Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 22 (1905)
- Issue
- 16 (21.4.1905)
- Date
- 1905-04-21
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
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Seite 254 wr. Dlocb's Mocbenscbrttt. Nr. 16 arme Judentum gar wird von allen, die des Weges ziehen, zerzaust und getreten. Und wo nicht Kampf und Haß, da ist eisige Kälte und Gleichgiltigkeit gegen Religion und Judentum." Nach dieser einzigen Probe brauche ich nicht mehr auszuführen, wie meisterhaft Seligmann seine 5 Vorträge: „Naturwissenschaft und Judentum", „Pantheismus und Judentum", ^Schopenhauer und das Judentum", „Nietzsche und das Judentum", „Die ethische Kultur und das Judentum" zu behandeln versteht. Wir rufen dem Verfasser aus vollstem Herzen ein jejascher ko ach zu. Brüx. Prof. Dr. Bia ch. Neue Bücher. Revue des ecoles de l’Alliance Israeliie. Nr. 9 Janvier-Ddcembre 1904. Paris. Librairie Durbacher, 83 bis, rue Lafayette. A. NI. Luncz, Rödacteur de rannuaire „Jerusalem“ et de rAlmanach littöraire de la Terre Sainte. Hameammer Recueil d’articles dans toutes les brauch es des recherches sur la Palestine, publids en hebren dans des livres, annuaires, revues pöriodiques et journaux, pendant le siede passe. Bibliothdque Palestinienne. Tome I. Jerusalem 1905. Imprimerie de l’Editeur. The New Era lllustrated Magazine. Published monthly by The New Era lllustrated Magazine Company, Tribüne Building, New-York, City. Vol. VI. Marchand April 1905. Nr. 2. Contents: Cover designed by S a 1 v. Sardofontana. Moses-Statue by J. M a s s e y R h i n d. Purim. D r. Max Schlesinger. The New-York Yeshibath. S. Lederhendler. Religion and Education. D r. Daniel A. H u e b s ch, Ph. D. Two Interviews. Israel Cohen. In Ancient Eootsteps-Rorne. Prof. Richard Gottheil. The Song of the Herald of Tempests. Maxim Gorky. Louis Loeb, Artist. Henrietta Lazarus. Jacobs Dilemma. Blanche Goodman n. The Purim Plays. Louis Lipsky. The First of the Maskilim. R e v. I. S. R a i s i n. Ephraim Eeyser, Sculptor. Chinese jews. Albert M. Hhamson. Panama-Aspect and Prospeet. Willis Fletcher Johnson. Jehuda Balevi's „Kusari“. Prof. Jacob Freudenthal. Ancient üebrew Books. Prof. Dr. Ludwig Blau. The Editorial Survey. An Anthology from Rabbinical Literature. The Book World. Of Interest to Jewish Readers. Some Old Marters. Dr. M. Brunn. Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums. Begründet von Dr. Z. Frankel, Organ der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums. Verlag von WilH. Koebner, Breslau, Heft 1/2, Jänner—Februar 1905. Inhalt: W. Bacher: Raschi und Maimuni. A. B ü ch l er. Das Ausgießen von Wein und Oel als Ehrung bei den Juden Samuel Poznan sky: Die jüdischen Artikel in Jbn al-Oifti's Gelehrtenlexikon. I. Schultze: Geschichte der Familie Wallich: Moritz Steinschneider: Mathematik bei den Juden (1551 — 1840). D. Si m o n s en: Eine Konfrontation zwischen Glücke! Hameln's Memoiren und den alten Hamburger. Grabbüchern. Israel Rosenthaler: Zur Biographie Wolf Heidenheims. Zweiter Jahresbericht (1904) der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums. Ludw. Levy: Kurze Mitteilungen. Besprechung: Freudenthal I. I. Band. Das Leben Spinoza's. Von I. Elbogen. Mitteilung der Gesellschaft. „Der Wert des Weibes." An der Schwelle zweier Welten, Wo der „Bach Egyptens" rauscht, Wo der Amu in den Zelten Zoans Wundermähren lauscht, Koset mit dem Wüstenbrodem Gosens süßer Blütenodem, Leuchtend schäumt empor das Meer An Rhinokoluras Wehr .... Eine müde Karawane Hält am Bache lange Rast Und hinüber nach dem Plane Schweift und glüht der Blicke Glast. Vielverheitzend, mehr gewahrend. Heimische und Fremde nährend. Lockt sie Ehemis Lustgefild, Zauberdämmrig, segensmild. Friede, Ordnung sie umschweben Saumtier, Treiber, Herd' and Hirt; Nirgends Trotz und Widerstreben, ' Weder Schlag noch Klage schwirrt. Alle fühlen sich geborgen Unter steten Liebessorgen Ihres Eigners, dessen Blick Sicher bürgt für ihr Geschick. Unter einer Tamarinde, An dem hohen Uferrand, Sanft bewegt vom Abendwinde, Fließt ein faltiges Gewand Hell von Haupt und Schultern nieder. Ans das Ebenmaß der Flieder. Welche herrliche Gestalt. Von dem Abendrot umwallt! „Um den hehren Scheik der Wüste, Spielt ein letzter Sonnenstrahl Ehe sie noch geht zur Küste. Drüben hinter grauem Wall, Eh' sie schwindet von den Auen, Will sie noch sein Antlitz schauen, Oder erst vergolden gar Seines Hauptes Silherhaar. Welche Augen! still Verzücken - Glänzt in ihnen zauberhaft. Gleich des Sehers Ferneblicken, Himmelstrunken, weltentrafft. Bald jedoch gekehrt nach Innen, Ganz versenkt in tiefes Sinnen, Bald wie Kinderaugen treu, Unschuldsvoll und rührend scheu. Und er schaut ins Nilgelände, Wo gewalt'ge Menschenkraft Kunstverständig regt die Hände, Ungeahnte Wunder schafft, Ströme bändigt, Meere geißelt, Steppen tränkt und Felsen meißelt, Ueberfluß entringt der Not Mit dem Sein versöhnt den Tod. Ließ' nur nicht durch raubes Schalten Hochgemüter Herrscherdrang Warmes Mitgefühl erkalten, Zünftig enger Regelzwang Herzverhärten, Aufschwung lähmen, Menschen die Natur, bezähmen. Um. genarrt von leerem Schein, Selber Sklaven dann zu sein. Will er Weisheit dort erringen, Woher Wahn und Dünkel kam? Will er fromme Lehren bringen, Jerachide Abraham? Oder geht dahin sein Wille, Daß der Seinen Not er stille? All das geht ihm durch d.n Sinn, Da er schaut nach Amu hin ... Horch, Gerassel und Gedränge Schallt heran schon von der Furt, Als ob ehern Wehrgehänge Schlug' an Panzer, Schien' und Gurt. „Ewig lebe Usurtasen! Habt Ihr Linnen, Purpur, Vasen, Goldgeschmeide, Prachtgewand? Rasch nur her den Zoll zur Hand!" „Wer da kömmt ins Reich der Wunder Zahlt vorerst die Grenzgebühr." Gierig wühlend auch im Plunder Ziehen Sack und Pack herfür Nun die Zöllner, wägen, zählen, Klettern rings an den Kameelen Machen halt an einem Schrein, Rütteln dran und spähen drein. „Ei", ruft Abraham,*) nur sachte! Wertvoll ist, was er enthält." Doch der Zollbeamte lachte: Welche Steuer hier entfällt Will ich wissen. Auf die Lade! Aengstlich jener: Arger Schade Käm daraus, denk, sie sei voll Von Gewürz und schätz' den Zoll " Nein, sie mag noch mehr umfassen." „Fein Gewebe, bunt gewirkt? Gut, ich zahl', sollst sie nur lassen." - Köstlicher ist, was sie birgt! — „Nun denn, Gold und viel Juwelen; Dir soll es am Zoll nicht fehlen!" - Laß mich schauen in den Schrein; Teurer mag sein Inhalt sein. „Zöllner, du hast recht geraten, Köstlicheres birgt der Schrein, Denn Gewänder, goldbrokaten, Als Gewürz und Edelstein, Hähern Wertes als Geschmeide: Seelenlabsal, Augenweide, O, den minneglichsten Leib — Sarah, Sarah ist's mein Weib! Dr. B. Plaezek. *) Ber. Rab. 40.