Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 22 (1905)
- Issue
- 23 (9.6.1905)
- Date
- 1905-06-09
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/3020846-3021602-3021626--14564-3039280- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Nr. 23 Dr. Blockz's Wochenschrift. Seite 367 sich geklärt haben, ausgereifteren literarischen Leistungen von ihr zu begegnen. Diese Kritik soll die junge Schriftstellerin nicht entmutigen, sie vielmehr anregen, dahin zu streben, neben einer Ulrich Frank und Leonie Meyerhof-Hildeck, die wir voll Stolz nicht nur zu den besten jüdischen, sondern auch deutschen Schriftstellerinnen zählen, einst als deren ebenbürtige Jüngerin genannt zu werden! Breslau. _ Regina Reißer. Neue Bücher. Dr. A. Eckstein, Rabbiner. „Der Kampf der Juden um ihre Emanzipation inBayern". Auf Grund handschriftlichen Quellenmaterials. Preis brosch. Mk. 2.40, eleg. geb. Mk. 3.—. Georg Rosenberg, Verlagshandlung, Fürth i. B. 1905. Krieflrasterr. S. G. Sir Matthew Nathan, Gouverneur von Hongkong, hat die Wahl zum Ehrenpräsidenten des dortigen Zweigvereines der Anglo Jewish. Association angenommen. S. B Es ist eine eigene Sache um die „deutsche Treue". Die „Köln. Zeitung" Nr. 1025 vom 1. Dezember v. I. ruft schmerzlich aus : „Es ist die alte traurige Geschichte: Hat sich der Deutsche außerhalb der Neichsgrenze niedergelassen, so geht es in der Regel mit dem Nationalgefühl reißend bergab, und schon im zweiten Geschlecht ist gewöhnlich nichts mehr davon vorhanden. Unter unfern schärfsten Deutschenhetzern befanden sich von jeher Söhne von deutschen Einwanderern." „Beritas". Solange das annonzierende jüdische Publikum alles ruhig erträgt, wird sich wenig ausrichten lasten. Der schärfste Artikel der „Wochenschrift" dringt nicht in jene Finanzkreise, auf deren Urteil allein das Blatt etwas gibt. D. M. Das Zitat „Ein Schauspiel für Götter" ist aus dem Singspiel „Erwm und Elmire" von Goethe aus dem Jahre 1775; es heißt da: „Ein Schauspiel für Götter, zwei Liebende zu seh'n." K. L. Der hugenottische Prediger Pierre Jurieu in Rotterdam schrieb 1685 ein Buch über die „Erfüllung der Propheten", worin er behauptet, „daß Gott sich die jüdische Nation aufbewahrt habe, um noch große Wunder an ihr zu tun. Der wahre Antichrist sei die grausige Verfolgung der Juden". (Richard Simon, Lettres choises I, Nr. 37). CH. XXX. Zum Eintritte in die Akademie der bildenden Künste in Wien ist erforderlich 1. der Nachweis einer über die Elemente der bildenden Kunst hinausreichenden Ausbildung durch Vorlage von Zeichnungen nach antiken Büsten, 2. Ablegung einer Aufnahmsprüfung, bestehend in an der Akademie auszuführenden Zeichnungen nach der Antike und nach der Natur. Hat der Kandidat die Nachweise geliefert, so erlangt er vorläufig die Zulassung zum Unterrichte auf ein Jahr. Die definitive Aufnahme erfolgt nur dann, wenn der Kandidat in dieser Zeit Beweise einer entschiedenen Fähigkeit zu künstlerischen Berufsstudien geliefert hat. Schulgeld für das Semester X 20, Matrikelgebühr X 4. Das Schuljahr beginnt Anfang Oktober. E. $. P. An der Exportakademie besteht eine „Allgemeine Abteilung" und zwei Jahrgänge. In die allgemeine Abteilung werden Absolventen einer Mittel- oder Gewerbeschule ausgenommen, in den ersten Jahrgang Absolventen der allgemeinen Abteilung und der höheren Handelslehranstalten (Akademie). A. CH. Der Wiener kaufmännische Verein, I., Johannesgasse 4, unterhält Handelskurse. Näheres erfahren Sie in der Anstalt. „Budweis." Nassau, Wien, II., Czerninplatz 4. Notiz. 18.898 Gewinste in barem Gelde. darunter ein Haupttreffer von 200.000 Kronen, ferner Treffer zu 40.000 Kronen, 20.000 Kronen, 10.000 Kronen, 5000 Kronen 2c. im Gesamtbeträge von weit über einer halben Million Kronen sind bei der XXlV. Staats-Lotterie für gemeinsame Militär-Wohltätigkeitszwecke zu gewinnen, deren Ziehung schon am >5. Juni l. I. stattfindet. Ein Los dieser Lotterie, welche ihrer wohltätigen Zwecke wegen besondere Beachtung verdient, kostet 4 Kronen. Diese Lose liegen in allen k. k. Tabak-Trafiken, Wechselstuben rc. zum Verschleiße auf. Andreas Feigl'sche Witwen-Stiftung. Am 21. Elul, d. i. am 21. September 1905, werden aus obiger Stiftung acht, arme israelitische Witwen mit dem Betrage von X 100.— beteilt. Die Bewerberinnen haben ihre mit dem Nachweise ihrer Armut und des Witwenstandes versehenen Gesuche bis längstens 30. Juni 1905 im Einreichungsprotokolle der israelitischen Kultusgemeinde Wien, I., Seitenstettengasse 4, I. Stock, woselbst auch Gesuchsblankette unentgeltlich verabfolgt werden, während der Amtsstunden zwischen 9 und 12 Uhr vormittag zu überreichen. Auszüge aus den Matriken der israelitischen Kultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht.erforderlich und genügt die genaue Angabe der betreffenden Daten, verspätet überreichte oder nicht gehörig belegte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Max Ritter von Pfeiffer'sches Stipendium für einen mittellosen Studierenden der Rechte israelitischer Konfession des zweiten oder eines höheren Jahrganges an der k. k. Wiener Universität. Am 18. Oktober 1905 gelangt das oben genannte von Herrn Josef M. Ritter von Pfeiffer, königl. württemberg'schen Hofrat, zum Andenken an seinen verstorbenen Sohn Max errichtete Stipendium per X 400.— zur Verleihung und werden in W ien zuständige Bewerber in erster Linie berücksichtigt. Die Bewerber haben ihre Gesuche mit dem Nachweise, daß sie mosaischer Religion und mittellos sind, ferner daß sie ihren Studien an der j u r i d i s ch e n F a k u l t ä t der k. k. Wiener Universitüt als ordentliche Hörer im zweiten oder in einem höheren Jahrgange obliegen, eventuell mit dem Nachweise ihrer Zuständigkeit nach Wien, bis längstens 15. Juli 1905 im Einreichnngsprotokolle der israelitischen Kultusgemeinde Wien, I., Seitenstettengasse 4, l. Stock, woselbst auch Gesuchsblankette unentgeltlich behoben werden können, während der Amtsstunden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags zu überreichen. In dem Gesuche ist anzugeben, ob der Bewerber im Genüsse eines Stipendiums steht und im Falle eines solchen Bezuges, die Höhe desselben. Auszüge aus den Matriken der israelitischen Kultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich und genügt die g en a u e Angabe der betreffenden Daten. Verspätet überreichte oder nicht gehörig belegte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Salomon Altmann'sche Waisen-Stiftung. Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde Wien bringt zur Keuntnis, daß am Sterbetage des seligen Herrn Salomon Altmann (am 21. des Monates Ab) 22. August 1905 die Zinsen obiger Stiftung, zusammen X 12 0, an zwei vater- und mutterlose israelitische Waisen ohne Unterschied des Geschlechtes, welche das 15. Lebensjahr noch nicht überschritten haben, zu gleichen Teilen zu verleihen sind. Zur Bewerbung zulässig sind Waisen, welche nebst glaubwürdigen Armuts- und Sittenzeugnissen auch solche über Schulbesuch mit gutem Erfolge beibringen. Den Vorzug erhalten in erster Linie Verwandte des seligen Herrn Salomon Altmann, in zweiter Linie aus O sterr.-Schlesien Stammende, endlich in deren Ermanglung jene, deren Eltern der israel. Kultusgemeinde Wien als Mitglieder angehört haben. Die vollständig instruierten Gesuche sind im Einreichungsprotokolle der israel. Kultusgemeinde Wien, I., Seitenstettengasse 4, I. St., woselbst auch Gesuchsblankette unentgeltlich behoben werden können, während der Amtsstunden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags bis längstens 15. Juni 1905 zu überreichen. Auszüge aus den Matriken der israel. Kultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich, sondern es genügt die genaue Angabe der betreffenden Daten. Verspätet überreichte oder nicht entsprechend belegte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Rosalia Pollak'sche Blinden-Ttiftuug. Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde bringt hiemit zur Kenntnis, daß die Zinsen der vom Herrn Moriz Ritter von Borkenau begründeten Rosalia Pollak'schen Blinden-Stif ung im Betrage von X 80.— an eine erblindete oder durch schwaches Sehvermögen erwerbsunfähige Frau oder au ein derartiges Mädchen israelitischer Konfession, für das laufende Jahr zu verleihen sind. Die Bewerberinnen haben ihre Gesuche um die genannten Stistungszinsen mit einem Armutsscheine und einem Zeugnisse des Verwalters des hiesigen israelitischen Spitales über ihre Erwerbsunfähigkeit zu versehen und bis längstens 50. Juni 1905 im Einreichungsprotokolle der israelitischen Kultusgemeinde Wien. I., Seitenstettengaff.: 4, I. Stock, woselbst auch Gesundheitsblankette unentgeltlich behoben werden können, während der Amtsstuuden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags zu überreiche;:. Verspätet überreichte oder nicht gehörig belegte Gesuche werden nicht berücksichtig!. Auszüge aus den Matriken der israelitischen Kultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich und genügt die genaue Angabe der betreffenden Daten. Josef Spitzer'sche Stiftung. Der Unterzeichnete Vorstand verlautbart hiemit, daß aus den Zinsen der Josef Spitzer'schen Stiftung ein Betrag von zusammen X 240.— (Zweihundertvierzig) an drei oder vier in Wien wohnhafte Arme, des Ernährers beraubte jüdische Familien zur Verteilung gelangt. Die Bewerberinnen haben ihre mit dem Nachweise darüber, daß der Ernährer, sei es durch Tod oder durch sonstige Umstände, der Familie entzogen ist, sowie mit einem Armutszeugnisse versehenen Gesuche bis 50. Juni 1905 im Einreichungsprotokolle der israelitischen Kultusgemeinde I., Seitenstettengasse 4,! Stock, woselbst auch Gesuchsblankette unentgeltlich behoben werden können, während der Amtsstunden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags zu überreichen. Auszüge aus den Matriken der israelitischen Kultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich und genügt die genaue Angabe der betreffenden Daten. Verspätet überreichte oder nickt gehörig belegte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde Wien. Wien, 1. Juni 1905.