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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1902-02-28 · 9 (28.2.1902) · page 12

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
19 (1902)
Issue
9 (28.2.1902)
Date
1902-02-28
Page
– (sequence 12)
Language
German
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Seite 140 dr. Vloch's WoüMMrrttr, Nc 0 von Herrn und Frau Leopold Rakowez, II., Tempelgasse 6, X 20.—; von Herrn Emanuel Schwarz und Familie, II., Praterstrabe 43, X 20; von Herrn Dr. Julian Zilz, II«, Ferdinandsstraße 15, X 10; von Herrn Markus Gonnfried, II., Untere Augarterstraße 4, K 5.-; von Herrn Philipp Zitz, ll. Ferdinandsstraße 15, K 4.—; von Herrn Benjamin Gärtner, ll., Tempelgasse 6, ll 2.—; von Herrn Adolf Schwarz, ll., Praterstraße 43, K 4.—; von Herrn und Frau Josef Bund, XX., Wallensteinstraße 26, K 10.—. Zusammen K 95.—. Anläßlich des Ablebens des seligen Herrn Sigmund Geiringer: Bon den Herren Nathan Koch, XVI., Beronikagasse 25, X 2.—; Carl Geiringer, XVI., Schelhammergasse 8, X 2.—; von Frau Hermine Hesky, XVI., Ottakringerstraße 33, X 2.—. Zusammen X 6.—. Anläßlich des Ablebens des seligen Herrn David Klang: Bon den Herren Dr. James Klang, XIX., Blaasstraße 6, X 50.—; Dr. Armin Ehrenzweig, XIX., Begagaffe 5. X 10.—; Dr. Johann Lang. ll., Schmelzgaffe 5. X 10.—; von Frau Caroline Ehrenzweig. XIX.,. Begagaffe 5, X 40.—; Lev Salkin. IX., Harmoniegasse 5, X 10.—. Zusammen X 120.—. , Oesterreichisch-Jsraelitische Union." Die «Oesterreichisch-Jsraelitische Union" hielt Samstag, den 22. d. M. im Saale des Niederösterreichischen Gewerbevereines einen interessanten Vortragsabend ab. Unter den Anwesenden deinekte man die Herren: Vicepräsident Dr. Alfred Stern, Landesschulrath Dr. Gustav K o h n, die Cultusvorsteher: Dr. Alfred Berger, Salo Cohn, Herm. E l tbogen, Architekt Mox Fleischer, Univ.-Docent Doctor Joses G r ü n s e l d, Oberingenieur Arthur Edler v. Mises, kaiserl. Rath Wilh. P o l l a k, Oberstnanzraih Rapp aport, k. k. Bezirksschulrath Dr. Marcus Spitzer, Director Simon, die Rabbiner: Dr. Gelbhaus, Dr. Taglicht, Mayers o h u, Dr. Rosenmann, S o r, Kramer, die Herren : Bereinsobmann Gottlieb Bettelheim, Dr. I. S. Bloch, Univ.-Prof. Dr. Ehrmann, Dr. S. Elias, Dr. Jacob Engel, kaiserl. Rath Fluß, Dr. M. Friedlonder, Lector Friedmann, Ortsschulrath S. Heit. Director Heller, Dr. Leo Halber stamm, Bezirksausschuß Doctor Oscar Hein, Augenarzt Univ.-Doc. Dr. Klein, Dr. Marcell Hofsmnnn, Dr. Knöpfelmacher, Moriz Karpeles, kaiserl. Rath Dr. Theodor Lieben, Elias Lebr, Doctor Meitner, Commercialrath Neustadtl, Med.-Dr. Pins, Rector Dr. Schwarz, Dr. S t r a ß e r, Bereinsvorsteher S. S t r a ß b e r g, k. k. Oberstabsarzt Dr. Treulich. Professor Dr. Alex. Weiß u. A. Redner war Oberrabbiner Dr. Güdemann. In der geistreichen Weise, die Alle längst schätzen gelernt haben, die die Eigenart dieses Belehren kennen, wußte der Redner die ganze Geschichte von Bileam als ein feines Satyrspiel zu charakterisiren. Die Durchführung dieser Idee war geradezu frappirend. Und nicht weniger geistreich war die die Parallele mit der griechischen Sage von dem blinden Seher Teiresias und vom König Oedipus. Ja, bis auf die Ballade von Bürger «Der Kaiser und der Abt" hinab verfolgte der Vortragende die vergleichenden Momente der Sage. Ein außerordentlich zahlreiches und distinguirtes Publicum folgte den interessanten und fesselnden Ausführungen des gefeierten Redners bis zum Schlüsse mit gespannter Aufmerksamkeit und gab seinem Dank durch wiederholten lebhaften Beifall Ausdruck. Wien. (Eine Reise durch Egypten in Skioptikon-Bildern.) Unter diesem Titel veranstaltete die rührige «Gesellschaft für Sammlung und Conservirung von Kunst- und historischen Denkmälern des Judenthums" am 19. d. M. im Festsaale des Gewe» bevereines einen Vortragsabend, an welchem Herr Josef Beck eine größere Serie selbstaufgenommener Bilder vorführte. Die treffliche Wiedergabe der einzelnen Aufnahmen, die. von Port-Said ausgehend, via Cairo und Alexandrien, Unter- und einen Theil von Ober-Egypten den zahlreich erschienenen Gästen und Mitgliedern der Gesellschaft näher brachte, erregten das lebhafteste Interesse des Auditoriums, das namentlich die Bilder - der altegyptischen Tempel, Ansichten von Landschaften, Gruppen von Einwohnern, dann eine Straußenzucht, hervorragende Gebäude, z. B. die Universität zu Cairo, ferner Momente aus dem bewegten Straßenleben rc., mit langanhaltendem Beifall begrüßte, der ebensowohl dem kunstfertigen Photographen Beck, aber nicht minder dem vollendeten Erläuterer Beck galt, welcher es, wie wohl kein Zweiter, versteht, durch mit Humor gewürzten Bemerkungen auch den Gehörsinn zu wecken; als zum Schluffe des außerordentlich gelungenen Abends das Conterfei des Herrn Beck sichtbar wurde, der, hoch zu Kameel, eben im Begriffe ist, seine Reise fortzusetzen, da bereitete die dankschuldige Zuhörerschaft ihm, der sich freiwillig und uneigennützig in den schönen Dienst der Wissenschaft stellt, eine ebenso herzliche und aufrichtige, wie wohlverdiente Ovation, die den allseitig zum Ausdruck gelangenden Wunsch Herrn Beck übermitteln solle: er möge eine Wiederholung, eventuell mit anderen Bildern, ehestens vornehmen. E. J. Zur zionistischen Bewegung. Die letzte Nummer der «Welt" enthält an ihrer Spitze folgende Mittheilung: «Einer Einladung folgend, reiste Herr Dr. Herzl zu Ende der vorigen Woche nach Constantinopel. Auf dieser Reise begleitete ihn Mr. Joseph Cowen, einer der Governors der Jewish Colonial Trust in London. Während der Dauer seines Aufenthaltes in Constantinopel war Herr Dr. Herzl der Gast des Sultans. Die Londoner «Morning Post" bringt folgende Mittheilung ihres Constantinopeler Cvrrespvndenten: «Aus sicherer Quelle kann ich Ihnen mittheilen, daß. die von Dr. Theodor Herzl auf dem letzten Basler Congreß gemachten Anspielungen, die zu der Annahme führen könnten, der Sultan habe ihm gewisse Versprechungen zu Gunsten der Zionistenpartei gemacht in Bezug auf Auswanderung von Juden und deren Ansiedelung in Palästina und anderen Gegenden des türkischen Reichs — jeder Begründung entbehren, und daß solche Versprechungen weder dem Dr. Herzl noch anderen Zionisten gemacht worden sind". Eine private Mittbeilung, die uns zugeht, besagt, daß die letzte Reise des Herrn Dr. Herzl nach Constantinopel die Errichtung einer Filiale der zionistischen Bank in Jaffa zum Ziele hatte. Wien, 16. Februar. B e st a t t un g d e r Frau Rosa Hildesheimer geb. Brodsky.) Der Edelsten und Besten Eine war es, die wir heute im düsteren langen Zuge hinausgetragen haben aus dem Glanze ihres Wiener Palastes weitab in die Einsamkeit ihrer selbstgewählten Grabesstätte. So grausam der Tod hier waltete gegen den überlebenden theuren Gatten, gegen den einzigen geliebten und liebenden Sohn, gegen die in Hingebung vielfach bewährte einzige Schwester, — der Verblichenen selbst war er eine Erlösung von schmerzvoller tückischer Krankheit, die aller ärztlichen Kunst und Wissenschaft spottete, eine Erlösung, welche sie mit dem lauten «Lednia -kisroel" auf den Lippen erwartete, nachdem sie noch unmittelbar zuvor die Beschenkung einer armen Bittstellerin angeordnet und als ihre Begräbnißstätte den Friedhof in der altehrwücdigen Gemeinde Preßburg bezeichnet hatte. So schied sie, wie sie lebte, in Wohlthätigkeit, Gottesfurcht und Glaubenstreue! Nur des Lebens äußere Pracht, die sie liebte und vermöge ihres vollendeten Kunstsinnes an der eigenen Person wie in ihrem Hause zur Geltung brachte, hat sie abgestreift und von sich abgewehrt in dem erschütternden Momente, als sie fühlte, daß ihre Seele zum Schöpfer sich erhebe und ihr Körper der Erde zurückgegeben werden müsse. In schmerzvoll ergreifenden Worten gab im schmucklosen Trauergemache Rabbiner Doctor Maier Hildesheimer aus Berlin, ein Schwager der Heimgegangenen, dem Abschiede der zahlreich versammelten Familie thränenvollen Ausdruck, in deren Klage sich der laute Schmerz der vielen anwesenden Freunde und nicht zumindest die Trauer jener Armen und Hilfsbedürftigen mischte, welche aus Nah und Fern gekommen waren, um Thränen des Dankes ihrer verewigten Wohlthäterin zu weihen. Tieferschüttert gab diese im Gefühle des Schmerzes vereinigte Trauergemeinde bis an die Ecke der Marokkanergaffe, in welcher sich das so plötzliche verödete Heim der Familie Leo Hildesheimer befindet, dem schlichten Trauerwagen das Geleite, welcher bestimmt war, die irdische Hülle der Verstorbenen nach Preßburg zu bringen, während sich die Familienmitglieder und Trauergäste um 1 Uhr Mittags auf dem Staatsbahnhofe wiederfanden, um von dort aus mittelst Sonderzuges dieselbe düstere Fahrt auzutreten. Aus dem Bahnhofe in Preßburg von dem Gesammtvorstande der Gemeinde und der «Chewra-Kadischa" empfangen und begrüßt, geleiteten die Leidtragenden in kaum absehbarer Wagenreihe von der äußersten Grenze der Stadt ab den Leichenwagen zu der

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