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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1901-05-31 · 22 (31.5.1901) · page 12

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
18 (1901)
Issue
22 (31.5.1901)
Date
1901-05-31
Page
– (sequence 12)
Language
German
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.'■.gtwrwrrjSi' .:.^t.«.<MgaFfga^ac.cawram Sette 376 Wie«. (Mädchen-Konfirmation im Tempel des IX. Bezirkes.) Am ersten Tage des Schebuothfestes fand im Tempel des IX. Bezirkes die Konfirmation der Mädchen statt. Diese religiöse Veranstaltung, welche seit ihrer Einführung in diesem, mtt Zustimmung des Vorstandes der israelitischen Kultusgemeinde, so wie in Deutschland, im Anschlüsse an den Hauptgottesdienst des Festes stattfindet, kann sich der immer mehr wachsenden Sympathie der Tempelgemeinde rühmen, welche in der progressiven Zunahme der Teilnehmenden zum Ausdruck kommt. Bei der ersten Konfirmation waren sechs Mädchen, während Heuer circa sechzig Konfirmandinnen erschienen waren. Das herrliche Gotteshaus war in allen seinen Theilen von Andächtigen dicht gefüllt. Nach der Verlesung des Festabschnittes aus der Thora sang der Tempelchor ein schönes Eingangslied. Herr Gemeinde-Rabbiner Dr. Gelbhaus hielt hieraus eine Rede, welche auf - die Konfirmirlen wie auch auf alle Anwesenden einen sichtlich mächtigen Eindruck machte. Mit heller Stimme beantworteten die Konfirmandinnen präcise die an sie gerichteten Fragen, und legten das Glaubensbekenntniß ab. Der Vorstand des Tempelvereines verehrte jeder Konfirmandin ein schön gebundenes Gebetbuch zum Andenken. Nachher wurde Muffaphgebet verrichtet. Wie«. Vor einigen Tagen wurde die siebzehnjährige Tochter des Schankwirthes Salomon Schwimmer in Drwjenia von Bauern entführt und in ein Kloster gebracht. Aus Tarnow wird nun gemeldet, daß das Mädchen aus dem Kloster entfloh und wieder in das Elternhaus zurückkehrte. Wien. In der vom k. k. n.-ö. Landesschulrathe concessiomrten Privatumsikschule Josef H. e r z, XVIII, Kutschkergasse i, fand die diesjährige Schülerproduction vor Kurzem statt. Die Vorträge der. Schüler in Klavier, Violin und Orgel, besonders aber im Gesang wurden von dem zahlreich erschienenen Publicum mit sehr viel Beifall ausgenommen. Der Inhaber und Leiter dieser Schule Herr Josef Herz, welcher schon lange Jahre als Organist, im Tempel in der Schmalzhofgasse thätig ist, hat seine Ausbildung im israelitischen Blinden- Jnstitute auf der Hohen Warte genossen, woselbst er auch seit mehreren Jahren als Lehrer wirtt. Floridsdorf. (Israelitische Kultusgemeinde.) Bei der am 29. Mai stattgehabten Wahl gingen folgende Namen fast einstimmig aus der Urne: A. in den Kultusausschuß: Dr. Jacob König, Emanuel Grünwald, Josef Buchwald, Gabriel Dukes, Max N e u m a n n, Ignaz F r i s ch m a n n, Josef Heller, Jakob Glaser, Dr. Ferdinand Brüll, Dr. Leo Knecht, Julius E i s i n g e r, Moritz Schwarz, Samuel P i s k, Samuel Schiller, Moritz Mandl, Emanuel Edlhofer; 6. als Ersatzmänner: Samuel Deutsch, Ezechiel Haas, Max F e s s l e r, Dr. Samuel Ruß; C. in den verstärkten Kultusausschuß: Leopold Herzog, Ignaz L ö w, Bernhard Glaser, Dr. Leopold Grünwald, Beny Deutsch, Simon Kzurzka, Ludwig Grün W ald, David Strauß, Albert Blumenthal, Karl Draab, Sigmund Maas, Leopold Stein, Dr. Julius Taube r, Julius G a l l i a, ^acob Müller, Sigmund Gey er Hahn. Floridsdorf. Die jüdische Gemeinde in Floridsdorf hatt Dienstag den 28. Mai ihren verehrten Seelsorger Herrn Dr. Rosen mann anläßlich der keria dlilsk-Feier seines neugeborenen Sohnes einen neuen Beweis aufrichtigster Hochachtung gegeben. Der Gemeindepräses Herr Dr. König, welcher in Begleitung des Vicepräses Herrn E. Grünwald und des Tempelvorstehers Herrn Max N e u m a n n und einer großen Anzahl angesehener Bürger erschienen war, ließ Herrn Rabbiner Rosenmann hochleben. Dr. Funk, Rabbiner der israelitischen Gemeinde in Preßburg, widmete sein Glas dem jungen Weltbürger und dessen schätzbaren Mutter. Herr Dr. Herzfeld, der bekannte Operateur, tastete auf den Gevatter Herrn Ignaz Grünwald. Eine lange Reihe von Reden, sowie ein opulentes Mahl hielten die Gesellschaft bis in die Nachmittagsstunden in angenehmer froher Sümmung zusammen. Prag. In der diesjährigen. Generalversammlung der Israelitischen Beerdigungsb.rüderschafl gedachte zunächst der Vorsitzende, Herr David L i e b e n, in warmempfundener Rede der dähingeschiedenen, um den Verein sehr verdienten Vorstandsmitglieder Leopold Schnürdreher und Wilhelm Popper, sowie des Acluars AlexanderJrmenbach. Hierauf gelangte der Geschäftsbericht zur Verlesung, der einhellig genehmigt wurde. Zum Schluffe fand die Auslosung des Vorstandes statt, bei welcher als gewählt erschienen: David Lieben, Herrn. Jnwald. Herm. Schütz, Adolf Kronberger, Max Hirsch, Salomon Großlicht und Em. Ascher. Teplitz. Hier ist Herr Salomon Lande s m a n n, Bürger der Badestadt Teplitz-Schönau, Kensor der österr.-ung. Bank, gestorben. Nr. 22 " Karlstadt, (Kroatien) 27. Mai. Bei der gestern abgehaltenen Generalversammlung der hiesigen israelitischen Kultusgemeinde wurde zum Prediger und Religionslehrer mit Acclamation Herr Dr. I. D r o b i n d s k y. Rabbiner in Salzburg, gewählte Der hiesigen Gemeinde ist zu dieser Wahl zu gratuliren, da Herr Dr. Drobindsky ein großer Gelehrter ist und unsere Jugend zu guten Israeliten heranbilden wird. Patzau. Unser Rabbiner Se. Ehrwürden Herr Phil. Dr> Max Hoch wurde zum Bezirksrabbiner in Jungbunzlau erwählt und tritt sein neues Amt am 1. August d. I. an. Olmütz. Hier ist nach kaum zweitägiger Krankheit Herr Hermann Brach, Malzfabrikant, einem Herzleiden erlegen. Derselbe war zu Prerau gebürtig und verliert die Jsraelitengemeinde letztgenannter Stadt einen ihrer treuesten Söhne. Einige Tage vorher wurde dessen zu Rossitz im 30. Lebensjahre verstorbene Tochter, Frau Hermine Z e r n e r, hieher überführt und als Erste am neuen Kommunalfriedhof beerdigt. Nun wurde der Vater neben der heißgeliebten Tochter zur ewigen Ruhe bestattet. Herr Hermann Brach hat in hochherziger Weise in seinem Testamente nebst anderen Legaten noch folgende Legate bestimmt: 2000 Kronen für den israelitischen Frauenverein in Olmütz, 1000 Kronen für den Frauen-Wohlthätigkeitsverein in Olmütz und 1000 Kronen für den israelitischen Frauenverein in Prerau^ Bisenz. Nach dem Ableben unseres vorzüglichen, noch im hohen Greisenalter wirkenden Kantors Herrn Josef Kühner wurde die Kantorenstelle vacant. In der Sonntag den 26. Mai d. I. ad hoc einberufenen Ansschußsitzung, zu der fämmtliche Kultussteuercontribuenteu behufs Stimmenabgabe eingeladen waren, wurde Herr Sabbatai Weiß (unter seinen Bernfsgenossen bekannt als Kompositeur Schabsl Weiß) der am Schebuothfeste durch seinen fesselnden stimmungsvollen ausgezeichneten Probevortrag das andächtige Auditorium derart entzückte und begeisterte, daß er per acelamationem einstimmig zum Obercantor der hiesigen Kultusgemeinde ernannt wurde. Friedek. In der Generalversammlung des Humanitätsvereines Chewra-Kadiseha widmete der Obmann Ad. R e i k dem verstorbenen Vereinsrevisor Herrn D. Lichten stern einen warmen Nachruf. Sodann ergriff Herr P. Rosenberg das Wort und referirte in ausführlicher Weise über die Gründe, welche den Vorstand deranlaßten, der Generalversammlung die Ernennung des Herrn Sigmund Reik zum Ehrenmitgliede vorzuschlagen. Er führte aus, welch ein Vorbild Humanitären Wirkens der greise Vater des Vereinsvorstehers für alle Mitglieder war und ist. Der Obmann dankte der Versammlung für die einstimmige Annahme des Vorstandsantrages, nach welchem Herr Sigmund Reik zum Ehrenmitgliede ernannt wurde, und schloß die Sitzung. Das Diplom wird dem Jubilar am 20. Juni, an seinem 80. Geburtstage, überreicht werden. Czernowitz. Vorige Woche fand hier die feierliche Grundsteinlegung zu dem Bethause, das Herr Aron Jsak Goldfrucht aus eigenen Mitteln auf dem ihm gehörigen Grunde in der Kluggaffe erbaut hatte, statt. Unter den zahlreich erschienenen Festgästen bemerkte man den Vorstand der Kultus gemeinde mit den Beamten derselben, die Herren Rabbiner Weiß, Baurath West, Oberingenieur F r ö s ch e l. Oberingenieur Stecher u. v. A. Nach der gehaltvollen Ansprache, die Rabbiner Weiß an die Festgäste hielt und in der er die Bedeutung dieses große Geldopfer seitens des Erbauers des Bethauses erfordernden Actes hervorhob, wurde die diesbezügliche"Urkunde in den Grundstein versenkt, worauf der Bauleiter Ingenieur Goldfrucht mit den üblichen drei Hammerschlägen begann und ihm sämmtliche Gäste hierin folgten. Hierauf wurden zahlreiche Arme bespeist. Das Ehepaar Goldfrucht wurde allseits herzlich beglückwünscht. Wessely a. M. Am 23. d. M., 1 Uhr Nachmittags, wurde Herr Max Kohn, ein noch lediger öljähriger Mann, unter starker Betheiligung der hiesigen israelitischen und christlichen Bevölkerung zu Grabe getragen. Hinter dem Sarge schritt der greise 89jährige, aber noch rüstige Vater mit seinen beiden Söhnen. Ehe der Sarg von der Wohnung des Verblichenen getragen wurde, rccitirie der in der Bisenzer Kultus gemeinde neu engagirte rühmlich bekannte Kantor Herr Weiß in ergreifender Weise die üblichen Trauerpsalmen, nach welchen der Bruder des Verstorbenen Herr Julius Kohn warmempfundene und vom Herzen kommende Abschiedsworte sprach. Am Friedhofe cmgelangt, hielt der Herr Rabbiner unserer Muttergemeinde Ung.-Ostra die Trauerrede, in welcher insbesondere die wahrheitsliebende einfache, bescheidene und wohlthätige Lebensweise des Dahingeschiedenen hervvrgehohen wurde. So schloß die Trauerseierlichkeit für den Per? Ar« Vlvch's WvchrnssML

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