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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1902-03-14 · 11 (14.3.1902) · page 13

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
19 (1902)
Issue
11 (14.3.1902)
Date
1902-03-14
Page
– (sequence 13)
Language
German
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Nr. 11 Dr. Bloches Wochenschrift. Sette 181 »Nathan der Weise". 4. Scene aus »Uriel Aeosta". 5. »Die Hexe" von Wildenbruch. 6. »Lieder eines Semiten" von Löivenberg. 7. Goethe'sche Gedichte. 8. Gedichte von Otto Ernst, Gustav Falke, Wildenbruch, Heinrich Seidel. 9. Das Märchen vom Glück. 10. Der Messias und der Esel. 11. Die Hosen des jungen Herrn Erasmus. 12. Der Strike der Schmiede. 13. Durch langer Zeiten Ferne, von A. Schwarz. 14. Allmächtig durch die Herzen ruft, von Jsr. Auerbach. 15. Zwei Lieder aus dem Vereinsliederbuch für »Jung-Juda", herausgegeben im Aufträge des jüdischen Turnvereines »Bar-Kochba". 16. Das Alte Testament, von Lothar Brieger-Wasservogel. 17. Worte des Rabti an seinen Sohn. 18. Aus »Juda" von Börrics, Freiherr von Münchhausen a) Euch, b) Triumphgesang der Juden, e) Moses, d) Sabbath der Sabbathe. 19. Humoresken von Frau F. Wolfs. 20. Gladiolen von Annie Diedrichsen. 21. Brautlieder, von P. Cornelin. 22. Aus der Herrgottsperspective, von O. I. Bierbaum. 23. Die Nachtigall-Märchen von Andersen. An jedem Abend fanden musikalische Vorträge statt, woran sich viele Künstler ersten Ranges betheiligten. Im Ganzen waren es 80 verschiedene Mitwirkende, die durch Vorträge, Recitationen und musikalische Leistungen sich. in den Dienst der Sache stellten. Ihnen gebührt warmer Dank, ebenso den Damen, die unausgesetzt an jedem Versammlungsabend die Bewirthung übernehmen. In der Lesehalle liegen 30 jüdische in deutscher, französischer, englischer, holländischer, polnischer, hebräischer Sprache und im Jargon geschriebene Zütungen aus. Die Lesehalle ist Samstag von 10—12 Uhr, Montag, Mittwoch und Donnerstag von 8—10 Uhr Abends, Sonnabend von 10—2 Uhr geöffnet. Die Beaufsichtigung der Lesehalle wird von einer Anzahl Herren durchgeführt. Stockholm, 19. Februar. Dem Rabbiner Professor Doctor Gottlieb Klein sind gestern anläßlich seines fünfundzwanzigjährigen Amtsjubiläums Ehrungen herzlichster und seltener Art dargebracht worden, und zwar auch von nichtjüdischer Seite. Der König verlieh ihm den höchsten schwedischen Orden, den Nordsternorden. Dieser erneute Beweis der huldvollen Zngrneigtheit, mit welcher König Oskar Herrn Rabbiner Dr. Klein seit Jahren beehrt, erregte in der ganzen Stadt doppeltes Aufsehen, da diese Auszeichnung an sich sehr selten verliehen wird und aus solchem Anlasse überhaupt noch nie verliehen worden ist. Einen silbernen Pocal widmete ihm der evangelische Geistliche Dr. Fries, einer der hervorragendsten Gelehrten Schwedens. Der Bischof von Schweden sandte amico optiino (dem theuersten Freunde) einen telegraphischen Glückwunschgruß. Tags über trafen in überreicher Menge Blumenspenden, andere Angebinde. Briefe und Telegramme ein. Am Abend versammelte ein jüdischer Festact zahlreiche illustre Theilnehmer, darunter den Hofmarschall Grafen Fröhlich, im Hause des Jubilars. Nach dem Präsidenten des Gemeinde- Vorstandes, Dr. M. Rubenson, toastirten die drei evangelischen Geistlichen Dr. Fries, Dr. Bergmann, und Dr. Strandell auf Herrn Dr. Klein, welcher aus alle diese Kundgebungen der Liebe und Verehrung mit dem Bibelworte Genesis 32, 10 erwiderte. Herr Dr. Klein ist ein geborener Oesterreicher und war Rabbiner in Schüttenhofen in Böhmen. Die jüdischen Hausirer in New-Aork. Das Ghetto auf der Ostseite war eines Vormittags nahezu entvölkert, denn Alles, was zu dem Stand der Hausirer zählt, war unter Führung von Abraham Benewitz nach der City Hall gepilgert, um sich beim Bürgermeister über die Chicanen zu beklagen, denen sie angeblich seitens der Polizei ausgesetzt sind. Als Sergeant Kennell, der die Wacht in der Mayors- Offrce hält, die nahezu tausend Mann starke Schaar durch den Park marschiren sah, rief er die in City Hall stationirten Polizisten Phillips und Taggart herbei und befahl ihnen, die Leute vor den Thüren zum Halten zu bringen. Dies geschah, wenn auch nicht ohne Schwierigkeiten, und dann wurden etwa fünfzehn Mann zugelaffen — der Rest verweilte auf den Stufen der großen Freitreppe oder blockirte die Promenade in der Weise, daß die Blauröcke eiuschreiten mußten, um die Passage offen zu halten. Jene Fünfzehn, meistens Fischhausirer, wurden von Mayor Low in leutseliger Weise empfangen. Benewitz erklärte Sr. Ehren, daß sie gekommen seien, um ihn zu bitten, dafür zu sorgen, daß ihnen von der Polizei gestattet wird, ihrem Geschäfte nachzugehen und daß diese ihr Recht respectire. Er sagte, daß die Polizisten nicht nur strict auf die Ordinanzen bedacht seien, sondern noch viel weiter gingen und ihnen fast alle Freiheit nähmen. Sichtlich erstaunt, erklärte der Mayor, es sei das erste Mal, daß er von solchen Zuständen etwas erfahre. Er ließ Marschall Brown rufen, und dieser erklärte, daß bis jetzt keine Beschwerde bei ihm eingelaufen sei. Der Mayor gab Benewitz den Rath, schriftlich in der Marschalls-Office einzukommen, und dieser Würdenträger soll dann der Sache auf den Grund gehen und berichten. Kranzabl'ösungsspenden zu Gunsten der „Chewra-Kadischa" in Wien, I., Seitenstertengaffe 4, für arme kranke Glaubensgenoffen. Anläßlich des Ablebens der seligen Frau Rosa Popper Von Frau Sofie Kohn. 1, Wollzeile 5, K 10; von Frau Ottilie Popper, I., Wollzeile 5, K 6; von Herrn Em. Podiebrad, H. , Mühlseldgasse 15. K 10; von Herrn Arnold Friedjung. II., Mühlfeldgasse 15, X 10; von Herrn Dr. Julius Popper in Prag K 10; von Herrn Arnold Popper in Prag K 10. Zusammen K 56. Wien. Die Chewra-Kadischa, Verein für fromme und wohlthätige Werke. Wien, veranstaltet im Sinne des § 20 der Vereinsstatuten Samstag den 15. Mürz um 7 Uhr Abends in, Bethause Innere Stadt (Seitenstettengaffe) eine Gedächtniß- Andacht für die im abgelaufenen Jahre verstorbenen Vereins- Mitglieder. Wien. (Verlobung.) Fräulein Lili Lieben, Tochter des kaiserlichen Rathes Dr. Theodor Lieben, hat sich mit Herrn Franz Breitmann, Gesellschafter der Firma B. Molho u. Cie. in Constantinopel, verlobt. Wien. Sonntag den 16. März, um 3/42 Uhr Nachmittags, fi ibet im israelitischen Tempel in der Seitenstettengaffe die Trauung des Frl. Ella Lederer, Tochter des Großindustriellen Herrn Josef Lederer, mit Herrn Oskar Kohn statt. Wien. (Trauung.) Sonntag den 9. d. M. hat die Trauung des Fräuleins Paulina S o r, Tochter Sr. Ehrwürden Herrn Rabbiner W. Sor, mit Herrn Adolf Hahn, Vorsteher des Humanitätsvereines („Speisung und Bekleidung armer Kinder des XVI. und XVII. Bezirkes) in Wien, zu Ungereigen stattgefunden. Wien. (Jüdisches Museum.) Der Bortrag des Herrn Profeffors Dr. Hermann Cohn (Breslau): »Ostern in Tunis und Karthago" findet am 24. März V28 Uhr Abends im Festsaale des Ingenieur- und Architektcnvereines, I. , Efchenbachzaffe 9, statt. Wien. Samstag den 16. d. M., 8 Uhr Abends, findet die Generalversammlung des ..Bethausvereines Montefiore" im Cafe Bank, II. Bezirk, an der Ferdinandsbrücke, statt. Vorher, um 6 Uhr, wird im „Bethaus Montefiore", II., Taborstaße 38, ein feierlicher Gottesdienst für die verstorbenen Mitglieder des Vereines „Montefiore" abgehalten, bei welchem Se. Ehrw. Herr Rabbiner Dr. M. Rosenseld die Rede hakten wird. Wien. (Kranken-, Witwenu. W a i s e n - Unt erst ützungs-Verein' „Obesstl schel eines“.) Das langjährige Vorstands- und Ehrenmitglied dieses Vereines, Herr Samuel Elias» wurde Donnerstag den 6. März unter imposanter Betheiligung der jüdischen Bevölkerung des IV. und X Bezirkes, sowie in Anwesenheit des Gesammtvorstandes des Vereines „Cliesed schel eines“ zu Grade getragen. Der Verblichene, eine in den genannten Bezirken bekannte und hochgeachtete Persönlichkeit, hat sich ans bescheidenen Anfängen durch rastlosen Fleiß und eigene Tüchtigkeit zulb wohlsituirten Kaufmann emporgearbeitet und sich durch seine Humanitären Bestrebungen um die Armen des IV. und X. Bezirkes besonders verdient gemacht. Am offenen Grabe sprach der Obmann des Vereines „Chesed schel emes“, Herr Siegfried Beer, tiefempfundene und ergreifende Worte der Trauer um den Dahingeschiedenen und widmete ihm emeu ehrenvollen Nachruf. In gleichem Sinne sprach an' dieser. Stelle auch der Obmann des Tempclvereines im X. Bezirke, dessen Mitgründer und Vorstandsmitglied der Verstorbene war, warme Worte ehrender Anerkennung dessen Verdienste um die Humanität. — Friede seiner Asche, Wien. Der Brigittenauer israelitische Unterstützungsverein veranstaltet Samstag den 22. März l. I. im Festsaale des »Hotel Continental" ein W 0 h l t h ä t i gkeits-Kränzchen (Purim-Ball), dessen Neiuerträgniß dem Brigittenauer israelitischen Unterstützungs-Vereine zufiießt. Obmann des Unterstützungsvereines ist Herr Ignaz Friedmaun, Obmann des Ball-Comites ist Herr Dr. Jacob Schreiber.

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