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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1902-06-27 · 26 (27.6.1902) · page 9

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
19 (1902)
Issue
26 (27.6.1902)
Date
1902-06-27
Page
– (sequence 9)
Language
German
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Nr. 26 Dr. Bloch's Wochenschrift. Sette 429 für den Israelitischen Handwerkerverein. . . K 36'— für den Verein zur unentgeltlichen Verpflegung armer Brustleidender auf dem Lande . . „ 36'— Bon Herrn Moritz Schreier, für das Israelitische Siechenhaus.. 20'— „ Herrn Dr. Alfred Stern, für die „Israelitische Allianz".. 150'- für die Spitals-Aushilsscassa.„ 50'— „ Herrn Heinrich Weiß, für die „Israelitische Allianz".„ 10'- „ Herrn Jakob Moor, für das Israelitische Siechenhaus .„ 20'— „ Herrn Moritz F. Rainer, für verschiedene Wohlthätigkeits-Anstalten.„ 100'— „ Herrn Jakob Singer, für das Israelitische Altersversorgungshaus .„ 10'— für die „Israelitische Allianz".„ 10'— Spenden im Gemeindebethause ll., Tempelgasse: Von Herrn Rabbiner Dr. Adolf Schmied!, für die Chewra-Kadischa ..„ 20'— „ Herrn Rector Dr. Adolf Schwarz, für den Studenten-Unterstützungs-Verein.„ 20'— für die Dr. Adolf Schmiedl-Stiftung. . . . „ 10'— . „ Herrn Peter Boschan, für das Israelitische Altersversorgungshaus.„ 20'— für die Israelitische Armen-Anstalt . ... „ 20 — für die Dr. Adolf Schmiedl-Stiftung . . . „ 20'— „ Herrn Jakob Kann, für die „Israelitische Allianz" „ 20'— für das Israelitische Blinden-Jnstitut . . . „ 20'— für das Israelitische Taubstummen-Jnstitut. . „ 20'— für den Israelitischen Handwerker-Verein . . „ 20'— „ Herrn Josef Fuchs, für das Israelitische Altersversorgungshaus .„ 10'— „ Herrn Wilhelm Stern, für das Israelitische Altersversorgungshaus.„ 25 — „ Herrn Obercantor Böla Guttmann, für den Talmud-Thora-Verein.„ 5 — für die Dr. Adolf Schmiedl-Stiftung . . . „ 5'— „ Herrn Arthur Flaschner, für verschiedene Wohlthätigkeits-Anstalten .. „ 100'— Im Einlaufe gelangt ferner zur Verlesung ein Dankschreiben des Vorstandes der Israelitischen Culrusgemeinde in Franzensbad für die dem „Kaiser Franz Josef-Jubiläums-Hospital für arme Israeliten" gewährte Subventions-Erhöhung. Im Präsidialberichte erwähnt der Vorsitzende, daß infolge der Mandatsniederlegung des Vorstandsmitgliedes Herrn Docenten Dr. Joses G r ü n s e l d, welcher nicht zum Widerrufe seiner Demission zu bewegen war, der Cultusvorstand im Sinne des § 7 des Statutes über den Zeitpunkt der Ersatzwahl zu beschließen habe, und beantragt namens des Vertreter-Collegiums, diese Ersatzwahl gleichzeitig mit den im Herbste stattfindenden Neuwahlen vorzunehmen. Der Antrag wird angenommen. Der Präsident bringt ferner zur Kenntniß. daß er Herrn Dr. Josef Breuer ersucht habe, im Hinblicke auf die für längere Zeit bevorstehende Abwesenheit des Cultusvorstehers Herrn Wilhelm K u f s n e r die demselben als Obmann der Spitals-Commission zukommenden Agenden unter Mitwirkung des Obmann-Stellvertreters der Spitals-Commission Herrn Emanuel Hoffmann zu übernehmen, wozu sich Herr Dr. Breuer gerne bereit erklärt hat. (Zustimmung.) Ueber Aufforderung des Vorsitzenden erstattet Herr Vertreter Baurath S t i a ß n y Bericht über eine am 10. Juni 1902 abgehaltene commiffionelle Verhandlung, betreffend das Project für die Regulirung des Gebietes nächst der ehemaligen Nußdorferlinie, bei welcher Herr Vicepräsident Dr. Stern und er — Baurath Stiaßny — namens der Cultusgemeinde intervenirten. An den Bericht knüpft sich eine Debatte, an welcher sich die Herren Vicepräsident Dr. Stern, Cultusvorsteher Emanuel Hoffmann, Vertreter Ober-Finanzrath Dr. Rapp a p o r t und Herr Ober-Baurath T a u s s i g betheiligen; die Angelegenheit wird hierauf dem Vertreter-Collegium zur werteren Berathung und Antragstellung zugewiesen. Erster Secretär kaiserl. Rath Dr. Lieben referirt über Anträge des Vertreter-Collegiums in Stiftungsangelegenheiten. Im Sinne dieser Anträge werden folgende Beschlüffe gefaßt: Es sei in das Ansuchen um Zustimmung zur Abänderung des Stistbriefes der Dr. Ignaz Lemberger'schen Heirats-Ausstattungsstiftung auf Grund der gutächtlichen Aeußerung des Stiftungscomitös aus principiellen Gründen nicht einzugehen. Gleicherweise sei das Curatorium der Isaak Kuffler'schen Heirats-Ausstattungs-Stistung, welches einen Präsentationsvorschlag erstattete, in dem die Voraussetzung einer stiftbrieslichen Bedingung mangelte, zu ersuchen, einen neuerlichen Präsentationsvorschlag zu erstatten. Zur Verleihung gelangen: Die Clara Kahane'sche Heirats- Ausstatlungs-Stiftung an zwei verwaiste Mädchen mit Beträgen von je K 425; ferner die Hermann Freiherr von Todesco'sche Armen- und Waisenstiftung mit drei Plätzen ä K 500 und fünf Plätzen ä K 400 an in Wien wohnhafte Waisenkinder. Eine längere Discuffion fanden die Anträge des Vertreter- Collegiums, betreffend Neuregelung der Berpflegsgebühren im israelitischen Spitale. An derselben betheiligten sich die Herren Vertreter Dr. Steiner, Vice - Präsident Dr. Stern, Ober - Finanzrath Dr. Rappaport, Vice-Präsident Dr. K o h n, Cultus-Vorsteher E l t b o g e n, Cultus-Borsteher Emanuel Hoffmann, kais. Rath Weil und der Vorsitzende. Letzterer betonte, daß die Regelung der Berpflegsgebühren. seit längerer Zeit von der Spitals-Commiffion angeregt, nunmehr mit Rücksicht auf die erfolgte Erweiterung des Spitales dringlich sei. — Gleichzeitig bringt der Vorsitzende zur Kenntniß, daß mit der theilweisen Belegung der neuerrichteten chirurgischen und gynäkologischen Abtheilungen bereits am 15. Juni d. I. begonnen wurde. Sobin werden nachfolgende Beschlüffe genehmigt: 1. Für das Spital der israelitischen Cultusgemeinde Wien werden provisorisch und bis auf Widerruf drei Verpflegs-Claffen mit nachstehenden Tarifen festgesetzt: a) für die dritte Verpflegsclasie K 3 — per Tag; b) für die zweite Verpflegsclasie K 6.— per Tag; c) für die erste Verpflegsclasie K 12 — per Tag; für eine Begleitperson, welche im Spital Unterkunft und Vervflegung findet, eine Gebühr r>on K. 6.— per Tag. Diese letztere Bestimmung bezieht sich nur auf die erste Verpflegsclasie. 2. Diese Taxen und Gebühren treten sofort in Kraft. Aus der Debatte sei noch hervorgehoben, daß laut statistischen Ausweisen der weitaus größte Theil der Patienten im Spitale unentgeltliche Verpflegung findet und daß beispielsweise im Jahre 1901 von 995 Patienten 886 unentgeltlich verpflegt wurden. Einen weiteren wichtigen Gegenstand der Tagesordnung bildete das Ansuchen des Vorstandes der „Chewra-Kadischa" um Zustimmung zu den von demselben beschlossenen Aenderungen der Vereinsstatuten. Die wichtigste beantragte Aenderung besteht darin, daß von nun an ein Theil des Vorstandes aus der Wahl durch die Bereinsmitglieder in der Generalversammlung hervorgehen soll. In längeren Ausführungen präcisiren ihren Standpunkt zu den vorgeschlagenen Modificationen die Herren Vicepräsident Dr. Stern, Oberfinanzrath Dr. Rappaport, kais. Rath Weil, Dr. Spitzer und der Vorsitzende, welch Letzterer hervorhob, daß es freudigst zu begrüßen und anzuerkennen sei, daß das Jntereffe für die „Chewra-Kadischa", diese altehrwürdige Corporation, in den letzten Jahren in immer weitere Kreise der Gemeindemitglieder gedrungen sei. Das vorgelegte Statut wird sohin wit einer vom Bertretercollegium vorgeschlagenen Abänderung mit großer Majorität angenommen. In Angelegenheit des zu günstigeren als den bisherigen Bedingungen erfolgten Abschluffes eines fünfjährigen Uebereinkommens mit der Internationalen Elektricitätsgesellschast, betreffend die Beleuchtung in Gemeindehäusern und Gemeindetempeln erstattet Herr Cultusvorsteher Ober-Baurath Tauffig das Referat; die von ihm namens des Vertretercollegiums gestellten Anträge werden angenommen. Die Sitzung wird sodann um halb 2 Uhr Nachmittags geschloffen. * * * Dem Präsidenten der Cultusgemeinde Herrn kaiserl. Rath Klinger wurden übergeben K 12.000 und zwar fl. 5800 in Staats renten und fl. 200 Pfandbriefe der österreichischen Bodencredit-Anstatt behufs Errichtung einer Bettstistung im neuen Spitalspavillon zum Andenken an den seligen Herrn Moriz

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