Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 22 (1905)
- Issue
- 7 (17.2.1905)
- Date
- 1905-02-17
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
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Nr. 7 Dr. Blocb s MocbenscdrM Sette 103 Licht an ihrem Zenith, geschieht eine Finsternis und der Ramman wird überschwemmen. (Während der Beobachtung am Morgen um Elam, geschah dies am Zenith der Sonne.) Wenn es im Isar donnert, werden Weizen und Gemüse nicht gedeihlich sein. Der Stern, von dem ich dem König, meinem Herrn, erzählte, ist sehr dunkel; er bleibt nicht beständig (?) er ist nicht klar. Von Zakir. 12. Wenn der Jupiter am Morgen fest steht, werden feindliche Könige glücklich sein. . . . Im Siwan, nabe gebracht, wo die Sonne schien, stand er; in dem Glanz seines Leuchtens wurde er verdunkelt; sein Zenith war voll, wie der Zenith der Sonne; Aergerliche Götter werden in Akkad gnädig sein, es werden wiederholte Regen und reichliche Fluten in Akkad sein. Korn und Sesam werden reichlich sein und der Preis für ein Kameasure von Korn wird auf 1 gur festgesetzt werden. Die Götter im Himmel werden an ihren Plätzen stehen, ihre Altäre werden überreichlich sein. Wenn Gam einen Glanz annimmt, wird der Grund des Thrones sicher sein. Wenn Regulus einen Glanz annimmt, wird der König von Akkad Erfüllung bewirken. Wenn Jupiter in der Sonnenbahn erscheint, wird eine Flut sein und die Ernte des Landes wird glücken. Von Bambai. 13. Wenn Jupiter leuchtend wird, wird der König von Akkad zum Vorzug gehen. Wenn Jupiter glänzend wird, werden Fluten und Regen sein. Wenn Jupiter im Jjar erscheint, das Land . . . Wenn Jupiter den Höhepunkt erreicht, werden die Götter Frieden geben, Mißgeschicke werden geklärt werden und Verwicklungen gelöst. Regen und Fluten werden kommen, die Menge des Getreides, in Bezug auf die Kälte, wird nicht im Verhältnisse sein zu der Größe der Kälte zur Ernte, die Länder werden sicher sein, Feindliche Könige werden in Frieden sein, die Götter werden Gebete empfangen und Bitten hören; die Prophezeiungen der Zauberer werden sichtbar gemacht werden. Von Nirgal-itir. Wenn Jupiter sich zum Platz des Sonnenunterganges begibt, wird sicheres Wohnen sein, freundlicher Friede wird im Lande einziehen. (Er erschien vor dem Allul.) Wenn Jupiter im Wendekreis des Cancer einen Glanz anniwmt und (wird?) Niburu, Akkad wird reich im Ueberfluß werden, der König von Akkad wird mächtig werden. Wenn ein großer Stern wie Feuer beim Sonnenaufgang aufgeht und beim Sonnenuntergang verschwindet, lverden die Feindestrnppen in der Schlacht (oder) werden die Feindestruppen im Schlachten getötet. Beim Beginne deiner Regierung wurde Jupiter in seiner richtigen Stellung gesehen. Möge dich der Herr der Götter glücklich machen und deine Tage verlängern. Von Asaridu, dem Sohn von Damka. (Fortsetzung folgt.) Korrespondenzen. Tranergottesdienft für den verstorbenen Präsidenten kais. Rat Heinrich Klinger. Auf Veranlassung des Vorstandes der israelitischen Kultusgemeinde wurde Sonntag abends in der Synagoge der Seitenstettengasse zum Andenken an den verstorbenen mehrjährigen Präsidenten Klinger eine Trauerfeier abgehalten. Das Gotteshaus, schwarz drapiert, war schon lange vor der für den Beginn festgesetzten Stunde von Andächtigen dicht gefüllt, die gekommen waren, dem Andenken eines hochverehrten Mannes den letzten Tribut der Pietät zu zollen. Unter den Erschienenen waren zu bemerken: Frau Charlotte Freifrau von K ö n i g s w a r t e r, das Präsidium der Kultusgemeinde Dr. Alfred Stern, Landesschulrat Dr. Gustav K o h n und kaiserl. Rat Moriz Hirsch mit den Vorstandsmitgliedern Reichsratsabgeordneter Rudolf A u s p i tz, Dr. Alfred Berger, Salo Cohn, Dozent Dr. Josef Breuer, Prof. Dr. Salom. E h r m a n n, Herm. E l t b o g e n, Baurat Theodor Ritter von Goldschmidt, Emanuel Hossmann, Prokurist Emil Horner, Dr. Felix K a tz a u, Sigm. K a u d e r s, Wilhelm K u f f n e r, Dr. Arthur K u r a n d a, kaiserl. Rat Wilhelm P o l t a k, kaiserl. Rat Leopold S a ch s, Dr. Isidor Schnabl, Dr. Markus Spitze r, kaiserl. Rat Gottlieb T a u s s i g, Hosrat Sigmund T a u s s i g, kaiserl. Rat Jonas Weil, die Hofräte S. Ritter von H a h n und Landessanitätsrat Prof. Dr. Leopold O s e r, der Präsident der türkisch-israelitischen Gemeinde Licco A butt, der Bethausvorsteher Anton Beck, Dr. Herm. L e w y, Carl Le m berge r, Ad. S ch r a m e k, Adolph S t i a ß n y, A. S. Masse r- Vogel, kaiserl. Rat Jg. Wilhelm und Albert Winterberg. die Präsidenten des Vereines für Unterstützung und Krankenpflege Handlungsangehöriger Israeliten S. Heit und Josef Jelinek, die kais. Räte SI D o c t o r, Dr. S. K o h n, Dr. Theodor Lieben, Raum S ch e f f t e l, Moriz W a i z n e r und Eduard Wiener, die Rabbiner Dr. Adolf S ch m i e d l, Dr. B a » e r, Dr. David, Dr. F e u ch t w a n g, Dr. Grunw a l d, Dr. G e l b h a u s und Dr. T a g l i ch t, Religionsschulinspektor Prof. Dr. M. K a n i tz, Gemeinderat Donat Z i f f e r e r, die Obmänner und Vorstandsmitglieder sämtlicher Bethaus- und Humanitätsvereine Wiens, viele Damen u. A. m., die Direktoren Fischer, Hell e r und Schwarz; die Familienmitglieder waren selbstredend sämtlich anwesend. Oberkantvr 2 i n g e r intonierte unter Begleitung des aus dem Personale beider Hauptsynagogen bestehenden Chores, unter der Leitung des Prof. Joseph Sulz e r den vom Altmeister des Synagogengesanges, tzieil. Prof. Salomon S u l z e r vertonten Trauerpsalm 49. Hierauf hielt Oberrabbiner Dr. Güdemann eine tiefempfundene und stimmungsvolle Gedenkrede, in welcher der Gelehrte das Wirken des Verewigten in unserer Gemeinde vor dem geistigen Auge der tiefergriffenen Hörer vorüberziehen ließ: Redner erwähnte namentlich des Momentes, daß der Verblichene in einer „Kehillo" ausgewachsen, hier die erhabenen Grundsätze unserer heiligen Religion in sich aufnehmen und dann, zur höchsten Würde, die eine jüdische Gemeinde zu verleihen hat, gelangt, auf das Beste verwerten konnte. Dr. Güdemann feierte den Dahingeschiedenen als „Friedeuspräsidenten" und sprach hierauf das Kaddifchgebet, an dessen Schlüsse ein lautes „Amen?" die Rührung der Anwesenden bekundete. Mit dem Absingen des Requiemliedes von Oberkantor Singer sowie des Psalmes 16, Vers 8, wurde die schöne Zeremonie beendet, die einem der Besten galt! Reform der Wiener jüdischen Armenpflege. (Schluß aus Nr. 5.) III. Die Berbands-Bersa m m l u n g. Die Verbands-Versammlung, das ist die Gesamtheit der Delegierten der verbandsangehörigen Institutionen, tritt über Einberufung durch die Zentral-Armenkommission einmal im Jahre zusammen. Der Beschlußfassung der Verbands-Versammlung sind Vorbehalten: а) Die Entgegennahme des von der Zentral-Armenkommission zu erstattenden Tätigkeitsberichtes; d) die Feststellung von Gesichtspunkten für die Tätigkeit der Zentral-Armenkommission und Erörterung von Fragen der Armenpflege und Wohltätigkeit: б) die Genehmigung der Rechnungslegung der Zentral-Armenkommisfion; d) die Feststellung des Voranschlages für das nächste Verwaltungsjahr. Die vorbezeichneten drei statutarischen Organe sind nach der Natur ihrer Tätigkeit leitende O r g a n e der Armenpflege. Die praktische, ausübende Tätigkeit der Armenpflege erfolgt durch: 1. Die Zentral-Auskunfts- und Hilfsstelle.