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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1904-12-09 · 50 (9.12.1904) · page 15

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
21 (1904)
Issue
50 (9.12.1904)
Date
1904-12-09
Page
– (sequence 15)
Language
German
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Str. 50 und pflichteifrigen Teil der Lehrerschaft — und die weitaus überwiegende Majorität derselben darf berechtigten Anspruch auf dieses Prädikat erheben — irgendwie nahezutreten. Allein in jedem Stand sind Schädlinge vorhanden und hier heißt es, schonungslos die Axt anlegen. Lnblata causa tollitur effectus. Druckfehler-Berichtigung. In dem Artikel „Jüdische Arbeitsnachweise" in letzter Nummer ist natürlich der Ansdruck „allmächtige" ein Druckfehler und sollte heißen: „das allmähliche Anwachsen der jüdischen Arbeiterschaft." Notizen. Oesterreichische Sanderbank. Mittwoch den 4. Jänner 1905 um 0 Uhr abends findet im eigenen Hanse (I., Hohenstaufengasse 3) die außerordentliche Generalversammlung der Aktionäre der Kais, kön. privilegiert. Oesterreichischen Länderbank statt. Tagesordnung: 1. Beschlußfassung auf Erhöhung des Aktienkapitales um zwanzig Millionen Kronen. 2. Beschlußfassung bezüglich der dadurch bedingten Statutenänderungen. Die stimmberechtigten Aktionäre (§§ 42, 43), welche an der Generalversammlung teilzunehmen wünschen, werden hiermit eingeladen, ihre Aktien spätestens am 21. Dezember 1904 zn deponieren, und zwar: in Wien bei der kais. kön. priv. Oesterreichischen Länderbank; in Prag bei der Filiale der kais. kön. priv. Oesterreichischen Länderbank; in Berlin bei der Deutschen Bank und Dresdner Bank; in Frankfurt a. M. bei der Deutschen Vereinsbank; in Stuttgart bei der Württembergischen Vereinsbank; in Paris bei der Rauque Imp. Roy. Privilesjiee des Pays Autrichiens, Succursale de Paris, 12, nie du quatre Septembre und bei der Loeiete Generale pour favoriser le developpement du commerce et de 1'Industrie eu France, 54, Rue de Provence; in Lyon bei der Societe Lyonnaise de Depots et de Comptes Courants et de Credit Industriel. Die Aktien sind, arithmetisch geordnet, in Wien mittelst einer einfachen, bei den anderen Erlagstellen mittelst doppelter Konsignation einzureichen und wird dem Einreicher hierüber eine Empfangsbestätigung ausgefolgt, gegen welche nach abgehaltener Generalversammlung die Aktien rückgestellt werden. Wünscht ein Aktionär sein Stimmrecht durch einen anderen stimmberechtigten Aktionär auszuüben, so hat er die betreffende, auf den Namen des gewählten Vertreters lautende Vollmacht auf der Rückseite der Legitimation» karte ausznstellen und eigenhändig zu unterschreiben. (§ 45.) Ausnahmsweise können jedoch Minderjährige durch ihren Vormund, Kuranden durch ihren Kurator, Frauen durch einen Bevollmächtigten, Handelsgesellschaften durch einen ihrer Firmaführer, Gesellschaften überhaupt durch ein hiezn bevollmächtigtes Mitglied, Körperschaften, Institute u dgl. durch einen ihrer Vorstände vertreten werden, wenn auch diese Vertreter nicht selbst Aktionäre sind. XXXVI. k. k. Staatslotterie. Am 15. Dezember l. I. findet die Ziehung der XXXVI. k. k. Staatslotterle für Zivil-Wohltätigkeitszwecke statt. Der diesmal besonders reich ausgestattete Spielplan enthält 18.435 Gewinste in barem Gelde, darunter der Haupttreffer per 200.000 X, ferner Treffer zu 40.000 X, 20.000 X, 10.000 X 2C. im Gesamtbeträge von mehr als einer halben Million Kronen. Das Reinerträgnis fließt Zufolge Bestimmung des Kaisers öffentlichen Wohltätigkeits-Instituten zu. Lose ä 4 Kronen sind in Tabak-Trafiken, Wechselstuben rc. erhältlich. Kitte: Viele Hunderte israelitische Kinder in der Brigittenau sind der bittersten Not preisgegeben. Sie leiden Hunger und frieren. Wir bitten unsere Glaubensgenoffen: Nehmet Euch dieser armen zarten Kinder an und helfet nach Euren Kräften, damit die im Lokale XX., Kluckygasse Nr. 7 bereits begonnene Ausweisung im notwendigen Umfange fortgeführt werden könne. Spenden nimmt entgegen: Das gefertigte Komitee für die Verköstigung israelitischer Kinder in der Brigittenau und die Kassa der israelitischen Kultusgemeinde in Wien, I., Seitenstettengasse 4. Dr. Alfred Berger Heinrich Weiner Kultusvorsteher Obmann „Der Brüder" I.. Judenplatz 8 XX., Wintergasse 29 Aufruf. „Talmud-Thora" Bereins-Bolksschule, II, Malzgasse 16. Der Vorstand des Talmud-Thoravereines versendet nachstehenden Aufruf: Euer Hochwohlgeboren! Der gefertigte Vorstand gestattet sich hiemit, auf die seit mehr als 50 Jahren im II. Bezirke, Malzgasse 18 bestehende Talmud-Thora-Volksfchule aufmerksam zu machen. Dieselbe wird von 280 Knaben, von denen an 270 den ärmsten Kreisen Wiens Seite 815 angehören, frequentiert. Der Talmud-Thoraverein leistet mit seinen geringfügigen Subsistenzmitteln das Möglichste, um die armen hilfsbedürftigen Kinder sowohl physisch als seelisch zu stützen und zu heben» um selbe einer menschenwürdigen Zukunft entgegenzuführen. Die Talmud- Thora-Bolksschnle ist die einzige Schule in Oesterreich, welche ihre armen Schüler auch verpflegt und eine eigene Küche im Schulhause besitzt. Die Schüler erhalten während der Winterszeit ihren Mittagstisch im Turnsaal ans eigener Küche. Leider gestatten es die Mittel des Vereines nicht, allen armen Kindern, die zuhause keinen gedeckten Tisch finden, den Mittagstisch zu bieten; es können jetzt nur 85 Kinder diese Wohltat genießen. Der Talmud-Thoraverein hat es sich zum höchsten Prinzips gemacht, in den jungen Seelen die heilige Idee des Judentums zu festigen und wahre Juden heranzuziehen. Aus diesem Anlasse wendet sich daher derselbe an Euer Hochwohlgeboren mit der ergebenen Bitte, der Schule irgend ein Scherflein, sei es an Barmitteln oder Naturalien, zuwenden zu wollen, damit die armen Kleinen der rauhen Jahreszeit, die im Zuge ist, ohne Besorgnis entgegensetzen können. Für voraussichtlich einlaufende Spenden dankt im Namen der zn Beschenkenden der gefertigte Vorstand herzlichst und erlaubt sich zu bemerken, daß Naturalspenden im Schulgebäude des Vereines. II., Malzgasse 16, Geldspenden vom Vorstandsmitgliede Landesschulrat Dr. Gustav K o h n, I., Salzgries 9, bereitwilligst in Empfang genommen werden. Der geringste Jahresbeitrag beträgt 4 Krönen. Der Vorstand des Talmud-Thoravereines: Markus Bon di, Präses; David K o h n, Schriftführer. Israelitische Kultusgemeinde Wien. Das Unterzeichnete Kuratorium verlautbart hiemit, daß die Jahreserträgnisse der Jakob Flschet'schen Stiftung im Betrage von K 400 an bedürftige und würdige Personen israelitischer Konfession, welche mit dem am 1 -. Mat 1893 verstorbenen Herrn Jakob Fischet oder miteine m Bruder oder miteiner S ch we ster desselben in a b ste i g en d e r Lin i e blutsverwandt sind, zur Verleihung gelangen. Die Bewerber haben ihre mit Dokumenten über diese Verwandtschaft und mit einem legalen Armutszeugnisse belegten Gesuche bis 31. Dezember 1004 im Einreichungs - Protokolle der israelitischen Kultusgemeinde, Wien, I.» Seitenstettengasse s, I. Stock, woselbst während der Amtsstunden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags Gesuchsblankette unentgeltlich ausgefolgt werden, zu überreichen. Bewerber, welche ihre Verwandtschaft und ihre Bedürftigkeit nicht entsprechend Nachweisen können oder verspätet einschreiten, werden nicht berücksichtigt. W i e n. 1. Dezember 1904. Dr. Adolf und Emanuel Stern'sche Stiftung für Rigorosanten der Medizin und Chirurgie. Aus den Zinsen der Med.- Dr. Adolf und Emanuel S t e r n's ch e n Stiftung für israelitische Rigorosanten der Medizin und Chirurgie der Wiener Universität gelangen für das Jahr 1905 sechs Plätze zu je X 206.— als Beitrag zur Bestreitung der Rigorofentaxen zur Verleihung. Bewerber haben ihr mit den Zeugnissen über ihre Studien an der medizinischen Fakultät der k. k. Wiener Universität, sowie mit einem Geburts- und Mittellosigkeitszeugnisse versehenes Gesuch bis zum 3I. Dezember 1904 im Einreichungs-Protokolle der israelitischen Kultusgemeinde, I., Seitenstettengasse 4, 1. Stock, woselbst auch Gesuchsblankette während der Amtsstuuden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags unentgeltlich behoben werden können, zu überreichen. In dem Gesuche ist anzugeben, ob der Bewerber in dem Bezüge eines Stipendiums steht, bezw. wie hoch der Betrag dieses Stipendiums ist. Auszüge aus den Geburts-, Trauungs- und Sterbematriken der Wiener israelitischen Kultusgemeinde sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich und genügt die genaue Angabe der betreffenden Daten. Verspätet überreichte oder nicht gehörig belegte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Das Kuratorium der Jakob Fischel'fcher» Stiftung. Ignaz Baum'sche Armen-Stiftung. Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde bringt hiemit zur Kenntnis, daß am 20. Februar 1905 aus den Jahreszinsen der Ignaz Baum'schen Armen-Stiftung zehn Plätze im Betrage von je L 40.— an arme Personen jüdischer Religion zur Verleihung gelangen. Bei der Verleihung der Stiftung wird vor Allem auf Verwandte des Herrn Ignaz Baum von väterlicher oder mütterlicher Seite, sodann auf diejenigen, welche zwar in Wien wohnhaft, aber aus der Vaterstadt des Stifters „Bielitz" gebürtig sind, endlich auf verheiratete und mit zahlreichen Kindern gesegnete Bewerber Rücksicht genommen. Die mit einem Armutszeugnisse und Geburtsscheine belegten Gesuche find im Einreichungsprotokolle der israelitischen Kultusgemeinde Wien, I., Seitenstettengaffe 4, I. Stock, woselbst auch während der Amtsstunden zwischen 9 und 12 Uhr Gesuchsblankette unentgeltlich verabfolgt werden, bis längstens 31. Dezember 1904 zu überreichen. Auf nicht gehörig belegte oder verspätet überreichte Gesuche wird keine Rücksicht genommen. Dr. Mocb's Mocbenscbrikt.

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