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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1904-12-09 · 50 (9.12.1904) · page 16

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
21 (1904)
Issue
50 (9.12.1904)
Date
1904-12-09
Page
– (sequence 16)
Language
German
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Seite 816 Vr. Dloev's MocbenscbrM. Rr. 60 Israelitische Kultusgemeiude Wien. Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeiude Wien gibt hiemit bekannt, daß bei der k. k. n i e d e r ö st e r r e i ch i s ch e n Statthalterei ein Stipendium im Betrage von K 300.— aus der Dr. Emil Fleisch l-Stiftung für einen die österreichisch-ungarische Staatsbürgerschaft besitzenden ordentlichen Hörer der rechts- und staatsiviffenschastlichen Fakultät an der k. k. Wiener Universität für die Dauer der Studienjahre 1904/5 und 1905/6 zur Verleihung gelangt. Unter den Bewerbern genießen unter sonst gleichen Verhältniffen ein Vorzugsrecht: Verwandte oder Verschwägerte des Stifters Adolf Fleischl. seiner Gattin Sofie Fleischl geb. Fleischl, bezw. seiner Tochter Eugenie Baronin Karg von Bebenburg. Bewerbungsgesuche um dieses Stipendium, welche mit dem Visum des Studienvorstandes versehen sein müssen, sind bis längstens 31. Dezember 1904 unmittelbar bei der k. k. niederösterreichischen Statthalter ei einzubringen und haben mit nachstehenden Dokumenten belegt zu sein: a) Geburtsschein, b) Jmpfzeugnis, e) Heimatsschein, d) Studienzeugnisse der beiden letzten Semester, eventuell Prüfungs¬ und Frequentationszeugnisse. Als Nachweis der Würdigkeit sind an Stelle der Kolloquienzeugniffe eigens zu diesem Zwecke von den Universitätsprofessoren ausgestellte Zeugnisse vorzulegen, e) den legalen Nachweisen der Verwandtschaft oder Verschwägerung mit den obgenanirten Personen, falls ein Vorzugsrecht geltend gemacht wird, f) Armutseventuell Mittellosigkeitszeugnis, aus welchem die Erwerbs¬ und Vermogens-Familienverhällnisse des Bewerbers, sowie seiner Eltern oder sonstigeralimentationspflichtiger Personen ge au zu entnehmen sein müssen.. Im Gesuche ist weiters ausdrücklich anzuführen, ob der Bewerber oder eines seiner Geschwister sich im Bezüge eines Stipendiums oder Erziehungsbeitrages rc. rc. befinden, eventuell die Höhe dieses Bezuges anzugeben. Die Angaben bezüglich eines Stipendiengenuffes sind vom Stipendienreferenten zu bestätigen. Verleihungsberechtigt ist Frau Eugenie Baronin Karg v. Bebenburg und deren Deszendenz. Lückenhaft belegte oder verspätet überreichte Gesuche bleiben unberücksichtigt. N. B. Nur mit einem Armutszeugnisse belegte Gesuche sind stempclfrei. Salomo» Horowitz-Widmung. Vom Vorstande der israelitischen Kultusgemeinde Wien wird hiemit verlantbart, daß die Zinsen der obigen Stiftung per insgesamt K VO — an dem Todestage des Herrn Salomon Horowitz, das ist am 1. Schebat (7. Jänner 1905) an würdige Arme zur Verleihung gelangen, wobei verarmte Deszendenten des genannten Herrn in er st er Reihe berücksichtigt werden. Die mit dem Geburts- und Armutszeugnisse belegten Gesuche der Bewerber sind bis 29 Dezember 1904 im Einreichungsprotokolle der israelitischen Kultusgemeiude, Wien, 1., Seitenstettengasse Nr. 4, I. Stock, woselbst während der Amtsstunden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags Gesuchsblankette unentgeltlich behoben werden können, zu überreichen. Auszüge aus den Geburts-, Trauungs- und Sterbematriken der israelitischen Kultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich, es genügt vielmehr die genaue Angabe der bezüglichen Daten. Verspätet überreichte oder nicht entsprechend belegte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Wien, 5. Dezember 1904. Lori Baum garten-Stiftung. Am 18. Schebeth, dos ist am 24. Jänner 1905, gelangt aus den Zinsen der obgenannten Stiftung ein Betrag von K 30.— an eine durstige Herzkranke Frau israelitischen Glaubensbekenntnisses zur Verleihung. Die mit dem Geburts-, Armuts- und Krankheits-Zeugnisse belegten Gesuche sind bis längstens 15. Dezember 1904 im Einreichungs-Protokolle der israelitischen Kultusgemeinde Wien (I., Seitenstettengasse 4, 1. Stock), woselbst auch Gesuchsblankette unentgeltlich behoben werden können, zu überreichen. Auszüge aus den Geburts-, Trauungs- und Sterbematriken der israelitischen Kultusgemeiude Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich und genügt die genaue Angabe der betreffenden Daten. Auf verspätet überreichte oder nicht entsprechend belegte Gesuche wird keine Rücksicht genommen. Zosef Spitzer'sche Stiftmrg. Der Unterzeichnete Vorstand verlautbart hiemit, daß aus den Zinsen der obigen Stiftung ein Betrag von zusammen K 240.— an 3 oder 4 in Wien wohnhafte arme, des Ernährers beraubte jüdische Familien zur Verleihung gelangt. Die Bewerber, bezw. Bewerberinnen haben ihre mst dem Nachweise, daß der Ernährer, sei es durch Tod oder Krankheit, oder durch sonstige Umstände der Familie entzogen ist, sowie mst einem Armutszeugnisse versehenen Gesuche bis 31. Dezenter 1904 im Einreichungsprotokolle der israelitischen Kultusgemeinde, I., Seitenstettengasie 4, I. Stock, während der Amtsstunden von 9 bis 12 Uhr vormittags, woselbst auch Gesuchsblankette unentgeltlich zu beheben sind, zu überreichen. Auszüge aus den Geburts-, Trauungs- und Sterbematriken der israelitischen Kultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbeilagen nicht erforderlich und genügt die genaue Angabe her betreffenden Daten. Auf verspätet überreichte oder nicht gehörig belegte Gesuche wird keine Rücksicht genommen. David Neumanu'sche Stiftung. Am 7. Adar, d. i. 12. Februar 1905, als am Sterbetage des seligen Herrn David Reumann gelangen die Zinsen aus der David Reumann'schen Stiftung im Betrage von X 400 an Verwandte des Stifters oder seiner Gattin Helene zur Verteilung. Die mit den legalen Verwandtschafts- und Armutszeugnissen belegten Gesuche sind bis 31. Dezember 1904 im Einreichungs- Protokolle der israelitischen Kultusgemeinde, I., Seitenstettengasie 4, 1. Stock, woselbst auch während der Amtsstunden zwischen 9 und 11 Uhr vormittags Gesuchsblankette unentgeltlich verabfolgt werden, zu überreichen. Auf später eingelangte oder nicht gehörig belegte Gesuche wird keine Rücksicht genommen. Wien, 1. Dezember 1904. Der Vorstand der israel. Kultusgemeinde Wien. Konkurs. Bei der israelitischen Kultusgemeinde Andfycbau gelangt die Stelle eines 3=3 aTbDiziers der gleichzeitig den hebräischen Unterricht an der Talmud-Thoraschule zu versehen hat, zur Besetzung. Mit dieser Stelle ist ein Gehalt von 1200 Kronen und die üblichen Emolumente verbunden. Bewerber dürfen das 40. Lebensjahr nicht überschritten haben. Diejenigen, welche der polnischen Sprache mächtig sind, werden bevorzugt. Legalisierte Zeugnisabschriften sind bis zum 31. Dezember au den gefertigten Vorstand zu richten und werden dieselben nicht retourniert. Beisespesen werden nur dem Akzeptierten vergütet. Der Vorsteher 1731 Ferd. Starnberger. Bei der israelitischen Kultusgemeinde Pirnitz in Mähren, Bezirk Jglau, ist die Stelle eines Tempeldieuers der zugleich p-,121 tsnw jop und ritueller Vorbeter sein muß, zu besetzen. Jahresgehalt 600 Kronen, freie Wohnung, Erträgnisse von den Stiftungen, welche zirka 2t 0 Kronen ausmachen, nebst Emolumenten, welche auch nicht sehr klein sind. Der Tempeldiener ist zugleich Diener der Chewra-Kadischa und muß bei Sterbefällen nach ortsüblicher Weise den Dienst versehen, wofür eine separate Zahlung geleistet wird. Bewerber, österreichischer Staatsbürger, nicht über 40 Jahre alt (oder ledige), Angabe über den Familienstand, wollen ihre mit den Zeugnissen (in Abschrift, welche nicht retourniert werden) über bisherige Verwendung belegten Gesuche bis 1. Jänner 1908 an den gefertigten Kultusvorstand richten. Die Stelle ist sogleich zu besetzen. Reisespesen werden nur dem Akzeptierten vergütet. Israelitische Kultusgemeinde Pirnitz. Der Kultusvorsteher Simon Kälbl. Samuel W. Pascheies, Verlagsbuchhandlung, Prag, Zeltnergasse 4, nächst dem Bing, offeriert in reichster Auswahl Professor KSmpi’s allgemein beliebte Brautgcbdbüclur und deutsche Ändachtsböchcr für israelitische Frauen und Jungfrauen in elegantesten Einbänden, ferner Seiden- und Woll-Talesim, Gold- und Silber-Borten. Im Verlage von Samuel W. Pascheies, Prag, Zeltnergasse 4, nächst dem Ring, in neuer Auflage und prachtvoller Ausstattung erschienen das berühmte Prachtwerk prof. pr. Julius pfirst’s iltustr. fünf Bücher jldoses mit deutscher Uebersetzung, erläuternden Erklärungen und über 230 Illustrationen. Ein Geschenkwerk ersten Ranges! Preis in hochelegantem Prachtband ö. W. fl. 6—. Die fruüere Auflage ist gänzlich ausverkauft. Versendung erfolgt gegen Einsendung des Betrages. W äsche-Erzeugung Ernestine Schapira Wien, IX., Mariannengasse 12 Spezialität: Herrenhemden und Unterhosen vorzüglich passend. Alte Herrenhemden werden wie neu repariert. Karte genügt. Herausgeber uvd verantwortlicher Redakteur: Dr. Josef S. Bloch. — Druck vou L. Beck & Sohn, Wien, VHL.

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