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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1900-07-20 · 29 (20.7.1900) · page 12

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
17 (1900)
Issue
29 (20.7.1900)
Date
1900-07-20
Page
– (sequence 12)
Language
German
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Sette 540 Dr. Moch'S Theile, Unterkunft und entsprechende Beschäftigung gefunden. Die Aufnahme für das neue Schuljahr findet vom 13. September ab, in der Schulkanzlei II, Kaiser Josefstraße 32 statt. Beizubringen sind Geburts¬ und Schul-Entlassungszeugniß. Wien. (Festbericht) über die Schulfeier in der Knabenschule, II., Czerningaffe am 14. Juli 1909 Wird der Bürgermeister von Wien mit der Rede seines Delegirten einverstanden sein? Sehr schön wurde des Kaisers 70. Geburtstag in der Knabenschule, II., Czerningaffe gefeiert. Nach Absingen der Jubelhymne zur Feier des Tages hielt Herr Oberlehrer S. Kohn eine schöne Ansprache und ein hübsches Festgedicht wurde vorgetragen. Hierauf wurde vom B ezirksrathBrill das Band an die Fahne geheftet, wobei er folgende Ansprache hielt: „Im Aufträge des Herrn Bürgermeisters überreiche ich als Vertreter der k. k Reichshaupt- und Residenzstadt Wien dieses Band, welches Eurer Fahne angeheftet wird zum Andenken daran, daß wir heuer unseres vielgeliebten Kaisers 70. Geburtsfest feiern. Was ist die Fahne? Sie ist ein Symbol, das uns mahnt zur Einigkeit und zur Treue im Dienst des Vaterlandes. Im friedlichen Wetteifer soll jeder bestrebt sein, soll jeder seine Kräfte anspannen, damit er ein tüchtiger Mann werde und durch tüchtige Leistungen fördern könne des Landes Wohl Im Frieden sollen wir alle zusammenstehen, Zusammenwirken und vorwärtsstreben als des Vaterlandes treue Söhne, jede Zwietracht müssen wir vermeiden. Wenn aber das Vaterland vom Feinde bedroht ist, wenn der Kaiser ruft, dann wird die Fahne hoch geschwungen, die Trommeln wirbeln, Trompeten schmettern, Tausende heften den Blick auf die leuchtenden Farben, welche im Winde flattern. Tausende drängen vorwärts in Treuen geeint, bereit Ihr Herzblut, Ihr Leben zu lassen für das Vaterland und für den Kaiser. Siebzig Jahre wird unser vielgeliebter Herr! Wie ein mächtiger Stamm ragt er in einsamer Höhe. So mancher Sturm des Schicksals hat an ihm gerüttelt, so manches Leid schon hat sein theures Haupt getroffen, aber fest und ungebeugt hält er auf seiner hohen Warte die Wacht für fein geliebtes Oesterreich. So wollen wir uns denn alle vereinigen in dem Wunsche, daß Gott ihn noch viele Jahre gesund erhalte, wir wollen uns vereinigen in dem Rufe: Kaiser Franz Josef lebe hoch! Wien. (Rumänische Auswanderer.) Samstag Nachmittags sind wieder 31 Auswanderer aus Rumänien mit dem Dampfschiffe auf dem Praterquai augekommen. Es sind Familien aus Bukarest, die einen tristen Anblick gewähren, unter ihnen fünfzehn Frauen und Kinder. Sie wurden in dem Neugebäude des Herrn Isidor Barber, das derselbe in der Donaustadt bereitwillig den Auswanderern zur Verfügung gestellt hat, untergebracht. Dort blieben sie bis Sonntag und traten dann die Weiterreise nach Rotterdam an. Manche Frauen führten Klage über die Behandlung, die ihnen auf einem der zur Fahrt benützten Schiffe zu Theil geworden sei. Einer Mutter, die ein acht Wochen altes Kind mitführte, wurde die Milch, die sie für das Kind benöthigte, nicht verkauft, so daß das arme kleine Geschöpf erkrankte und von der Frau in einem Spital in Budapest zurückgelassen werden mußte. Auch anderen Frauen der Auswanderer wurde der Kauf von Lebensmitteln auf dem Schiffe verweigert. Bon der Wursthandlung Löwy wurden an die Familien bei ihrer Ankunft unentgeltlich Selchwaaren zur Vertheilung gebracht. Wie». (Spend en.) Für die armen rumänischen Auswanderer sind uns weiter zugekommen von Herrn Hermann Oester reicher in Bielitz K 4*—, unter fünfSchwestern und ein Bruder K 6 —, von Richard u. Wilma K 2 —, Helene Weil L 2—, Madamchen K 2 —, Bertha Ka tz in Karlsbad K r—, von Frau Johanna B u s z t i n in O. Tura K 20'—, von Herrn S. B. Salpeter in Wien K4'—, unter Anonym, Wien K 20'—, von den Kindern L ö w i t K 2 —, unter Chiffre Lu Fe, it K 20'—, von Herrn Franz Pollak in Wien K 10—, von A. P. in Teplitz- Schönau K 10'—, unter dem Motto „Europa bringt den Chinesen Cultur bei", aus Pilsen L 4'—, von Herrn Salomon Gewing in B.-Leipa K 4*— als Resultat einer Sammlung eingeleitet von Sr. Ehrwürden Herrn Dr. S. Rosenzweig in Kojetein K 3780 und zwar von Herrn John K 2 —, von Herrn Keinewälder L 2'—, von Herrn Mandel in Nezamißlitz K 1*—, von den Herren Beamten der Doloplazer Zuckerfabrik K 32'80, von Herrn Johann D a s ch n e r in Semlin L 15 40, Unter Machaziß haschekel K r— Wien. (Spende.) Für die verwitwete Frau Eh rl i ch in Pürglitz sind uns von Herrn Siegfried F a n t l in Prag als Resultat einer Collecte K 6.40 zugekommen. Wien. (Zur Renovirung des israelitischen Friedhofes in Roznau) siehe Aufruf in der Nummer der „Oesterreichischen Wochenschrift" vom 13. Juli d. I. sind nachstehende Spenden eingelaufen und zwar von Herrn Rudolf Auspitz, Reichsrathsabgeordneter X 2( 0'—; von Herrn I Kohn in Wien K 10 —; von Herrn Em. Jerusalem in Prag K 10 —; von Wochenschrift. '"r. so Frau Aurelia Weiß in Wien K 10*; von Herrn I. A d l e r in Qlmütz K. 4-—; von Herrn N. Weiß in Budapest K. 2*—; von Herrn H. Abeles in Budapest K 2 —; von Frau H i r sch in Wien K 21-; von Frau Amalie Freud in Ischl K 2‘—; von Frau Anna Kornfeld in Ischl K 2'—; von Herrn Heinrich Nette! in Teplitz L 5* zusammen K 249' -; hiezu die bereits ausgewiesenen K 2 —; in Summa K 251'—, — Weitere Spenden übernimmt und werden ausgewiesen von der Administration der „Oesterreichischen Woochenschrift". Floridsdorf. Donnerstag, den l2. d. M. wurde anläßlich der Vollendung des 70. Lebensjahres unseres allgeliebten Kaisers Franz Josef I inl hiesigen Gotteshause ein Jügendgottesdienst in solenner Weise abgehalten. Um halb 5 Uhr versammelten sich sämmtliche Schulkinder der Volks- und Bürgerschulen in Begleitung der Religionslehrer. ferner die Schulkinder der Religionsstation Korneuburg in Begleitung des Tempel- und Schulvorstehers, wie auch die Religionslehrer von Stockerau, Korneuburg und Groß-Enzersdorf; der Bethausvorjtand von Gänserndorf, der Präses der hiesigen Cultusgemeinde Herr Dr. I. K ö n i g mit den Cultusräthen, wie auch ein zahlreich distinguirtes Publikum in dem festlich beleuchteten Tempel. Der Festgottesdienst wurde vom Obercantor Schleifer mit dem Ma tauwu eingeleitet. Nach dem Minchagebet bestieg Herr Bezirksrabbiner Dr R o s e n m a n n die Kanzel und schilderte in beredten Worten die Bedeutung dieser seltenen Feier, das wohlthätige, segensreiche Wirken unseres glorreichen Monarchen und schloß mit einem Gebet für Se Majestät. Hierauf wurde von der Schülerin Elsa Löw y, das von Herrn C a p i l l e r i verfaßte Festgedicht vorgetragen. Die Volkshymne, gesungen vom Tempelchor und der gesummten Schuljugend, bildete den Schluß des feierlichen Gottesdienstes. Baden. (Ausweis über die vomHilfscomitä Baden für die jüdischen Auswanderer aus Rumänien bis 15. Juli gesammelten Beträge.) Baron Hermann Königswarter K 200.—, Carl Frankfurter K 40.—, Sammlungen in Baden K 161'40, Sammlungen in Böslau L 120.—. L. Eppinger, Budapest K 10.—, L. Goldschmied, Essegg K 10.—, Josef Turnasy, Kladno K 5.—, Anonymus aus Pilsen K 3.—, H. Lederer K 20.—, Naftali Böhm K 20.—, Dr. A. Kohn, Baden K 20.—, Frau Ob. Jnsp.-Wtw. Saxl K 10.—, Camilla Kohn K 6.—, H. Weil K 2. —, H. Löwbeer K 8.—, Zusammen K 639'40. Rabbiner W. Reich. Brünn. (I u b e l h y m n e.) Zum 70. Geburtstag Sr. Majestät des Kaisers Franz Josef I. für gemischten Chor, Soli und obligater Orgelbegleitung, componirt von Obercantor Josef Heller in Brünn, deutscher Text von Sr. Ehrwürden Landesrabbiner Dr. B. P l a c z e k, ist im Selstverlag des Componisten erschienen. Franzensbad. (Israelitische Cul tu s gemeinde.) Infolge des Aufrufes der Jsr. Allia 'z in Wien wurde auch unter den in Franzensbad selbst wohnenden Mitgliedern der hiesigen kleinen Cultusgemeinde eine Sammlung für die rumänischen Juden veranstaltet, dieselbe ergab folgende Spenden: Herr Heinr. Adler K 4.—, Herr Ignaz Adler K 6.—, Herr Simon Adler K 1.—, Herr Dr. Ferd. Bloch K 6.—, Herr Dr. F sch K 6.—, Herr Dr. Hasenfeld K 6.—, Herr Dr. Jul. Hirsch K 6.—, Herr Dr. Desider Lindner K 6.—, Herr Jakob Kohn K 4.—, Herr Bernh. Kraus K 4.—, Herr Friedr. Rauch K 2.—, Herr Siegm. Ries K 2.—, Frau Sofie Raumann K 2.—, Frau Reste Schütz K 2.—, Frau Lorie Schweizer K 2.—, Herr Ludwig Steiner K 6.—, Herr Dr. Jg. Steinschneider K 10.—, Herr Dr. Steinsberg K 6.—, Herr Dr. Straschnow K 4.—, Herr Dr. Zeitner K 4.—, Herr Dr. Herzig K 6.—, Herr Theodor Spiegel X 10.-, Herr N. N. St. K 10.-, Herr N. N. F. K10.—, Summa K125.—, welcher Betrag an die „Jsr. Allianz" eingesendet wurde. Nachod. Vom Vorstand der israel. Cultusgemeinde wurde sür die rumänischen Juden eine Sammlung veranstaltet und der Betrag von K 650.— der „Allianz" in Wien zugesendet. Kuttenberg. (S p e n d e.) Der Vorstand der israelitischen Cultusgemeinde hat als Resultat einer Sammlung für die rumänischen Juden X 61'— der „Israelitischen Allianz" in Wien übersendet. Tabor. An der zweiclassigen Talmud-Thora-Schule der isr. Cultusgemeinde Tabor schloß das Schuljahr am 13. Juli, wobei über Antrag des Schulaufsehers Herrn Hugo Mendl jedes Kind von der Cultusgemeinde mit einem Gebetbuche in Prachteinband beschentt wurde. Dieses Geschenk bereitete 49 Kinderherzen'große Freude. — Im Schuljahre 1899/1900 war das hiesige k. k. Obergymnasium von 274 Schülern, darunter 36 Israeliten ftequentirt. Von diesen erhielten 13 ein Zeugniß I. Classe mit Vorzug, und zwar in der Prima 6, in der Tertia 3, in der Quinta 1, in der Sexta 1, in der Septima 2. Von diesen Vorzugsschülern sind zwei Söhne des hier wirkenden Religionslehrers Herrn Adolf Fried

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