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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1903-11-13 · 46 (13.11.1903) · page 17

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
20 (1903)
Issue
46 (13.11.1903)
Date
1903-11-13
Page
– (sequence 17)
Language
German
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Nr. 46 Dr Dlocb's Mocbenscbrttt. Seite 739 Die guten Richter. In Mainz amtirte als Richter in sogenannten Bagatellsachen ein jovialer alter Herr, dessen richterliche Entscheidungen eines gewissen Humors nicht entbehrten. Eines Tages — es war der erste Tag des Laubhüttenfestes — erschien in der Amtsstube des Richters ein biederer Schreinermeister mit der Beschwerde, sein nächster Nachbar, der jüdische Schlossermeister Sch., habe in seinem Hofe eine Laubhütte errichtet, in »velcher den ganzen Tag gesungen und gelärmt werde; das sei für ihn und seine Familie äußerst störend. Er bittet also de» Richter, die Entfernung der Laubhütte zu verfügen. Auf Anordnung des Richters hatten die Parteien am nächsten Tage vor Gericht zu erfcheiuen. Der Richier machte dem Schlofsermeister in kräftigen Worten klar, daß es nicht gestattet sei, die Ruhe und den Frieden der Nachbarschaft zu stören und — so schloß er seine Philippika im reinsten Mainzer Deutsch: „Machen See bische langsam und heue' in acht Tag muß die Lanbhün vom Erdboddem verschwände sei!" Aufruf. Das seit 55 Jahren hier bestehende Bethaus ist in einem Local untergebracht und wurde nunmehr vom Besitzer des Hauses gekündigt. Alle Bemühungen, ein anderes Local zu finden, waren fruchtlos. Infolge dessen müßte der Minjanverein, der den Zweck hat, allen jüdischen Familien von Wilhelmsburg und Umgebung die Abhaltung des Gottesdienstes zu ermöglichen, seine Thätigkeit einstellen. Um dies zu verhindern, hat das gefertigte Comite es unternommen, ein kleines bescheidenes Bethaus zu erbauen. Die Mittel, welche das Comitß von den Mitgliedern zur Verfügung erhielt, sind jedoch zu klein, um dieses Gott dienende Werk zu verwirklichen. Wir stellen an edle Glaubensgenossen die ergebene Bitte, uns durch Zuwendung eines Geldbetrages zur Errichtung des Gotteshauses behilflich zu sein und bitten ferner, gütige Spenden an den Unterzeichneten Verein zu senden. Für eine selbst die kleinste Spende wird das gefertigte Comiw. sowie sämmtliche Mitglieder dem edlen Spender stets dankbar sein. M l n j a n - V e r e i ii W i l h e t m s b u r g, N.-O e st. Heinrich Spitz, Ignaz W e l l i s ch, Leopold F r i s ch in a n u, Leon Bache r, Sigmund T i ch l e r. Israelitische Cultnsgemeinde Wien. Z. 14651 ex .903. Es wird hiermit zur Keuntniß gebracht, daß ausschließlich die nachbenannten Verkaufsstellen für Koscherfleisch unter de: besonderen Aufsicht des Rabbinates der Eultusgemeinde stehen: Im 1. Bezirk, Ignaz Weinstein, Seitenstettengasse Re. 3; II. „ % Axelrad. Krummbaumgasse Nr. 2; „ „ Alexander Fuchs, Untere Angartenstraße 7; I. Reiß, Leopoldsgasse Nr. 31; Johann Fleischhacker, Schönbrunnerstraße Nr. 15 Ernst Fnchs, Sechshauserstraße Nr. 35; Heinrich Kohn, Ottakringerstraße Nr. 86; Anna Willner vorm. Weiß, Grundsteingasse 12; Franz Swadosch, Hofferplatz 10; Adalbert Wilhlem, Osterleiteiigasse 2; \ X. Elo Kalter. Jägerstraße Nr. 22; „ .. ., Ch. Sch. Nussenbaum, Jägerstraße 5. Ltnr für die hier genannten Verkaufsstellen übernimmt dar- Rabbinat die Verantwortlichkeit in Betreff des Kafchrns. Wien, im November 1903. Der Vorstand der israelitischen Cultnsgemeinde. V. XIV. XVII. ..XIX. Ignaz Blummfeld sche Widmung für Künstler. i)u° Vorstand der israelitischen Eultusgemeinde Wien verlautbart lficmit, daß aus den Erträgnissen der genannten Widmung für die Jahre 1904/5 ein Stipendium im Gesammtbetrage von K 1980.— abzüglich der auflaufenden Spesen an einen der Musik sich widmenden israelitischen Jüngling zur Verleibnug gelangen wird. Die Bewerber haben den Nachweis über ihre Anlagen und Leistungen durch Beibringung von Zeugnissen oder durch Vorlage eigener L e i st n n g e n zu liefern. Die mit derartigen Nachweisen, sowie mit den Geburts¬ und Z u st ä n d i g k e i t s d o c u m e n t e n und eventuell mir einem M i t t e l l o s i g k e i t s z e u g n i s s e belegten Gesuche sind längstens bis 31. Dcc mbev 190 > im Einreichungsprotokolle der israelitischen Enltnsgemernde Wien (I., Seitenstettengasse 4, I. Stock), woselbst auch G snchsblanqnette unentgeltlich erfolgt werden, während der Amtsstilildeii Zwischen 9 und!2 Uhr Vormittags zu überreichen. U ii t e r b e n Bewerber n genießen österreichischungarische Staatsbürger den Vorzug. Auszüge aus den Ge' urts-, Tranungs- und Sterbematriken der israelitischen Cnltusgemcinde Wien sind als Gesuchsbelege nickt erforderlich, sondern genügt die gena ü e Angabe der betreffenden Daten. Nicht entsprechend belegte oder verspätet überreichte Gesuche finden keinerlei Berücksichtigung. Samuel Süßermann fche Stiftung für die Beförderung des Studiums der Bibel und des Talmuds. Es wird hiemit zur Kenntniß gebracht, daß zwei Stiftplätze der obengenannten Stiftung im Betrage von j e K 200.— an Schüler einer hiesigen Mittelschule, welche sich beim Unterrichte in d e r B i b e l und im Talmud durch F l e i ß u n d besondere Erfolge h e r v o r l h n n, ans die Dauer der Mittelschnlstudic« zu verleihen sind. Unter den Bewerbern um diese Stipendien haben jene Mittelschulbesucher, welche aus der Talmud- Thora-Vereinsschule in die Mittelschule übergetreten sind, bei übrigens gleichen Umständen den Vorzug. In dem Gesuche ist allzugeben, ob der Bewerber in dem Genüsse eines Stipendiums steht, eventuell wie hoch sich der Betrag dieses Bezuges beläuft. Tie diesfälligen Gesuche mit den nöthigen Zeugnissen sind im Einreichungsprotokolle der israelitischen Eultusgemeinde, 1, Seitensteltengasse 4, 1. Stock, woselbst Gesuchsblanquette während der Amtsstunden von 9—12 Uhr Vormittags unentgeltlich behoben werden können, bis längstens 30. November 1903 zu überreichen. Auszüge ans der Geburts-, Trauungsimd Sterbematrik der israelitischen Eultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich und genügt diegelunte A ngabe der beireffenden Daten. Verspätet überreichte ober nicht gehörig belegte Gesuche werden nicht berücksichtig!. Eitel Goldfchmidt'sche Fromme Stiftung (Stipendien für Techniker des Baufaches). Ü' Vorstande der israelitischen Eultusgemeinde Wien wird hiemit ix.. .Abart, daß für das laufende Jahr aus der obgeliannieli Stiftung zwei Stipendien ä K 800 an der israelitischen Evnesfton angchörige Techniker des Baufaches, welche ihre Studien a ii der k. k. t e ch n i s ch e n H o ch s ch u l e i n W i e n m i t A n s- Zeichnung a b s o t v i r t haben, z >, m Zwecke der höheren : ech ni schen Ausbildung an einer vorzüglichen, a n sn> ä r t i g e n F a ch a n st a l t oder als Reis e-S t i p e n d i c n zur Verleihung gelangen werden. Der Stlpendienbetrag gelangt a n jenem Orte im A ns l a n d e zur A u sz a h l u n g,' wobin sich der Stivendist zu dem angedeisteten Znecke begeben wird. Bewerber um dieses Stipendium haben ihre mit dem Geburtsschein, bei» Mittellosigkeitszeugnisse und den Nachweisen ihrer erfolgreichen LUidirn belegten Gesuche bis 3 . November 1903 im Einreichungsvrotokolle der israelitischen Eultusgemeinde Wien, woselbst auch ttzesuchsblangnette iinenrgeltlich zu beheben sind, während der Amtsstunden zwischen 9 und t2 Uhr Vormittags zn überreichen A iszi'me aus den Geburts-, Trainings- und Zlerbematriten der israeUl.scheu Cultnsgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich, sondern genügt die genaue Angabe der bezüglichen Daten. Nicht entsprechend belegte oder verspätet überreichte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Emanuel Pollaksche Stiftung zur * "sstattuug armer israelitischen Mädchen. Der Vorstand der israelitischen Cultnsgemeinde in Wien gi' l hiemit bekannt, daß aus oben genannter Stiftung die fünfjährigen Zinsen per K 550.— am 27. Februar I90i -uv Verle'hnng'gcleugrn werden. Unter den Bewerberinnen genießen einen Vorzug: a) in r st e r Reihe die mit dem Stifter, Herrn E in a n ll e l P o l l a k in d i r e c t e r Linie unbeschränkt und in der Seitenlinie bis zum vierten Grade verwandte Bewerberinnen, und in zweiter Reihe die mit der Gattin des Stifters Frau Fanny ge b. Wolf in obige in Grade v e r w a n b t e Petentinnen; b) Mädchen, welche sich durch wahrhafte Frömmigkeit au szeichnen; e) ganz elternlose Mädchen. Gesuche nur Verleihung dieser Stiftung, welche mit dem Nachweise der allfät 1 igen Verwandtschaft, der A r m n t h. o e s z u r ü ck g e l e g t e n 16. Lebensjahres. der M o r a l i l ä l, e v e >: t u e t l a u ch der Verwaisung zu belegen sind, sind bis 30. November 1903 rm Einreichungsorotokolle der israelitischen Cultnsgemeinde, I., Seitenstettengasse 4, 1. Stock, woselbst während der Amtsstunden von 9 bis 12 Uhr Vormittags Gesuchsblanguette nnentgelttich erhältlich sind, zu überreichen. Auszüge aus den Geburts-, Traii'mgs- und Sl.rbcmatrike» der iirael tischen Cultnsgemeinde sind als Gemchsbeitageu nicht erforderlich u;ib genügt d i e genaue A ngabe Der betreffen den Daten. Verspätet überreichte oder nicht gehörig belegte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Oberrabbinerin Fanny Güdemann-Stiftnng für Kranke weiblichen Geschlechtes. Der Vorstand der israelitischen Cultnsgemeinde in Wien bringt hiemit zur Kenntniß, daß aus den Zinsen der obigen Stiftung per L 70. - am Sterbetage der sel. Frau Fanny Güdemanu. d. i am 6. Schebat (23. Jänner 1904) ein oder zwei israelitische Kranke wetb-

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