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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1905-04-07 · 14 (7.4.1905) · page 7

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
22 (1905)
Issue
14 (7.4.1905)
Date
1905-04-07
Page
– (sequence 7)
Language
German
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14 Nr. Dr. Dlocd s Mocbens^öritt. Sette 215 6. Henriette Epbruffi'fche Widmung für die Ferienkolonie für jüdische Waisen K 800.—; 7. Ignaz Edl. v. Kuffner'sche Widmung für arme Kinder jüdischer Konfession K 15.000.; 1 8. Familienstiftung des David Schwarzinaiin und der Antoinette Sctiwarzmann geb. Fliegelmann für Heiratsausstattung eventuell Unterstützung X 20.000.—; 9. Salomon und Lina Pollak geb. Bauer-Jahrzeitwidmung X 8t,0.-; 10. Betti Seligmann^Witwenbeteilungs-Widmung X 500.-; 11. Max Schiel'sches Legat für den Verein zur Beförderung der Handwerke unter den inländischen Israeliten Nom. fl. 600.— österr.-ung. Bankaktie, K 300.— Silberrente und X 104.96 Sparkassabuch; 12. Franziska Schönstem geb. Pollak - Grabberasungswidmung X 300.—; 13. Markus und Marie Klinger'scke Spitalswidmung testamentarisch errichtet von Herrn kais. Rat Heinrich Klinger X 2000.— für arme Kranke im israelitischen Spitale in Wien; 14. Ignaz und Charlotte Mandl'sche Wobltäligkeits-Widmung für die Armenanstalt und für den Frauen-Wohltätigkeiteverein für den I. Bezirk X 15 000.; 15. Hermann u Regine Konrad'scbe Seelenheil-Widmung X 2800.—. Folgende Stiftungen gelangen zur Verleihung: 1. Die Osias H. Schorr'sche Stiftung für Rabbinats- und Lehramtskandidaten an 17 Hörer der Jsrael.-theol. Lehranstalt im Betrage von je X 600.— 2..Die Dr. Adolf und Emanuel Stern'sche Stiftung an 6 Rigorosanten der Medizin im Betrage von je X 206.— Weiters werden dem Plenum folgende, seit der letzten Plenarsitzung verliehene Stiftungen zur Kenntnis gebracht: 1. Die Baurat Max Fleischer-Stiftung für Handels- und Gewerbetreibende, ein Platz ä K 96.— 2. Die Betti Seligmann-Widmung für eine arme Witwe, ein Platz ä K 10.— 3. Die Theobald Uffenheimer'sche Studenten-Stiftung, vier Plätze ä X 270.—, und zwar je ein Platz für Hörer der philosophischen, medizinischen und juridischen Fakultät, sowie der technischen Hochschule. Bei diesem Anlasse bemerkt der Vorsitzende, daß um die letztgenannte Stiftung, deren Ausschreibung stiftbriefgemäß durch den Magistrat, deren Verleihung aber durch den Kultusvorstand zu erfolgen hat, äußerst wenige Bewerber einreichen, so daß z. B. für den Medizinerplatz nur ein einziger Kompetent vorhanden war, dem mangels anderer Bewerber das Stipendium auch verliehen werden mußte. Angesichts der notorischen Notlage, in welcher sich viele jüdische Studenten befinden, erscheint die geringe Bewerbung umso auffallender, als die Verlautbarung dieser Stiftung in weitestem Maße erfolgte, so unter Anderem an den Kundmachungstafeln der Universitäten, sämtlicher Gemeindetempel, der jüdischen Lese- und Redehalle, in allen jüdischen Zeitungen und auch in größeren politischen Tagesblättern. Regulierungd er Religionslehrerbezüge: Nach dem eingehenden Referate des Herrn I. Vize-Präsidenten Dr. Kohn entwickelt sich eine längere Debatte, an welcher sich die Herren kais. Rat Sachs, Dr. Rappaport, Ellbogen, Dr. Berger, Auspitz, kais. Rat Weil, Dr. Spitzer und Architekt Marmorek beteiligen. Nachdem ein Antrag auf Vertagung, beziehungsweise Rückverweisung an das Vertreter-Kollegium zur neuerlichen Beratung behufs Stellung von Anträgen, welche eine über die unten angeführten Beschlüsse hinausgehende günstigere Regulierung der Religionslehrerbezüge bezwecken sollen, abgelehnt wird, werden folgende Beschlüsse gefaßt: 1. Die Gehalte der definitiven Lehrer werden erhöht und zwar: Für die Lehrer I. Klasse von X 2496.— auf X 3000.—, für die Lehrer II. Klasse von X 1352.— auf X 1600.—. 2. Für die Lehrer I. Klasse wird die Zahl der Pflichtstunden mit 28, für die Lehrer II. Klasse mit 16 festgesetzt; Ueberstunden werden mit je X 100.— per Stunde sowohl für Volkswie auch für Bürgerschulen honoriert. 3. Die Personalzulagen werden bei der Erhöhung in Einrechnung gezogen. - 4. Das Stundenhonorar der exmittierten Lehrer wird für den Unterricht an Volksschulen von K 84.— per Wochenstunde und Jahr auf X 100.—, für den Unterricht an Bürgerschulen von X 100.— auf X 110.— erhöht. 5. Das Studentenhonorar der Supplenten wird von X 2.20 auf X 2.50 erhöht. 6. Diese Erhöhungen treten mit Giltigkeit vom 1. Jänner 1905 in Kraft. 7. Die Bestimmungen betreffs Quinquennalzulagen bleiben unverändert. (Schluß der Sitzung halb 2 Uhr nachmittags.) Tempel-Spenden. Im Stadttempel: Von Herrn Bernhard Zerkowitz X 50.—, von S Simon 40. , von Cmanuel Baumgarten 30.—, von Anton Beck 20.—, von Julius Neurath X 20 —. Im Leopold st ädter Tempel: Von Herrn Moriz Rosenblatt X 60.—, von Leopold Löwenfeld 20.—, von Johann Fleischmann 20. , von Wilhelm Freund 10.—, von Michael Kellner X 10.- . Mährisch-jüdischer Waisenhilfsverein. Am 19. v. M. fand die ordentliche Generalversammlung dieses Vereines unter Vorsitz des Vizepräsidenten Herrn Leopold L ö w Beer statt. Derselbe gedachte der Verdienste seines Vorgängers, des kais. Rates Mandl, der dieses Amt bisher bekleidete und es wegen seines vorgerückten Alters zurücklegte. Die Versammlung sprach Herrn Mandl Dank und Anerkennung aus und ehrte das Andenken der verstorbenen Mitgleder Adolf Pollak, Emil Sorer, Josef Feiwel und Heinrich Abeles durch Erheben von den Sitzen. Von der Verlesung des gedruckt versendeten Jahresberichtes wird Umgang genommen, der Rechnungsabschluß pro 1904 wird vorgetragen und beide, nachdem Revisor Tandler seinen Bericht erstattet hatte, genehmigend zur Kenntnis genommen. Stadtrat F e l d m a n n regt eine stärkere» Heranziehung neuer Mitglieder an und wünscht, daß die Errichtung einer Waisenanstalt nicht aus dem Auge gelassen werde. Dr. F i a l l a bemerkt hierauf, daß weder das Eine, noch das Andere bisher vernachlässigt wurde, daß die Anwerbung neuer Mitglieder hier durch die Konkurrenz zahlreicher Wohltätigkeitsvereine erschwert werde und daß die Errichtung eines Waisenhauses ein Ziel bilde, das wohl anzustreben, aber vorläufig nicht zu erreichen ist. Nachdem der Vorsitzende dem Antragsteller für seine Anregungen, die mit den Intentionen des Vorstandes übereinstimmen, gedankt, wird der Voranschlag pro 1905 angenommen. Derselbe beziffert die Einnahmen und Ausgaben mit 26.192 X, darunter die Kosten der Waisenpflege mit 26.000 X, die bei dem wünschenswerten Anwachsen der Einnahmen erhöht werden können. In den Vorstand werden die aussc' eidenden Herren Julius Ritter v. Gomperz und Leopold L ö w Beer wieder- und statt des kais. Rates M a n d L kais. Rat Heinrich S u b a k neugewählt. Zu Revisoren wurden die Herren Ignaz Schulz und Gustav Tandler gewählt. Dr. Schimmerling beantragt, dem Vorsitzenden für seine umsichtige Leitung zu danken und wird nach beifälliger Annahme dieses Antrages die Versammlung geschlossen. Ortsgruppe Marienbad des galizischen Hilfsvereines. Am 19. März fand in Leitner's Haus die ordentliche Generalversammlung der Ortsgruppe Marienbad des Hilfsvereines für die notleidende jüdische Bevölkerung in Galizien statt. Der Obmann Herr JUDr. Josef Steiner, Advokat hierselbst, erstattet den Jahresbericht, der einen erfreulichen Ueberblick über die Tätigkeit der Ortsgruppe im abgelaufenen Jahre bot. Im Laufe des Winters fanden zwei Vortragsabende statt. Am 26. November 1904 sprach der Vereinssekretär Herr Dr. Wilhelm Löwy, Magistratssekretär i. R., aus Wien, über „Ziele und Zwecke des galizischen Hilfsvereines", am 5. Jänner 1905 Herr Rabbiner Dr. Ziegler aus Karlsbad über „Jüdische Propaganda im griechisch-römischen Reiche". Beide Vorträge waren sehr gut besucht und erfreuten sich lebhaften Beifalles. Die Anzahl der Mitglieder ist auf 77 gestiegen; insbesondere haben mehrere Frauen ihren Beitritt angemeldet. Auch

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