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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1903-01-02 · 1 (2.1.1903) · page 12

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
20 (1903)
Issue
1 (2.1.1903)
Date
1903-01-02
Page
– (sequence 12)
Language
German
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Sette 12 Nr. 1 Dr. BLoch's Wochvnschrifl. derung sie viel Zeit und Mühe geopfert, und wünscht ihr vom Herzen, den Lohn ihrer segensreichen Wirksamkeit von Gott zu empfangen und sich lange Jahre ihres großen Werkes in Gesundheit und Glück zu erfreuen. — n— Wien. Am 28. December 1902 hielt im „Esra" - Vereine der Religionslehrer der Wiener israel. Cultusgemeinde, unser ehrw. Herr Rabbiner Dr. Ad. Schmied!, einen Vortrag über die Bedeutung der hebräischen Sprachwiflenschaft beim israel. Religionsunterrichte. Der hochgelehrte Vortragende brachte zahlreiche Beispiele aus der heil. Schrift, interpretirte sie so geistvoll, daß das Auditorium voller Spannung seinen Worten bis zum Schluffe des Vortrages lauschte. Der Vorsteher der Cultusgemeinde, Herr Dr. Marcus Spitzer, Schulinspector Kanitz, mehrere Rabbiner und Ehrengäste wohnten diesem „Esra"-Abend bei und spendeten die zahlreich Anwesenden Herrn Dr. Schmiedl reichlichen Beifall für die herrlichen Worte. Dem Vereine, dessen Mitglieder wacker im Jntereffe unserer Jugend geistig thätig sind, gratuliren wir zu diesem so schönen Chanuka-Abend. Wie». (Synugogen-Berein Beth-Jsrael.) Wie alljährlich, hat auch in diesem Jahre der Vorstand, in Ausführung des zur Erinnerung an das 50jährige Regierungs- Jubiläum unseres geliebten Kaisers am 2. December 1898 gefaßten Beschlusses, einem würdigen Mädchen einen Ausstattungsbeitrag von L 400 verliehen. Die Trauung fand am 14. December 1902 in der festlich beleuchteten Bereinssynagoge in Anwesenheit des gesammten Vereins-Vorstandes und zahlreicher Verwandten und Freunde des Brautpaares statt. Herr Vereins- Rabbiner Mayersohn hielt eine dem feierlichen Anlasse angepaßte schöne Ansprache an das Brautpaar, die cantoralen Functionen wurden unter Mitwirkung des gesammten Chorpersonales in gewohnter vorzüglicher Weise vom Obercantor Herrn Schorr ausgeführt. Wie». Wie in den meisten Wiener Gotteshäusern so wurde auch in der Synagoge des Beth-Jsrael-Bereines in der Leopoldgasse am Sabbath-Chanuka ein feierlicher Gottesdienst abgehalten. Die Festrede — zu welcher sich außer den zahlreichen Besuchern auch eine große Anzahl Wiener jüdischen Gelehrter eingefunden — hielt Herr Bereinsrabbiner Mayersohn und fanden seine geistvollen Ausführungen verdiente allgemeine Bewunderung und Würdigung. Den gesanglichen Theil des Gottesdienstes versah Herr Obercantor M. Schorr in bekannt vorzüglicher Weise und bewies dieser Festgottesdienst wieder, unter wäch musterhafter Leitung dieser langjährig ersprießlich wirkende Verein steht. Wie«. (Der Mädchen- und Frauen verein „Bikur Ghaulim“) ladet hiemit zu zahlreichem Besuche seines am Samstag den 3. Jänner in Guth's Restauration, II., Stefaniestcaße, stattfindenden Vortragsabends höflichst ein. Literarische, musikalische und Gesangsvorträge hervorragender Kräfte versprechen einen recht animirten Verlauf. Regiebeitrag 30 h. Beginn präcise 8 Uhr. EB. Wien. Der „KaiserinElis abeth-Lehrlings- Mädchenhort^ veranstaltete Sonntag den 28. v. M. in den prächtigen Bereinslocalitäten, in denen sich das praktisch und rationell eingerichtete Internat für die Vereinszöglinge befindet, eine überaus solenne Chanukafeier, welcher nebst zahlreichen Mitgliedern, Freunden und Gönnern des Hortes auch die Jnternatszöglinge anwohnten. Die Feier begann mit der Executirung der Segenssprüche beim Entzünden der Lichter durch Obercantor Bela Guttmann, worauf die Zöglinge im Chorus das traditionelle Chanukalied absangen. Hierauf hielt die verdienstvolle Vereins- Präsidentin, Frau kais. Rath Dr. K o h n, eine formvollendete Ansprache, in welcher sie auf die segenspendende Vereinsthätigkeit hinwies, welche blutarmen Mädchen, die aus allen Theilen Oesterreichs an den Hort um Ausbildung herantreten, zu Nutz und Frommen gereiche, und richtete weiters einen Appell an alle Menschenfreunde, die schönen Ziele und hehren Zwecke des Mädchen-Lehrlingshortes materiell und moralisch zu fördern, damit es möglich gemacht werde, den gestellten Anforderungen gerecht werden zu föittten. Frau Präsidentin Dr. K o h n sprach sodann den Bereinsfunctionären, insbesonders aber dem Vereinssecretär Herrn Schulmann und der Verwalterin Frl. Schulmann für deren aufopfernde Hingebung im Interesse des Hortes tiefgefühlten Dank aus. Den sympathischen Worten der Frau Doctor K o h n folgte lebhaftester, allseitiger Beifall. Zum Schluffe folgte eine Besichtigung der ausgestellten, von den Jnternatszöglingen angefertigten Arbeiten, die Zeugniß ablegen von der rationellen Aus- und Fortbildung und Schulung derselben und der für die Betheilung bestimmten Stoffe und Gegenstände an die Jnternats- und Externatszöglinge. Möge dem „Elisabeth Lehrlingsmädchenhort"' seitens unserer Glaubensgenossen diejenige Förderung zutheil werden, die nothwendig ist, den an denselben gestellten großen Anforderungen gerecht werden zu können. Wien. (Chanuka-Fest im Mädchenwaisenhause in Döbling.) Sonntag den 28. December, Abends 4 Uhr, fand, wie alljährlich, die erhebende Chanuka-Feier in der unter der trefflichen Leitung der Frau Hermine S t r a k o s ch stehenden Anstalt unter großer Betheiligung auch fernstehender Kreise statt. Das stattliche Haus bot in allen Räumen ein entzückendes Bild weiblicher Sorgfalt und strengster Ordnungsliebe, welches alle Festtheilnemer mit Befriedigung erfüllte. Das schöne Fest begann mit dem Anzünden der Lichter und dem Vortrage der üblichen Segenssprüche durch ein Mädchen der Anstalt und dem Absingen der Chanuka-Festhymne seitens der Anstaltszöglinge, woraus Herr Dr. K a m i n k a eine tiefempfundene und eindringliche Ansprache an die Zöglinge richtete und den Kindern zur Pflicht machte, das Gefühl der Dankbarkeit, namentlich für die Heimgegangene, so überaus wohl- und werkthätige Frau Sofie v. G u t m a n n in ihrem Herzen stets rege zu erhalten; anschließend an diese Ansprache trugen zwei Anstaltszöglinge eine Clavierpiece unter Anleitung der verdienstlichen Clavierlehrerin Frl. Scherf vor, worauf auf Wünsch des Schutzdamen-Comitßs von den Jnstitutszöglingen mehrere zwei- und dreistimmige Chöre zum Vortrage gelangten, von denen der. von dem langjährigen verdienstvollen Gesangslehrer der Anstalt, Herrn Obercantor Singer, für die Feier componirte dreistimmige Chor: „Da ist die sanfte, die nächtliche Stunde" jugendfrisch und klangschön vorgetragen und vom Componisten selbst am Clavier begleitet, überaus beifällig ausgenommen wurde. Ueberaus anmuthig wirkten die mannigfachen Einzeldeclamationen und Gesammtspiele der jugendlichen Zöglinge und der gefühlsinnige Vortrag eines vom Obercantor Singer componirten Liedchens „Chanukanacht ist da, ist da" durch das Mächen Aböle Breier, worauf von den Damen des Vorstandes die zahlreichen, überaus praktischen Chanuka-Geschenke an die Zöglinge vertheilt wurden. An der Feier betheiligten sich die Damen des Schutzcomitös Frau v. T h o r s ch, Frau Hofräthin v. Pfeiffer, Frau Stefanie Weiß v. Wellen st ein, Frau Rosa Z i f f e r e r u. A., sowie die Herren Dr. Arthur Kuranda, Dr.H erzka,SchuldirectorMauthner,Direetor Fischer, Direetor Urbach, Dr. K o h n, Dr. Roth sammt Frau Gemahlin und Dr. Kapralik mit den Kindern des verewigten Dr. Ludwig Ritter v. G u t m a n n, Dr. Singer u. A. Die Anstaltszöglinge in ihren Festkleidern und dem Widerscheine jugendlichen Frohsinns auf den Gesichtern machten allgemein einen sympathischen Eindruck und Herrendes Schutzcomitös, sowie die zahlreich anwesenden Gäste verließen das Fest in der beruhigenden Ueberzeugung, daß dieses Haus, unter Leitung der Directvrin Frau Hermine S t r a k o s ch und des ihr zur Assistenz beigegebenen Fräulein Boden st ein stehend, allen idealen Anforderungen entspreche und daher der in Aussicht genommene Zweck, die Bethätigung wahrhaft edler Menschenliebe, in des Wortes umfassendstem Sinne verwirklicht sei. Wien. „Eine Carnevalsnacht an der Riviera" betitelt sich das heurige Faschingsfest, welches der rührige Humanitätsverein für die westlichen Bezirke Donnerstag den 8. Jänner 1903 in den Sälen des „Hotel Savoy" veranstaltet. Da sich für dieses Fest schon seit längerer Zeit in den besten bürgerlichen Kreisen das lebhafteste Interesse kundgibt, verspricht es gleich seinen Vorgängern eine der gelungensten Veranstaltungen des heurigen Faschings zu werden. Wien. (L. D. Königsberg'sches Mädchen - Erziehungs-Jnstitut.) Das Curatorium der unter der Verwaltung des Wiener Cultusvorstandes stehenden L. D. Königsberg'schen Stiftung veranstaltete wie alljährlich auch in diesem Jahre für die Zöglinge in den Räumen des Institutes eine Chanuka-Feier. Das Curatorium hatte in diesem Jahre im Vergleiche zu den in früheren Jahren mehr intimeren Charakter tragenden Veranstaltungen die Feier in etwas größerem Umfange inscenirt. Der Einladung des Kuratoriums folgten die beiden Vice-Präsidenten und eine Anzahl von Vorstandsmitgliedern, sowie eine Reihe geladener hervorragender Gäste. Die Feier wurde eingeleitet mit dem Entzünden der Chanuka-Lichter durch Herrn Obercantor Kläger, welcher die Segenssprüche mit seinem klangvollen Bariton zum Vortrage brachte. Nach dem nun folgenden Chanuka-Liede gelangten zum Vortrage: Morgengesang aus der Oper: „Die Vestalin" von Spontini; „Willkommen mein Wald", Frauenchor von Schmidt Dolf; „Die Lampe", Gedicht von Moriz Hartmann; „Nebich", Gedicht von Josef Wertheimer; Arie des Gabriel

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