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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1903-01-30 · 5 (30.1.1903) · page 13

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
20 (1903)
Issue
5 (30.1.1903)
Date
1903-01-30
Page
– (sequence 13)
Language
German
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Nr. 5 Dr. Blmh's Wochrnschrifk. Sette 77 jener Stadt über. Später besuchte er Wilhelm Curtmann's Pädagogisches Seminar in Friedberg, Hessen, und nachdem er darauf auf der Universität Gießen sein Staats-Examen gemacht, erhielt er eine Anstellung als Rector einer Handelsschule. Im Jahre 1879 wurde er nach New-Iork berufen, wo er die von der „Society of Ethical Culture" ins Leben gerufene „Workingsman's School" organisirte, um dann die Leitung derselben zu übernehmen. Er war der erste Pädagoge, d:r hierzulande den Handfertigkeits-Unterricht in die Grammar- und Primar-Grade einführte. Elf Jahre lang wirkte Professor Bamberger auf jenem Posten, dann übersiedelte er nach Chicago, wo er an die Spitze der jüdischen Handfertigkeitsschule trat und bald eine überaus segensreiche Thätigkeit entfaltete. Auf jede nur mögliche Weise trat er für die arme jüdische Bevölkerung ein, die ihm außerordentlich viel zu verdanken hat. Er veröffentlichte eine ganze Reihe von pädagogischen und theologischen Abhandlungen und war mehrere Jahre Präsident der Jewish Sabbath School Teachers Association. Vermischtes. Wien. (O e st er r e i ch i s ch-J sraelitischeUnio n.) Donnerstag den 5. Februar d. I. wird Herr Sregmund Mayer den zweiten der von ihm angekündigten Vorträge über: „Die ökonomische Entstehung und Entwicklung der Wiener Judenfchaft" halten. Dieser zweite Tyeil führt den Titel: „Der „Reichthum" der Wiener Juden". Der Vortrag finder um halb 8 Uhr im Saale des „Hotel Central", II., Taborstraße 8, statt. Wien. Herr Rabbiner Dr. L. Lazarus aus Göding hä»t Freitag den 30. Jänner d. I. bei dem Äbendgottesdienste, der um 5 Uhr beginnt, im Leopoldstädter Tempel, Tempelgasse, die Predigt und am Samstag den 31. d. M. bei dem um 3 Uhr Nachmittags stattfindenden Jugendgottesdienste im Stadttempel, I., Seitenstettengaffe, die Exyorte vor den Mittelschülern. Nächste Woche hält Herr Rabbiner Dr. M. Lewin aus Malaczka im Leopoldstädter Tempel am Freitag den 6. Februar d. I. beim Abendgottesdienste, der um 5 Uhr 15 Minuten beginnt, die Predigt und am Samstag den 7. Februar d. I. im Stadttempel bei dem um 3 Uhr Nachmittags stattfindenden Gottesdienste für Mittelschüler die Exhorte. Kranzablösunqssvenden zu Gunsten der Chewra-Kadischa i» Wien I.» Seitenstettengaffe 4 für arme kranke Glaudensgenoffen. Anläßlich des Ablebens des sel. Herrn Ernst L i t t m a n n: Von Herrn Moritz Rothstein, II., Förstergasse 8, L 10'—. Anläßlich des Ablebens des sel. Herrn Berthold Winternitz: Von Herrn Julius Stern, I., Kohlmessergasse 5, L30'—, Herrn Hugo Winter, I., Eßlinggasse 16, K 20 —, Herrn Gottlieb Schnabel, I., Werderthorgasse 17, K 20'—, Herrn Hermann Robitschek, kaiserl. Rath, VI., Mariahilferstraße 37, L 20-—; zusammen K 90'—. Anläßlich des Ablebens des sel.Herrn Leopold Alexander: Von Herrn Hermann Kolisch, Nagy-Surany, K 10.—, Herrn N. Prager, IV., Gußhausstraße 3, K10.—, Herrn Dr. Dömeny, VII., Mariahilferstraße 62, L 10.—; zusammen K 30.—. Wien. Das der „Gesellschaft für Sammlung und Conservirung von Kunst- und historischen Denkmälern des Judenthums" unterstehende „Jüdische Museum", I., Krugerstraße 8, Mezzanin, ist nebst der gewöhnlichen Besuchszeit Samstag jeder Woche von 11—1 Uhr Mittags, ausnahmsweise Sonntag, 1. und Montag, 2. Februar d. I., von 3—6 Uhr Nachmittags zur freien Besichtigung geöffnet. Daselbst gelangen auch die zur Freiherrlich von Rothschild'schen Künstlerstiftung eingereichten und prämiirten Objecte der Bildhauer und Maler Richard H a d l, Hilda K o t a n y i, Heinrich Löwenthal, Josef Carl P o l l a k, Geza S a l z m a n n und Jacques Sternfeld zur Ausstellung und eventuell zum Verkaufe. Wien. Der k. k. n.-ö. Landesschulrath hat Herrn Dr. Heinrich P o l l a k, der vor drei Jahren vom hohen Ministerium für Cultus und Unterricht zum wirklichen Religionslehrer am Maximiliansgymnasium in Wien (IX. Bezirk) ernannt wurde, im Lehramte definitiv bestätigt und demselben den Titel: „K. k. Professor" zuerkannt. Wien. (Verlobung.) Fräulein Gisela Skutezky, Tochter des Herrn David Skutezky, Religionslehrer und Schriftsteller in Wien, hat sich mit Herrn Moritz Sachs, Cantor aus Ungarn, verlobt. Wien. (Verlobung.) Fräulein Olga Schefftel, Tochter des Großindustriellen Herrn kais. Rath N. Schefftel» hat sich mit Herrn Director Oscar Straßmann, Sohn des Herrn Adolf Straßmann, verlobt. Herr Adolf Straßmann, der seit 43 Jahren Prokurist der bekannten Glasfabrik S. Reich & Co. ist, genießt in weitesten Kreisen allgemeine Verehrung und find ihm aus Anlaß dieses freudigen Familienereigniffes vielfache Sympathiekundgebungen zugekommen. Wien. (Leichenbegängniß.) Am 21. d. M. wurde ein? fromme Glaubensgenoffin, Frau Katharina Lehrner, Mutter des Herrn Leopold Guttmann, Vorsteher des Tempelvereines im VIII. Bezirk, zu Grabe getragen. Zahlreiche distinguirte Trauergäste waren in der Centralhalle des israelitischen Friedhofes erschienen, um derselben das letzte Geleite zu geben. Herr Gemeinderabbiner Dr. Gelbhaus hielt eine Trauerrede, in der er der altjüdischen Frömmigkeit der Verblichenen rühmend gedachte. Die Rede machte auf die Zuhörer einen tiefen Eindruck. Herr Erster Cantor Blatt trug die Trauergesänge in ergreifender Weise vor. Wien. (Verein für jüdische Geschichte und Literatur.) Sonntag den 18. Jänner sprach Herr Hermann Berliner über „Juda und Sparta". Die Parallelen, die er in geistvoller Weise zog, sowie seine andere Ausführungen fanden den ungetheilten Beifall des distinguirten Publicums. — Sonntag den 1. Februar spricht Herr Ortsschulrath Religionsprofeffor M. Antscherl über „Raschi" (Ein Lebensbild). Ort: Festsaal des „Jüdischen Volksverein", II.» Leopoldsgaffe 49. Beginn %8 Uhr Abends. Gäste willkommen. Wien. Herr Dr. Isidor Reiniger, ein Enkel des hochsel. Rabbiners Reiniger von M.-Weißkirchen und ein Neffe des gleichnamigen hochsel. Rabbiners von St. Johann a. d. March, der seit einem Jahrzent zu Deutsch-Kreutz b. Oedenburg seine ärztliche Praxis ausübte, ist nach Wien, II., Große Schiffgaffe 5, übersiedelt, um nun hier zu prakticiren. Herr Dr. Isidor Reiniger war früher Secundararzt im k. k. Krankenhause Rudolfsstiftung. In Deutsch-Kreutz hat er sich sowohl durch seine große berufliche Tüchtigkeit wie durch große Menschenfreundlichkeit die Verehrung der jüdischen und christlichen Bevölkerung erworben. Bei seinem Abgänge erhielt er wahrhaft ergreifende Beweise der Verehrung und des Dankes für sein berufliches und menschenfreundliches Wirken. Herr Dr. Reiniger ist auch Mohel. Wien. Am 31. Jänner findet das Orgel-Concert des bekannten Orgel-Virtuosen S. Storch unter gefälliger Mitwirkung der Concertsängerin Fräulein Irma B u r i a n, der Pianistin Fraulein Selma Libowitz und des Professors Dr. Josef Günsbacher statt. Das Programm des hochinteressanten Concertes enthält Orgelwerke von Bach, Mendelssohn, Brahms Schumann, Bibel, und werden Fräulein Libowitz, Stücke von Chopin, Saint-Saens, und Fräulein Burian, vom Herrn Professor Dr. Günsbacher begleitet, eine Arie von Haydn, Lieder von Brahms, Löwe und einige neue Lieder von Fräulein Erna Jrnas, einer sehr begabten Componistin, zum Vortrage bringen. Karten sind zu haben in der Musikalienhandlung des Herrn Alexander Ross, Kärntnerring, und in der Clavier- und Orgelschule des Herrn S. Storch, II. Leopoldsgasse 27 a. Wien. Der Frauen-Wohlthätigkeits-Berein „Providentia" veranstaltet Freitag den 30. Jänner 1903 im Cursalon (Stadtpark) zum Besten des Bereinsfondes eine Akademie mit Tanz. Wien. (Lese- und Redehalle jüdischer Hochschüler, IX., Berggaffe 25.) Donnerstag den 5. Februar, halb 8 Uhr Abends, findet ein Vortrag von Schriftsteller Herrn Dr. Bernhard Tag über „Altneuland" statt. Gäste, auch Damen willkommen. Wien. (JsraelitischerMänner-Unterstützungsverein Brigittenau.) Die ziemlich gut besuchte Generalversammlung dieses Vereines fand am Dienstag Abend im Restaurant Gerber statt. Nach Verlesung des Rechenschaftsberichtes für das abgelaufene Jahr — circa K 1500 beträgt die Summe der Unterstützungen — hält Dr. H. Schreiber einen freien Vortrag über die verschiedene Art der Wohlthätigkeit, wie sie vom Staate, der bürgerlichen Gesellschaft und den Juden geübt wird; auch Dr. Kohn sprach über die Thätigkeit der einzelnen Brigittenauer Wohlthätigkeitsvereine, zugleich über den Plan, ein jüdisches Vereinshaus zu errichten, eine Volksküche zu gründen, und die Schwierigkeiten, die noch' zu überwinden sind. Nachdem noch verschiedene Anträge gestellt wurden, schritt man zur Neuwahl, die folgendes Resultat per acclamationem ergab. Es erschienen als gewählt die Herren: Ignaz Friedmann, Jac. Goldner, Bernh. Schick, D. Pollatschek, S. Bernkopf, PH. Weiß, Jg. Körner, Ad. Weiß, Sigm. Beckmann, Th. Robitschek, Leop. Spure und Ad. Schreiber. Möge der Verein fortfahren, in dieser kritischen Zeit seine ersprießliche Thätigkeit zu entfalten. Wien. Der Plötzlich verstorbene hiesige hochgeschätzte Kaufmann Herr Sigmund Eibuschitz, langjähriges Vorstands- und Ehrenmitglied des israel. Tempelvereines im X. Bezirk, wurde am

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