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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1901-03-08 · 10 (8.3.1901) · page 15

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
18 (1901)
Issue
10 (8.3.1901)
Date
1901-03-08
Page
– (sequence 15)
Language
German
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Nr. 10 Or. Blvch's Wochenschrift Seite 175 Wien. Dr. Jacob Kohn, Beirath des jüdischen Bolksvereincs, Hof- und Gerichtsadvocat, hat seine Kanzlei in Wien, I., Bäckerstraße 4, eröffnet. Wien. Am 11. d. M. feiern die Eltern der Frau Amalie Beck, Präsidentin des Josefstädter Fcauen-Wohlthätigkeits-Bereines, ihre goldene Hochzeit. Herr Abraham Zack und seine Gattin Katliarine sind seit einigen Jahren von Austerlitz nach Wien übersiedelt, um im Kreise ihrer Kinder, Enkel und Urenkel ihren Lebensabend ruhig und angenehm zu verbringen. Herr Abraham Zack, ehemaliger langjähriger Bürgermeister von Austerlitz, erfreut sich wegen seiner biederen und wohlthätigen Gesinnung einer allgemeinen Beliebtheit. E. B. Wien. Am 5. d. M. hat die Beschneidung des Söhnchens unseres langjährigen Administrators Herrn Max Schwager durch den bestbekannten Operateur Herrn Dr. Herzfeld stattgefunden. Zu derselben hatten sich eingefunden: Herr Rabbiner Dr. Ad. S ch m i e d l, Herr Rabbiner Dr. G e l b h a u s nebst Gemahlin, Herr Dr. I. S. B l o ch und Gemahlin, Herr Obercantor Singer und Gemahlin, Herr Obercantor Guttmann, Herr Bethaussecretär Königsberger und Gemahlin, und zahlreiche Verwandte und Freunde der Familie. Die Herren Obercantoren Singer und Guttmann besorgten den gesanglichen Theil des Actes, während Se. Ehrwürden Herr Rabbiner Dr. Schmiedl eine alle Anwesenden entzückende Rede hielt. E. B. Wien. (Adelsverleihung.) Se. Majestät der Kaiser hat den Großindustriellen Leopold May in Nugarisch-Ostra und Julius May in Ungarisch-Hradisch den Adelsstand mit dem Ehrenworte „Edler" verliehen. Wien. (P f l e g e r i n n e n s ch u l e n.) Im Verein zur Unterstützung israelitischer Handwerker und Kleingewerbetreibender wird Frau Henriette Weiß einen Vortrag über „Pflegerinnenschulen" halten. Dieser Vortrag wird Donnerstag den 14. März 1901,7*,4 Uhr Abends, im Festsaale des Ingenieur- und Architekten- Vereines, I, Eschenbachgaffe 9, bei freiem Eintritte stattfinden. Wien. Am 23. Februar fand die Constituirung des neugewählten Vorstandes des Vereines „Tomech Ewjomin" statt. Herr Obercantor Mayer Schorr wurde zum Obmann. Herr Sigmund Figdor zum Obmann-Stellvertreter, Herr Josias Goldschmidt zum Cäffier, Herr Arnold Rosenfeld zum Schriftführer, Herr Michael Figdor zum Controlor, die Herren Geza Braun und Marcus Spiegel zu Revisorengewählt. Der Vorstand, dem auch die Herren Wilhelm Kohn und S. Diamant angehören. hat in derselben Sitzung den einstimmigen Beschluß gefaßt, den bisherigen Obmann dieses in hierorts einzig in seiner Art wirkenden Vereines, Herrn Professor S. Hoffman«, in dankbarer Würdigung seiner hervorragenden und unvergänglichen Verdienste um den Verein zum Ehrenobmanne zu ernennen. Wien-Ottakring. Sowie alljährlich veranstaltete auch Heuer die hiesige „Chewra-Kadischa" im Tempel der israelitischen Cultusgemeinde Ottakring, Hubergaffe 8, am Vorabend des 7. Adar (25. Februar) für die verstorbenen Bereinsmitglieder ein solennes Requiem. Unter den Anwesenden bemerkte man Herrn Cultusvorsteher Salomon Rosner als gleichzeitiges Ehrenmitglied des Vereines, den Präses und Ehrenmitglied Dr. Anton Löwy, den Bicepräses Sigmund Weiler, Cassier Samuel Kohn. die Controlore Adolf Kohn und Moritz Pick, ferner die Ausschußmitglieder Leopold Kohn, Leopold Trebitsch, Samuel Brandt. Josef Weinberger und Moritz Auspitz. Weiters den Bethausvorsteher Alexander Steiner, das Ehrenmitglied des Vereines Bernhard Trnka nebst vielen Honoratioren der Gemeinde und Deputationen der übrigen humanitären Vereine. Nach dem Minchagebet wurde vom!. Cantor, Herrn Moritz Schlesinger, Psalm 49, componirt von Sulzer, in ergreifender Weise vorgetragen, wobei er von dem unter der tüchtigen Leitung des Chordirigenten Isidor Porth^ stehenden Chore unterstützt wurde. Eine wirkungsvolle Trauerrede hielt Herr Rabbiner Dr. Julius Max Bach. Nach Verlesung der Namen der im abgelaufenen Jahre verstorbenen Bereinsmitglieder wurde das Schiwißi gesungen, ivomit die Feier stimmungsvoll endete. Wien. Die Lese- und Redehalle jüdischer Hochschüler hielt am 27. Februar in Khuner's Restaurant ihre XIV. ordentliche Plenarversammlung ab. Das rege Interesse und die lebhafte Betheiligung seirens der jüdischen Studentenschaft geben uns die sichere Gewähr, daß der Verein im steten Aufschwung begriffen ist. Ferne von jedem politischen Getriebe will sie den jüdischen - tndenten eine Pflegestättc sein. — Aus dem Rechenschaftsberichte, den der Präses cand. jur. Siegfried Dankowits erstattete, entnehmen wir mit Freude, daß der Ausschuß mit gutem Erfolge stets bestrebt war, das Allsehen des Vereines nach Außen hin, sowie nach Innen zu erhöhen und zu festigen. Hervorragende Männer der Kunst und Wissenschaft hatten sich in liebenswürdiger Weise in den Dienst des Vereines gestellt. Wir erwähnen unter Anderem die Herren Dr. Weiß, Dr. Adolf Gelber, Dr. Rudolf Lothar, Vincenz Chiavacci, denen der Referent den herzlichsten Dank votirte. Zur wissenschaftlichen Ausbildung der Mitglieder wurden wissenschaftliche Sectionen errichtet, deren Leitung in liebenswürdiger Weise Dr. Sadger (Hydrotherapie), Dr. Fischl und jur. Schapira (juristische Section), Dr. Kaminka (Religionsphilosophie und hebräische Sprache), stud. med. Glogau (italienische Sprache) cand. jur. Brill (Stenographie) übernahmen. — Nach einer kurzen Debatte, die sich an das Referat anschloß, wurde der neue Ausschuß gewählt. Es wurden gewählt in das Präsidium: cand. jur. Robert Glesinger als Präses, cand. med. Abraham Ramler als I. Bicepräses» 3tud. techu Ignatz Kohn als II. Vicepräses; in den Allsschuß: «and jur. Bernhard Schapira. I Schriftführer; stud jur. Arthur Brill, II. Schriftführer; stud. med. Abraham Feuerring, Zeitungsverweser; eand. jur. Ignatz Weintraub, I. Cassier; stud. jur. Friedrich Winter, II Cassier; stud. ph.il Ernst Müller. Bibliothekar; stud. m6d. Max Wertheimer, Hallsverweser. Der neugewählte Präses, cand jur. Robert Glesinger dankte im Namen des Ausschusses für das ihm durch die Wahl erwiesene Vertrauen und gab der Zuversicht und dem Wunsche Ausdruck, daß der Verein beim Zusammenwirken der Mitglieder und des Ausschusses den von ihm erstrebten Zweck vollauf erreichen werde. Wien. (T a l ni u d - T h o r a.) Der Beth-hamidrasch-Verein „Talmud-Thora", II., Malzgaffe 16, hielt Sonntag den 3. d.M seine .3. ordentliche Generalversammlung ab. Fast sämmtliche Mitglieder des Vereines hatten sich eingefunden und über Einladung des Vorstandes waren auch viele Ehrengäste, darunter die Vorsteher und Delegirten vieler Vereine erschienen. Nachdem der Vereinsobmann Herr S. Buchwald die Anwesenden aufs Herzlichste begrüßte, hielt Se. Ehrwürden Herr Vereinsrabbiner M. Kramer die übliche Eröffnungsrede. In der ihm eigenen schwungvollen Sprache illustrirte der begeisterte Redner die hehren Tendenzen und Agenden des Vereines, entwickelte, als das geistige Oberhaupt desselben, sein eigenes Programm, das darin gipfelte, durch strammes, unentwegtes Allsharren auf streng gesetzestreuem traditionellem Boden das Forschen und Verbreiten von Thora Hakdauscho zu fördern und nur der äußeren Form der Vorträge ein den Zeitverhältnissen entsprechendes, ein dem Zeitgeist anpassendes Relief zu verleihen. Hierauf ergriff der Vereinsobmann das Wort, um dem stürmisch acclamirten Vorredner für dessen eminente Leistungen die wohlverdiente Anerkennung auszudrücken. _ Aus das dermalige Entwicklungsstadium des Vereines übergehend, schilderte der Redner in seiner gewohnten schlichten, aber markanten Ausdrucksweise die materiellen Kämpfe, die der Verein um seine Existenz dnrchzukämpfen hat, und bittet, demselben in Würdigung seiner ersprießlichen Thätigkeit eine regere Theilnahme zuzuwenden. Sodann wurde, da der vorgelegte Rechenschaftsbericht allgemeine Befriedigung Hervorrust, dem Vorstande das Absolutorium ertheilt und in denselben folgende Herren mit Acclamation wiedergewählt: S. Buchwald, Obmann; Dr. S. Korrein. Obmann-Stellvertreter; L. Hirsch, Cassier; M. L. Kohn, Controlor; M. Hofbauer, Schriftführer; Professor M. Antscherl, M. Löwy, M. Mensch. A. Singer, M. Tauber und I. Warkany, Ausschüsse. Wien. Am Samstag den 2. März d. I. fand im Cursalon (Stadtpark) das diesjährige Faschingsunternehmen des Vereines „Zwanglos" unter der Devise „Bunte Redonte" statt, welches ein zahlreiches distinguirtes Publicum in den genannten Sälen versammelte. Obwohl kein Maskenzwang vorgeschrieben war. erschienen doch die meisten Damen in eleganten Dominos und bald entwickelte sich ein buntes Treiben, welches erst bei Tagesanbruch ein ftöhliches Ende fand. Dell Ball eröffneten folgende Paare: Der Obmann Herr Julius Ehrlich mit Frau Rosa Fuchs, Herr Sigmund Kaufmann mit Frau Malvine Miklas, Herr Dr I. Bernstein mit Frau Marie Ehrlich, Herr Julius Fuchs mit Frau Dr. Mina Bernstein, Herr Gustav Westreich mit Frau Frieda Kafka, Herr Karl Beck mit Frau Frieda Westreich, Herr S. Auspitz jun. mit Frau Irma Beck, Herr Dr. Emanuel Moldauer mit Frau Sofie Auspitz, Herr Carl Deutsch mit Frau Hermine Deutsch, Herr Arnold Guttmann mit Frau Bertha Guttmann, Herr Carl Josef mit Frl. Else Baumann, Herr Dr. D. Moldauer mit Frl. Lotte Bermann, Herr Dr. Hoffmann mit Frl. Bertha Moldauer, Herr R. Miklas mit Frau Antonie Kaufmann, Herr Oskar Ehrenstein mit Frau Dr. Susanna Moldauer, Herr S. Munk mit Frau Josefine Ehrenstein, Herr Max Herbatsch mit Frl. Emma Maier, Herr Dr. Julius Süßwein mit Frl. Blanca Munk, Herr A. Schifferes mit Frl. Olga Steiner, Herr M. Schifferes mit Frl. Elsa Grünhut, Herr Dr. Leopold Brady mit Frl. Rosa Spitzer, Herr Oskar Weiß mit Frl. Alice Schüller, Herr Siegfried Bleier mit Frl. Else Grünhut, welchen sich die weiteren Paare anschlossen. Das Reinerträgniß dürfte jenes des vorjährigen Festes weitaus übersteigen und fließt dem wohlthäiigen Zwecke des Vereines zu. Di scS günstige Refuliat ist den vereinten Bemühungen des Vorstandes und dem Festcomitö zu danken, an dessen Spitze der verdienstvolle Obnlann Herr Julius Ehrlich, wie immer, eine rastlose Thätigkeit ensaltete. Wien. (Verein „Tiferes Bachurim".) Dieser humanitäre Verein verfolgt den edlen Zweck, hiesigen, mittellosen Jünglingen, die dem Talmudstudium auf den Jeschiboch obliegen,

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