Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 17 (1900)
- Issue
- 37 (14.9.1900)
- Date
- 1900-09-14
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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Sette 676 Dr. Bloch's Wochenschrift. Nr. 37 Spinoza in Deutschland Gekrönte Preisschrift. Von Dr. Max Grunwald IV, 380 8. — M. 7.20. Verlag von 8. Calvary & Co. Berlin N. W. 7. „Der mit Glück erfasste und originell durchgeführte Gedanke, die Wandlungen in der Erkenntniss und Auffassung Spinoza’s in engem Zusammenhänge mit dem Umänderungsprocesse der modernen Weltanschauung selbst in Verbindung zu bringen, bebt die Arbeit über das Durchschnittsmass literarhistorischer Leistungen hinaus und gewährt ihr die Bedeutung eines durchaus eigenartigen Beitrages zur modernen Culturgeschichte“. (Aus den Urtheilen der Preisrichter.) „Ich weiss nicht, was ich mehr bewundern soll, die ungeheure Gelehrsamkeit, die das gigantische Material zusammenbrachte, oder die Klarheit, mit der es verarbeitet ist. Ich, der Ungelehrte, würde da an ein Wunder glauben, wenn ich es als Spinozist dürfte. Und wie viele, ausser mir, sind Ihnen für die gewaltige Arbeit zu innigstem Danke verbunden.“ (Aus einem Briefe Spielhagen’s an den Verfasser.) Eine zweite Preisschrift von demselben Verfasser: Die Eigennamen des Alten Testamentes in ihrer Bedeutung für die Kenntniss des hebräischen Volksglaubens. Verlagsbuchhandlung Wilhelm Koebner (Inhaber M. & H. Marens) in Breslau. Preis Mk. 2.50. In dem Bericht der Facultäten an der kgl. Universität zu Breslau vom 27. Jänner 1894 äussert sich die evangelisch-theologische Facultät über diese Arbeit: „Diese Abhandlung zeugt von grossem Fleiss und reichen Kenntnissen“ und bekundet „reiches und vielseitiges Wissen auf dem Gebiete der Sprach- und Religionswissenschaft“. ROMANICAE BES. I Garp und die Jodenfrage. Von Spartacus. Unter vorstehendem Titel erschienene Brochure, aus berufenster Feder, geiselt die verrotteten Zustände Rumäniens im Allgemeinen und schildert, ins Einzeln-te gehend, die Ursachen der Massenauswanderung rumänischer Juden, wie deren Fo gen für das Land. Die lebhaft und sachlich geschriebene Brochure ist ein flammender Protest gegen die staatlich gehegte und geschützte Barbarei und ein wichtiges historisches Document zugleich. . Der Reinertrag ist den Zwecken der rumänischen Juden gewidmet. Die Brochure ist um i Krone in der Redaction der «Oesterreichischen Wochenschrift» zu haben. Milch-Meierei f, f- % M U U N M W || bt 1 p ♦ i p U i % i M 1 I I ijß ^EW-yORK U 99 Lebens-Versicherungs-Gesellschaft. Aelteste und grösste Internationale Lebens-Verslclierungs- Gesellschaft der Welt. Gegründet im Jahre 1845. In Oesterreich seit 1876. Im Jahre 1899 hat die Gesellschaft an ihre Versicherten für Gewinne (Dividenden) einen Betrag von über : 13 Millionen Kronen und seit Bestand (1845) an Gewinnen über: 283 Millionen Kronen zur Auszahlung gebracht. Die auf das österreichische Geschäft dem hohen k. k. Ministerium des Innern in pnpillarsicheren Werthen bisher geleistete Cantion beläuft sich aut ungefähr: 19 Millionen Kronen. General-Direction für Oesterreich: Vien, I , Graben 8 (im Palais der Gesellschaft). W I 1 ü W I W I 1 % ü I I 1 i ü I l i i Max Marmvrosch-Stiftung. Am 5. Kislew (27. November 1900), als dem Sterbetage des Herrn Max Marmorosch, gelangen aus obiger Stiftung zwei Plätze ä 275 Kronen an arme israelitische Schüler der Wiener Handelsakademie zur Verleihung. Unter den kompetenten genießen bei gleicher Würdigkeit in erster Linie den Vorzug solche Bewerber, welche mit dem Stifter Herrn Jacob Marmorosch, mit dessen Gattin Frau Rachel, geb. Löbl, oder mit deren Schwiegersöhnen Herrn Hermann Lemberger und Herrn Carl Pisling verwandt sind, in zweiter Linie solche, welche in Bukarest geboren oder dort ihre Erziehung ganz oder zum Theile genossen haben. Die mit dem Geburts-, Armuths- und den bisherigen Schulzeugnissen, sowie eventuell mit den im Sinne des vorhergehenden Absatzes ein Vorzugsrecht begründenden Nachweisen belegten Gesuche sind im Einreichungsprotokolle der israelitischen Cultusgemeinde Wien, I., Seitenstettengasse 4, II. Stock, woselbst auch Gesuchsblanquette unentgeltlich zu beheben sind, bis 30. September 1900 zu überreichen. Nicht entsprechend belegte oder verspätet überreichte Gesuche werden nicht berücksichtigt. BERTHA EHREN REICH Wien, II., Darwingasse 20. Stallansschank n. Melkstnnden Kaffee-Milch 23 Heiler, Kinder-Milch 32 Heller. 645 Bestellungen werden prompt ins Haus gestellt. tue über 30 Jahre etablirte Firma am Wiener Platze, im Papierfache, die auch in Deutschland gut eiugeführt ist, möchte sich, wenn sich ein umsichtiger Kaufmann dazu entschließt, als Theilhaber beizutreten, in Deutschland etabliren, doch müßte derselbe dort das Geschäft leiten. Anträge unter „Bestimmter Erfolg" postlagernd IX., Lazarethgasse. 646 S. M. Klinger'sche Widmung für jüdische mittellose Wöchnerinnen. Am IO. November d. I. gelangen die Erträgnisse der von Herrn Samuel Klinger zum Andenken an seine Gattin Frau Pauline Klinger errichteten Stiftung an vier arme israelitische Wöchnerinnen im Betrage von je 95 50 Kro.ren ö. W. zur Verleihung^ Die Bewerberinnen haben die mit ihrem Geburts- und Trauungsscheine und dem Armuthszeugnifse versehenen Gesuche bis längstens 30. September 1900 int Einreichungsprotokolle der israelitischen Cultusgemeinde, I., Seitenstettengasse 4, I. Stock, während der Amtsstunden von 9—12 Uhr Vormittags, woselbst auch Gesuchsblanquette unentgeltlich zu beheben sind, zu überreichen. Aus mit den oben geforderten Beilagen nicht versehene Gesuche wird keine Rücksicht genommen. Wien, am 1. September I960. Der Vorstand der israelittschen Cultusgemeinde. Herausgeber und verantwortlicher Redactenr: Dr. Zosef S. Bloch. — Druck von L. Beck & Sohn, Wien, vm.