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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1903-02-13 · 7 (13.2.1903) · page 12

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
20 (1903)
Issue
7 (13.2.1903)
Date
1903-02-13
Page
– (sequence 12)
Language
German
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Seite 108 Nr 7 Dr. Bloch's Wochenschrift. rabbiners Dr. Güdemann erwähnt. Gratulirt haben ferner noch Minister Jermoloff und der Statthalter des Gouvernements St. Petersburg, KlägelS. Am Abend beschloß ein Familiendiner und hierauf ein Concert im Hause des Gefeierten, zu welchem hervorragende Vertteter der Generalität und der obersten Hofämter sowie der obersten Gesellschaftskreise erschienen waren, die Jedem unvergeßlichen Festtage. Dr. A. K a p r a l i k. Vermischtes. Kranzablösungsspenden zu Gunsten der Chewra-Kadischa in Wien I.» Seiteustettengasse 4 füt Nrme kranke Glaubensgenossen. Anläßlich des Ablebens des selig. Herrn Leopold Stern: Bön Herrn Julius Stern. I., Kohlmessergasse 5, X 30.—, von Herrn August Max Stern, I., Kohlmeffergaffe 5, K 36.—, von Herrn Dr. Joses Stern, L, Kohlmessergaffe 5, K 20.—, von Herrn Doctor Jeremeo Stern. L, Kohlmeffergaffe 5, K 20.—, von Herrn Hermann Freystadl, l., Zelinkagaffe 14, X 20.—; zusammen X 120.—. Anläßlich Ses Gtabbesuches von R, W. S. X 8.-. Anläßlich des Ablebens des selig. Herrn Ascher Sabetey: Von Frau A. Sabetey, I., Elisabethstraße 15, und von Herrn Director Wild K 10.—. Anläßlich des Ablebens des selig. Herrn Max L ö w y: Von Herrn Ferdinand Popper, EL, Schöllerhof, X5.-. Anläßlich des Ablebens des selig. Herrn Dr. Joachim Fluß: Von dem Verein der Kassenärzte Wien's, VIEL, Skodagaffe 6, X 10.—, von Herrn Dr. Theodor Schiffmann, VIII., Skodagaffe 6, K 10.—; zusammen X 20.—. Anläßlich des Ablebens des selig. Herrn Julius F e k e t e : Von Herrn Julius Markstein X 10.—, von Herrn Eduard Weigl X 10—, von Herrn Franz Frankl, V, Schönbrunnerstr. )25, K 10.—; zusammen K 30.—. Anläßlich des Ablebens des sel. Herrn Dr. Gustav Trebitsch: Frau Charlotte Schur, Nachod, X 30. — . Anläßlich des Ablebens des sel. Herrn David Schwarzmann: Frau Ernestine Schwarzmann, I., Schottenring 35, X 50.—, Herren Heinrich und Ludwig Schwarzmann, I., Hotel de France, X10.—, Moritz und Siegftied Schwarzmann, II., Hotel Continental, X10.—, Isidor und Norbert Schwarzmann, I., Schottenring 35, X 10.—, Victor Tiring, IL, Praterstraße 11, X 10.—, Heinrich Lothringer, 1-, Doblhofgasse 3, X 10.—, Wilhelm Popper, IL, Ob. Donaustr. 33, X 10.—, Dr. Ferdinand Alt, I., Schwarzspanierstraße 11, X 10.—, B. Rothziegel, I., Rudolfsplatz 5, K 10.—, Dr. Jacob Ornstein, XI., Hauptstraße 94, X 10.-, Frau Therese Ornstein, I., Rothenthurmstraße 2. X 10, Karoline Fingel, I., Schottenring 35, X 4.—; zusammen X 154.—. Wien. (Probepredigten im Leopold st ädter und Stadt-Temp el.) Herr Rabbiner Dr. M. E. Proßnitz aus M.-Auffee hält Freitag den 13. Februar d. I. bei dem Abendgottesdienste, der um 5 Uhr 30 Minuten Abends beginnt, im Leopoldstädter Tempel, Tempelgaffe, die Predigt und am Samstag den 14. d. M. bei dem um 3 Uhr Nachmittags stattfindenden Jugendgottesdienste im Stadttempel, I., Seitenstettengaffe die Exhörte vor den Mittelschülern. Nächste Woche hält Herr Rabbiner Dr. M. R o s e n m a n n aus Floridsdorf im Leopoldstädter Tempel am Freitag den 20. Februar d. I. beim Abendgottesdienste, der um 5 Uhr 30 Minuten beginnt, die Predigt und am Samstag den 21. d. M. im Stadttempel bei dem um 3 Uhr Nackmittags stattfindenden Gottesdienste für Mittelschulschüler die Exhorte. Wie«. (Verein für jüdische Geschichte und Literatur.) Sonntag den 1. Februar referirte Herr Ortsschulrath M. Antschcrl über „Raschi". Er entwarf in meisterhafter Weise ein Lebensbild Raschi's und seiner segensreichen Thätigkett, wobei er auch nicht unterließ, seiner beiden großen Enkel, des Raschbam und des Rabenu Tam sowie seiner hervorragendsten Schüler zu gedenken. Während der ganzen Dauer des Vortrags folgte das Auditorium den spannenden Ausführungen mit ungetbeilter Aufmerksamkeit und lohnte sie mit reichem Beifalle. — Sonntag den 15. Februar spricht Herr Wolf Pappenheim über „Samson Raphael Hirsche. Ort: Festsaal des .Jüdischen Volksvereinll., Leopoldsgaffe Nr. 49. Beginn 3/£ Uhr Abends. Gäste willkommen. Wien. (Trauung.) Sonntag den 15. Februar l. I. um halb 3 Uhr Nackmittags findet im israelitischen Tempel, ll.. Tempelgaffe, die Trauung des Fräulein Fritzi Ellbogen, Tochter des Herrn Gemeinderathes Moriz Eltbogen, mit dem Hof- und Gerichtsadvocaten Herrn Dr. Max Jacob'sohn statt. Wie«. (K r a n k e n-, W i t w e nu n d Waise n-U nterstützungsverein „Chesed schel emes“,) Der von diesem vorzüglich geleiteten Vereine vor kurzer Zeit creirte Witwen- und Waisenfond hat bereits seine segensreiche Thätigkeit entfaltet, denn derselbe hat innerhalb dieser kurzen Zeit in Sterbefällen an die Hinterbliebenen Waisen den Betrag von je 400 Kronen ausbezahlt. Es ist diese neue Institution eine nicht zu unterschätzende Wohlthat für die Hinterbliebenen, die sich in den meisten Fällen aus den ärmsten unserer armen Glaubensgenossen recrutiren, und ist es mit dem Betrage von 400 Kronen einer solchen armen Witwe möglich gemacht, sich und ihren Kindern eine bescheidene Existenz zu gründen. Zur Stärkung-dieses Witwen- und Waisenfondes veranstaltet der Verein am 13. April l. I im Deutschen Volkstheater eine interessante Matinee mit dem Sensationsstücke „Alexandra" von Richard Voß mit Fräulein Adele Sandrock in der Titelrolle, und ist es vorauszusetzen, daß dem Fonde durch diese Veranstaltung eine namhafte Summe zugeführt werden wird. Die Generalversammlung des Vereines „Chesed schel emes“ findet am 15. März l. I. statt. Wie». (Margarethener Kränzchen.) Dieses seit fast zwei Decennien alljährlich stattfindende und sich einer großen Beliebtheit erfreuende Elite-Kränzchen findet in diesem Jahre Fasching-Sam st ag den 21. Februar im Ronacher-Ballsaale statt. Dank den Bemühungen der Vorstandsdamen und der rastlosen Thätigkeit des jungen Damen- und Herren-Comit^s verspricht das Fest auch heuer ein überaus gelungenes zu werden und den humanitären Zwecken des „Jsr. Frauen - Wohlthätigkeitsvereines für Wieden und Margarethen" eine reichliche Einnahme zu bringen. Wien. (David Schwarzmann.) In dem Heimgang des Herrn David Schwarzmann beklagt die tiefgebeugte Witwe Frau Antoinette Schwarz mann den schmerzlichen Verlust eines zärtlichen, liebevollen Gatten, die wackere Kindesschaar einen hingebenden, aufopferungsvollen Vater, das Judenthum einen treuergebenen, gottessürchtigen Glaubensgenossen, die Gemeinde eines ihrer ehrenhaftesten und würdigsten Mitglieder, die Armen und Bedürftigen einen stillen, aber stets bereiten Wohlthäter, der überall, wo es galt, hilfreich beizustehen, Noth und Elend zu stillen, nicht allein das Decorums halber, sondern aus gutem Herzen und von ganzer Seele volle G rben spendete. Seinen Angestellten, Beamten wie Dienern, war er ein väterlicher Freund und Berather, die ohne Unterschied, der Confeffion bei Arbeits- und Dienstuntauglichkeit mit ausreichenden, eine behäbige Lebensweise sichernden lebenslänglichen Pensionen bedacht wurden, die auch den Witwen und Waisen derselben zufloffen. Von der Großherzigkeit des Verstorbenen gibt rühmliches Zeugniß, daß er seiner Vaterstadt Braila in Rumänien eine allen modernen Anforderungen entsprechende Schule erbaute, welche er alljährlich mit reichen Spenden bedachte. Um die heimische Kleiderconfections-Jndustrie, namentlich um den Exporthandel, hat sich Herr David Schwarzmann unvergängliche Verdienste erworben, denn er war es zu allererst, der den Kleiderexport nach dem Balkan, Rußland und dem Oriente im großen Style pflegte. Die glänzenden Geschäftserfolge, die ihm zur Seite standen, hatte er seinem unermüdlichen Fleiß, nie erlahmenden Pflichteifer, hauptsächlich aber seinem makellosen Charatter, seiner grundsätzlichen Ehrlichkeit und strengen Rechtlichkeit zu danken, Tugenden, in denen er in Geschäftskreisen als leuchtendes Vorbild, als nachahmenswerther Typus noch lange, lange gelten wird, die ihm ein ehrenvolles Gedenken sichern. Mit weitem Blicke begabt, von großen Gesichtspunkten ausgehend, verschmähte es der Dahingegangene, sich mit kleinlichen geschäftlichen Verrichtungen zu befassen, sein Augenmerk war vielmehr stets auf die oberste Leitung gerichtet, jedem seiner Beamten eine gewisse Selbstständigkeit und damit auch eine Verantwortung überlassend. Er betrachtete als Ausgabe des Kaufherrn. des Großindustriellen nicht die Zersplitterung, sondern die Sammlung, die Zusammenfassung der geistigen Kraft in der unverrückbaren Verfolgung eines Zieles: sein Unternehmen auf möglichste Höhe zu bringen und, was noch viel schwieriger, auf der Höhe auch zu erhalten. Auf die consequente Befolgung dieser Principien ist wohl der seltene Erfolg zurückzuführen, dessen er sich erfreuen durfte. Achtung. Ansehen, Schätzung, diese dem Bürger erstrebenswerthen Würden, hat David Schwarzmann zeitlebens in reichlichstem Maße genossen und auch verdient, sie sind ein theueres Vermächtniß, das er der gramersüllten Witwe, den tief trauernden Kindern zurückläßt. Sie werden sein Andenken nicht würdiger ehren können, als indem sie dieses Vermächtniß hoch halten, sein mühevoll aufgebautes Werk erhalten und weiterbauen, mit welchem er mit jeder Faser seines Herzens eng verwachsen war, das mit Recht seinen Stolz bildete. '

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