Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 22 (1905)
- Issue
- 50 (15.12.1905)
- Date
- 1905-12-15
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
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Nr 50 Dr. Llocd's MtocbenscdrM. Seite 803 biblischen Gebot der Nächstenliebe. D r. B. G o l d b e r g, Wilna: Die Juden unter der städtischen Bevölkerung Rußlands. Dr. Isidor Singer, New- Jork: Eine Vogelschau über die Entwickelung der amerikanischen Judenheit in den letzten 250 Jahren (mit 11 Illustrationen). M. H. v a n Campen, Amsterdam: Sohn des alten Volkes (Erzählung). Dr. G. Kutna, Berlin: Die biblischen Gestalten in der bildenden Kunst. Adam und Eva, Schluß (mit 5 Illustrationen). Jüdisches Wiegenlied (Noten), Volksmelodie. I l j a Günzburg, Petersburg: Jüdische Nativnalkunst (Gedanken eines gelehrten russischen Kritikers). D r. A d o l p h K o h u t, z. Z. Kopenhagen: Das geistige und kulturelle Leben der Juden in Dänemark (mit 5 Illustrationen). Fabius Schach, Karlsruhe: Die russischen Juden in Deutschland. — Doktor Heinrich Meyer-Cohn. Dr. MartinBuber, z. Z. Florenz: Worte des Rabbi Nachman von Bratzlaw (1772—1810), (dem Hebräischen nachgebildet). Prof. D r. A. B i a ch, Brüx: Aphorismen. — Miszellen. — Literarisches. Kriefkasterr. Josef Richter in P. Am Freitag den 8. Dezember 1005 hielt der tschechische Hofrat Universitätsprofessor Dr? Albin Bros in einer Bürgerschullehrer-Versammlung in Kolin einen Vortrag, über welchen der Spezialberichterstatter der Prager „Narodm Politika" (laut Beilage Nr. 339) mitteilt: „Zum Schlüsse sagte nun der Vortragende: Die wirtschaftlichen Tugenden gehören zur sittlichen Erziehung, weil die Moral nicht bei der Negation - Du sollst nicht töten. Du sollst nicht stehlen rc. — endet, sondern sie umfaßt eine große Summe praktischer Winke. In der Erziehung zur Unternehmungslust muß freilich System liegen, zu welchem wir jetzt schon mit unseren Handelsschulen hinzielen. Wir müssen eine solche kernige Erziehung haben, wie sie die Juden besitzen, welche gleichfalls nicht als Geschäftsleute geboren werden, — sondern dazu erzogen werden." Josef Kanner, Zolkiew. Die Tatsache ist leider wahr und kann deshalb nicht dementiert werden. „Ein guter Christ." Die Steuer wird für den Staat geleistet und nicht für die Stadt und den „Pülchermeister". Deswegen können wir von Ihrer Anregung keinen Gebrauch machen. Rabbiner Dr. F. Die Bemerkung der „Arbeiter-Zeitung" über den betreffenden jüdischen Fabrikanten entspricht vollkommen unseren privaten Informationen. M. Taussig & A. Tannenbaum, New-Fjork. Besten Dank und Gruß. Leider haben wir mit dem beschränkten Raum unseres Blattes zu kämpfen. Für anthentiscke Mitteilungen jederzeit dankbar. K. S. Zur Feier des berühmten Komponisten Humperding haben die Deutschen New-Uorks ein großes Fest veranstaltet. Unser Glaubensgenosse Herr Dr. B a r u ch hielt die Begrüßungsansprache mit sensationellem Erfolge. Kaiser Wilhelm dankte per Kabel Herrn Speyer für seine großherzige Stiftung der Roosevelt-Professnr in Berlin. Notiz. Restaurant Tonello. Wie wir verrehmen, wird dieses in Wien außerordentlich renommierte alte Restaurant auf kurze Zeit vom 10. Dezember ab gesperrt werden, nachdem das Gebäude an der Ferdinandsbrücke, in welchem Herr Tonello sein Restaurant seit 25 Jahren hatte, nunmehr demoliert werden muß. Herr Tonello wird sein neues prachtvolles Etablissement unweit des alten Gebäudes im Hause „Zum Rotentu r m t o r e" an der neuen M a r i e n b r ü ck e Anfang Februar wieder eröffnen. Oeffentlicher Dank. Der Gefertigte kann nicht umhin, allen den geschätzten Persönlichkeiten, welche zum materiellen, wie zum künstlerischen Gelingen des über seine Initiative am 9. d. M. im Großen Musikvereinssaale zugunsten der Hinterbliebenen der Opfer der russischen Massakres veranstalteten Konzerte beigetragen haben, seinen tiefgefühltesten Dank zu entbieten. Zuvörderst dem k. k. Hofburgschauspieler Adolf Ritter v. Sonnenthal, der, obgleich er durch Indisposition zum allseitigen Bedauern absagen mußte, dennoch durch seinen gefeierten Namen die Ziele des Abends förderte, ferner den Mitwirkenden Hofopernsängerin Frl. Charlotte von S e e b ö ck, der Frau Raja-Waldberg-Barber für ihre künstlerische und materielle Förderung, der Frau Prof. Joseph S u l z e r, welche aufopferungsvoll im Dienste der Sache wirkte, den Herren: Meister Ignaz Brüll für seine auserlesene künstlerische Gabe, meinem geschätzten Mitarbeiter im Dienste dieser Veranstaltung, dem ausgezeichneten Meister Prof. Jos. S u l z e r, dem trefflichen Künstler Herrn B i r r o n vom Deutschen Volkstheater, dem feinfühligen Musiker Herrn Oskar Dachs sei der verbindlichste tiefgefühlteste Dank ausgesprochen. Wien, im Dezember 1905. Bela Grrttmann Oberkantor der isr. Kultusgemeinde Wien. Zur gefälligen Beachtung! Wirersuchen diejenigen unserer Abonnenten, welche noch mit der Abonnementsgebühr im Rückstände sind die zur Einhebung derselben von uns versendeten Postaufträge gefälligst honorieren zu wollen. Die Administration. SaranHerf nal-urechtes feinstes S^Pflanzen- 4Ü^Feitaus Kokosnüssen. MW ii Israel tische Kultusgemeinde Wien Das Unterzeichnete Kuratorium verlautbart hiemit, daß die Jahreserträgnisfe der Jakob Fischel'schen Stiftung im Betrage von K 390.— an bedürftige und würdige Personen israelitischer Konfession, welche mit dem am 18. Mai 1893 verstorbenen Herrn Jakob Fischet oder mit eine m Bruder oder mit einer Schwester desselben in absteigender Linie blutsverwandt find, zur Verleihung gelangen. Die Bewerber haben ihre mit Dokumenten über diese Verwandtschaft und mit einem legalen Armutszeugnisse belegten Gesuche bis 3t. Dezember 1905 im Einreichungsprolokoüe der israelitischen Knltusgemeinde Wien, 1., Seitenstettengasse 4, I. Stock, woselbst auch Gesuchsblankette unentgeltlich behoben werden können, während der Amtsstunden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags zu überreichen. Bewerber, welche ihre Verwandtschaft und ihre Bedürftigkeit nicht entsprechend Nachweisen können oder verspätet ein- 1 ch r e i t e n, werden nicht berücksichtigt. Ignaz Baum'sche Armen Stiftung. Der Vorstand der israelitischen Knltusgemeinde Wien bringt hiemit zur Kenntms, daß am 20. Februar 1900 aus den Jahreszinsen der Ignaz Banm'schen Armen-Stiftung zehn Plätze im Betrage von je K 39.— an arme P rsonen jüdischer Religion zur Verleihung gelangen. Bei der Verleihung der Stiftung wird vor allem auf Verwandte des Herrn Ignaz Bau in von väterlicher oder mütterlicher Seite, sodann auf diejenigen, welche zwar in Wien wohnhaft, aber aus der Vaterstadt des Stifters „Blelitz" gebürtig sind, endlich aus verheiratete und mit zahlreichen Kindern gesegnete Bewerber Rücksicht genommen. Die mit einem Armutszeugnisse und Geburtsscheine belegten Gesuche sind bis längstens 31. Dezember 199» im Einreichungsprotokolle der israelitischen Kultusgemeinde Wien, woselbst auch Gesuchsblankette unentgeltlich vehoben werden können, während der Amtsstunden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags zu überreichen. Auszüge aus den Matriken der israelitischen Kultusgemeinde Wien sind als Belege nicht erforderlich; es genügt vielmehr die genaue Angabe der betreffenden Daten. Auf nicht gehörig belegte oder verspätet überreichte Gesuche wird keine Rücksicht genommen. David Reumann'sche Stiftung. Am 7. Adar, d. i. am 4. März 1906, als am Sterbetage des seligen Herrn David Neumann, gelangen die Zinsen aus der David Neumann'schen Stiftung im Betrage von K 400.— an Verwandte des Stifters oder seiner Gattin Helene zur Verteilung. Die mit den legalen Verwandtschafts- und Armutszeugnissen belegten Gesuche sind bis 31. Dezember 199» im Einreichnngsprotokolle der israelitischen Kultusgemeinde Wien, l.. Seitenstettengaffe Nr. 4, l. Stock, woselbst auch Gesuchsblankette unentgeltlich behoben werden können, während der Amtsstunden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags zu überreichen. Auf später eingelangte oder nicht gehörig belegte Gesuche wird keine Rücksicht genommen.