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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1901-01-18 · 3 (18.1.1901) · page 12

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
18 (1901)
Issue
3 (18.1.1901)
Date
1901-01-18
Page
– (sequence 12)
Language
German
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44 Dk VlochD bestehend aus den Mitgliedern James Seligmann, Luis Stern Md A. I. Dittenhoefer. war nach St Louis gekommen, um Rabbi Harrison für die Stelle am »Tempel Emanu-El", die einen Jahresgehalt von 10.000 Dollars einbringen soll, zu gewinnen. Er aberzoges vor, der hiesigen Gemeinde weiter als Seelsorger zu dienen. — Rev. David Wolfs, einer der ältesten Rabbiner des Staates New-Iork, stürzte heute Abend hier in seiner Wohnung todt zu Boden. Seit 30 Jahren war er Rabbi der Gemeinde Emanu-El. Vorher hatte er der jüdischen Gemeinde an der 4. Straße, New-Jork, vorgestanden. Bier Kinder überleben ihn. Er war in Deutschland geboren. Auf religiösem Gebiete der jüdischen Kirche galt er als Autorität. Vermischtes. Wien. (Politischer Bvlksverein.) Samstag den 19. d. M., V,8 Uhr, veranstaltet der Politische Volksverein im großen Saale des »Hotel Central"', II., Taborftra ße8, einen:. Bortrag des Germanisten Herrn Rabbiner Dr. Max Gruuwald aus Hamburg über das Thema: „Goethe und die Jude n". Die Eintrittskarten zu diesem eine abschließende jüdische Goethefeier darstellenden Bortrage werden unentgeltlich verabfolgt und können schon jetzt in der Kanzlei des Vereinspräfidenten, Herrn Dr. Hermann Fialla. Hof- und Gerichtsadvocaten, l., Schottenring 23, behoben werden. E. B. Wien. (Sr. Adolf Schmiedl.) Am 27. d. M. begeht der greise, viel verehrte Rabbiner Herr Dr. Adolf Schmied! das 80jährige Wiegenfest. Seitens der Repräsentanz der Wiener Cultusgemeinde sind für den Jubilar besondere Ehrungen in Aussicht genommen. Im Hinblick auf die Sympathien, deren sich Herr Dr. Schmied! in der ganzen Wiener Gemeinde und weit über ihre Grenzen hinaus als Gelehrter und als Mensch erfreut, darf erwartet werden, daß sich dieses Jubiläum zu einem allgemeinen Feste gestalten wird. Wien. (E i n g e s e n d e t.) Hochgeehrter Herr Redactenr! Dieser Tage besuchte ich das Dianabad. da sah ich im Wanesaal einen Tisch mit Zeitungen, zum Theil illustrirte und zum Theil Sportblätter. Ein einziges politisches Tageblatt war dabei, das war die berüchttgte »Deutsche Zeitung"'. Dieselbe enthielt an leitender Stelle einen Hetzartikel der schmutzigsten Art. Commentar dazu ist überflüssig. Ich wollte hiermit den Besuchern des Bades dies zur Kenntniß bringen. Wien, den 15. Jänner 1901. Hochachtungsvoll Albert Mandelbaum. Wien, 9. Jänner. »Löbl. Redaction! In letzter Zeit werden die von den wohlhabenderen Bevölkerungsschichten bewohnten Theile unserer Stadt von mit Opferbüchsen bewaffneten Personen im Namen verschiedener Bethausvereine Gaben heischend heimgesucht. So lange diese Erscheinung nur alle »heilige Zeit" Straßen und Häuser unsicher machte, war sie schon lästig genug; jetzt, wo fast kein Tag vorübergeht, ohne daß man einer oder mehrerer dieser zerlumpten, nach Branntwein duftenden Gestalten an Orten begegnet, wo man sie am wenigsten antreffen sollte, bilden sie mehr als eine Landplage; sie sind ein Schimpf unserer Gemeinde. Und darum, glaube ich, wäre auch die Borstehung berufen, hier ein die Lust reinigendes Gewitter loszulaffen. Diese Sendboten verschiedener junger Bethausvereine mögen ja recht malerisch wirken, Respect vor einer Glaubensbruderschaft, die keine anderen Mittel findet, um ihre religiösen Bedürfnisse zu befriedigen, werden sie Niemanden einflößen. Ich bitte Sie, hochgeehrter Herr Redacteur, den verehrlichen Cultusvorstand durch Veröffentlichung dieser Zeilen auf die geschilderte häßliche Erscheinung aufmerksam zu machen. Sie werden sich dadurch den Dank vieler Glaubensgenossen verdienen. In vorzüglicher Hochachtung G. Bettelheim." Wien. (Trauung.) Sonntag den 20. d. M. um %4 Uhr Nachmittags findet im Tempel der Seitenstettengaffe die Trauung der Tochter des k. k. Hoflieferanten A. I. Löw, Fräulein Gisela Löw mit Herrn Emil Schwarz, Juwelier in Wien, statt. Wie«. Gelegentlich der am 7. d. M. abgehaltenen 40. Generalversammlung des »Israelitischen Kranken- und Unterstützungsvereines für den IV. und V. Bezirk" — als einen der ältesten — wurden folgende Funktionäre gewählt: Die Herren Simon Spitzer, zum. Obmann; Simon Schlechter, zum Obmann- Stellvertreter; Jacob Jriedberg, zum Schriftführer; Wolf, zum Cassier; Siegmund Friedländer und Max Spitzer, zu Revisoren. WortzrÄrarrur. »<*.3 Wien. Sonntag den 20. Jänner 1901, 11 Uhr Bormittags, findet im Ceremoniensaale des Tempels IX., Müllnergaffe 21, die 4. ordentliche Generalversammlung des »Frauenhort", israel. Frauen-Wohlthätigkeits-Bereines im Bezirke Alsergrund in Wien, statt. Tagesordnung: a) Genehmigung des Jahresberichtes und des Rechnungsabschlusses für die Jahre 1899 und 1900; d) Neuwahl in die Bereinsleitung; e) Wahl zweier Revisoren und Scrutatoren; 6) Eventuelle Anträge und Interpellationen. Wien. Der Humanitäts-Verein der Trebitscher in Wien veranstaltet Mittwoch den 23. d. M. in den Prachtsälen des »Hotel Continental," II., Taborstraße 6, einen Festabend, verbunden mit Vorträgen und Tanz. EntrSekacten sind bei den Vorstands¬ und Comitßmitgliedern, ferner in der Delicatessenhandlung Josef Löw, II. Proterstraße 18, »Cafe Donau". II. Praterstraße 10, und »Cafö Löwy", Ü. Kaiser Josefstraße 25, zu haben. Wien, 16. Jänner. Donnerstag den 10. d. M. verschied hier plötzlich Frau Kraus, Gattin des Tempelvorstehers im Bethause Am Volkert, Herrn Max K > ans. Den Gatten ereilte die Trauerbotschaft in Meran, wo er seit längerer Zeit behufs Wiederherstellung seiner Gesundheit weilte. Sofort kehrte er in sein Haus zurück, um der Verstorbenen die letzte Ehre zu erweisen. Dieselbe erfreute sich in weitesten Kreisen wegen ihres wohlthätigen Wirkens außerordentlicher Beliebtheit. Die Beerdigung, welche Sonntag Vormittags stattfand, gestaltete sich zu einer imposanten Trauerkundgebung. Herr Obercantor S eifert verrichtete auf dem Friedhofe die Trauergebete, worauf Herr Dr. Daniel Fink der Verstorbenen eiueuMMucherzigen Nachruf hielt. Wien. (Fremde Orden.) Se. Majestät der Kaiser hat gestattet, daß die nachbenannlen österreichischen Angehörigen die ihnen verliehenen auswärtigen Orden und Titel annehmen, tragen und führen dürfen, und zwar: der Kammervirtuose Alfred Grün feld in Wien de^ persischen Löwen- und Sonnenordett III. Claffe; der Gutsbesitzer Isidor Rosenstock in Wien das Officierskreuz des italienischen Kronenordens und den ottomanischen Medjidie-Orden IV. Claffe; der Kaufmann Marco Z i sk o v i c in Constantinopel den montenegrinischen Danilo-Orden IV. Claffe; der Hotelbesitzer Emil Baruch in Marienbad den persischen Löwen- und Sonnenorden IV. Claffe; der Inhaber der Uniformirungsanstalt M. W o l f in Wien, Moriz Wolf, der Badearzt Dr. Ferdinand Baruch, der Bauquier Moriz Heller und der Vertreter der Pilsener Genoffenschaftsbrauerei Sigmund Maier in Marienbad, dann der Prokurist der Firma Schenker & Comp, in Brüssel, Otto Handel, und der Zahnarzt Dr. Leo Mayer in Wien den persischen Löwen- und Sonnenorden V. Claffe; der Galanteriewaarenhändlev Siegfried Fischt in Marienbad die persische goldene Löwen- und Sonnenmedaille; der Zahnarzt Dr. Leo Mayer in Wien den Titel eines serbischen beziehungsweise persischen Hofzahnarztes, der Inhaber der Uniformirungsanstalt M. Wolf in Wien, Moriz Wolf, den Titel eines persischen Hoflieferanten. Wien. (Wohlthätigkeitsakademie.) Der unter der Leitung der Präsidentin Frau Dr. Bertha K o h n und des Obmannes des Vergnügungscomitös Dr. Joseph Winternitz stehende Leopoldstädter Frauen-Wohltdätigkeitsverein veranstaltet am 26. d., im großen Musikvereinssaal eine Akademie. Dem Festcomite, welches von den beiden Vereinen eingesetzt wurde, ist es gelungen, die Mitwirkung allererster Kräfte der Hofoper und anderer Theater zu gewinnen, so daß ein interessantes Programm festgestellt werden konnte. An die Borträge, die eine größere Zeit in Anspruch nehmen werden, schließt sich ein Tanzkränzchen an, das sehr animirt zu werden verspricht, weil das Comitß auch für diesen Theil des Festabends besondere Vorbereitungen trifft. Die Veranstaltung bietet so viele Anziehungspunkte, daß die Nachfrage nach Karten jetzt schon eine sehr lebhafte ist. Dem genußreichen Feste wird gewiß auch der materielle Erfolg nicht fehlen, welcher dem wohlthätigen Zwecke der beiden gemeinnützigen Vereine zu statten kommen wird. Wien—Währing. Herr Alexander Winterberg, seit 1674 Communallehrer und Religionslehrer in Wien, und seit 1855 — 46 Jahre — im Lehramte thätig, feierte am 10. d. M. sein 70jähriges Geburtsfest. Collegen und Verehrer haben ihm aus diesem Anlässe herzliche Ovationen und Beweise der Sympathie dargebracht. Die synagogale Feier zu Ehren des Herrn Winterberg findet am 2. Februar d. I. im Tempel zu Währing, Schopenhauerstraße, um halb 10 Uhr statt. Wien. (L e o p o l d st äd t er Kr a n k.en - Unterstützungsverein »Nächstenlieb e".) Samstag den 19. Jänner 1901 findet im Prachtsaale des Hotels »Bayrischer' mmmmmmrnim

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