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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1906-01-12 · 2 (12.1.1906) · page 14

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
23 (1906)
Issue
2 (12.1.1906)
Date
1906-01-12
Page
– (sequence 14)
Language
German
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Sette BO Dr. JäiocD's Mocoenscvcln. Nr. 2 Berlin: Die Gesamtzahl der Juden auf der Erde. 2. Felix Theilhaber, München. Deutsche Juden im Auslande und ausländische Juden im Deutschen Reich. 3. Dr. Hugo Hoppe, Königsberg: Zur Statistik der Juden in Ungarn. II. Statistisches Archiv. Zur Volkszählung vom 1. Dezember 1905 in Deutschland. — Einwanderung und Naturalisation ausländischer Juden in Paris. — Die Karaiten in Rußland. — Die Zahl der Juden in Schweden. — Zahl und Verteilung der Juden in Norwegen. — Verteilung der Juden in den Vereinigten Staaten. Aschkenasim und Spaniolen in Bosnien und der Herzegowina. - Die Zahl der Juden in Südafrika. — III. Literatur. N. Petresco, Com mene: Etüde sur la Condition des Israölites en Roumanie. The Jewish Year Book. An Annual Record of Matters Jewish 5666. The American Jewish Year Book 5666. IV. Mitteilungen. Uebungen auf dem Gebiete der Statistik und Demographie der Juden. 28. Jahresbericht der L a n d es-Ra b bin erschule in Budapest für das Schuljahr 1904 —1905. Borangeht: Leo Modenas Briefe und Schriftstücke. Ein Beitrag zur Geschichte der Juden in Italien und zur Geschichte des hebräischen Privatstyles Zum erstenmal herausgegeben, mit Anmerkungen und Einleitung versehen von Prof. Dr. Ludwig Blau, Budapest, 1905. Dr. Max Beermauu, Rabbiner der Kreis-Synagogen- Gemeinde Insterburg. Zur Jahreswende. Festprcdigten, gehalten am Roschhaschana und Jom Kippur 5666. Verlag von I. Kauffmann, Frankfurt a. M. Dr.M Brarnr MonatsschriftfürGeschichte und Wissenschaft des Judentums. Begründet von Dr. Z. Frankel, Organ der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums. Verlag von Will). K o e b n e r, Breslau. Heft 9/10. September/Oktober 1905. Inhalt: Sigmund I a m p e l: Esther, eine historisch-kritische Untersuchung. (Schluß) Dr. S. Funk: Die Juden in Babylonien unter Sabur Ii. (309 — 382).A. Epstein:Leontin und andere Namen. I. Sch ultze: Geschichte der Familie Wallich (Schluß). Moritz Steinschneider: Mathematik bei den Juden (1551—1840) (Fortsetzung). Adolf Lewin: Die Judenemanzipation in Baden. Notizen: 1. Zur Geschichte der Abbreviaturen. 2. Eine antckaräische Stelle im Midrasch ha-gadol. Von V. Aptowitzer. Besprechungen: Baueth E.: Der Mischna-Traktat Abot mit Maimunis arabischen Kommentar. Von Samuel Poznanski. B l o ch M o se s „Die Vormundschaft" nach mosaisch -talmudischcm Recht. Von N. Kronberg. Posnanski Adolf, Schiloh: Ein Beitrag zur Geschichte der Messiaslehre. Von Eppcnstein. M. Braun: Bibliographische Uebersicht. Mitteilungen des „Verbandes der Vereine für jüdische Geschichte und Literatur." Emil Söffe. Aus meiner Studienmappe, Essays. Verlag von Friedrich Jrrgang, Brünn, 1906. Unsere Hoffnung. Monatsschrift für die reifere' jüdische Jugend. Redaktion und Administration: Wien, III/2, llntere Viaduktgafse 25. III. Jahrgang, Heft 1, 1906. Inhalt : An unsere Leser! „Die Heldengeschichte der Makkabäer". Ch. N. Bialik: „Fels und Woge". Josef Meist: „Sozialismus und Judenftage". El. Lädier: „Chanukalichter". H i l l a l: „Makkabäer und Zionisten". E l d a s ch ha-Gelili: „Eine Reise in Palästina". H. Lilien: „Beiträge zur Beleuchtung der taciteischen Aeußerungen über die Juden". Buki ben Jogli: „Das Lied der Nachtigall". Briefiasten. Korrespondenzen. Kmefkasterr. I. F.» Bucza«:z. In diesem Jahre findet eine Gesellschaftsreise nach Palästina statt. Auskunft erteilt das Zentral-Bureau der „Zweiten Israelitischen Gesellschaftsreise nach dem Heiligen Lande" in Budapest, Vigadö-ter. 1. „Tierfreund". Das Buch .des Dr. Schwartz „Das betäubungslose Schachten der Israeliten" ist längst und auch in der „Oestcrr. Wochenschrift" als ein Sammelsurium von Unwahrheiten und Fälschungen gebrandmarkt worden. Die Redaktion des ..Illustrierten Tierfreund" macht sich lächerlich, durch Anführung folgenden Zitates: „Den tiefsten Eindruck muß es jedoch auf den unbefangen Urteilenden machen, wenn er angesichts der Zähigkeit, mit der fast das gesamte Judentum das Schächten verteidigt und sich gegen eine bessere Tötungsart sträubt, dann findet, daß eine grundwichtige mosaische Bestimmung, die der ganzen heurigen Schächtrvg den Boden entzieht, von den Inden achtlos übergangen wird. Es darf nämlich nach 3. Mos. 22, Vers 2-i kein Tier geschächtet werden, welches kastriert (geschlechtlich verschnitten) ist! Aber kein Schächter kümmert sich darum, daß die vielen, vielen Ochsen und Hammel und Kapaunen, welche geschachtet werden, ausschließlich verschnittene Tiere sind, so daß also das mosaische Gebot schon seit Jahrhunderten auch von den orlhodoxesten Juden übertreten worden ist und noch alle Tage übertreten wird! Liegt nun die Sache dermaßen, so werden fortan die Gesetzgeber den Vorwand, daß Schächten ohne Betäubung der Tiere eine heilige Religionssatznng sei, die unbedingt bestehen bleiben müsse, nicht mehr gelten lassen dürfen." Die weisen Herren Redakteure vertrauen Herrn Schwartz und haben sich nicht einmal die Mühe genommen, das zitierte III. B. M. Kap. 22, Vers 24 nachzuschlagen. Wären sie vorsichtiger, hätten sie sich eine Blamage erspart. Beobachter. Die großen Herren im Rathause geben sich tatsächlich immer deutlicher zu erkennen. 200.000 Kronen für Notkirchen, 300.000 Kronen für die Jagdansstellung von Adeligen sind leichten Herzens bewilligt worden Die Schlepplräger der Feudalen und Klerikalen sind eben die Wiener Antisemiten, die gerne die gute, alte Zeit herbeiführen möchten, wo der gnädige Herr vom Schlosse und der Herr Pfarrer die uneingeschränkten Herren waren. Die Geistlichkeit bekommt die Beiträge für den Wahlfonds mit Zinseszins zurück. Mit dem Gelde der Steuerträger wird angeblich die Religion gefördert. Wie wäre es, wenn die Juden von der „unparteiischen" Verwaltung, deren sich der Bürgermeister am Neujahrstage rühmte, einen Beitrag zum Tempelbau verlangen würden? Bis jetzt hat sie die unparteiische Verwaltung schikaniert, wenn sie für ihr eigenes Geld einen Tempel bauen wollten. Siehe Josefstadt. Den Rest ans die halbe Million haben so arme Schlucker wie die Schwarzenbergs, Liechtensteins rc. für ihre Veranstaltung bekommen, auf welcher sich der Reichtilm tl). er Jagdbestände zeigen wird. Sie tun übrigens Unrecht, an die Oeffentlichkeit zu treten. Man wird am Ende noch darauf kommen, daß jeder von ihnen doch noch reicher ist, als ein paar reiche Juden zusammengenonimen. Jagdansstellung. Sie werden hier unter Anderem das sinnige Jagdgewehr des Mechanikers Schneider sehen, das ihm aufmerksame Freunde gewidmet hahen. Es ist dasselbe Gewehr, mit dem er sich das Schußgeld auf die Juden verdienen wollte. Der Kolben ist unten zur Stampiglie verbreitert, der Lauf ist als Schnapsflasche zu verwenden und die Patronen sind mit Kornschnaps gefüllt. Bis jetzt hat das Gewehr sehr gute Resultate bei der Jagd auf einträgliche Geschäfte im Gemeindegebiete gegeben. Dr. M. Die konservative Presse Preußens fällt wütend über Schmoller her, weil er seinen Einfluß im Kultusministerium für Professorenernennungen ausnützt. So wütend sind die Herren, wenn man ihnen mal ans den Fuß tritt. Man droht mit den schärfsten Interpellationen. Als sich vor kurzer Zeit ein jüdischer Privatdozent m Berlin erschoß, weil er trotz hervorragender, wissenschaftlicher Befähigung als Jude keine Professur erhalten konnte, krähte kein Hahn darnach. Deutschlands Kultur über alles! Rasse. Die Nachricht der „Nowoje Wremja", daß die russische Negierung dem Hilfskomitee für die Juden die Beschlagnahme der Gelder wegen Mißbräuchen angedroht und Regierungskontrolle gefordert habe, wird darauf zurückzuführen sein, daß irgend ein hoher Beamter in finanziellen Nöten ist. Hoffentlich wird sich das Komitee seiner erwehren können. E. N. in K. Das Parlament wird in den letzten Tagen dieses Monates einberufen werden. Die Wahlreform wird eine der ersten Regierungsvorlagen sein. T. Z. Ob die Christlich-Sozialen nicht auch Revolution gemacht hätten, wenn Lueger nicht bestätigt worden wäre, wissen wir nicht. Wir halten sie aber für zu feig dazu. Gruß. O. L. in New-Aork. Als Ihr Entrüstungsbrief in Wien eintraf, hatte der Mann seine berühmte Rede bereis widerrufen. Es waren ja schon zehn Tage vergangen. Da mußte doch eine kleine Gesinnungsänderung bereits eingetrelen sein. Kunstfreund. Maler Eichhorn, IX., Frankgasse 4. Maler Krestin, IX., Hahngasse 8. Krestin's Bild heißt „Der Segen der Blinden". Rabbiner S. in Budapest. Herzlichen Dank und kollegialen Gruß. L. K. Allerdings ist ein Rabbiner berechtigt, den Bezug des Ostermehles zu verbieten, wenn dasselbe mit einem Hechscher versehen ist, dessen Aussteller zu Mißtrauen gegründete Ursache bietet. Eure Klage wegen Geschäftsstörung würde da vermutlich wirkungslos bleiben. Die Vorgesetzte Behörde des Rabbiners, seine oberste Instanz. bei welcher eine eventuelle Beschwerde überreicht werden kann, ist lediglich der von seiner Gemeinde gewählte Vorstand. „Ein Techniker". Wenden Sie sich an das Stiftungsamt der israelitischen Kultusgemeinde, I., Seitenstettengasse 2.

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