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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1905-03-17 · 11 (17.3.1905) · page 14

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
22 (1905)
Issue
11 (17.3.1905)
Date
1905-03-17
Page
– (sequence 14)
Language
German
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sette 174 Dr. JBlocb s Mocvenscbrltl. Hi r. 11 . Krrefkasterr. K. S. Es ist richtig, daß zu einer gewissen Zeit in Israel Volkszählungen in Mißkredit standen. Dennoch war die Statistik bei den Juden seit ältester Zeit heimisch, früher sogar als bei allen anderen Völkern. Denn bei den Chinesen finden sich statistische Angaben zuerst in dem Buche des Shu-King aus dem Jahre 550 v. d. g. Zeitr., so wie bei den Persern um 5<>0 Darins die Grundsteuer einführte und zu diesem Behufe die Acker bemessen und katastrieren ließ. Von unsern Vätern aber wissen wrr schon, daß sie bei der Einwanderung in Egypten 70 Seelen zählten und bet der Auswanderung aus Egypten (um 1500 v. d. g. Zeitr.) 600.000 streitbare Männer. Vierzehn Monate spater geschah eine nochmalige genauere Volkszählung am Berge Sinai, welche 603.550 Männer von 20 Jahren an und 22.000 Leviten nachwies (siehe hierüber unser Bibelwerk, zweite Aust. B. I, S. 4*5 it. 680). Am Schlüße der Wüstenwanderung fand eine neue Zählung statt (4 M. 26 1. f.), welche 601.730 Männer, also eine Abnahme von 1620 und 23.000 Leviten, also einen Zuwachs von 1000 ergab (siehe das. S. 804). Der König David veranstaltete ungefähr 430 Jahre später eine Volksaufnahme, die 9 Monate und 20 Tage beanspruchte und eine Seelenzahl von 3,757.000, ohne die Stämme Levi und Benjamin, resultierte. Das Gesetz, daß der Boden des heiligen Landes genau unter die Familien des jüdischen Volkes verteilt werden sollte, setzte sowohl ein genaues Register dieser Familien, als auch eine sorgfältige Vermessung des gesamten Grund und Bodens voraus. Zionist Lemberg. Herr Dr. Kokesch weilte in London und reiste von dort nach Paris, um Max N o r d a u zu bitten, die Führung der zionistischen Partei zu übernehmen. F. R. in Prag. Die Ugandakommiffion: Major Gibbons, Prof. Kaiser und Dr. Wilbusch befinden sich bereits an Bord eines österreichischen Lloyddampfers auf dem Wege nach Triest. Es verlautet, die Kommission habe sich von der gesunden Lage des Landes überzeugt, obgleich sie bezüglich der Aussichten der landwirtschaftlichen Niederlassungen keine großen Hoffnungen hege. Der Wanandistamm griff die Nachhat der Karawane an, wurde aber zurückgetriebcn. Gh. K. Auch das Altertum hat Tunnelbauten gekannt. Vom König Hiskia heißt es in der Heiligen Schrift II. Chron. 32, 30: „Er durchgrub mit Erz die Felsen und staute die Wasser zu einem Teiche." Notizen. Kais. Kö«. priv. Oefterreichische Ländcvbauk. Die vierundzwanzigste ordentliche Generalversammlung findet Mittwoch den 5. April b. 'S, 6 Uhr abends, im Anstaltsgebäude (Stadt, Hohenstanfengasse 3) statt. Gegenstände der Verhandlung sind: l. Bericht des Gouverneurs über das abgelaufene Geschäftsjahr. 2. Bericht der Zensoren über die Geschäftsgebahrung im Jahre 1904. 3. Beschlußfassung über die Verwendung des Reingewinnes des Jahres 19« 4. 4 Wahlen in den Verwaltungsrat (88 21, 22 und 24). 5. Wahl der Zensoren und deren Ersatzmänner für das Jahr 1905 (§ 38), sowie Wertbestimmung der Anwesenheitsmarken für dieselben (§ 40). Die stimmberechtigten Aktionäre (88 42, 43), welche an der Generalversammlung teilzunehmen wünschen, werden hiemit eingeladen, ihre Aktien spätestens am 22. März d. I. zu deponieren, und zwar: in Wien bei der Kais. kön. Privileg. Oesterreichischen Länderbank; in Prag bei der Kaiserlichen königlichen privilegierten Länderbank; in Berlin bei der Deutschen Bank und Dresdner Bank; in Frankfurt a M. bei der Deutschen Vereinsbank; in Stuttgart bei der Württembergischen Vereinsbank; in Paris bei der Banque Imperiale Eoyale Privilegiee des Pays Autrichiens, Sacenrsale des Paris, 12, rue de quatre Septembre und bei der Societä Generale pour favoriser le developpement du Commerce et de 1’Ind.ustrie en France, 54, rue de Provence; in Lyon bei der Lociete Lyonnaise de Depöts et de Comptes Courants et de Credit Industrie! Die Aktien sind arithmetisch geordnet in Wien mittelst einer einfachen, bei den anderen Erlagstellen mittelst doppelter Konsignation einzureichen und wird dem Einreicher hierüber eine Empfangsbestätigung ausgefolgt, gegen w lche nach abgehaltener Generalversammlung die Aktien rückgeshllt werden. Wünscht ein Aktionär sein Stimmrecht durch einen anderen stimmberechtigten Aktionär auszuiiben, so hat er die betreffende, auf den Namen des gewählten Vertreters lautende Vollmacht auf der Rückseite der Legitimationskarte auszustellen und eigenhändig zu unterschreiben (§ 43). Ausnahmsweise können jedoch Minderjährige durch ihren Voimund, Kuranden durch ihren Kurator. Frauen durch einen Vevollmächtigten, Handelsgesellschaften durch einen ihrer Firmaführer, Gesellschaften überhaupt durch ein hiezu bevollmächtigtes Mitglied, Körperschaften, Institute und dergleichen durch einen ihrer Vorstände vertreten werden, wenn auch diese Vertreter nicht selbst Aktionäre sind. Wiener Bank-Verein. Die fünfunddreißigste ordentliche Generalversammlung findet am 6. April 1905 um 11 Uhr vormittags in Wien, I, Herrengasse 8, statt. Verhandlungsgegenstände: 1. Jahresbericht des Administrationsrates. 2. Bericht der Zensoren über den Rechnungsabschluß pro 1-04 und Beschlußfassung über denselben. 3. Beschlußfassung über' die Verwendung d:s Neinerträgnisses des Jahres 1904 (§ 58, lit. c. der Statuten). 4. Antrag auf Aenderung der §§ 8, 9, 18, 62 und 69 der Statuten. 5. Wahlen in den Administrationsrat. 6. Wahlen in das Zensoren-Kollegium und den Aufsichtsrat für die Filialen. Nach § 46 der Statuten sind zur Stimmführung in der Generalversammlung nur jene Aktionäre berechtigt, welche seit wenigstens 14 Tagen vor dem Zusammentreten derselben mindestens fünfundzwanzig Aktien nebst Coupons bei der Gesellschaftskaffe oder den sonst hierzu vom Administrationsrate bestimmten Stellen erlegt haben. Je fünfundzwanzig Aktien geben das Recht auf Eine Stimme (Z 47 der Statuten) Die stimmberechtigten Herren Aktionäre werden daher eingeladen, ihre Aktien samt Coupons bis spätestens 23. März d. I. in Wien bei der Liquidatur (I., Herrengasse 8), in Aussig a/E., Brünn, Budapest, Czernowitz, Graz, Lemberg und Prag bei den Filialen, in St. Pölten, Proßnitz und Wr. Neustadt bei den Exposituren des Wiener Bank-Vereins, in Triest bei der Banca Commerciale Tiiestina. in Berlin bei der Deutschen Bank, in Frankfurt a. M. bei der Deutschen Vereinsbank und der Frankfurter Filiale der Deutschen Bank, in Stuttgart bei der Württembergischen Vereinsbank, in München bei der Bayrischen Filiale der Deutschen Bank, in Zürich bei der Schweiz, Kreditanstalt und beim Schweiz. Bankverein, in Basel bei der Schweiz. Kreditanstalt, beim Schweiz Bankverein und bei der Aktien-Gesellschaft von Spchr & Co. zu deponieren. Die Aktien sind von arithmetisch geordneten und vom Einreicher eigenhändig Unterzeichneten Konsignationen (und zwar bei der Liquidatur in Wien in zwei, bei den sonstigen Deponierungsstellen in drei Exemplaren) begleitet, einzureichen. Ein Exemplar der' Konsignation erhält der Deponent mit Empfangsbestätigung versehen zurück und gleichzeitig wird gemäß § 54 der Statuten die Legitimationskarte für die Teilnahme an der Generalversammlung erfolgt, welche auf den Namen des Deponenten lautet und nur für die bezeichnete Person oder deren gehörig legitimierten Bevollmächtigten Geltung hat. Anglo-Oesterreichische Bank. Die einundvierzigste ordentliche General-Versammlung der Aktionäre der Anglo-Oesterreichiichen Bank findet am 4. April 1905 um 6'/2 Uhr abends im Saale des Hauses der Kaufmannschaft (Schwarzenbergplatz 7) statt. Gegenstände der Verhandlung: J. Jahresbericht des Generalrates. 2. Bericht der Zensoren über den Rechnungsabschluß des Jahres 1904 und Beschlußfassung hierüber. 3. Beschlußfassung über die Verwendung des Reingewinnes pro 1 .,04. 4. Wahl eines Mitgliedes des Generalrates infolge Ablaufes der Funktionsdauer. Laut Artikel 30 der Statuten berechtigen 25 Aktien zu einer Stimme. Die stimmberechtigten Herren Aktionäre werden eingeladen, ihre Aktien samt den nicht fälligen Koupons bis inklusive 27. März d. I. in Wien bei der Liquidatur der Anglo- Oesterreichischen Bank; in London bei der Anglo-Austrian Bank; in Aussig. Brünn, Budapest, Prag, Teplitz, Trautenau und Triest bei den Filialen der Anglo-Oesterreichischen Bank zu deponieren. Laut Artikel 27 d r Statuten können Vollmachten nur an stimmberechtigte Aklionäre erteilt werden. Fräulein FANNI MEISEL Tochter des Herrn Josef M e i s e I aus Holleschau Herr DAVID KRATKA Kantor in Kremsier -- ■ VERLOBTE. - .. Danksagung. Ausser Stande, für die uns anlässlich des Ablebens meiner unvergesslichen Gattin erwiesene Teilnahme einzeln zu danken, spreche ich hiemit allen Korporationen, Vereinen und Freunden in meinem und meiner Angehörigen Namen den innigsten Dank aus. Wien im Weadar 5665. Rabbiner 8. Fürst. Bei der israelitischen Kultusgemeinde in G a y a ist die Stelle eines Rabbiners — mit 1. September 1905 zu besetzen. Mit dieser Stelle ist ein jährlicher Gehalt von 2500 Kronen samt freier Wohnung und Erträgnis der Matrikenführung veibunden. Die Anstellung erfolgt vorläufig provisorisch und werden nur dem akzeptierten Bewerber die Beisespesen vergütet. Bewerber um diese Stelle müssen österreichische Staatsangehörige sein, den Doktorgrad der Philosophie besitzen und den Nachweis über die Absolvierung der einschlägigen Fachstudien erbringen. Die Kenntniss der böhmischen Sprache ist erwünscht, um eventuell den Religionsunterricht am hiesigen böhmischen Ober- Gymnasium erteilen zu können. Die dementsprechend belegten Gesuche sind mit dem Cuniculum vitae bis längstens 30. April 1. J. an den gefertigten Vorstand einzusenden. Israelitische Kultus gemeinde Gaya (Mähren). Der Kultusvorsteher: Samuel Jellinek.

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