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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1904-03-18 · 12 (18.3.1904) · page 9

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
21 (1904)
Issue
12 (18.3.1904)
Date
1904-03-18
Page
– (sequence 9)
Language
German
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Dr. Mocb s TKHocbenscbrift. Seite 185 Nr. 12. Sammlung der Redaktion des „Neuen Wiener Tagblatt" für die armen isr. Schulkinder in der Brigittenau.K 2.— Entnahme der Sammelbüchsen im Stadttempel . „ 34.37 . . Den Spendern wird der Dank votiert. Im Einlaufe befindet sich weiters ein Dankschreiben des Herrn Dr.. Gustav Freund für die ihm anläßlich seines 80. Geburtstages seitens des Kultusvorstandes ausgesprochenen Glückwünsche; ferner die Mitteilung des Vorstandes der „Chewra- Kadischa" über die Wiederwahl der Delegierten für die Sitzungen der Friedhofs-Kommission, der Herren S. Heit und Adolf Rosenbaum, für die diesjährige Funktionsperiode. Weiters wird das Dankschreiben der Kultusgemeinde Amstetten für den Beitrag von X 200.— zur Herstellung einer Friedhofsmauer in Abbs zur Kenntnis gebracht. Vor Uebergang zur Tagesordnung nimmt der Vorsitzende Anlaß, Herrn Architekten Max Fleischer zu der ihm durch Verleihung des Titels eines k. k. Baurates gewordenen Allerhöchsten Auszeichnung namens des Kultusvorstandes auf das Herzlichste zu beglückwünschen. Die wohlverdiente Auszeichnung Fleischers hat in den weitesten Kreisen lebhafte Genugtuung hervorgerufen, speziell aber in der Wiener Kultusgemeinde, die in Fleischer eines ihrer treuesten und hingebungsvollsten Vorstandsmitglieder verehrt, dem sie für die seit ^Jahrzehnten der Gemeinde in vortrefflichster und völlig uneigennütziger Weise geleisteten vielfachen Dienste zu wärmsten Danke verpflichtet ist. (Lebhafter Beifall.) Im Präsidialberichte gibt der Vorsitzende einen Bericht über die Einnahmen der Kultusgemeinde in den abgelausenen Monaten im Vergleiche mit den diesbezüglichen Ziffern des Vorjahres. Ueber Ansuchen der Gesellschaft zur Sammlung und Konservierung von Kunst- und historischen Denkmälern des Judentums wird derselben zu den Kosten einer anläßlich des 100. Geburtstages Salomon Sutzer's zu veranstaltenden Feier im Musikvereinssaale ein Beitrag bewilligt. Den nächsten Gegenstand der Tagesordnung bildet die Angelegenheit des Gottesdienstes in Döbling. Der Tempelverein im XIX. Bezirke, welcher bis Ende des abgelaufenen Jahres gegen eine entsprechende Subvention der Kultusgemeinde für die Veranstaltung eines Gottesdienstes in Döbling gesorgt hatte, steht im Begriffe, sich aufzulösen und hat seine Tätigkeit eingestellt. Um die ungestörte Fortsetzung des Gottesdienstes zu ermöglichen, hat sich der Kultusvorstand mit dem Kuratorium des Blindeninstitutes ins Einvernehmen gesetzt, welches sich bereit erklärt hat, die Veranstaltung eines täglichen und öffentlichen Gottesdienstes im Betsaale des Blindeninstitutes gegen einen entsprechenden Beitrag zu übernehmen. Der Antrag des Vertreter- Kollegiums auf Bewilligung dieses Betrages in der Höhe der bisher dem Döblinger Tempelvereine gewährten Subvention wird genehmigt. Verliehen werden' Die Jsak Leeb- und Lea Weinberg- Stiftung für jüdische Hochschüler (2 Plätze ü X 600.—); ferner 13 Plätze ä K 60Q.— der Dr. Adolf Sacks-Techniker-Stiftung. Bezüglich des 14. Stiftplatzes wird die Rückverweisung an das betreffende Stiftungskomitee beschlossen. Ansuchen der Direktion der Simon Edler von Lämel- Schule in Jerusalem um Subvention: Das hierüber erstattete Referat besagt, daß gemäß eines im Jahre 1888 abgeschlossenen Vertrages zwischen der Wiener Kultusgemeinde einerseits und dem Frankfurter Vereine zur Erziehung jüdischer Waisen in Palästina andererseits letzterer die Erhaltung der Schule übernahm, wogegen ihm die Zinsen der Lämel-Stiftung seitens der Kultusgemeinde alljährlich zur Verfügung gestellt werden. Durch im Laufe der Jahre vorgenommene Vergrößerungen der Schule ist das Budget derselben bedeutend gestiegen, so daß der Beitrag aus der Lämel-Stiftung von jährlich X 4000.— derzeit nur den geringeren Teil der Ausgaben deckt. Die Schule, welche ihre Entstehung einer österreichischen Stiftung verdankt, steht unter dem Schutze der österreichischen Regierung und hat sich über die Leistungen der Schule der österreichische Generalkonsul wiederholt in außerordentlich lobender Weise ausgesprochen. Ueber die Frage der Subventionierung entwickelt sich eine lebhafte Debatte, in welcher von einzelnen Rednern hervorgehoben wird, daß es nicht Sache der Kultusgemeinde sein könne, vielmehr der Privatwohltätigkeit überlassen werden müßte, die Schule in größerem Ausmaße zu unterstützen. Die Wiener Kultusgemeinde könne in vielen Füllen zu ihr näher liegenden Zwecken nicht in dem Maße beitragen, als es erforderlich wäre. Nach durchgeführter Debatte, an welcher sich die Herren Vize- Präsident Dr. Stern, Vize-Präsident Dr. Kohn, Dr. Berger, Salo Cohn, Dr. Sal. Ehrmann, Dr. Rappaport, Dr. Markus Spitzer und Theodor Ritter von Tauffig beteiligen, wird beschlossen, der Lämelschule für das Jahr 1004 einen Beitrag von 1000 Francs zu votieren. Dem Vereine ..Tetilas-hanorim" wird für die Veranstaltung eines Gottesdienstes an den diesjährigen Passah-Feiertagen ein Beitrag bis X 300.— bewilligt. Schluß der Sitzung 2 Uhr nachmittags. LSien. Herr Kultusvorsteher Salo Cohn hat anläßlich der im Kultusvorstande stattgehabten Debatte über die Subventionierung der Lämel-Schule in Jerusalem erklärt, sich an der zu veranstaltenden Subskription für dieselbe mit einem Beitrage von 1000 Francs zu beteiligen. Tempel-Lper»d-u. Im G e m e i n d e b e t h a u s e, I., S e i t e n st e t t e n g a s s e Nr. 4: Bon Herrn Theodor Löwenstein K 20.— , von Herrn Alexander Kübel X 20.—, von Herrn Nathan Grünwald X 50.—, von Herrn Wilhelm Brunner X 10.—, von Herrn Ephraim Kohn X 10. , von Herrn Moriz Stern X 10.— , von Herrn Salomon Freschels X 100. — . Im G e m e i n d e b e t h a u s e II.. Tenipelgasse 3: Bon Herrn Bernhard Grosner X 10.—, von Herrn Jakob Kann X 50.—, von Herrn Theodor Lampl X 10.—. von Herrn Gerson Klüger X 40.—. I m Gemeindebethause XV., T u r n e r g a s s e 22: Bon Her'N Dr Heinrich Friedländer X 80, von Herrn Dr. Samuel Fliedländer X 150.—, von Herrn Dr. Jakob Friedlättder X 50.— , von Herrn David Kohn X I.-, von Herrn Bernhard BandlerX 32.—, von Herrn Karl Breiner X 2.—, von Herrn Leopold Berger X >5.- . von Herrn Samuel Wassertrilling X 5.16, von Herrn Adolf Zeislcr X 2.—, von Herrn Isidor Gclbart X 2.—, von Herrn Adolf Golbach X 2.—, von Herrn Philipp Kohn X 6.—, von Herrn Samuel Sil berste in X 2.—. Der Vorstand der Israelitischen Kinderbewahr.„statt versendet mit dem Jahresbericht folgenden Aufruf an unsere Glaubensgenossen! Nach mehr als sechzigjährigem Wirken müssen wir an die Oeffentlichkeit appellieren! Es ist uns heute nicht mehr möglich, mit unseren Mitteln bcu Krieg zu führen gegen das herzerschütternde Elend, dem die Kinder unserer armen Glaubensgenossen preisgegeben sind! Wir wollen und müssen unsere Anstalt ausgestalten, indem wir auch den armen Kindern der Brigittenau eine Zufluchtsstätte bieten! Gewähren Sie uns die Mittel, den dort bestehenden, aber mit der größten Not kämpfenden Kindergarten durch A> gliedcrung an unsere Anstalt seine Bestimmung erfüllen zu lassen! Helfen Sie uns dazu, indem Sie unserer Anstalt einen kleinen Jahresbeitrag zuwenden! Werden Sie unser Mitglied und werben Sie neue Mitglieder! Der Vor st and der Isr. Kinderbewahranstalt: Wien, II, Schiffamtsgasse 15. PaulineKauder SaravonSter» Kasseverwalterin. Präsidentin. RosaSchiff Elise Gomperz Helene Wollheim Sophie von Bauer- Charlotte Freiin von Königswarter, Jelln Freiin von Oppenheimer. Monika Mayer- Goldschmidt. Theodor Ritter v. Goldschmidt, Leopold v. Lieben. Derouter Zustand des Friedhofes in RoLnau. Wie es vielleicht noch erinnerlich sein dürfte, wurde in Ro2nau durch Initiative des Herrn Dr. Skrainka in Rornau und des Herrn M. Neumann aus Proßnitz vor einigen Jahren durch die Wohltätigkeit der breiten Schichten der Oeffentlichkeit, wozu auch „Dr. Bloch's Oesterr. Wochenschrift" viel beigetragen hat, ein Friedhof mit Leichenhalle samt Umfassungsmauer angelegt. Diesen Friedhof hat die Kultusgemeinde Wall.-Meseritsch in ihre Obhut und Vertvaltung genommen; doch wer den Zustand dieses Friedhofes sich genau besieht, wird sofort erkennen

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