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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1903-12-11 · 50 (11.12.1903) · page 14

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
20 (1903)
Issue
50 (11.12.1903)
Date
1903-12-11
Page
– (sequence 14)
Language
German
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Seite 808 jdr. JSiocD's Mlocvenscdrur. 9ir. 80 insbesondere für ihre erwachsenen Söhne und Töchter zu kaufen. Der Zauber der Erinnerung, der aus diesen Bildern aus dem jüdischen Familienleben vor uns älteren Leuten aufsteigt, uns das Herz erwärmt und das Auge feuchtet, ruft uns die heiligen Worte zu: „Und Du sollst Deinen Kindern davon reden!" Wahrlich unsere heranblühende und erwachsene Jugend ist noch begeisterungssähig, und an uns Eltern und Erziehern ist es, ihr gesunde geistige Kost zuzusühren. Und diese bietet Ulrich Frank in ihren ausgezeichneten Erzählungen. In ganz vorzüglicher Weise versteht sie das moderne Judenthum mit dem älteren, der Bergangenheit angehörenden eigenartig reizvoll zu verschmelzen. In der Erzählung: „Beim Patriarchen" zeigt sie uns, daß die wahre, echte jüdische Liebe, der stark ausgeprägte Familiensinn, das Gefühl der Zusammengehörigkeit Gegensätze auszuglcichca vermögen. Die tiefe Tragik der zweiten Erzählung : „Die Tobten", das Ringen, Kämpfen und Unterliegen einer verzweifelnden, irrenden jungen Menschcnsccle in dem friedlichen Eiland einer längst versunkenen Welt, inmitten des Getriebes der mächtig emporblühendeu Großstadt erschüttert den Leser bis ins Innerste! In der festen Zuversicht, daß diese neue Folge künstlerisch vollendeter Erzählungen sich aller Orten gleich ihren Vorgängerinnen zahlreiche Freunde erwerben wird, beglückwünschen wir die verehrte Verfasserin zu diesem schönen Erfolge! Breslau. Regina 9teißer. Neue Bücher. De. M. Altschüler. Vierteljahre s s ch r i f t für Bibelkunde. T a l in u d i s ch e und p a 1 r i st i s ch c Studien unter Mitwirkung von zahlreichen naurhaften jüdischen und christlichen Gelehrten. 1. Jahrgang. Inhalt des j. Heftes (Juni 1903): Hubert Grimme, (Freiburg i. Sch.): Gedanken über hebräische Metrik. Aug. Wünsche, (Dresden): Der dem Mineralreiche entlehnte Bilderschmuck in den poetischen Büchern des Alten Testaments. S. Krauß, (Budapest): Eine alte Erklärung zu Sacharia 12,10. W. Soll au, (Zabern i. E.): Zum I. Capitel des Evangeliums deS Lukas. G. R. S. M e a d, (London): Einige Bemerkungen über die Gnostiker. W. So ll au, (Zabern i. E.): Der lukanische Auferstehungsbericht. Aug. W ü n s ch e, (Dresden): Der Prophet Hosea in der haggadifchen Auslegung des Jalkut Schimeoni. B. Jacob, (Göttingen): „Im Namen Gottes". Eine sprachliche und religionsgeschichtliche Untersuchung über cv und ovojxa im Alten und Neuen Testament i. Bibliographische Notizen. Inhalt des II. Heftes (October 1903): W. Soltau, (Zabern i. E.): Protomatthäus oder zur Entstehungsgeschichte des I. Evangeliums. B. Jacob, (Göttiugen): „Im Namen Gottes" Eine sprachliche und religionsgeschichtliche Untersuchung über er und ovo\xa im Alten und Neuen Testament II. Aug. Wünsche (Dresden): Der Auferstehuugsglaube und seine Beweiserbringung im Neuen Testamente, im Talmud und bei den vor- und nachnicäischen Kirchenlehrern. August Wünsche, (Dresden): Der Prophet Jona in der agadischen Deutung des Jalkut Schimeoni. Anhang. August Wünsche (Dresden): Der Prophet Micha in der agadischen Deutung des Jalkut Schimeoni I. Miscellen: W. Soltau: Die Herkunft der Reden in der Apostelgeschichte. B. Stade (Gießen): Der Mythus vom Paradies und andere. 1.—XI:. Recensioncn. Verlag van S. Calvary & Co., Berlin NW. 7. Dr. Phil. Jakob Kramer. Das Problem des Wunders im Zusammenhang mit dem der Providenz bei den jüdischen Religionsphilosophen des Mittelalters von Saadia bis Maimüni. Jos. Singer, Buchhandlung in Straßbur g i. E. Dr. Adolf Weiß, k. k. Professor. Die Biblische Geschichte nach den Worten der Heiligen Schrift. Für die israelitische Jugend bearbeitet. Erster Theil. Bon der Erschaffung der Welt bis zum Tode Moses. (Mit dem Erlasse des hohen k. k. Ministeriums für Cultus und Unterricht vom 1. Juni 1903, Z. 14602, für den israelitischen Religionsunterricht an Mittelschulen zugelassen.) Preis geheftet 2 K 20 li, gebunden 2 K 40 li. Im k. k. Schulbücher-Verlagc, Wien 1903. Georg Holpern, Doctor der Staatswirthschaft. D i e jüdischen Arbeiter in London. Mk. 1.50.1. G. Cotta'sche Buchhandlung Nchf. Stuttgart und Berlin 1903. Kriefkasten. K. Die Erzählung des „Deutschen Volksblattes" über das angebliche Treiben „jüdischer Anarchisten" trägt die Marke der Verlogenheit an der Stirne. Eine Anarchisten-Versammlung mit gedruckter Emladnng und zu der man sich doch den Zutritt ergaunern muß — das ist eine schlechte, talentlose Erfindung. Talentlos ist auch der Bericht über die Verhandlungen selbst erfunden. Natürlich gibt es jüdische Nihilisten. Die russische Negierung hat sich Mühe genug gegeben, sie zu züchten. Der Erfolg war gleichwohl im Verhältniß zur aufgewendeten Mühe kläglich gering. Beweis: Plehwe lebt. Pobedonoszew lebt; jener ist niemals angefochteu, dieser nur von dem eigenen nihitistlscheu Steffen mit dem Dolch bedroht worben. F. Ueber die Wirkungen des russischen Antisemitismus liegen genaue Daten vor. Schon ehe die Maigesetze amtlich veröffentlicht waren, ersah man aus dem Pässeregister, daß die antisemitische Bewegung 67.9.0 Juden aus dem Lande getrieben hatte, die schätzungsrvelse 13 Millionen Rubel uutgenommeu hatten und mindestens eine Abnahme der Handelsbllanz von 60 Millionen Rubel verursachten. Gegen Ende des Jahres 1862 berechnete man, daß die antisemitische Agit.tion Rußland ebensoviel wie der ganze türkische Krieg vom Jahre 1v77 gekostet hatte. Dafür hat aber Rußland die Anerkennung Geßmaun's und die Liebe Verganew's erworben. L. Es ist zweifellos die Meldung richtig, daß über die Gerichtsprocedur zwischen dem Jnstizminister Murawiew und dem Minister des Innern v. Plehwe eine tiefgehende Meinungs-Verschiedenheit herrscht, daß Ersterer volle, schonungslose Klarstellung forderte und mir widerstrebend in den Ansschluß der Oeffentlichkeit und in die Beschräiiknna der Anklage auf die zur Verantwortung Gezogenen gewilligt hat. Rundfrage. Wo ist ein Exemplar des Buches „Be Ui-EI-, herausgegeben von Ignaz Reich, Pest. 1v67, erhältlich? Josef Flesch, Wien, II., Praterstraße 15 S. G., X/3. Der Chef der betreffenden Firma ist Steuerträger der israelitrschen Cultusgemeinde und Mitglied verschiedener Wohlthätigkertsvereine. ,,Sturmgeselle Sokrates" in T. B. Genug von dieser Materie. „O. Ch. D." Ein solcher Verein existirt unseres Wissens nicht. H. Sp. in B. Gehört in ein pädagogisches Fachblatt. kurz, sahöner Ton, sofort zu verkaufeu. VI., (lumpeudoiferstr. 99, I. St., Th. 14. Steiner. Ignaz Baum'sche Armen-Stiftung. Der Vorstand der israelitischen Cultusgemeinde Wien bringt hiemit zur Kenntnitz, daß am 20. Februar 1904 aus den Jahreszinsen der Ignaz Banm'scheu Armen-Stiftung zehn Plätze im Betrage von je 4a Krone» an arme Personen jüdischer Religion zur Verleihung gelangen. Be: der Verleihung der Stiftung wird vor Allem auf Verwandte des Herrn Ignaz Baum von väterlicher oder mütterlicher Seite, sodann auf diejenigen, welche zwar in Wien wohnhaft, aber alis der Vaterstadt des Stifters B i e l i tz gebürtig sind, endlich auf verheiratete mit zahlreichen Kindern gesegnete Bewerber Rücksicht genommen. Tie mit einem Armuthszeugmsse und Geburtsscheine belegten Gesuche sind im Einreichungsprotokolle der israelitischen Cultusgemeinde Wien (I., Seitenstettengaffe 4, I. Stock), woselbst auch Gesuchsblanquette während der Amrsstunden zwischen 9 und 12 Uhr Vormittags unentgeltlich ausgefolgt werden, bis längstens 31. December1963 zu überreichen. Auf nicht gehörig belegte oder verspätet überreichte Gesuche wird keine Rücksicht genommen. Israelitische Cultusgemeinde Wien. Aus den Erträgnissen der von dem am 14. September 1887 in Wien verstorbenen Herrn Heinrich Stern errichteten Heiratsausstattungsstiftung gelangt ein Platz im Betrage von Kronen 265.— an ein armes, braves, jüdisches Mädchen — vorzugsweise an ein solches, welches mit dem Stifter verwandt ist — zur Verleihung. Die mit dem Geburts-, Armurhs- und Sittenzeugnisse, sowie mit der Bestätigung über die erfolgte Verlobung, eventuell dem Nachweise über die Verwandtschaft mit dem Stifter belegten Gesuche sind bis 3 t. December 1963 im Einreichungsprotokolle der israelitischen Cultusgemeinde Wien (I., Seiteustettcngasse 4,1. Stock) zu überreichen und werden dortselbst Gesuchsblanquette unentgeltlich verabfolgt. Auszüge aus den Geburts-, Trauungs- und Sterbematriken der israelitischen Cultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich, sondern genügt die genaue Angabe der betreffenden Daten. Verspätet überreichte oder nicht entsprechend belegte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Der Vorstand der israelitischen Culiusgemeii.de Wien.

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