Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 21 (1904)
- Issue
- 14 (1.4.1904)
- Date
- 1904-04-01
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
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•ninmmrimiiTii **• 14 Dr. 3Blocbs HAocvensLdrM. 219 Für das israelitische Altersversorgungshaus X 600.— Für den israelitischen Waisen-Lerein . . „ 200.— Für die Chelvra-Kadischa ...... „ 200.— X 1450.— Von Herrn Bernhard Hirsch zur Verteilung an Arme „ 300.— Von Herrn kais. Rat Ignaz Fluß zur Verteilung an Arme . . . . „ 200.— Von Herrn k. ii. k. Hof- und Stadtzimmermeister Joh. Oesterreicher die ibm zustehende Forderung für geleistete Arbeiten an die Gemeinde im Betrage von . . . „ 130.— für humanitäre Zwecke. Von Frau Janka Hechter, bezw. Familie Salomon Hechter in Bukarest: Für die israelitische Versorgungs-Anstalt . . X 15.— Für das israelitische Blinden-Jnstitut ... „ 10.— Für den Spitals-Fond .... „ 10.— Für die israelitische Kinderbewahr-Anstall . „ 15.- Für die israelitische Volksküche - . . „ 15.— Für den israelitischen Waisenhilfsverein. „ 15.— X SO. Von Herrn Ignaz Gingold anläßlich des Ablebens seiner Gattin Ernestine Gingold: Für das israelitische Versorgungshans . . . X 10.— Für das israelitische Blinden-Jnstitut . . „ 10.— Rür den Spitals-Fond...... . „ 10.— Für die israelitische Kinderbewahranstalt . . „ 10.— Für die israelitische Volksküche .„ 10.— Für den israelitischen Waisenverein . . - . „ 10.- X 60.— Von der Redaktion des „Neuen Wiener Tagblatt" Sammlungsergebnis für die israelitischen Schulkinder in der Brigittenau ....... .......... k 4- Jm Einlaufe befindet sich ein Dankschreiben des Vorstandsmitgliedes Baurat Max Fleischer für die ihm anläßlich der ihm gewordenen Allerhöchsten Auszeichnung zum Ausdrucke gebrachten Glückwünsche des Kultusvorstandes; ferner ein Dankschreiben des Vereines zur Erziehung jüdischer Waisen in Palästina für die der Lämel-Schule in Jerusalem gewidmete Subvention. Beschwerde des innerösterreichischen Distrikts-Komitees des Verbandes „Zion" gegen die abweisliche Bescheidung des Ansuchens um eine Beitragsleistung von Iv 1000 zu den Kosten des Aufenthaltes von 30 Kischenewer. Kindern in Wien: Es wird zunächst konstatiert, daß die Beschlußfassung des Vertreter- Kollegiums über diese Angelegenheit seinerzeit durch das Plenum ratifiziert und nicht, wie in der Beschwerde angegeben wurde, durch das Vertreter-Kollegium allein erfolgt ist. Für diese Art der Erledigung war dem Kultusvorstande maßgebend, daß für die Kischenewer Kinder durch die eingeleiteten Sammlungen in einer Weise gesorgt ist, wie in gleichem Maße für viele Wiener Kinder nicht gesorgt werden könne, daß infolgedessen nach Ansicht einer großen Anzahl vertrauenswürdiger Kischenewer Persönlichkeiten die Expatriierungs-Aktion als nach mancherlei Richtung sehr fragwürdig hingestellt wurde; daß es weiters keinesfalls erforderlich war, die Kinder über Wien nach Jaffa zu führen und hierdurch die Reisekosten um ein Vielfaches zu erhöben; endlich daß die Wiener Kultusgemeinde für die seinerzeit eingeleitete Hilfsaktion bereits einen Beitrag von X 10.000 geleistet hatte. Sohin wird beschlossen, das in der Beschwerde gestellte Ansuchen um nachträgliche Bewilligung eines Betrages von K 1000 abzulehnen, desgleichen das Ersuchen uni Verhandlung der Angelegenheit in öffentlicher Sitzung. Nachfolgenden Bethausvereinen werden Subventionen bewilligt: Dem Bethansvereine „Johdrw Israel“: dem Tempelvereine, VI., Stumpergasse; dem Bethansvereine, III., Erdbergstraße 15; dem Bethansvereine ..8ehomer Israel"; dem Bethausvereine „Wieden-Margarethen"; dem Bethansvereine „llachasike Thora“; dem Bethansvereine „Machasike Hadath“; dem Bethausvereine „Chassidim“; dem Bethansvereine ,.Öseh-Tow“; dem Bethansvereine im X. Gemeindebezirk. Aus Grund der Anträge des Vertreter-Kollegiums werden hinsichtlich der Mohelimfrage prinzipielle Beschlüsse gefaßt und das Vertreter-Kollegium beauftragt, über die Durchführungsbestimmungen zu beraten und Anträge zu stellen. Schluß der Sitzung halb 2 Uhr nachmittags. Tempel-Spende»: Im Gemeindebethause I., Seitenstettengasse 4: Von Herrn Theodor Reitlinger X 200.—, von Herrn Julius Reitlinger X 100.—, von Herrn Ludwig Rosenthal X 40.—. I m G e m e i n d e b e t h a n s e II., Tempel g affe 3: Von Herrn Louis Widlcr X von Herrn faifert. Rat Ignaz Fluß X 20.-. I in G e in e i n d e b e t h a it i e XV., Turnergasse 22: Von Herrn Siegmund Adler X 2 t.—, von Herrn Wilhelm Trebitsch X 3.—. Im GemeindebethauseXVlII., Schopenbanerstraße 39: Von Herrn Gabriel Spitzer X 2.--, von Herrn Mendl Strack X 1.—, von Herrn Leopold Hirschbein X 1.-, von Herrn Sigmund Frankl X 3.—, von Herren Josef Klein & Sohn X 40.— , von Herrn Josef Klein X 2.—, von Herrn Ignaz Apfel X 3.—. von Herrn Salomon Apfelfeld X 2. , von Herrn Berkhold Löwenstamm X 2.—, von Herrn Israel Rosenberg X 4.—, von Herrn Felix Serebrenik X 2.—, von Herrn Tr. David Fenchtwang X 2.—, von Herrn Jakob Klein X 2.- , von Herrn Dr. Simon Dankowitsch X 12.—, von Herrn Michael Herz X 25. , von Herrn Nathan Klein X 4.—, von Herrn Samuel Gerstiiianli X 1. , von Herrn Max Koltany X 1.—, von Herrn Ignaz Katz X 2.—, von Herrn Julius Götzl X 2.—, von Herrn Leopold Löwy X 1.—, von Herrn Jakob Jokel X 10. -, von Herrn Ferdinand Pick X 20. , von Herrn Emanuel Leuchtag X 35.—, von Herrn David Löwy X 10. — , von Herrn Wilhelm Pick X 2.— , von Herrn Adolf Winter X 4.—, von Herrn Edmund Kohn X IO-, von Herrn Simon Kohn X 2.—, von Herrn Philipp Frankl X 1.—. H inrich Teltscher. Einer der Besten, aus den ein großer Kreis von Verehrern seit' langem die Augen gerichtet hielt als aus den Mann der Zukunft, ist unerwartet aus unserer Mitte gerissen. Die Schreckenskunde von dem plötzlichen Hinscheiden Heinrich Teltscher's in Abbazia hat in weiten Schichten der Wienerjüdischen Bevölkerung aufrichtige Trauer und schweren Kummer verbreitet. Die allgemeine Erregung, die sich nach dem Bekanntwerden der Nachricht überall spontan äußerte und weiter mitteilte, zeigte, welch hohe Popularität der Verewigte trotz seiner relativ jungen Jahre sich erworben. Freilich den vollen Wert des Mannes mochten nur Jene ausreichend würdigen, die einmal in seine Nähe kamen, mit ihm in Berührung traten und Gelegenheit hatten, den eigenartigen Zauber seiner Persönlichkeit zu verspüren. Heinrich T e t t s ch e r verband mit einem scharfen, klaren und durchdringenden Verstände eine Güte des Herzens und eine Vornehmheit der Gesinnung, welche die Merkmale wahrhaften Charakter a d e l s bilden. Von peinlichster Gewissenhaftigkeit in geschäftlichem Verkehr, hat er die Treue zu einem Grundzug seines Wesens enttvickelt: so war er denn treu bis zur letzten Faser, treu dem Judentum, treu seinen Freunden, treu sich selber und seinen Grundsätzen. Allein diese Treue, welche er seinen Angehörigen, seinen Glaubensgenossen stets bewahrte, hielt ihn nicht ab, den umfassendsten und weitesten Humanitütsgedanken zu pflegen und die menschheitlichen Ideale hochzuhalten. Ohne berufsmäßiger Redner zu sein, fand er jederzeit das richtige Wort, war er ein schlagfertiger Debatter, entwickelte er eine seltene Begabung als Vorsitzender in Versammlungen, in der Leitung schwieriger Verhandlungen. Da bewährte sich oft seine überlegene Intelligenz, der sich Alle neidlos beugten. So schien er zum Führer prädestiniert und man gewöhnte sich allmälig, in ihm den Mann der Zukunft zu sehen. Nun hat ein jähes Geschick diese Hoffnungen mit einemmale zerstört. Tie Beerdigungsseierlichkeit, welche am 28. v. M. aus dem Central-Friedhose staltsand, zeigte, wie ausgedehnt der Kreis seiner Freunde und Verehrer war und mit welch aufrichtiger Liebe sie ihm ergeben waren. Unter den Anwesenden befanden sich der s. Vizepräsident der israelitischen Kultusgemeinde Herr Dr. Alfred Stern, der II. Vizepräsident und k. k. Landesschulrat Herr Tr. Gustav Kohn samt Frau Gemahlin, die Kultusvorsteher Salo C v h n, Prof. Dr. Ehr m a n n samt Frau Gemahlin, Baurat Max Fleischer, kais. Rat Moriz H i r s ch, der Prokurist des Hauses Rothschild Emil Horn e r, Tr. F. K a tz a u, Sigmund K a u d e r s, Wilhelm K u s s n e r, kais. Rat Wilhelm P o l l a k, Dr. Markus Spitzer, kais. Rat Jonas W e i l. Anwesend waren ferner nahezu sämtliche Mitglieder der B'uei Brirh-Vereinigungen „Wien" und „Eintracht", an ihrer Spitze der gegenwärtige Präsident Dr. Gustav Lang st e i n samt Frau Gemahlin und Dr. Isidor S a m u e l y, die gewesenen Präsidenten Dr. Edmund K o h n, Dr. Albert K u h, Professor K ö n i g st e i n, Tr. K n ö p s m a ch e r, Dr. Alois K l e m- P e r e r, Obmann des Erekutiv-Komitees im Vereine für un-