Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 21 (1904)
- Issue
- 16 (15.4.1904)
- Date
- 1904-04-15
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
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pn mTn^^ggrrrs &mssamm§gg^5msmm Nr. 16 Dr. Bloctvs MocbenscbrM. Sette 261 zweimal wöchentlich, und zwar Samstag von 11—1 |Uf)r Mittags und Sonntag von 3—5 Uhr Nachmittags bei stets freiem Entree geöffnet. Wien. (A u s z e i ch n u n g.) Se. Majestät der Kaiser hat Herrn Ludwig Neurath das Ritterkreuz des Franz Joseph- Ordens verliehen.;?r'nen. (E i n g e s e n d e t.) Anläßlich der am 17. April 1904 bei der Generalversammlung der Chewra-Kadischa stattfindenden Wahl von drei Vorstandsmitgliedern hat sich ein Wahlkomitee konstituiert, welches den P. T. Herren Wühlern folgende Kandidaten vorzuschlagen sich erlaubt: zur Wiederwahl die Herren: Jakob Kann, Kaufmann, I., Rudolfs- Platz 6; S. Steiner, Bauunternehmer, VII., Burggasse 72. Die genannten Herren haben sich in ihrer bisherigen Wirksamkeit als Vorsteher der Chewra-Kadischa in jeder Hinsicht bestens bewährt. Zur Neuwahl: Herrn Moriz Breitner, Börserat, 17., Glockengasse 4. Wien, den 9. April 1904. Jonas Abeles. Sigmund Kauders. Moriz Baum. -Adolf Politzer. Julius Bergstein. Jakob Ripp er. Moriz Brüll. Jakob Schick. Jakob Jaiteles. Adolf Schramek. Wien. (Trauun g.) Am 10. d. M. fand im Tempel des IX. Bezirkes, Müllnergasse, die Trauung des Herrn Ludwig Schönmann, Kaustnannes aus Frankfurt a. M., mit Frl. Paula Furt h, Tochter des Tempelvorstandes Herrn Emil F ü r t h, statt. In dem festlich geschmückten Tempel hatte sich eine sehr große Zahl von Hochzeitsgästen und Freunden der Brauteltern und des Brautpaares aus Nah und Fern eingefunden, unter Anderem auch Bethauspräsident B e t t e l h e i m, Bezirksrat Dr. S ch n e p p, Kultusvorstand E l t b o g e n u. v. A. Rabbiner Dr. G e l b h a u s vollzog den Trauungsakt und hielt an das Brautpaar eine Ansprache, welche nicht verfehlte, den nachhaltigsten Eindruck zu machen. Oberkantor K l ü g e r versah die gesanglichen Funktionen, assistiert von dem trefflichen Chor mit Orgel und Harfenbegleitung unter Leitung des Kantors Pekarnik. Wien. Am 17. d. M. findet im Saale Ehrbar das Konzert der bekannten Musik- und Gesangsschule M orini statt. Inhalt des Programms: „Beethoven", „Mozart", „Haydn", „Mendelssohn", „Bruck", „Schubert", „Liszt". Karten sind in der Direktionskanzlei, I!., Taborstraße 52, erhältlich. Wien. (Mädchen- und Frauenverein „Bikur- C hau lim".) Samstag den 16. d. M., Abends 7'/z Uhr, findet im Kongreßbureau, IX., Türkenstraße 9, 2. Stiege, I I, ein Vortrag des Herrn Dr. Sigm. Weiner über „Der Nährwert unserer gebräuchlichsten Nahrungsmittel" statt. Gäste herzlichst willkommen. Wien. Geehrte Redaktion! In Ihrem geschätzten Blatte vom 8. April d. I. bringen Sie einen trefflichen Bericht über das Schauturnen des Ersten Wiener jüdischen Turnvereines, und es ist zu hoffen, daß Ihre Zeilen bei vielen Glaubensgenossen Beifall und Würdigung finden werden. Wer diesem herrlichen, erhebenden Feste beigewohnt, wird der Erkenntnis sich nicht entziehen können, daß dieser edle Sport — systematisch gepflegt — ein wichtiges Moment nationaler Erziehung ist. Deshalb muß Ihre Anregung, welche zur Schaffung einer eigenen würdigen Vereinshalle, an Stelle der unzulänglichen gemieteten Räume, führen soll, freudig begrüßt werden. Gerne will ich zur Realisierung dieser schönen Idee mein Scherflein beitragen, indem ich Sie bitte, 50 Kronen dem beregten Zwecke zuzuführen, zugleich wünschend, daß Ihr Appell auch sonst nicht ungehört bleiben möge. Hochachtungsvoll Marcus Glücksmann. Wien. (Der I. Wiener jüdische Turnverein, I., Mölkerbastei 5) veranstaltet eine Matinee, welche Sonntag den 17. April 1804, um halv 3 Uhr nachmittags, im Deutscken Volkstheater stattfindet. Zur Aufführung gelangen unter Mitwirkung der ersten Kräfte der genannten Bühne: „Lebendige Stunden", von Arthur Schnitzler. (Schauspiel in einem Aufzuge.) ..Die Frau mit dem Dolch." (Schauspiel in einem Aufzuge.) „Die letzten Masken." (Schauspiel in einem Aufzuge.) „Literatur." (Lustspiel in einem Aufzuge ) Karten sind — ohne Vormerkgebühr — erhältlich: an der Kasse des Deutschen Volkstheaters, bei allen Vereinsmitgliedern und an der Zentral-Verkaufsstelle bei Herrn Siegfried Beer, I. Zelinkagasse 3, Telefon Nr. 17.155. An der letztgenannten Stelle sind auch eventuell nicht angeuoiumene Karten bis längstens 12. April d. I. zu retournieren, andernfalls selbe als übernommen gelten. Wien (Jüdischer Schulverein für den IX. Bezirk.) Die öffentliche Prüfung an der Privat-Religionsschule dieses Vereines findet am 17. d. Mts., 10 Uhr vormittags, in den Vereinslokalitäten, IX., Pramergasse 5, statt. Gäste herzlich willkommen. Wien. (Verein zur Hebung der Gewerbe in Wien, I., W i p p l i n g e r st r a ß e 26.) Einladung zu der am Samstag den 23. d. M., Präzise 8 Uhr Abends, in Khuner's Saallokalitüten I., Adlergaffe Nr. 6, stattfindenden XIV. ordentlichen Generalversammlung des Vereines. Tagesordnung: 1. Jahresbericht. 2. Kaffabericht. 3. Bericht der Revisoren. 4. Aenderung des 8 10 der Statuten. 5. Vortrag des Hof- und Gerichtsadvokaten Herrn Dr. Leo Munk: „Der Geschäftsmann und die Steuerbehörde". 6. Anträge und Interpellationen. Wien. Der Klaviersabrikant Herr Joses Saphir feiert Samstag den 16. April 1904 im Tempel, III., Unt. Viaduktgasse 13 die Barmizma-Feier seines Sohnes Friedrich. Wien (Elen d.) Ein ehemaliger Gastwirt in der Provinz, der, durch Krankheit erwerbsunfähig gemacht, sich mit Frau und drei kleinen Kindern in größter Not befindet und vor der Delogierung steht, wendet sich an edle Menschenfreunde um Hilfe. Die Adresse des Betreffenden, dessen Name der Redaktion bekannt ist, lautet: 20. Bezirk, Brigittenauerlände Nr. 23, Thür 30. N utitschem Am Sonntag deu 10. d. M. geleiteten wir einen Ehrenmann in des Wortes edelster Bedeutung zur letzten Ruhe: deu Senior-Chef der Firma „S. Adler u Söhne" in Schönau-Neutitschein, Herrn Simon Adler s. A. Der Verblichene, ein Selt'-mmle man, der sein Unternehmen zu einem der angesehensten der Monarchie erhob, ein Muster wahrer Bürgertugend Zeit seines Lebens, gereichte unserer Kultusgemeinde zur Zierde. Die herzgewinnende Leutseligkeit seines Wesens erwarb ihm dre Sympathien von Klein und Groß, und hörte man allgemein hinter seiner Bahre: Dieser Mann hatte keinen Feind auf Erden! Er ruhe in Frieden! Falkenau a. d Euer Verspätet, aber nicht zu spät, um das Andenken eines rechtschaffenen, treuherzigen Mannes zu ehren, gedenken wir heute des am 21. März im besten Mannesalter inmitten eines arbeitsvollen Lebens verstorbenen Herrn Dr.Samuel Kohn, k. k. Bezirksarztes, hier. Die Begräbnisfeier, welche am 23. stattfand, gestaltete sich zu einer Trauerkundgebung, so imposant und grandios, daß sie als beredtes Zeugnis der großen Sympathie, deren sich der Verblichene sowohl in Beamtenwie in Bürgerkreisen erfreute, mit Recht angesehen werden konnte. Unter den vielen Kränzen, welche den Sarg schmückten, bemerkten wir den von der Beamtenschaft der k. k. Bezirkshauptmannschaft, welche vollzählig mit dem Herrn Amtsleiter an der Spitze, alle in Galauniform, erschienen waren. Ferner waren anwesend der Amtsleiter der k. k. Bezirkshanptmannschaft Graslitz, der Herr Bürgermeister Kremling. die Beamten des k. k. Steueramtes, Postamtes, die Herren Bezirksschulinspektoren und Direkkoren. die Lehrerschaft von hier und den Nachbarbezirken die Bürgermeister vieler umliegender Ortschaften, Abordnungen der Gewerk'chaften, sämtliche Mitglieder der israelitischen Kultusgemeinde, die Chewra-Kadischa, zahlreiche Aerzte, Freunde und Verehrer des Dahingeschiedenen von Nah und Fern, Pilsen, Karlsbad, Eger, Königsberg rc. rc, welche alle trotz des ungünstigen Wetters dem Verstorbenen das Geleite bis zur Ruhestätte gaben. Am Grabe entwarf Herr Rabbiner Dr. L. Feuerstein das Lebensbild des Verblichenen. Ehre seuiem Andenken! Klagensurt. (Verlobun g.) Fräulein Irene S t ö ß l, Tochter des Herrn Max S t ö ß l, hat sich mit Herrn David F l e i s ch m a n n verlobt. Fricdek-Mistek. Am 2. April vollendete unser von allen Schichten der Bevölkerung hochgeachtete verdienstvolle Kultusvorsteher und Ehrenpräsident des Vereines der Chewra- Kadischa, Herr Hermann Löw, sein 75. Lebensjahr. Es erschienen bei ihm Deputationen des Kultusvorstandes, der Chewra-Kadischa, der Kultusbeamtcn und der Lehrkörper, welche sämtlich dem Jubilar herzlichst gratulierten. Herr Kultusvorsteher Löw dankte herzlichst allen Erschienenen. Besonders gerührt war er, als der Sprecher der Chewra-Kadischa an die Worte erinnerte, die er gelegentlich der Generalversammlung des „Galizischen Hilfsvereines" schlicht und einfach sagte: „Ich werde für mein