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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1900-07-13 · 28 (13.7.1900) · page 12

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
17 (1900)
Issue
28 (13.7.1900)
Date
1900-07-13
Page
– (sequence 12)
Language
German
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Seite 524 Dr. Bloch's Wochenfchrifl. Nr. 28 Gesetzes. Nicht so in Rumänien, wo sie Fremde sind, ohne Unterthanen eines anderen Staates zu sein. Es ist das eine ganz curiose politische Fiction. Selbst der in fremden Ländern umherirrende Vagabund hat ein Vaterland, in das er zurückkehren kann. Der durch Oesterreich und Deutschland nach Amerika wandernde rumänische Jude aber findet die Thore Rumäniens geschlossen, wenn er von einem der erstgenannten Staaten zurückgewieseu wird. Was ist da zu thun? Die einzige Rettung ist die Auswanderung, die f o r e i r t e Massenemigration! Aber wohin? Und durch welche Mittel? Es ist die Pflicht des gesammten übrigen Judenthums, mit vereinten Kräften die Lösung der rumänischen Judenfrage zu versuchen. Die Einnahmen der Gesellschaft betrugen 4372 Pf. St, die Gesellschaft besitzt in Shanghai ein Subcomit^, in dessen Sammellisten viele Namen von unverfälschtem, chinesischem Klange figuriren. Sind es chinesische Juden oder beginnen auch die Chinesen für jüdische Zwecke beizusteuern? London. (Aus dem Testamente des Baron Adolph v. Rothschild.) Zu den beretts bekannten 20 Millionen Frcs., wird jetzt eine weitere Reihe von Legaten bekannt. Auch für speciell jüdische Zwecke sind ansehnliche Beträge vermacht worden. So erhielt die jüdische Gemeinde von Genf den einmaligen Betrag von 50.000 Frcs. zum Bau und die laufende Unterstützung von 2.500 Frcs. jährlich zur Unterhaltung einer jüdischen Gemeindeschule, deren Jnspector mit 800 Frcs. Jahresgehalt der jeweilige Rabbiner sein soll. Zn gleichem Zwecke erhält die jüdische Gemeinde von Neapel die Zinsen eines Capttals von 100.000 Frcs. Der Leiter der Schule, der ebenfalls der jeweilige Rabbiner ist, erhält als Honorar 1000 Lire jährlich. Dieselbe Gemeinde erhält zur Disposition des Gemeindevorstehers 50.000 Lire zur Gründung und die Zinsen von 100.000 Lire zur Unterhaltung eines jüdischen Krankenhauses. Endlich hat der Verstorbene zum Andenken an seinen Vater eine Adolph Charles de Rothschild-Stiftung gegründet. Der sechste Theil der Zinsen aus dem von seinem Bruder Charles hinterlassenen Vermögens soll alljährlich an 2 arme jüdische Mädchen aus gezahlt werden, wenn sie 2 jüdische, ebenfallsarme junge Leute heiraten. Wie«. (Spende n.) Für die rumänischen Auswanderer sind uns weiter zugekommen von Herrn S. A. Oesterreicher in Eger E 10.—, von Herrn Carl Löwy in Budapest E 5.—, von A. & B. Sch. in Wien K 2.—, von Herrn Rabbiner M. A. Geloczi in Fiume gesammelt bei einer Brith Mile bei Herrn Max Wortmann in Susak K 35.—, von Herrn Ignaz Holzer in Wien E 4.—, von Frau Helene Toders in Prag K 20.—, von Frau Clara Karpner in Prag E 10.—, von Herrn Rechuungs-Unterofflcier Grün in Budapest E 2.—, von Herrn Max Lilling in Deutschbrod E 5.—, unter Chiffre „Ein Prager" E 20.—, von Herrn M. Brammer in Wien E 10.—, von Herrn.und Frau Marcus Brückner in Prag E 9.—, von Herrn und Frau Siegmund Bauer in Prag K 9 —, als Resultat einer Sammlung, eingeleitet durch Herrn Religionslehrer Donath, Herrn Jg. Eisinger und vom Minjan-Verein Poisdorf K 31.—, von Frau Rosa Pollak in Wien E 20.—, von Herrn Bernhard Krieger in Mähr.-Ostrau K 2.—, von Herrn Jg. Tschaßny in Retz L 10.—, von Herrn S. Freu^rnann in Graz K 1.—. Wir haben durch die Herren B. Steiner und I. Pollak in Retz als Ecgebniß einer eingeleiteten Sammlung für die rumänischen Juden von Leopold Steiner's Sohn K 6.—, Julius Pollak K 4.—. Josef Kurz E 2.—, Salom. Weinmaun K 2.—, Jacob König K 2.—, Theodor König K 1.—, Julius Spitzer K 1.—, Juluis Kurz E 1.—, Frau Bernauer K 1.—, Frau Sensky E 1.—, Max Kurz K 2.—, Dr. R. Fischer E 2.—, Jacob Seidl E l.—, Sigm. Bruckner E 1.—, Herrmann Sagt E —.40, Summe E 27.40, erhalten. Wien. (Spende) Für die Familie Alois Ehrlich in Roztok sind noch weiters von Herrn Ignaz Stiaßny, Fabrikant in Budapest K. 10.— zugekommen. Wien. Bon Herrn Bela GuttMann in Budapest erhalten wir die Mittheilung, daß die Notiz einiger Budapester Blätter, wonach derselbe die auf ihn gefallene Wahl zum Obercautor des Leopoldstädter Tempels in der Wiener israelitischen Cultusgemeinde abgelehut hätte, vollständig unwahr sei. Viümehr halte er die getroffenen Vereinbarungen mit dem Wiener Vorstände nach wie vor vollkommen aufrecht. Wien. Am 8. d. fand die Schlußproduction der Musikschule Morini im eigenen Concertsaale II., Taborstraße 59, statt. Dieselbe nahm einen sehr guten Verlauf. Die Schüler zeichneten sich durch schönen Vortrag und Spielart aus. Das Programm bestand aus Orchesterstücken, einzelnen Solonummern in Violin und Clavier, die reichartigen Beifall fanden Der Lehrkörper dieses Institutes besteht aus Künstlern ersten Ranges, welche den Schülern einen sehr gründlichen Unterricht ertheilen Wir können dieses Institut jedermann anempfthlen. Floridsdorf. Samstag den 23. Juni d. I. nahm unser Herr Bezirksrabbiner Dr. Rosenmann Veranlassung, in seiner Predigt der drückenden Roth unserer rumänischen Brüder Erwähnung zu thun und verlas von der Kanzel herab die beiden zur Geldsammlung auffordernden Aufrufe der Israelitischen Allianz und des Vereines „Osten" in Wien. Schon am Mittwoch den 27. Juni constituirte sich hier ein Hilfscomitö vornehmer Persönlichkeiten, das eine beträchtliche Summe" zu sammeln vermochte Dieselbe wird den beiden obgenannten Vereinen zugeführt werden. Baden bei Wien. Mittwoch den 4. Juli fand hier eine musikalisch-declamatorische Akademie des bekannten Geschwisterpaares Melanie und Poldi Spielmann statt. Das zahreich erschienene distinguirte Publikum zeichnete die vortrefflichen Leistungen der jugendlichen Künstler mit lebhaftem Beifall aus und speciell die als Zugabe vorgetragenen Dialectgedichte Melänie's gefielen ungemein. Poldi Spielmann stand seiner talentirten Schwester nicht nach und sein brillantes Spiel, das nicht nur von großer technischer Fertigkeit, sondern auch von künstlerischem Berständniß neuerdings Zeugniß ablegte, fand verdiente Anerkennung. Prag. Die philosophische Facultät der deutschen Universität hat Prof. Dr. Georg Pick zum Decan gewählt. Prag. Herr Dr. Max Hoch, Rabbiner in Patzau, wurde am 11. Juli an der Prager deutschen Karl Ferdinands-Universität zum Doctor der Philosophie promovirt. Kojetein. Ueber Ersuchen der „Israelitischen Allianz" in Wien veranstaltete Herr Rabbiner Dr. S Rosenzweig gemeinschaftlich mit Herrn Sigmuud Schiller eine Collecte für die unglücklichen rumänischen Brüder, deren Ergebniß im Betrage von 100 Kronen der Allianz abgeliefert wurde. Den edlen Spendern wird hiemit der innigste Dank ausgedrückt. Neutitschein. Im Hinblick auf den Schulschluß dürste den p. t. Eltern der folgende Bericht aus unserer Stadt zur Orientirung dienen. Die Bedingungen für die Bildung von Geist und Gemüth des Schülers sind in^ hiesiger Stadt harmonisch vereinigt.- 8Wst der Landes-Oberrealschule, die hier seit Jahren besteht, und welcher Hunderte Männer aller Berufsarten ihre Ausbildung danken, tritt das neugegründete Com munal-Gymnasium Neutitscheins mit nächstem Schuljahr ins Leben. Eine l a n d wirtschaftliche Landes -Mittelschule besteht hier gleichfalls. Das industriereiche Neutitschein, eines der Hauptorte Nordmährens, mit circa 14.009 Einwohnern, ist in anmuthiger Gegend gelegen, in unmittelbarster Nähe der westlichen Beskiden, zu welchen schöne, romantische Spaziergänge führen. Es mag auch darauf hingewiesen werden, daß in den hiesigen Schulen, entsprechend dem liberalen Sinn der hiesigen Bewohnerschaft, ein gutes Einvernehmen zwischen den verschiedenen Eonfessionen herrscht, welches aufrechtzuerhalten auch das ernstliche Bestreben der hiesigen Herren Schuldirectoren ist. Ebenso ist der Unterzeichnete, in seiner Eigenschaft als Religionslehrer an den hiesigen Schulen, von dem Bestreben beseelt, den jüdischen Schülern das rechte Maß religiöser Erziehung zu bieten und auch sonst ihr Thun und Lassen außerhalb der Schule zu überwachen. Für Pension in Privathäusern ist hier gesorgt. Auch würde hier eine jüdische Schülerpension prosperiren. Bei einigem Capital — allerdings nur in diesem Falle — um dieses Unternehmen rationell betreiben zu können, hätte hier Jemand ein erträgliches Feld. Denn auch jüdische Tischabonnenten/sowie Diners zu etwaigen Veranstaltungen (Hochzeiten rc) würden dem Betreffenden im Laufe der Zeit sicher in Aussicht stehen. Zu eventueller Auskunft ist gerne bereit Rabbiner Dr. S. M a n d l, Neutitschein. Auspitz. (Für die rumänischen Flüchtlinge!) Sammlung des Dr. I. B ö ck im Rabbinate Auspitz : Ist. Cultusgemeinde Kr. 10. — W. A b e l e s Kr. 2. — I. Aschkenes Kr. 10. — A. A s ch k e n e s Kr. 2. — Dr. Badner Kr. 4. — B. Benedikt Kr. 2. — F. B e r i s ch Kr. 2. — E. C z u czka Kr. 1. — I. Drucker Kr. 3. — I. E. E i s i n g e r Kr. 2. — Eisner Kr. 2. — I. F i s ch e r Kr. 2. — M. Frankl Kr. 2. — S. Frankl Kr. 1. — A. H a j e k Kr. 4. — M. H e s k y Kr. 1. — I. Hirsch-Redlich Kr. 2. — S. H o f f m a n n Kr. 2. — M. H ö n i g s f e l d Kr. 2. — Fr. Dr. I e l l i n e k Kr. 2. — Kisch Kr. —-40. — I. Knöpf wacher Kr. 4. — L. u. M. K n ö p f m a ch e r Kr. 4. — L. Krakauer Kr. 4. — Dr. Otte nfeld Kr. 2. — Dr. Podolie Kr. 2. —

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