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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1901-04-26 · 17 (26.4.1901) · page 13

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
18 (1901)
Issue
17 (26.4.1901)
Date
1901-04-26
Page
– (sequence 13)
Language
German
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Nr. 17 Dr. Bloch's MochrnjchriN. Sette *97 Wien. (Verlobun g.) Die Tochter des Industriellen Herrn Leopold Guttmauu, Fräulein Gisela G u t t m a n n, hat sich mit Herrn Heinrich M a r s o verlobt. Wien. (Bon der Baron Hirsch-Stiftung.) Herr Sections-Ches Ritter von Gniewosz hat sein Mandat als Curator der Baron Hirsch-Stiftung zurückgelegt. Wien. (T r a u u n g.) Sonntag den 5. Mai d. I. um 12 Uhr Mittags findet im israelitischen Tempel 1., Seitenstcttengasse die Trauung von Fräuleill Marianne R o s e n t h a l, Tochter desHerrn Julius Rosenthal, mit Herrn Emil Freyberg, Sohn des Herrn Wilhelm Freyberg, R.alitätenbesitzer, statt. Wien. (Lehre r-J u b i l ä u m.) Der pensionirte städtische Lehrer Ignaz Blau, Leiter der ehemaligen sechsclassigen Volks- und Religionsfchnle, XVI., Ottakringerstraße 25, feiert am 18. Mai seinen 70. Geburtstag. Aus diesem Anlasse planen einstige College» und Zöglinge des greisen Schulmannes eine kleine Festfeier. Die zahlreichen Verehrer und Freunde des Jubilars mögen ihre Theilnahme an der Festlichkeit dem städtischen Lehrer I. Heksch, II., Springergasse 14, bekanntgeben. Wien. Vereheliche Redaction! Die II., Rueppgasie 15 wohnende Witwe sammt den 7 unmündigen Kindern, im Alter von 15 Jahren bis 0 Wochen, des am 12. d. M verstorbenen Dienstmannes Johann Geller befindet sich in der bittersten und unbeschreiblich jammervollsten Nothlage. Des Ernährers beraubt und durch dessen vorangegangene schwere langwierige Krankheit gänzlich herabgekommen und in drückende Armuth geratheu, ist die Familie dem Elende und der Verzweiflung ganz preisgcgeben. Johann Geller, der als Dienstmann circa 2" Jahre seinen Standplatz am Nordbahnhofe hatte, war wegen seiner Rechtschaffenheit und als strebsamer Familienvater allgemein beliebt und geachtet. An dessen Leichenbegangnitz haben mehr als 200 Personen theilgenommen und Se. Ehrwürden Rabbiner Dr. Julius Bach, der bei einem anderen Leichenbegängnisse fungirte, hat, tief gerührt ob beut erschütternden Unglücke, dem Hingeschiedenen einen sehr warmen Nachruf gehalten nnd den Hinterbliebenen in zu Herzen gehenden Worten Trost gespendet. Wir erlauben uns die ergebene Bitte im Hinblicke auf die höchst jammervolle Nothlage in Ihrem geschätzten Blatte einen Aufruf an edle Wohlthäter ergehen lassen zu wollen und rufen im Voraus ein „Vergelts Gott" zu. Hochachtungsvoll die Vereinsleitung des israelitischen Kranken-Unterstützungsvereins „Der Wiener D i e n st m a n n", Adolf Armuth, Obmann, Simon K w e l l e r, Schriftführer. Krems. Diese Woche verläßt unser langjähriger Leichenv o r st eh er, Herr Philipp Singer, unsere Stadt und übersiedelt mit seiner Familie nach Wien. 25 Jahre versah er das traurige Amt eines Leichenvorstehers. Helfend und tröstend griff er ein, wo cs galt, seines Amtes zu walten. Er scheute keine Mühe, bis in den entferntesten Ort reiste er und brachte jüdische Verstorbene auf den israelitischen Friedhof. Herr Singer erfreute sich der Sympathien sämmtlicher Bewohner unserer Stadt und unsere Glück- und Segenswünsche begleiten ihn in sein neues Heim. Pardubitz. (A n er k e n n u n g durch den m ä h ri s ch en Landesschulrath.) Dem O b m a n n e des Ortsschulrathes in Paulowitz Herrn Ignaz Brieß, Fabriksbesitzer, und Herrn Fabrikanten Edm. F l e i s ch m a n n wurde für ihr durch zahlreiche Wohlthätigkeitsacte zu Gunsten der Volksschule in Paulowitz bethätigtes schulfreundliches Wirken die Anerkennung des k. k. Landesschulrathes ausgesprochen. Prag. (Verlobung.) Fräulein Hedwig Weißenst e i n, Tochter des Herrn Alois Weißenstein, hat sich mit Herrn Max Knöpfelmache r,Beamter der Firma C.T.Petzoldu.Co., Prag, Sohn des Rabbiners Dr. Salomon Knöpfelmacher in Prag, verlobt. Efsegg. Der Tempel in der Unterstadt ist schon längst baufällig. Seitens des Magistrates wurde der dortigen Cultusgemeinde aufgetragen, die constatirten Mängel zu beheben oder den Gottesdienst einzustellen. Gleichzeitig wurde für einen eventuellen Unglücksfall der Cultusvorstand Kellner verantwortlich gemacht. In einer Zuschrift an den Magistrat lehnt Herr- Kellner jede Verantwortung für eventuelle Folgen der Baufälligkeit des Tempels ab, weshalb vom Magistrate die Sperrung des Tempels angeordnet werden wird. Gr.-Kanizsa. Herr Adolf R o s e n f e l d, Schwager des Gemeindepräses Herrn Wilhelm Gutmann de Gelse, hat anläßlich seiner 40iährigen Ehe am 7. April d. I., eine 2000 Kronen-Stiftung zu Gunsten armer Greise bei der hiesigen Gemeinde gegründet. G. Strakorntz. Unser langjähriger, allgemein geachteter und verdienstvoller Tempel- und Cultusgemeinde-Vorsteher Herr Moritz Saxl, hat aus Gesundheitsrücksichten sei» Ehrenamt niedergelegt. Bei der am 18. d. M. im Sitzuugssaale der israelitischen Gemeinde infolge dieser Demission stattgefundene» Neuwahl wurden Herr Eduard Fuchs, Fabrikant, zum ersten Vorsteher, Herr Heinrich Benisch, Handelsmann, zum zweiten Vorsteher und Herr Jacob Kraus zum Tempelvorsteher einstimmig gewählt. E. B. Raab. (De. rRaab und Raab-Szigeter israelitische Frauenverein) versendet soeben den Bericht über das vorjährige Geschäftsjahr, welchem mit Befriedigung zu entnehmen ist, daß derselbe in seiner Entwicklung allmählig fortschreitet. Es wurden 126 arme Schulkinder mit completen Winterkleidern beschenkt. Die Ausgaben hiefür, ferner die Unterstützungen, Bertheilung von Lebensmitteln, Holz, Bespeisung armer Schulkinder u. s. w. belaufen sich auf 6500 Kronen. Es verdient insbesonders hervorgehoben zu werden, daß die Errichtung einer jüdischen Volksküche in Aussicht genommen ist, wofür bereits ein Fond von 3500 Kronen vorhanden ist. Da der Letztere aber noch nicht genügt, so ergeht an die Glaubensgenossen unseres Comitats der warme Appell, durch Zuweisung von reichen Speichen das baldige Jnslel entreten der einem dringenden Bedürfnisse entspringenden jüdischen Volksküche zu ermöglichen. Schließlich sei noch ermähnt, daß sich Frau Johanna Herzl- K e p p r ch als Präsidentin um den Verein namhafte Verdienste erworben hat. Sereth (Bukowina). Bei den nach nahezu 18 Jahren ersten Cultusvorstandswahlen wurde Allxander S. Schreiber zum CultusVorsteher und Jsac Berall zum Bicecultusvorsteher gewählt. Hierauf ergriff Herr Schreiber das Wort, dankte für das Vertrauen, das ihm hiedurch gezeigt wurde und widmete dem langjährigen jüngst verstorbenen Cultuspräsidenten Doctor H a c z e k einen warmen Nachruf. Czernowitz. (C u l t u s r a t h s w a h l e n.) Bei der Wahl aus dem I. Wahlkörper wurden folgende Herren zu Cultusräthen auf eine sechsjährige Functionsdauer -gewählt: Dr. Jacob Ausländer, Dr. Fritz Billig. Samuel LUtting e r jun. und Isidor Chodrower. Tarnopol. In der am 17. April l. I. stattgehabten Constituirungssitzung des hiesigen israelitischen Cultusrathes wurde das rühmlichst bekannte und allseits geachtete Mitglied unserer Gemeinde Herr kais. Rath Bernhard Schütz zum Cultuspräsidenten gewählt. Herr Schütz besitzt ein schönes Renommee und zählt zu den hervorragendsten und angesehensten Mitgliedern unserer Stadt. Die Ehrenämter, die Herr Schütz bekleidet, sind sehr zahlreich. Er ist kais. Rath, Handelskammer-, Bezirks- und Gemeinderath, Director der hiesigen Sparcaffe, Censor der Oesterreichisch-ungarischen Bank, Ehrenmitglied des Vereines „lack 0daru2im" rc. Unsere Gemeinde kann sich zu dieser überaus günstig ausgefallenen Wahl gratuliren. Austerlitz. Am 27. März l. I. starb in Sokolnitz bei Brünn der wegen seiner philanthropischen Gesinnung in den weitesten Kreisen bekannte Privatier Herr Ignatz Jellinek, Vater des Herrn Adolf Jellinek in Firma Earo und Jellinek in Wien. Der Verstorbene war ein Wohlthäter der Armen im weitesten Sinne des Wortes; von der Beliebtheit und Werthschätzung, deren sich derselbe erfreute, legte auch die imposante Betheiligung bei den am 29. März in Austerlitz stattgefundenen Leichenbegängnisse Zeugniß ab. Herr Rabbiner Dr Max Steif verlieh in beredten Worten der Hochachtung, deren sich der Verstorbene erfreute, besonderen Ausdruck, indem er die Verdienste hervorhob, die sich der Verstorbene in uneigennützigster Weise um die Armen Md Bedrängten erworben hat. Nachdem Herr Obercantor Joses Schön unter Assistenz des Tempelchores in äußerst ergreifender Weise die Trauergesänge vorgetragen, setzte sich der große Zug Leidtragender in Bewegung. und gab diesem Menschenfreunde bis zum Friedhofe das letzte Geleite. Austerlitz. Am Sonntag den 14. April l. I. hat sich Fräulein Adele Krauß, Tochter der bekannten Restaurateurin Frau Rosalie Krauß von hier, mit Herrn Jaques Graf aus Olmütz verlobt. Brünn. Sonntag den 26. April l. I. findet in Brünn im Sitzungssaals der israelitischen Cultu gemeinde, Basteigaffe Nr. 1, eine Generalversammlung des Mährischen Cantoren-Vereines mit nachfolgender Tagesordnung statt: Jahres-, Caffa-, und Vereinsbericht; Mittheilung der bereits genehmigten Statutenänderung; Neuwahl des Vereinsvorstandes; Freie Anträge. Um 8 Uhr Abends findet eine gesellige Zusammenkunft im Restaurant Mehler, Adlergasse Nr. 24, statt. Berlin. (Lehranstalt für die Wissenschaft des Judenthums.) Der 19. Bericht des Curaloriums der Lehranstalt für die Wiffenschaft des Judenthums für das Jahr 1900 weist ein Vermögen der Anstalt von M. 229.936-75 und Jahresausgaben in Höhe von M. 22,961 80 nach. Dem Bericht

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