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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1901-08-23 · 34 (23.8.1901) · page 8

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
18 (1901)
Issue
34 (23.8.1901)
Date
1901-08-23
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Sette 688 Dr. Vloch's Wochenschrift. Nr. u vom Chorpersonal abgesungen, emgeleitet wurde. Oberrabbiner Dr. Güdemann sprach hierauf bei geöffneter Bundeslade das erhebende Kaisergebet und mit dem Jntoniren der unvergleichlichen Accorde der Bolksbymne schloß die schöne Feier. Ein nach Tausenden zählendes Publicum hatte sich im großen israelitischen Tempel der Leopoldsladt eingefunden, wo Herr Rabbiner Dr. Schmied! die patriotische und geistreiche Festrede hielt und Herr Obercantor Guttmann mit seiner klangvollen Stimme den gesanglichen Theil des Gottesdienstes leitete. Ebenso veranstaltete der Borstand des Bethauses im IX. Bezirk eine solenne Feier, bei der eine große Andachtsschaar erschien. In der Borsteherloge sah man den Obmann des Bethausvereines Herrn Gottlieb Bettelheim, Herrn Vorsteher Ignatz Simon, Herrn Vorsteher- Stellvertreter Herm. Fränkel. Ein Psalm, stimmungsvoll vorgetragen vom Obercantor Herrn Kläger unter Begleitung vom gutgeschutten Chor und Orgel, eröffnete die Feier. Hierauf feierte vor geöffneter Bundeslade der Herr Gemeinde-Rabbiner Dr. Gelbhaus unseren erhabenen Kaiser als einen Schirmer der Freiheit, als einen Hort der Gerechtigkeit und der Barmherzigkeit und als ein Ideal der Frömmigkeit. Den Worten des Seelsorgers lauschten die Zuhörer in tiefer Andacht und Inbrunst. Die Kaiserhymne bildete den Schluß der erhabenen Feier. Ueber die Feier im Beth-Jsrael-Berein II. Leopoldsgaffe 29, wird gemeldet: Schon vor der festgesetzten Stunde hatten sich in der festlich geschmückten Vereins-Synagoge folgende Vorstandsmitglieder eingefunden: Direktor Jg. Zolles, A. H. O p p e r, I. M. Belf und I. Weichselbaum, sowie ein zahlreiches distinguirtes Publicum. Den Beginn bildete das von Obercantor M. Schorr in Begleitung seines Chorpersonals, vor offener Bundeslade in erhebender Weise recitirte Matauwa-Gebet, hierauf bestieg Se. Ehrwürden Vereins- und Gemeinderabbiner M. Mayersohn die Kanzel, um die Bedeutung des Tages auseinanderzusetzen, das friedliche Walten des erlauchten Monarchen zu zeichnen und zum Schluffe für höchstdeffen langes Leben und Wohlergehen die Huld und Gnade Gottes, den himmlischen Segen zu erstehen. Sodann entnahmen zwei Vorstandsmitglieder der Bundeslade zwei Thorarollen, mit denselben nach der in der Mitte der Synagoge befindlichen Almemar schreitend. Dort hatte bereits der Obercantor mit dem Gesammtchor Aufstellung genommen, um in der ihm eigenen erhebenden Vortragsweise das Hanaussen teschua, das übliche Gebet für den Kaiser im hebräischen Urtexte zu reproduciren. Mit dem Absingen der Bolkshymne schloß der weihevolle Festgottesdienst. Sku. Aus der Provinz liegen uns folgende Meldungen vor: Bade» bei Wien. Das Kaiserfest wurde diesmal in besonderer Weise verherrlicht, indem von Herrn Cultusvorsteher Lettner der berühmte Nestor und Meister der Chasanim, Herr Baruch Schorr, zur Function am Samstag berufen wurde, und trotz des hohen Alters des Fungirenden machte dieser feierliche Gottesdienst einen tiefen Eindruck. Die Melodien echt nationaler Compositionen, von einem tüchtigen Ensemble meisterhaft vorgetragen, übten fascinirende Wirkung. Es bedarf wohl nicht der besonderen Betonung, daß die glänzende, gedankenreiche patriotische Rede des ehrwürdigen Herrn Rabbiner Reich sich allgemeiner Anerkennung erfreute. Nach derselben wurde Psalui 113 gesungen und mit der Volkshymne schloß die patriotische Feier, an der sich die Gemeinde sowohl, als auch zahlreiche illustre Curgäste betheiligt haben. n. Floridsdorf. Anläßlich des Geburtsfestes Sr. Majestät unseres Kaisers fand am Sabbath ein solenner Festgottesdienst statt, an welchem der Gesammtvorstand mit dem Cultuspräses Herrn Dr. I. K ö n i g an der Spitze, sowie die Vorstände der Chewra- Kadischa und anderer Vereine theilgenommen haben. Auch haben sich trotz der Ferienzeit die Schuljugend, und viele Studenten an dieser Feier betheiligt. Unser Herr Rabbiner Dr. A. R o; e nm a u n hielt eine dem Feste entsprechende, von patriotischem Geiste beseelte Predigt, welche auf die zahlreichen andächtigen Zuhörer einen mächtigen Eindruck machte. Unser neuer Obereantor, Herr Moriz L ö w y, trug durch seine gediegene Vortragsweise mit Chorbegleitung zur Verherrlichung dieses Festes bei. Den Schluß des Festes bildeten ein Gebet für Se. Majestät und das Absingen der Volkshymne bei offener Bundeslade. Lemberg. Anläßlich des kaiserlichen Geburtstages fanden in den hiesigen Synagogen Festandachten statt. Der officiellen Feier im Tempel wohnten zahlreiche Staatsbeamte und Mitglieder des Cultusrathes bei. Nachdem Obercantor Halpern unter Assistenz des Chores einen Abschnitt aus Halle! wirkungsvoll zum Bortrage gebracht, hielt der stellvertretende Rabbiner Dr. F. Guttmann in Abwesenheit des Gemeinderabbiners die Festpredigt. Zum Schluffe wurde die Volkshymne gesungen. Bisenz, 19. August. Anläßlich des Allerhöchsten Geburtsfestes unseres glorreichen Kaisers wurde am gestrigen Tage in dem hellerleuchteten Tempel ein solenner Gottesdienst abgehalten, dem ein zahlreiches, distinguirtes Publicum, die Cultusrepräsentanz, der Lehrkörper mit der Schuljugend, sowie mehrere Vereine beiwohnten. Nach dem einleitenden „Mali Towu*, unter der vortrefflichen Leitung unseres Cantors S. Weiß, wurde das Miueda-Gebet verrichtet, worauf Se. Ehrwürden unser allverehrter Herr Rabbiner Dr. Josef Hoff eine schwungvolle, geschichtlich pointirte Festrede hielt, die mit großem Beifall ausgenommen wurde. Mit den Tönen der Bolkshymne endete die Feier, welche auf alle Anwesende so erhebend gewirkt hatte. Mühr.-Schönberg. Im festlich geschmückten Tempel zu Mähr.-Schönberg hielt Se. Ehrwürden Herr Rabbiner Doctor Proßnitz anläßlich des Geburtstages Sr. Majestät des Kaisers eine begeisternde Festrede, in welcher er der zahlreichen Festversammlung das liebevolle Wirken unseres Kaisers zu wiederholten Malen trefflich vor Augen führte. Mit einem Gebete zu Gott für das Wohl unseres Monarchen schloß der Prediger feine formvollendete Rede. Die Festgesänge, welche unser Herr Cantor Müller unter Leitung des Organisten mit gemischtem Chore besorgte, fanden vielen Beifall. Grodek. Aus Anlaß des Geburtsfestes Sr. Majestät hat in der hiesigen großen Synagoge ein feierlicher Gottesdienst — zu diesem Zwecke entsprechend schmuckvoll decorirt und feenhaft beleuchtet stattgefunden, woselbst sich zahlreiche Andächtige versammelten. Unter den Anwesenden befanden sich außer der Cultusgemeinde-Vertretung mit dem Präsidenten Eisig Raab an der Spitze, viele Beamte und Militärs und auch ein Regierungsvertreter in der Person des Beamten Herrn Ritter v. Mielinski war erschienen. Nach einem voni Cantor vorgetragenen Psalmengesange sprach der Rabbiner das Kaisergebet und mit der Absingung der Volkshymne vor der offenen Bundeslade schloß diese schöne Feier, um welche sich der Cultuspräsident und die Synagogenvorsteher besondere Verdienste erwarben.. Kreruster, 18. August. In Anwesenheit aller Behörden der Stadt, des Bezirkes und des Militärs hielt heute der aus Reichenhall hieher berufene Rabbiner Dr. Ad. Frankl anläßlich des Kaisers Geburtstages die Festrede, welche alle Acte der Hochherzigkeit berührte, die der Kaiser im Laufe des Jahres vollzog. Am Schluffe der Feier begaben sich der Bürgermeister Doctor Plstecky und Statthaltereirath Sedlaäek zum Rabbiner und gratulirten ihm zu der gelungenen wunderschönen Rede. Piesling. Zur Vorfeier des Geburtsfestes Sr. Majestät des Kaisers fand Samstag des 17. August d. I. im hiesigen Tempel ein solenner Festgottesdienst statt, bei welchem Herr Otto Friedländer, der jugendliche Cantor unserer Cultusgememde, .mit wohlklingender Stimme die üblichen Gebete zum Vortrage brachte. Mit Absingung der Volkshymne schloß die erhebende Feier Sonntag, den 18. August veranstaltete ein Comitß hiesiger junger Leute zu wohlthätigem Zwecke einen Unterhaltungsabend, der einen sehr animirten Verlauf nahm. Einer wohlgelungenen Theatervorstellung folgte ein Gesangsvortrag des Herrn Cantor Friedländer. Die Veranstaltung war sehr gut besucht und auch die christlichen Angehörigen unserer Gemeinde — die übrigens auch in anderen Beziehungen mit ihren Mitbürgern mosaischer Konfession in sehr gutem Einvernehmen leben - betheiligten sich in stattlicher Zahl an der gemüthlichen Unterhaltung. Tu«ap. Am 18. d. M. Vormittags fand hier anläßlich des Geburtstags festes Sr. Majestät ein erhebender Festgottesdienst statt, der sehr zahlreich besucht war. Unser beliebter Rabbiner Herr Moritz Z e r z a w y hielt eine sehr schöne und wirkungsvolle Festrede, in der er das Leben und Wirken unseres geliebten Monarchen in beredten Worten schilderte. Kanitz. Anläßlich Sr. Majestäts Geburtstag veranstaltete die israelitische Cultusgememde einen Festgottesdienst, der sehr schön verlaufen ist. Unser ehrwürdiger Rabbiner Dr. F l e s ch

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