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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1903-04-03 · 14 (3.4.1903) · page 14

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
20 (1903)
Issue
14 (3.4.1903)
Date
1903-04-03
Page
– (sequence 14)
Language
German
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Sette 286 Vr. Bloch's Wochenschrift. Nr. 14 De. D.Leimdörfer. Der Jhwh-Fund von Babel — in der Bibel. C. Boysen, Verlag. Hamburg, 1903. Viertes bis sechstes Tausend. Marie Kauders. Vollständiges israelitisches Kochbuch mit Berücksichtigung der Osterküche. Vierte bedeutend vermehrte und verbesserte Auflage. Verlag von I a k o b B. Brandeis, Prag und Breslau, 1903. S. P. Rabinowitsch. Rabbi Zacharias Frankl, sein Leben, seine Zeit, seine Schriften und seine Schule. Verlag des .Archiasaf" in Warschau. Kriefkaste«. F. Da Erew Peffach diesmal auf Sabbath fällt, so findet Bedikaß Chomez in der Nacht auf den 13. Nissan, also Donnerstag Abend, statt, und zwar ganz in gleicher Weise, wie sonst am Abend auf den 13. Nissan, ebenso wird vorher die Brochoh und nachher Kol Chamiro gesprochen. Die Bechorim (oder deren Väter während des Kindesalters der Bechorim) fasten Donnerstag, 12. Nissan. Von Chomezspeisen sollen für diesen Sabbath nur solche gekocht werden, die nicht zu sehr an den Töpfen ankteben, wegen der am Sabbath unzuläsfigen Reinigung derselben. Die dritte Sabbath-Mablzeit, Seudah Schelischith, soll eigentlich nach Mittagszeit stattfinden. An dem in Rede stehenden Sabbath darf selbstverständlich Chomez hierzu nicht verwendet werden; aber auch Mazzoh am Erew Peffach zu effen ist untersagt. Deshalb darf diese Mahlzeit nur aus Fleisch, Fischen, Früchten 2c. bestehen. In der ersten Sedernacht wird in diesem Jahre in der Haggadah öTDtn svi cnaan sv statt cnean jöi ötoth jö gesagt. R Ostern und Peffach fielen zusammen im Jahre 1609 auf den I. April 1805 „ „ 3. „ 1825 * „ 14. „ dann folgt 1903 mit dem 12. April. In den nächsten 300 Jahren wird Ostern mit Peffach auch wiederholt auf einen Tag fallen, und zwar: 1923 auf den 1. April 1927 „ „ 17. „ 1981 „ „ 19. „ 2123 2143 „ „ 31. März 2150 „ „ 12. April 2170 * „ 1. „ 2201 * „ 10. „ M. Der Emir von Afghanistan scheint ganz gefährlich zu sein, wenn er das Richteramt übernimmt, und die Strafen, die er dann verhängt, sind in der That für europäische Begriffe etwas erstaunlich. Vor einigen Tagen beschimpfte ein Fleischverkäufer in Kabul einen anderen Mann wegen seines Glaubens. Die Sache wurde dem Emir vorgetragen, der den Befehl gab, daß man den Miffethäter vor ein Geschütz binde und in Fetzen schieße» solle. Der Herrscher ließ darauf bekanntmachen, daß dies in Zukunft die Strafe für religiöse Unduldsamkeit sein werde. „StDdiOSDS“. Viele Egyptologen behaupten auf Grund von urzeitlichen Texten, daß die egyptische Religion ursprünglich monotheistisch gewesen und erst später entartet ist. Schiaparelli weist aus den Grabschristen von Gizeh, den ältesten, die wir kennen, nach, daß Dogma und Moral an Reinheit zunehmen, je höher man in das egyptische Alterthum hinaufsteigt. Texte aus der Zeit der Erbauung der Pyramiden bestätigen dies. Auf einem der ältesten der im Museum von Bulak aufbewahrten Papyri lesen wir folgende Hymne: „Der Eine und Einige, der alles erzeugt, Der Eine, der einzig ist, Und neben dem es keinen andern gibt, Er, der da ist vom Anfang, Das einzige Wesen im Himmel und auf Erden, Das nicht erschaffen worden. Der Eine, Eine, der allein in Wahrheit lebt, Der den Menschen schuf, Thiere Md nützliche Pflanzen, Der die Fische im Wasser nährt und die Vögel in der Luft Der die Jnsecten belebt, alle die da kriechen und fliegen. Der die Bitten erhört derer, die unterdrückt werden, Der sanftmüthig ist gegen die, welche ihn anrufen. Der den Schwachen befreit Ms der Hand des Gewaltthätigen, Der da richtet den Mächtigen wie den Elenden. Laffe die Erde thM nach Deinem Geheiß, Spender der Geschicke, Aman „tj!" Das klingt wie ein Psalm Davids. So betete man in Egypten vor fünstMsend Jahren. Und das Volk? Bekanntmachung. Es wird hiemit bekannt gegeben, daß ausschließlich die Mazzoth- Bäckerei des Adolf Schmiedl (Friedmann's Eidam), XX., Marchfeldgasse 21 (Verkaufslocal I., Salzgries 19), unter der besonderen Aufsicht des ehrwürdigen Rabbinats der hiesigen israelitischen Cultnsgemeinde steht. Wien, am 1. Marz 1903. Der Vorstand der Israel. Cultusgemeinde Wien. Wir ersuchen unsere geschätzten Abonnenten um reckltzeitige Einsendung der laufenden Abonnements gebühr, damit die Zusendung des Blatlrs keine Unterbrechung erleide. Zur Einsendung der Beträge wolle man die in voriger Nummer beigelrgien Posterlagscheine benützen. Die Administration der „Oeyerr. Morhenschrist? Ooneurs Lin geprüfter Rellgionslelirer für Mittel- und Volksschulen und geschulter GantOF, Schächter wird pro 1. September 1903 mit einem Fixum von jährlich 1000 Kronen, freie Wohnung und den üblichen Emolumenten aufgenommen. 0Korten mit Zeugnisabschriften und Photographie sind an den Vorstand des israeliti sehen Cultusvereines in Freiberg (Mähren) zu richten. Fr ei b erg, 15. März 1903. Für den Vorstand des Cultusvereines: 1308 Sigmund Moser. tf^ür ein distinguirtes, hübsches Fräulein, mit Baarvermögen von 5000 Kronen, eigenem Geschäfte und eingerichteter Wohnung wird passender Bewerber, nicht unter 40 Jahren, gesucht. Zuschriften unter „Ernstgemeint“ postlagernd IX., Porzellangasse. 1323 - hdb ■ Sliwowitz, Wacbboldcr mit NV2N- — Gebrannt unter Aufsicht des orthodoxen Rabbinates Grosswardein, zu haben per Liter Sliwowitz ü 2 Kronen 40 Heller — Wachtiold&r ä2 Kronen GO Heller bei ISIDOR KRAUSZ Spirituosenschank, Wien, il/2, Fugbachgesse Nr. 2. v^y. Junger Mann, Waise, bittet, hei einer Familie den Seder-Abend beiwohnen zu können. Gefällige Zuschriften unter „Dornen-Mfege“ II., Stefaniestrasse, postlagernd. Tüj: Weine Tr: von 40 Kreuzer aufwärts, sowie Sliwowitz, Boroviczka, Cognac, Laureol, alles r ■■■■ nea bv 1 - unter Aufsicht Sr. Ehrwürdigen Herrn S. Fürst, Rabbiner der Schiff-Schul, zu haben, von 5 Liter aufwärts franco ins Haus, von MARKUS FISCHMANN, Sohn des sei. Rabbiners F. Fischmann aus Pressburg, II., Grosse Sohiffg. 8.

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