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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1904-01-22 · 4 (22.1.1904) · page 4

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
21 (1904)
Issue
4 (22.1.1904)
Date
1904-01-22
Page
– (sequence 4)
Language
German
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seile 52 Dr. »loctfs MocdenscbrlN. 4h. 4 anfänglich die Bestätigung versagt, weil Mischer Einfluß sie verhindert hatte. Immerhin eine schöne Leistung des jüdischen Einflusses. Sehen wir uns die Sache etwas näher an. Die Bestätigung hatte der Kaiser von Oesterreich zu ertheilcn und der Kaiser von Oesterreich hat sie nicht ertheilt, weil — der Abgeordnete Schneider weiß das ganz genau — im Reiche der jüdische Einfluß der ausschlaggebende war und ist. Er ist es noch immer nach der innigsten Ucbcrzcugmlg des Abgeordneten Schneider. Nachträglich wurde aber die Bestätigung doch ercheili. Was Ms nun mit dem jüdischen Einfluß? Sollte man am Ende die Juden doch nicht gefragt haben? Oder steckt am Ende auch da der jüdische Einfluß dahinter, daß Dr. Lueger doch der Bürgermeister von Wie'.i geworden ist? Möglich wäre ja Alles und die tief angelegten jüdischen Jntrigucn sind nicht so leicht zu durchschauen. Wer weiß, was da lvieder für eine Tücke im Hinterhalt lauert! Denn das Eine ist jetzt schon sicher: wie immer und überall haben auch hier doch nur die Juden den Profit davon. Das zweite bedeutende Ereignis; — wir lernen dabei so nach und nach kennen, welches die bedeutendsten zeitgeschichtlichen Ereignisse der letzten zehn Jahren waren — bildete nebst den vorjährigen Landtagswahlen die Ernennung des Landmarschalls, und auch da hat es sich gezeigt, wie luächtig der jüdische Einfluß ist. Ernannt wurde der Prälat Schmolk. — Mein lieber Leser, du greifst dir an den Kopf. Das mußt du dir abgewöhnen. Ich berichte vom Jdeengang des Abgeordneten Schneider — und überhaupt!. Ich berichte allwöchentlich an dieser Stelle von den Jdeengangeu der führenden Geister des Antisemitenthums und ich habe Anspruch daraus, nun doch schon einer gewissen Abhärtung zu begegnen. Also keine Ziererei und nicht diese beleidigende Miene der Berständnißlosigkeit: es ist das Werk der Juden, daß der katholische Prälat Schmolk zum Landmarschall ernannt worden ist! Zwar — welche Connivenz dem herrschenden Judenthum gegenüber, das diesen hohen Würdenträger der katholischen Kirche durchgesetzt hat! — persönlich hätte der Abgeordnete Schneider auch gegen diesen Landmarschall nichts cinzuweuden, wenn ihn nur nicht die Juden hinaufgebracht hätten und schließlich wäre ihm Prinz Liechtenstein doch noch lieber gewesen. Es ist ausrichtig zu bedauern, daß das die Juden nicht früher gewußt haben. Vielleicht hätten sie sich dann doch nicht gar so hitzig für den Herrn Prälaten eingesetzt. Das stärkste Stück jüdischer Bosheit kommt aber erst noch — das dritte welthistorische Ereigniß. Papstwahl. Unsere Diplomatie ist da vollends unterlegen, behauptet der Abgeordnete Schneider. Warum? Hat sie einen Candidaten empfohlen und ist der unterlegen, oder hat sie ihr Veto eingelegt, und ist dieses unbeachtet geblieben? Ach nein, darum handelt es sich nicht, konnte es. sich gar nicht handeln. Die Sache liegt ganz anders. Man muß sich erst ein wenig an die Schneider'sche Gedankenfolge gewöhnen, trachten, sich in sie' einzuleben. Unsere Diplomatie ist unterlegen — dem jüdischen Einflüsse! Cardinal Rampolla hat sich zwar eingestandenermaßen um die christlichsociale Partei niemals sonderlich gekümmert, „er stand mit uns auch nicht in Berührung", bekennt der Abgeordnete Schneider freimüthig, aber er wäre doch der Mann nach seinem Herzen gewesen. Aber die Juden wollten nicht. „Er mußte fallen, weil es einige polnische Juden nicht erlaubten, daß er Papst werde." Das ist nun allerdings eine bemerkenswerthe welthistorische Thatsache. Bei ein paar polnischen Juden liegt die Entscheidung über die Wahl des Oberhauptes der katholischen Christenheit. Vielleicht ist da ein billiger Ausgleich zu schließen. Wenn es nur ein paar polnische Juden sind, so wird sich mit ihnen reden lasten. Man wird sic dahin bringen, ihren Einfluß bei den Papstwahlen nicht mehr geltend zu machen. Schließlich ist das ja wirklich eine Sache, die sie recht wenig angeht, und der Abgeordnete Schneider weist mit Recht daraus hin, daß weder er, noch das Cardinalscollegium in Rom sich hineinmischt, wenn die paar polnischen Juden sich einen Rabbiner oder Oberrabbiner wählen. Das sollten doch die paar übermächtigen polnischen Juden einsehen und nicht Mißbrauch treiben mit ihrer Gewalt, die Geschicke der Menschheit des ganzen Erdballs nach ihrem Willen zu lenken. Im Uebrigen — alle Achtung vor den paar polnischen Juden, die es so weit gebracht haben. Wir hatten das bisher nicht gewußt. Das also wären die Vorwürfe, die der Abgeordnete Schneider den Juden zu machen hat. Den bisher angeführten bedeutsamen historischMTHatsachen haben wir noch eine vierte anzureihen, das ist die zeitgeschichtlich denkwürdige Thatsache dieser Rede eines Volksvertreters vor dem Publicum eines europäischen, modernen Culturcentrums. Der Abgeordnete Schneider hat von der Freiheit und noch in Freiheit gesprochen, und sein Auditorium hat ihn: stürmischen Beifall gezollt. Diese culturgeschichtliche Thatsache — und mag sich der Abgeordnete Schneider noch so sehr geschmeichelt fühlen darüber — steht an Bedeutung den von ihn: citirten nicht nach. Auch sie bildet ein Document und spricht Bände. Sie wirft ein Problem der Gesellschaftspsychologie auf, mit dem eine künftige Zeit nur schwer fertig werden wird. Wir, d e wir derlei miterleben, die luir die Zusammenhänge sehen, die Entwicklung verfolgen können, wir sehen Manches unverwundert, was örtlich und zeitlich Fernerstehenden ein unlösbares Räthsel bleiben muß. Wir machen die Erfahrungen am eigenen Leibe und uns leuchtet ein, was ansonsten unverständlich ist. Nicht Vernunft und nicht Redlichkeit schafft den Erfolg, sondern die vcrsatile Geschicklichkeit des Eingehens auf die Instinkte der Menge. Die Völkerpsychologie liefert die Beispiele zu Haus, daß noch niemals eine Lehre ruchlos und absurd genug gewesen ist, um nicht doch begeisterte Anhänger in Schaaren zu finden, nie groß und erhaben genug, um nicht mit leidenschaftlichem Grimm verfolgt zu werden. Der pathologischen Verfassung des Redners kommt die pathologische Disposition der Menge entgegen. Der Abgeordnete Schneider hätte auch noch ganz anders reden können, und seine Leute hätten ihn doch umjubelt, und er wird auch noch anders reden, und sie werden ihm zujubeln, bis das unvermeidliche Ende eintritt. Und selbst da ist es noch fraglich, ob die Ernüchterung einkehren wird bei der Menge. Es wird sich ein Anderer finden, der den verworrenen Faden aufnimmt. Auch Andere werden ihr Glück machen; das Mittel ist sicher,. Purscht, Bielohlawek, Gregorig, Schneider — m ff. w. u. s. w. — - Whig. Der Kaiser von Oesterreich und der Kaiser von Deutschland gehorchen galizischm Juden. Von anderer Seite wird uns zu dem beregten Gegenstände geschrieben: Der Papst wird bekanntlich von den Cardinälen der katholischen Kirche gewühlt, die während der Wahl (Conclave) von der Oeffentlichkeit streng abgeschieden werden. Wie weiter bekannt, hat der Kaiser von Oesterreich durch den Cardinal Puzyna gegen die Erwählung des Cardinals Rampolla — des österreichfeindlichen Staatssekretärs des verstorbenen Papstes — Einspruch erhoben (das ist jenes Veto, worüber in den Delegationen geredet wurde), welchen Einspruch das heilige Collegium berücksichtigte und Sarto wählte, der als Papst Pius X. das Oberhaupt der katholischen Kirche ist. Die Bemerkungen des. Abgeordneten Ernst Schneider, die er unlängst in einer Wählerversammlung in Rudolfsheim in dieser Angelegenheit vorbrachte, besitzen historischen Werth zur Naturgeschichte des Judenhasses und müssen wörtlich ausbewahrt bleiben. Nach dem Bericht der „Deutschen Zeitung", sagte der christliche Abgeordnete — er ist als Delegirter auch Mitglied des Budgetausschusses — Folgendes: „Auf die Vetofrage übergehend erklärte ich, daß darüber ein offenes Wort gesprochen werden muß und noch gesprochen werden wird. Es gehe nicht an, darüber ganz einfach hinwegzugehen. Zu meinem großen Erstaunen ist da aus Nom ein Brief gekommen, in dem gesagt wird, daß wir uns um die Vetofrage ganz einfach nicht bekümmern sollen. Ich bin einer anderen Ansicht und stehe r>uf einem anderen Standpunkt. In dieser Angelegenhett handelt cs sich nicht um den Cardinal Sarto oder den Cardinal Rampolla, sondern um die jüdischen Einmischungen und Einflüsse, die den Einspruch Oesterreichs bei der letzten Papstwahl zustande gebracht haben. Es wird sich noch wohl Jedermann gut erinnern können, wie es gelegentlich der Vorbereitungen zur Papstwahl in den liberalen Blättern zuging. Von den Katholiken hat sich Niemand hineingemischt, nur das Judenthnm allein wollte bestimmen, wer unser Papst sein soll . . . Cardinal Rampolla war nie in Wien, er stand mit uns auch nicht in Berührung, es hat sich uns also nicht speciell um diesen Mann gehandelt; aber das Judenthum war diesem hellsehenden, die Verhältnisse richtig erfassenden Kopfe feind und deswegen mußte er

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