Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 17 (1900)
- Issue
- 36 (7.9.1900)
- Date
- 1900-09-07
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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Sette 660 Dr. Blorlr's Mochenftj;r'.st. Nr. 36 Lpirioza in Denlsetilancl Gekrönte Preisschrift. Von Dr. Max Grunwald IV, 380 8. — M. 7.20. Yerlag von S. Calvary &Co. Berlin H.W. 7. „Der mit Glück erfasste und originell durchgeführte Gedanke, die Wandlungen in der Erkenntniss und Auffassung Spinoza’s in engem Zusammenhänge mit dem Umänderungsprocesse der modernen Weltanschauungselbst in Verbindung zu bringen, hebt die Arbeit über das Durchschnittsmass literarhistorischer Leistungen hinaus und gewährt ihr die Bedeutung eines durchaus eigenartigen Beitrages zur modernen Culturgeschichte“. (Aus den Urtheilen der Preisrichter.) „Ich weiss nicht, was ich mehr bewundern soll, die ungeheure Gelehrsamkeit, die das gigantische Material zusammenbrachte, oder die Klarheit, mit der es verarbeitet ist. Ich, der Ungelehrte, würde da an ein Wunder glauben, wenn ich es als Spinozist dürfte. Und wie viele, ausser mir, sind Ihnen für die gewaltige Arbeit zu innigstem Danke verbunden.“ (Aus einem Briefe Spielhagen’s an den Verfasser.) Eine zweite Preisschriffc von demselben Verfasser: Die Eigennamen des Alten Testamentes in ihrer Bedeutung für die Kenntniss des hebräischen Volksglaubens. In dem Bericht der Facultäten an der kgl. U uiversität zu Breslau vom 27. Jänner 1894 äussert sich die evangelisch-theologische Facultät über diese Arbeit: „Diese Abhandlung zeugt von grossem Fleiss und reichen Kenntnissen, und bekundet reiches und vielseitiges Wissen auf dem Gebiete der Sprach- und Religionswissenschaft“. Verlagsbuchhandlung Wilhelm Koebntr (Inhaber M. & H. Marcus) in Breslau. Preis Mk. 2.50. Kundmachung. Am 20. November 1. J. gelangen die Zinsen der hierortigen Brautstiftung des sei. Herrn Emanuel S u b a k per 726 Kronen an zwei Bräute, in einem besonders berücksichtigungswerthen Falle an eine Braut zur Verleihung. Die Gesuche wollen bei dem gefertigten Bürgermeisteramte bis 31. Ootober I. J. eingebracht und mit folgenden Beilagen versehen werden: 1. dem Geburtszeugnisse, 2. einem Armuths- oder Mittellosigkeitszeugnisse, 3. einem Sittenzeugnisse, 4. einem Nachweise des Brautstandes und 5. einem eventuellen Nachweise der Verwandtschaft mit dem Stifter oder dessen sei. Gattin Frau Katharina S u b a k. da Verwandte ein Vorzugsrecht haben. Die Auszahlung erfolgt nach stattgehabter Vermälung, welche durch den Trauungsschein nachzuweisen ist, wozu eine Frist von 6 Monaten offen steht. Nach Ablauf dieser Frist erlischt der Anspruch, doch kann die Betreffende bei künftigen Ausschreibungen wieder einreichen. T r e b i t s c h, am 6. September 1900. Bürgermeister-Amt der Israelitengemeinde TrebitSCb. Der Bürgermeister: 637 Leopold Spira. Lehrer gesucht. An der Volks- und Bürgerschule für Knaben, Wien, I., Hoher Markt Z, (Oeffentlichkeitsrecht) wird ein Lehren der französische» Sprache, ferner ein BolksschnÜehrer sofort ausgenommen. Bewerber wollen die Angabe des Alters, der Studien, eventuell der Verwendung sofort an die Direction der Anstalt gelangen lassen. 636 Aeltere Dame sucht lür October _ nett möblirtes Gassenzimmer, I. oder II. Stock, mit jüdisch-ritueller Pension, Franz Josefs-Quai, Schottenring, event. Döblinger Cottage. Offerten mit Preisangabe erbeten unter „A. T.“ hauptpostlagernd Baden bei Wien. 63g Herausgeber und verantwortlicher Redactenr: Dr. Zos, Jacob B. Brattdeis, “ ptaj. Grösstes Specialgeschäft in Machsorim, Sidurim, Talessim, sämmtliche Ritualien, Sifre Thora. Zu den Suceothfeiertagen: aean a'iS'ib D’Trm in bester Qualität bei billigsten Preisen. Aufträge werden prompt erledigt. 634 Pension für israelitische Studirende bei M. Eisler, Religionslehrer, Klagenfurt, Kaserngasse 30. 629 Jsr. Tnnpelvcrri» für dm VIII. Bk; Jajchtadt Die noch vorhandenen Tempelsitze werden von Sonntag den 16. September an, täglich von 7—8 Uhr Vormittags und von 5—7 Uhr Abends in der Kanzlei des Tempels, VII!., Florianigasse Nr. 41 ansgegeben. 632 D u Vorstand. Ein Tempeldiener wird aufgenommen. Bewerber, nicht über 40 Jahre, welche Kenntnisse im Hebräischen besitzen und über ihre Würdigkeit sich ausweisen können, wollen sich bis 12. d. M. wenden an den Vorstand des 636_Bethaus-Vereines IX. Bez. ROMANICAB RESi I. Carp und die Judenfrage. Von Spartacus. ' Unter vorstehendem Titel erschienene Brochure, aus berufenster Feder, geiselt die verrotteten Zustände Rumäniens im Allgemeinen und schildert, ins Einzeln=te gehend, die Ursachen der Massenauswanderung rumänischer Juden, wie deren Folgen für das Land. Die lebhatt und sachlich geschriebene Brochure ist ein flammender Protest gegen die staatlich gehegte und geschützte Barbarei und ein wichtiges historisches Document zugleich. Der Reinertrag ist den Zwecken der rumänischen Juden gewidmet. Die Brochure ist um 1 Krone in der Redaction der «Oesterreichischen Wochenschrift» zu haben. Kundmachung. Die Nachtrags-Prüfungen aus der Religion für Schüler und Schülerinnen der Volks- und Bürgerschule des I., II. und XI. Bezirkes finden Freitag den 14. September d. I. in der Neligionsschule der israel. Cultusgemeinde, I.* Seitenstettengaffe 2, II. Stock» statt. Wien, 2. September 1900. Der Vorstand _der israel. Cultusgemeinde Wien. Musik- und Gesangsschule Morini WIEN, II., Täborstrasse 59 beginnt mit 15. September das neue Schuljahr. Daselbst wird Unterricht in sämmtlichen Fächern der Tonkunst nach ausgezeichneter Lehrmethode ertheilt. wie: Gesang, Glavier, Violine, Harmonielehre, Gontrapunkt, Gompositionsiehre und Musikgeschichte. Vorbereitung zur k. k. Staatsprüfung. Lehrer- und Beamtenskinder gemessen eine Ermässigung von 20%. Für Minderbemittelte verfügt die Direction über ganze und halbe Freiplätze, für Clavier, Violine und Gesang. Auswärtige können nach Vereinbarung Pension in der Anstalt erhalten. Schüler-Aufnahme täglich. Prospecte und Lehrpläne gratis in der Schulkanzlei erhältlich. 632 DIE DIRECTION. f S. Bloch. — Druck von L. Beck & Sohn, Wien, VIIL