ... .. , . . . . „ 3.— Von Herrn Josef Deutsch für die Brigittenauer Schulküche „ 2.— Von Edith P., Tetschen a. E., für die Brigittenauer Schulküche . - .... . -. „ 2.— Von E. O. für die Brigittenauer Schulküche . - . . „ 2.— Von Herrn und Frau Theodor Prowati ein Krankenfahrstuhl und Krankenutensilien für die Versorgungsanstalt. Von Frau Marie Stern anläßlich des Todestages ihres sel. Gatten, Herrn Siegmund Stern, für die Chewra- Kadischa . . ..X 10 — für die Versorgungsanstalt.X 10.— „ 20.— Weiters ein Dankschreiben des Herrn Dr. Arthur Goldmann für die erwiesene Teilnahme des Kultusvorstandes anläßlich des HinscheidenS seines Vaters Herrn Josef Bernhard Goldmann. Ein Dankschreiben der Frau Ernestine Fleischer für die ihr zugekommenen Beweise der Teilnahme anläßlich des Todes ihres Gatten des Herrn Baurat Max Fleischer. Ein Dankschreiben der Kultusgemeinde Friedek-Mistek für die Kondolenz der Kultusgemeinde anläßlich des Hinscheidens des Kultusvorstehers der Gemeinde Friedek-Mistek, Herrn Hermann L ö w. Ein Dankschreiben des Herrn Vorstehers Leopold von Lieben für die ihm aus Anlaß der Allerhöchsten Auszeichnung zugekommenen Glückwünsche des Kultusvorstandes. Ein Beileidsschreiben des Vorstandes des Tempel- und Schulvereines, VI., Stumpergasse, anläßlich des Hinscheidens des Mitgliedes des Kultusvorstandes Herrn Baurat Max Fleischer s. A. Der Präsident bringt zur Kenntnis, daß die Familie des verewigten Präsidenten der Kultusgemeinde, Herrn kais. Rat Heinrich Klinger, Mittwoch den 31. Jänner 1906, um 7 Uhr abends, im Stadttempel ein Requiem für den Verstorbenen veranstalten werde und ladet die Vorstandsmitglieder ein, diesem Requiem beizuwohnen. Vor Uebergang zur Tagesordnung begrüßt Herr Vize- Präsident kais. Rat Hirsch, welcher zu Beginn der Sitzung den Vorsitz führte, das nach längerer Krankheit zum ersten Male bei der Sitzung erschienene Vorstandsmitglied Herrn Baurat Wilhelm Stiaßny unter Zustimmung der Versammlung in herzlichen Worten. Miete einer Wohnung für das L. D. Königsberg'sche Mädchen-Erziehungs-Jnstitut. Laut testamentarischer Verfügung des im Jahre 1857 verstorbenen Großhändlers Leopold Ditmar Königsberg bestimmte der Genannte einen großen Teil seiner Hinterlassenschaft zur Errichtung eines Mädchen-Erziehungs-Jnstitutes, dessen Zweck und Aufgabe in nachstehender Weise bestimmt wurde: „Zweck und Aufgabe der Königsberg'schen Stiftung ist, armen Mädchen israelitischer Konfession in der Anstalt selbst, in welcher sie von ihrem Eintritte bis zu ihrem Austritte aus derselben unentgeltliche Verpflegung und Wohnung sowie Unterricht erhalten, eine solche Erziehung und Heranbildung zu gewähren, daß sie befähigt sind, auf Grund des genossenen Unterrichtes, sowie ihrer religiösen und sittlichen Durchbildung, nachdem sie die Anstalt verlassen haben, sich einen anständigen und selbständigen Lebensberuf zu wählen, damit sie dereinst zu ebenso frommen als tugendhaften Ehegattinnen sich qualifizieren." Der Stifter selbst bemerkt in seinem Testamente unteranderem Folgendes: „Das Wohl einer jeden Familie, selbst eines ganzen Volkes hängt viel von der guten und tugendhaften Erziehung der Frauen ab . . .", weiters: „Ich wünsche und hoffe vieles Gedeihen und guten Erfalg von diesem wohltätigen Institute, überzeugt, daß mehrere reiche Männer sich Gattinnen aus diesem Institute wählen und aus Dankbarkeit ihr Scherflein zur Vergrößerung desselben, sowie andere edle Menschenfreunde durch Testamente beitragen werden." Das Institut verpflegt derzeit 18 Zöglinge. Die Räumlichkeiten, in welchen das Institut gegenwärtig untergebracht ist,

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