Mannheim
Compact Memory

Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1903-01-02 · 1 (2.1.1903) · page 13

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
20 (1903)
Issue
1 (2.1.1903)
Date
1903-01-02
Page
– (sequence 13)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/3020846-3021493-3021495--12358-3036947
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

ifix. 1 Dr. Bloches Wochrnschrifl Sette 13 aus Haydn'K „Schöpfung", vorgetragen von Frl. Wollner, vormals Jnstitutszögling; Singspiel „Les deux cousines“, Musik von H. van Gael, dargestellt von Zöglingen des Institutes. Spinnlied aus der Oper: „Der fliegende Holländer" von Richard Wagner. Sämmtliche zum Vortrage gebrachten Chöre und Gesangsvorträge, von dem bewährten Gesangsmeister der Anstalt Herrn Obercantor Kläger einstudirt, wurden äußerst wirkungsvoll ausgeführt und fanden den lebhaftesten Beifall der Anwesenden. Hierauf sprach ein Zögling dem Curatorium den Dank für die fortgesetzte Fürsorge desselben aus. Zum Schluffe ergriff der Obmann des Curatoriums Herr Baurath Ritter von G o l d s ch m i d t das Wort, um dem Cultusvorstande für seine thatkräftige Förderung der Zwecke der Erziehungsanstalt zu danken, und gedachte der erfolgreichen, hingebungsvollsten Thätigkeit der Directrice und der anderen Lehrkräfte, sowie der Damen des Curatoriums. Die in den Jnstitutsräumen ausgestellten kunstgewerblichen Handarbeiten und Malereien fanden die vollste Anerkennung aller Anwesenden. Wien. Am 27. December fand un Betsaale der Bersorgungsanstalt der iiraelitischen Cultusgemeinde, wie alljährlich, eine Chanukafeier statt und hatten sich nebst den Insassen, Freunden und Gönnern auch die Damen des Aufsichtscomites dieses Humanitätsinstituts eingefunden. Es waren erschienen die Cultusvorsteher Bicepräsident Dr. Alfred Stern, Theodor Ritter v. Taussig. Oberingenieur Arthur Edler v. Mises, ferner die Herren Commercialrath Hermann S t i a ß n y, Armenrath T r e b i t s ch, Oberofficial Josef Peterselka und K o l l m a n n, die Damen Frau Oberrabbiner Dr. Güdemann, Frau Jda Diamant, Frau Gemeinderath Z i f f e r e r, Frau v. Mises, Frau Dr. Eisens ch i tz, Frau Dr. T e l e k y u. A. Obercantor G u t t m a 11 n versah mit dem geschulten Chore unter Leitung des Dirigenten H e i m a n n die cantoralen Functionen in erhebender Weise. Herr Professor Dr. Heinrich P o l l a k hielt eine außerordentlich fein durchdachte, sinnige Ansprache, in der er die Bedeutung des Chanukafestes in geistvoller Weise würdigte. In der mit großem Beifall aufgenommenen Rede hob der-Vortragende auch die hohen Verdienste der Herren des Cultusvorstandes hervor, erwähnte rühmend die besondere Fürsorge und Umsicht des Damen-Aufsichtscomites unter der bewährten Führung der Frau Jda Diamant, sowie die musterhaften Anordnungen des beliebten Verwalters K o d i t s ch e k und seiner Gattin. Nach dem Gottesdienste versammelten sich die Anwesenden in einem großen Saale, in welchem für die Insassen eine Festjause vorbereitet war. EB. Wien. Der „Leopold st ädter Frauen- Wohlthätigkeitsverein", dem eine verdienstvolle Thätigkeit zur Seite steht, gab am 25. v. M. in dem Prachtsaale des „Hotel Continental" anläßlich des Chanukafestes einen Bereinsabend, dessen reiches Erträgniß den edlen Zwecken des Vereines zugeführt wurde. Die zahlreichen Freunde und Förderer des Vereines waren in sichtlich gehobener Stimmung und verfolgten das Festprogramm mit Spannung. Besondern Beifalles erfreuten sich die Liedervorträge des gefeierten Obercantors Bela G u t t m a n n, der bemüht war, sein Bestes zu leisten, wofür demselben selbstverständlich stürmischer Beifall zutheil wurde. EB. Wien. Der „Verein jüdischerTheologen in Wieit" veranstaltete Donnerstag den 25. v. M. eine erhebende Chanukafeier. Mehrere gediegene Borträge der Vereinsmitglieder, deren Themen der historischen Feier angemessen waren, wechselten mit Gesangsvorträgen des Obercantor Guttm a n n ab, in welch letzteren die sympathischen Stimmmitteln dieses beliebten Vorbeters voll und ganz zur Geltung zu kommen vermochten und nie endenwollenden Beifall des dankbaren Auditoriums ernteten. Wien. Dem Publicum der jüdischen Toynbee- Halle wurde am ersten Chanuka-Abende ein solennes Fest geboten, das noch lange in lebhafter Erinnerung bleiben wird. Erster Cantor Don Fuchs mit dem vollzähligen Chorpersonale des Ottakringer Tempels, nebst dem Chordirigenten Herrn P o r t h, wirkte in selbstloser Weise unter Bringung namhafter materieller und physischer Opfer in bekannt vortrefflicher Art und trug wesentlich zur Erhöhung des Festes bei. Begonnen wurde dasselbe mit einem Vortrage der Segenssprüche beim Entzünden der Lichter durch ersten Cantor Don Fuchs. Hierauf folgte ein mit Spannung verfolgter Vortrag des Toynbeehallen- Vorstandsmitgliedes Dr. Leopold Kahn und zum Schluffe die Executirung einer Reihe ritueller Choräle, bei welchen erster Cantor Fuchs mit seinen ebenso sympathischen als gewaltigen Stimmmitteln, als auch der Chor durch seine gediegene Schulung brillirten und dafür stürmischen Applaus des dankbaren, erhobenen Publicums ernteten. Wien-Ottakring. Der Verein zur Ausspeisung armer israelitischer Schulkinder des XVI. und XVII. Bezirkes veranstaltete Sonntag den 28. December v. I. um 1 Uhr Nachmittags im Gemeindetempel XVI., Hubergaffe 8, eine Chanukafeier für die israelitische Schuljugend des XVI. und XVII. Bezirkes. Der Tempel war äußerst zahlreich besucht. Nebst der Schuljugend mit den Religisnslehrern waren erschienen der Cultusvorsteher Herr S. Rosner, der Gesammtvorstand des Ausspeisungsvereines, der Tempelvorstand, der Vorstand der Chewra-Kadischa, Vertreter sämmtlicher Vereine und ein zahlreiches distinguirtes Publicum. Nach dem ausgezeichneten choralischen Vortrage und Anzünden der Lichter durch den I. Cantor Don Fuchs, hielt Se. Ehrwürden Herr Dr. I. M. Bach eine ergreifende Ansprache an die Schuljugend, erklärte derselben die besondere Bedeutung des Chanukafestes und ermahnte sie zur besonderen Liebe und Verehrung zu unserer heiligen Religion und zum Vaterlande. Mit der Absingung der Volkshymne schloß die erhabene Feier. Nach der Feier im Tempel wurden die 86 Kinder der Ausspeisung im Restaurant „Müller" mit einem frugalen Nachtmahle beschenkt. Der Verein zur Ausspeisung armer israelitischer Schulkinder des XVI. und XVII. Bezirkes, der so segensreich wirkt, verdient allenthalben unterstützt zu werden. Wien. Samstag den 27. December beging bei dem Morgengottesdienste in dem festlich beleuchteten Bethause des Bethaus-Vereines „Betli Hachnetet“, III., Untere Viaductgaffe Nr. 13, Herr Josef Popper jun., ein Cousin des Herrn Baron Al. Poppe r, die Confirmationsfeier seines Sohnes Wilhelm. Zahlreiche Geschäftsfreunde des Herrn Popper, der sich im HI. Bezirke allgemeiner Beliebtheit erfreut, wohnten der schönen Feier bei. Die Ansprache an den Confirmanden hielt Se. Ehrw. Rabbiner Dr. Armin A b e l e s, welche auf den Confirmanden, sowie auf alle Anwesenden einen tiefen Eindruck machte. 8p.— Dobrisch. (ZweiteSSpendenverzeichniß für den T e m p e l b a u.) Sammlung durch Rabbiner Dr. Link und Josef Pollak. Von den Herren, der Cultusgemeinde Dobrisch angehörend: Bondy Alfred X 4000, Schwarz Ignatz X 100, Lewinsky Bertha X 150, Bondy Josef, Roffowitz X 200, Herrman Jakob, Neuhof X 200, Popper Karl, Roffowitz X 70, Glück Josef, Heiligfeld X 100, Frankl Leopold, Althütten X 50, Burg Leopold, Druhlitz X 50, Louise Steiner, Langlhota X 50, Burg Bernard, Althütten X 30, Karpeles Leopold X 40, Fleischmann Hermann X 40, Novak Emanuel, Drhov X 50, Eisner Ludwig X 30, Lion Josef X 30, Elischak Hermann X 25, Gans David X 20, Edelstein Adolf X 20, Vogel Sigmund X 20, wofür den edlen Spendern der beste Dank ausgesprochen wird. Dr. S. W. Link, Rabbiner; Alfred Bondy, Cultusvorsteher; Philipp Kellner, Vorsteher-Stellvertreter; Alexander Frankl, Schriftführer. Bisen,r. Am 25. December 1902 wurde das Brudermahl der hiesigen Chewra-Kadischa abgehalten, an welchem sich viele auswärtige Gäste, worunter auch Herr Siegfried Fleischer, Secretär der „Oesterreichisch-Jsraelitischen Union", betheiligten. Präsident Hermann Frankl begrüßte die Versammlung mit einer herzlichen Ansprache, worauf Herr Siegfried Fleischer ein Hoch auf Se. Majestät den Kaiser ausbrachte. Den Glanzpunkt des Festes bildete aber die gediegene Rede unseres allverehrten Herrn Rabbiners Sr. Ehrwürden Dr. Josef Hoff, der das Wirken des heiligen Brudervereines in schwungvollen Worten schilderte. Nachdem noch Herr Cultusvorstehers K ö n i g st e i n einen Toast auf die Chewrabrüder ausbrachte, trugen die Cantoren Weiß und Schulz mit Beifall aufgenommene Synagogalgesänge vor. Erst nach Mitternacht nahm dieses schöne Fest ein Ende. Preßburg. Der plötzlich verstorbene hiesige hochgeachtete Kaufmann und Vorstandsmitglied der israelitischen Religionsgemeinde, Herr Marcus Schick, wurde unter großer Betheiligung zurRuhe bestattet. Mit Marcus Schick ist ein begabter und äußerst tüchtiger Kaufmann, ein eifriges Mitglied seiner Religionsgemeinde, welche ihm auch wohlthättge Stiftungen zu danken hat, aus dem Leben geschieden. Der jähe Tod hat ihn auf der Höhe seiner Schaffenskraft ereilt, da er bekanntlich in der letzten Zeit an der Verwirklichung einer von ihm angeregten Idee eines Handelshafens in Preßburg arbeitete. Rabbi Dr. Funk widmete dem Andenken des Verblichenen ergreifende Worte. Dr. W. L ö v i n g e r sprach im Namen der Religionsgemeinde. Unter den Trauergästen bemerkten wir Deputationen der beiden israelitischen Religionsgemeinden, viele Mitglieder der Handels- und Gewerbekammer, außerdem waren nahezu sämmtliche hiesige Fabriken, die Dioßegher Zuckerfabrik durch den Direktor und Beamte, vertreten, viele Stadtrepräsentanten, Gutsbesitzer der Umgebung rc.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.