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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1906-01-26 · 4 (26.1.1906) · page 11

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
23 (1906)
Issue
4 (26.1.1906)
Date
1906-01-26
Page
– (sequence 11)
Language
German
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Nr. 4 Dr. Llocd's Mocbenscbrtrr Seite 59 pellationen. 5. Neu-- und Ersatzwahlen in den Vorstand. (§ 6 der Statuten.) 6. Wahl der Rechnungs-Revisoren. Mit Rücksicht auf die Wichtigkeit der Verhandlungsgegenstände wird um zuverlässiges Erscheinen gebeten. Im Falle die für 10 Uhr vormittags einberufene Generalversammlung nicht beschlußfähig sein sollte, wird um halb 11 Uhr vormittags an demselben Tage und an demselben Orte im Sinne des § 13 der Statuten eine neuerliche Generalversammlung mit der gleichen Tagesordnung abgehalten. Wien. Die 30. ordentliche Generalversammlung des israelitischen Tempelvereines für den X. Bezirk Wiens findet am 30. Jänner d. I., präzise 8 Uhr abends, in O c z e r e t's Restauration, X., Keplergasse 7, statt. Wien. Der Vorstand des israelitischen Bethausvereines „Am Volkert" in Wien veranstaltet Sonntag den 28. Jänner 1906, Präzise 5 Uhr Abends, im Bethauslokale, II., Fugbachgasse 7, die 29. ordentliche Generalversammlung. Wien (Trauung.) Sonntag den 28. Jänner d. I. um Vz3 Uhr Nachmittags findet im israelitischen Tempel, II., Tempelgasse, die Trauung des Fräulein Bertha Kisch, Tochter des Buchdruckereibesitzers Herrn Alfred Kisch, mit Herrn Richard Friedmann, in Firma: S. Friedmann jun., statt. Jüdische Toynbee-Halle, XX., Othmargasse 46. Wochenprogramm. Freitag den 26. Jänner: Bibelvortraz. Herr Religionslehrer Löw-Dogel. — Samstag den 21. Jänner: Konzert (Mozart-Feier) — Sonntag den 28. Jänner: „Wolfgang Amadäus Mozart". Herr Dr. Isidor Samuely. — Montag den 29. Jänner: „Bilder aus der Volkswirtschaft". HerrLeop. Spitzer. — Dienstag den 30. Jänner: Literarischer Abend. — Mittwoch den 31. Jänner: „Der Arzt in der Literatur." Herr Dr. Heinrich Grün. — Donnerstag den 1. Februar: „Die Entstehungsgeschichte des Geldes". Herr Sekretär Guido Fuchsgelb. — Freitag den 2. Februar: Bibelvortrag. Herr Religionslehrer Isidor Oedler — Samstag den 3. Februar: Konzert (Mendelssohn-Abend). — Samstag den 20. Jänner fand in der Toynbee-Halle ein Konzert statt, das den Mitwirkenden dank ihrer besonderen künstlerischen Leistungen lebhaftesten Beifall, den Besuchern einen sehr genußreichen Abend brachte. Das Programm des Abends wurde von den Damen Selma L i b o w i tz (Klavier), Grete Oesterreicher (Gesang), Edith Klein (heitere Deklamationen) und Herrn Opernsänger Michael Striks bestritten. In das Akkompagnement der Gesangsvorträge teilten sich Frl. Daniela Schwarz und Herr Josef R o s e n st e ch. Eine Kinderjause, welche Sonntag den 21. Jänner stattfand, vereinigte nahezu 300 der ärmsten Kleinen zu einem fröhlichen Nachmittag. Jüdische Toynbeehalle „Fünfhaus". Am 20. d. M. fand der II. Literarische Abend mit dem Vortrage des Herrn Dr. Glücksmann: „Das Judentum im Spiegel der Poesie" statt. Der Vortragende las dem äußerst zahlreich erschienenen Publikum zu Danke eine Reihe Dichtungen, welche Begebenheiten aus der jüdischen Geschichte oder Schilderungen der Leiden der Juden enthielten, in sehr wirlungsvoller, von jedem Pathos freien Weise vor. Die Zuhörer gingen mit Verständnis auf jede Pointe ein, nach jedem Gedichte löste tosender Beifall die Spannung und Ergriffenheit aus und der allgemeine Wunsch geht dahin, Herrn Schriftsteller Glücksmann recht bald wieder als Gast in Fünfhaus begrüßen zu können. Am 27. d. M. findet eine Mozartseier statt und werden sowohl der Prosavortrag als auch die musikalischen Darbietungen dem Andenken Mozarts gewidmet sein. Schulinspektion im Jüdischen Schulvereine. Wie alljährlich wurde auch heuer die Bibelschule des Jüdischen Schulvereines, IX., Glasergasse 24 einer genauen und eingehenden Inspektion unterzogen. Sonntag den 14. d. M. besuchte nämlich der Inspektor für den israelitischen Religionsunterricht Herr Professor M. K a n i tz diese Schule und wurde, nachdem sich derselbe über den gegenwärtigen Stand der Schüler in den verschiedenen Abteilungen informiert hatte, vorerst die II. Abteilung, die gerade unterrichtet wurde, in den verschiedenen Lehrgegenständen geprüft. Sodann wurde die III. Abteilung, die sich aus Bürger- und Mittelschülern rekrutiert, vom Herrn Inspektor Prof. K a n i tz gleichfalls aus allen Lehrgegenständen einer genauen Prüfung unterzogen und beantworteten die Schüler derselben alle Fragen in hebräischer Grammatik, Pentateuch und Religionslehre in sehr zufriedenstellender Weise. Nach nahezu zweistündiger Anwesenheit verließ Herr Inspektor Professor K a n i tz befriedigt die Schule. Wien. Hier ist Landesgerichtsrat Doktor Markus T s ch i a ß n y im Alter von 56 Jahren gestorben. Er war ein vielbeschäftigtes Mitglied des Appellsenats im Landesgerichte. Doktor T s ch i a ß n y war zu Prerau in Mähren geboren und absolvierte seine Gymnasialstudien in Wien. Nach Ablegung des Doktorats widmete er sich dem Richterberus, dem er über ein Vierteljahrhundert angehörte. Wien. (Schüler-Kränzchen.) Wie alljährlich findet auch heuer im großen Saale des „Hotel Continental" am 28. Jänner l. I. das Schüler- und Familienkränzchen der Tanzlehranstalt Heimann-Singer statt. Die Musik besorgt die Kapelle des Jns.-Reg. Nr. 60, Freiherr von Appel. Karten sind im Institute, II., Praterstraße Nr. 43 erhältlich. Wien. (Zionistischer Zentral-Verei n.) Die erste öffentliche (konstituierende) Versammlung dieses vom innerösterreichischen Distrikts-Komitee neu gegründeten Bürgervereines findet Donnerstag, den 30. d. M., abends 8 Uhr, im Saale des „Hotel Post", I., Fleischmarkt Nr. 16, statt. Tagesordnung: 1. „Was will der Zionismus". Referent Herr Adolf Böhm. 2. Wahlen. — Gäste willkommen. Wien Die jüdischen Hochschüler aus Galizien in Wien haben einen „Unterstützungsverein jüdischer Hochschüler aus Galizien in Wien" gegründet. Auskünfte und Beitrittsanmeldungen am Dienstag, Donnerstag und Samstag von 2—3 Uhr nachmittags im Vereinslokale der „Lese- und Redehalle jüdischer Hochschüler in Wien", IX., Grüne Thorgaffe 34. Das Gründungs-Komitee. Friedrich Boek. Am 16. d. M. starb hier nach langem schweren Leiden der städtische Lehrer Herr Friedrich Boek im 65. Lebensjahre. Am 18. wurde er zu Grabe getragen. Der Verblichene stand seit 1875 im Dienste der Kommune. Zwei Aussprüche dieses braven Lehrers mögen seine edle Gesinnung illustrieren. Bei Aufteilung der Schüler in die einzelnen Klassen pflegte er zu sagen: „Mir sind die ärmsten Kinder am liebsten, denen kann ich mehr leisten als den wohlhabenden". War von einer körperlichen Züchtigung die Rede, rief er voll Aufregung aus: „Nur Hunde schlägt man, nicht aber Kinder, die sich nicht wehren können"! Als die „Oesterreichische Wochenschrift" im Jahre 1896 die brutale Behandlung jüdischer Kinder scharf geißelte, bot sich der brave Mann freiwillig zur Zeugenaussage an, falls es die Notwendigkeit erheischen sollte. Der Verblichene war aber auch ein Jude mit jeder Faser leines Herzens. Wie geriet er in höchste Aufregung, wenn einem Glaubensgenossen ein Unrecht, eine Kränkung oder gar ein Unglück widerfuhr. Kein Wunder also, wenn das Ableben des edlen Mannes in allen Schichten der Bevölkerung warme und innige Teilnahme hervorrief. An der Bahre sprach Herr Oberlehrer Max Grünspan warme Abschiedsworte; am Grabe widmete ihm sein ältester Kollege Herr Leopold Schulhof einen würdigen Nachruf. Der Verblichene hinterläßt eine tieftrauernde Gattin. Mögen ihr die allgemeine Teilnahme und die zahlreichen Beileidsbezeugungen Trost in ihrem unermeßlichen Schmerz bringen. Wir können diese Zeilen nicht schließen, ohne dem Lehrkörper der städtischen Knabenschule in der Leopoldsgasse, an der der Verblichene wirkre, sowie dem Herrn Oberlehrer Grünspan die vollste, uneingeschränkte Anerkennung auszudrücken für die besondere Ehrung, die sie dem verstorbenen Kollegen darbrachten Es machte dies bei allen Leidtragenden einen umso angenehmeren Eindruck, als die Beteiligung am Leichenbegängnis seitens der Lehrer sehr spärlich war. Selbst jene, die Jahrzehnte mit dem Verstorbenen wirkten und denen er so manchen großen Dienst erwies, glänzten durch ihre Abwesenheit. Allerdings sind sie derzeit Schulleiter und der Verstorbene war ja nur — ein jüdischer Lehrer. Sch. Wien. Der Floridsdorfer Israelitische Frauen-Wohltätigkeits-Verein in Wien XXI. hat am Sonntag den 14. d. M. im Sitzungssaale der Kultusgemeinde seine ordentliche Hauptversammlung abgehalten. Die Präsidentin Frau Henriette Grünwald eröffnete die Hauptversammlung, begrüßte die erschienenen Mitglieder, insbesondere die Ehrenpräsidentin Frau Dr. Laura Bloch und den Vizepräses der Kultusgemeinde Herrn Emanuel G r ü n w a l d. Mit Befriedigung hob die Präsidentin hervor, daß sich erfreulicherweise die Mitgliederzahl im abgelaufenen Vereinsjahre wieder gehoben hat und dankte Men, welche dem Vereine Spenden zukommen ließen. Vizepräses Herr Emanuel Grünwald dankte in warmen Worten der abä«HHIilNffli

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