Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 22 (1905)
- Issue
- 20 (19.5.1905)
- Date
- 1905-05-19
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
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rette 316 Dr Jßlocb ö Miocvenscbrltt. Nr. 20 Salomon. Jsaac N Seligman, Louis Stern, Oscar S. Straus und Mayer Sulzberge.'. Bei einer am vor Kurzem in der Wohnung des Herrn Schiff gehaltenen Sitzung wählte das Komitee Jsaac N. Seligman zum Schatzmeister und Max I. Köhler zum Ehrensekretär. Man kam auch überein, daß eine öffentliche Feier etwa am Danksagungstage gehalten werden soll. Damit in Verbindung sollen Feierlichkeiten in sämtlichen Synagogen des Landes und den jüdischen Sabbathschulen stattfinden, eine historische Denkschrift soll heransgegeben und ein dauerndes öffentliches Denkmal errichtet werden, dessen Kosten durch Beiträge der Israeliten des Landes aufgebracht werden sollen. Die folgenden Komitees, denen der Präsident und der Sekretär als exockieio Mitglieder angebörcn, wurden eingesetzt: Komitee für die Feier: Louis Marshall, Vorsitzer; Dr. H P Mcndes, Louis Stern, Isaak N. Seligman, Daniel Gnggcnheim, Edward Lauterbach und N- Taylor Phillips. Komitee für das Denkmal: William Salonion, 3-orsitzer; Oscar S. Straus, N. Taylor Phillips, Dr. H. P. Mendes, Louis Marshall, Samuel Greenbaum und Mayer Snlzberger. Komitee für Wege und Mittel: Daniel Guggenhcim, Vorsitzer; Adolph Lewisohn, Edward Lanterbach, William Salomon, Louis Stern und der Schatzmeister ex-otkieio. Es wurde auch beschlossen, das Komitee durch Heranziehung repräsentativer Israeliten aus allen Teilen des Landes zu verstärken, um die Feier zu einer nationalen zu machen. Richter Greenbaum, Dr. Cyrus Adler und Louis Marshall werden als Spezial-Komitee eingesetzt, um diese Ausdehnung des Komitees über das ganze Land zustande zu bringen. Vermischtes. Wie». (Verlobung.) Herr Jakob Schiller, Sohn des ersten Kantor Herrn Schiller, hat sich mit Fräulein Ella Herz aus Neutitschein verlobt. Wien. (Verlobung.) Fräulein Rcgine Hirsch aus Mattcrsdorf hat sich mit Herrn Heinrich S p r i n z e l e s, Neigionslehrer der israelitischen Kultusgemeinde in Wien, verlobt, l Wie» (Theologischer Verein der Hörer an der Theologischen L e h r a n st a l t.) Bei der am 11. d. M. stattgefundenen Neuwahl wurden folgende Herren in den Ausschuß gewählt: H. Sch Weng er, Präses; G. Sicher, Vizepräscs; H. Alpe rin, Kassier; M. K o h n, I. Schriftführer und E. Deutsch, II. Schriftführer. Krankenbesuch ßikur chniilim. In Würdigung der außergewöhnlich humanen Bestrebungen und Leistungen des Mädchen- und Frauen verein es „Kranke nbesuch B i k u r chaulim“, hat ein ungenannt sein wollender, hochherziger Wohltäter aus eigenem, edlen Antriebe diesem Vereine eine Spende von 5000 Kronen zugewendet. Ebenso hat Herr Baron A l b e r t v. R o t h s ch i l d vor einiger Zeit dem Vereine 200 Kronen gespendet. Sehr überraschend wirkte aber eine Spende am 15. Mai: Bei Sichtung der in den Briestasten eingelaufenen Hilfsgesuche, war ein unbeschriebenes, geschlossenes Kuvert. Beim Oeffnen desselben wurde statt eines Gesuches, ein Päckchen Geldnoten sichtbar, dem nichts beilag als die kurze Aufzeichnung: „200 Kronen Spende". Der edle, anonyme Spender will sich somit dem Danke entziehen; doch sei es uns gegönnt, ihm hier sowie den vorerwähnten edlen Wohltätern unfern wärmsten, innigsten Dank auszusprechen! Da auch in letzter Zeit die Zahl der fördernden Mitglieder einen schönen Zuwachs erlangt hat, ist dem Vereine nun die Möglichkeit geboten, den armen Kranken in den Spitälern, außer den Erfrischungen auch sonstige materielle Hilfe ausgiebiger bieten zu können, wenn sie die Spitäler verlassen und noch erwerbsunfähig sind. So konnte der Verein heuer auch an den beiden Sederabenden sämtlichen jüdischen Patienten des Allgemeinen Krankenhauses, zirka 70 an der Zahl, gute rituelle Nachtmähler aus der Küche des Herrn B r o d i verabreichen lassen. E.s kommt so in jeder Art den armen, israelitischen Kranken zugute, daß unserer Vereiustendenz Sympathien zuteil werden. Wien. (M ä d ch e n k o n f i r m a t i o n). Im Tempel der israelitischen Kultusgemeinde XV., Turnergasse 22 findet die Mädchenkonfirmation Sonntag, den 28. d. M. um 10 Uhr vormittags statt. Wien. (I. O e st e r r e i ch i s ch e r Rechtsschutz- Verein für Hausierer in Wien, II., Taborst r a ß e 59.) Der „I. Oesterreichische Rechtsschutzverein für Hausierer" in Wien beruft behufs Stellungnahme zu dem am 13. d. M. im Abgeordnetenhause neu angenommenen Hausiergesetze, welches einem Hausierverbote gleichkommt, für Dienstag den 23. d. M., um 6 Uhr abends in Herlingers Saal „Zum goldenen Widder", II., Taborstraße 36, eine allgemeine Hausierer- Versammlung ein. Wien. (T o m e c h E w j o u i in-5ß e * e t n) Dieses seit Iehren bestehende Wiener Wohltätigkeitsiiistitut hat an den verflossenen Pessachfeiertagen in dem zur Aiisspeisimg armer jüdischer Zugereister bestinintten Restaurationslo'ale, II., Große Schiffgasse 17, 750 Personen — darunter extra ION jüdische Soldaten — mit Freitisch und überdies eine namhafte Zahl würdiger Bewerber auch mit Geldunterstützungen bedacht. Es ist dies eine Leistung, um die sich zum großen Teile die Vorstandsmitglieder des Vereines, an deren Spitze Oberkantor M. Scharr steht, verdient gemacht haben, indem sie nicht nur bestrebt sind, dem Institute neue Gönner und Unterstützungen zuzuführen, sondern auch keine Zeit und Mühe scheuen, den Allsspeisungen, die regelmäßig an den Sabbath- und Festtagen stattfinden, anzuwohnen und hierzu persönlich die erforderlichen Vorkehrnngen zu treffen. Besonders feierlich gestalteten sich die beiden Seder-Abende, bei denen der Gesamtvorstand, sowie der Ehrenpräsident des Vereines Sr. Ehrwürden Herr Rabbiner S. Fürst erschienen waren und die der Obmann-Stellvertreter Herr Sigmund Figdor in Vertretung des Obmannes mit einer herzlichen Ansprache an die Beteilten einleitete. Zu wünschen wäre nnr, daß dieses Institut, welches, wie der Ehrenpräsident gelegentlich seines in der Schiffsynagoge am Pessachfeste gehaltenen Vortrages eindringlichst hervorhob, eine so segensreiche Tätigkeit entfaltet, das Interesse der großen Oeffentlichkeit mehr in Anspruch nehmen und diesem Werke echter Humanität in höherem Maße die wohlverdiente Teilnahme entgegengebracht würde. Oberhollabrunn. Bei der am 11. d. M. stattgefundenen Vorstandswahl wurde Herr Max W a l l i s ch in Anerkennung seiner Verdienste um die Gemeinde zum Vorsteher wieder- und Herr Dr. Em. Ritter, Besitzer des goldenen Verdienstkreuzes, zu dessen Stellvertreter neugewählt. Ferner wurden gewählt zu Beiräten: Herr Johann Ranzenhofer, Oberhollabrunn, und Herr Theodor König, Retz. Zll Ausschußmitgliedern die Herren: Max Herzog. Oberhollabrunn; Hermann Wechsler, Tierarzt, Oberhollabrunn; Wilhelm Hauser, Oberhollabrunn; Hermann Seidl, Alberndorf: Josef Neuspiel, Jmmendorf. Als Ersatzmänner die Herren: Mathias Pöschl, Oberhollabrunn; Julius Spitzer, Retz; Alois Wallisch, Oberhollabrunn. Bndweis. Anläßlich des Ablebens des Kreisrabbiners Adam Wunder veranstaltete die Kultusgemeinde einen Trauergottesdienst, welchem der gesamte Vorstand und die Mitglieder der Gemeinde anwohnten. Nachdem der Tempelchor unter Leitung des Dirigenten Max Gans den Chor „Selig sind die Toten" von L. Spohr trefflich zum Vortrage gebracht, schilderte Rabbiner-Stellvertreter Dr. Krakauer in lichtvoller Sprache das Wirken des Verstorbenen, dessen Andenken in seinen Werken fortleben wird. Der Trauerchor von Sulzer bildete den Schluß der Feier. Grost-Beeskerek Unsere Gemeinde wird am 21. d. M. das vierzigjährige Jubiläum ihres Oberrabbiners Dr. Mvriz Klein und die 25. Jahreswende seines Wirkens feiern. Anläßlich des Festgottesdienstes wird nach der Predigt des Jubilars aus Einladung der Kultusgemeinde der Sohn des Gefeierten, der Ofner Oberrabbiner Dr. Arnold K i s s, die Festrede halten. Der zweite Teil des Festes, welches die Gemeinde möglichst glänzend gestalten will, wird im Prunksaale des Komitatshauses vor sich gehen, den das Komitat für diesen Zweck bereitwilligst überlassen hat. Budapest. (G e st o h l e n e Matrikeln.) Der Oberrabbiner von B i l k e (Komitat Bereg) erstattete beim Oberstuhlrichter die Anzeige, daß die dortigen jüdischen Matrikeln von unbekannten Tätern entwendet worden seien. Die seitens des Oberstuhlrichters an Ort und Stelle sofort vorgenommene Untersuchung ergab kein positives Resultat. Budapest. Die Zöglinge des Landes-Rabbinerseminars machten unter Führung des Rabbinatskandidaten Dr. B o r s o d i ihre Aufwartung beim Universitätsprofessor und Professor des