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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1900-07-13 · 28 (13.7.1900) · page 9

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
17 (1900)
Issue
28 (13.7.1900)
Date
1900-07-13
Page
– (sequence 9)
Language
German
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Nr. 28 Dr. Bloch's Wochenschrift. Seite 521 Jubilar. Professor Neumann dankte in herzlichen Worten. Hierihren fünften Jahresbericht veröffentlicht. Mit freudiger Genugthuung auf hielt an der Spitze des Wartepersonals die dienstälteste h constatirt der Bericht, daß in dieser Schule seit der kurzen Zeit ihres Wärterin, Frau Betty Fan st n e r eine kurze Ansprache und O Bestandes mehr als 400 Mädchen nach Absolvirung der Bürgerschule überreichte sodann dem Chef einen prachtvollen Blumenständer, Ae weitere Ausbildung gefunden, ^Edas .9^nzendste Zeugmß, der mit einem silbernen Ralmenrweia und fünfuudrwanrin Kilb-/ .wie lehr die;e so erfolgreich wirkende Anstalt einer dringenden Notheinem suoernen Palin.enzwelg uno lUNsUnozwanzig «Silbersj t Wendigkeit entspricht. Die Zahl der Schülerinnen betrug Heuer in Aehren geziert war und auf den Bändern die Anschrift zeigte 1! beiden Jahrgängen 86, von denen 29 die erste Fortgangsclasfe „Unserem strengen, aber gerechten Herrn m ehrfurchtsvoller Ber-r ' / mit Vorzug und 51 die erste Fortgangsclasfe erhielten. In äußerst ehrung — von den treuergebenen Wärterinnen." Nach circa ein-; t anerkennenswerther Weise beurtheilt Bezirksschulinspector Herr Schulstündiger Dauer schloß die imposante Feier. Die Moskauer der-1 rath Hinterwaldner die Thätigkeit des Lehrkörpers wie die erzielten matologische und venerologische Gesellschaft beglückwünschte tele-1 V Unterrichtserfolge dieser Anstalt, der auch die Mitglieder des Vereinsgraphisch den Gelehrten zu dessen „hochwifsenschaftlicher und! . Vorstandes die regste Förderung ,angedeihen ließen. Der Lehrkörper nnb tBtt beit 92<mt£it GF&rpn^ i| bcr 2In|tnlt bcftnnb flitS ijcic^ftc^cnfecit S^oritögcnbcn ♦ Wt* mit^d s zu welck^ er einst^ mia a^ Director, lehrte Erziehungskunde; Anna Abdoullah-Hammerschmidt, zu wollen. ^Ferner^ gratuIirtenr^Prorertor' Hosrach P-M°^ f»* »tomenmaten, Z-.'chn-n und M-Kn; Dr. Wies« er, Sectionschef Dr. R. v. Kusy, Sectionsi Leopold Bageard, lehrte Französisch in beiden Jahrgängen; Carl Bardach, geprüfter Lehrer der Handelswissenschaften, lehrte kauf- Professor i männisches Rechnen, Buchführung und Handelscorrespondenz; Carl Präsident des Landessanitätsrathes Dr. j! Dungel. Fachlehrer, ertheilte Unterricht in Haushaltungskunde; Betty Professor Doctor Dräsche, Wiener * f Ebner, lehrte Englisch im ersten Curfe; Paula Ehrlich, lehrte Englisch " ' im zweiten Curse; Max Fischer, geprüfter Lehrer für Stenographie, lehrte diesen Gegenstand in beiden Jahrgängen; Maurice Frixeder, Fachlehrerin für Decorationsmalerei, lehrte Zeichnen im ersten Jahrgange; Josefine Klenert, Jndustrielehrerin, leitete den Handarbeitsunterricht im ersten Jahrgange; Dr. S. Kohn, kaiserlicher Rath, praktischer Arzt, lehrte Hygiene; Dr. Josef Lindl, geprüft für das Lehramt an Oberrealschulen, unterrichtete Deutsch im ersten, Geographie rath päpstlicher Ehrendomherr Dr. Schrau f, Julius Mautner, Witlacil, Hofrath medicinischer Club, Aerztepersonal der dermatologischen Klinik und Miasnitzky'sches Krankenhaus (Moskau), Professor Dr. Max G r u b e r, Professor Dr. Pick (Prag), Professor Dr. Max Zeißl (Berlin), Director der Unionbank Otto Wiedmann. Nach der Feier im Hörsaale absolvirte Hofrath Neumann die Visite in den Krankensälen, die zu seiner Ueberraschung mit Blumen und sonstigen Pflanzen geschmückt waren und in welchen h und Geschichte im zweiten Jahrgange; Dr. Josef Mantuani,'Beamter je ein Patient an ihn eine Ansprache richtete. Die Rede, welcher der Hofbibliothek, lehrte Kunstgeschichte; Dr. Julius Schlag, Regierungsder Gefeierte in dem Hörsaale hielt, skizziren wir in Folgendem:! rath, lehrte Gesetzeskunde; Jenny Schneck, Xntihhrenn für Kunst- Nach einigen einleitenden Worten wendet sich Professor Neumann der ihm gewidmeten Festschrift zu, die er als großes Werk von unvergänglichem Werlhe bezeichnet. Sodann entwirft er ein rath, lehrte Gesetzeskunde; Jenny Schneck, Fachlehrerin für Kunststickerei, leitete den Handarbeitsunterricht im zweiten Jahrgangs; Margarethe Seemann, lehrte Französisch im ersten Curse; Doctor Leo Sinolle, Schulrath, lehrte deutsche Sprache und Literatur in x,,. aw . .. . . .' ~ t Classe II, Geographie und Geschichte in Classe I, und Helene Beer, Pragnantes Bild der Dermatologie, die jetzt und in der Zukunft i; geprüfte Lehrerin, wirkte als Aufsichtsfräulein, viel mehr Aufwand an Zeit, Mitteln und Arbeit erfordere, als J ‘ ■ Wien. Für die nothleidenden armen rumänischen Juden, am Praterquai spendete Herr Ignatz Kantor hundert Laib '.Brot; als die weiteren Gruppen ankamen, ersuchte Herr Dr. sl Kraus, Secretär der Jsr. Allianz, Frau Kantor um weitere , Spenden, sie entsprach sofort dem Wunsche und sandte Brot und mürbes Gebäck für die armen Hungernden. Weitere Spenden von edeln Menschen brachte der Schriftenmaler Schwarz, * III., Radetzkystraße Nr. 10, Hundert Laib Brot, 600 Stück Ciga- ' retten, Geld u. s. w.; was wir hier mit Dank constatiren. ' \ Wien. (Ankunft rumänischer Auswanderer.) I Samstag Abends sind auf dem Donauquai abermals eine große Zahl rumänischer Auswanderer angekommen, wohl der stärkste Trupp zu Schiff auf der Donau, der bis jetzt hieher transportirt worden ist. J Noch in keiner Gruppe war so viel Elend und Jammer zusammengehäuft, wie' unter diesen Ankömmlingen. Es sind mehr als 300 Personen, darunter sehr diele Frauen und kleine Kinder, die in ihren l dünnen fadenscheinigen Kleidchen einen erbarmungswürdigen Anblick gewähren. Unter diesen kleinen Wesen sind noch viele Säuglinge. einst. Er selbst habe in der Hingebung an seinen Beruf die vielen Widerwärtigkeiten des Lebens verwunden. Ferner bespricht Redner die Verdienste der Unterrichtsminister Dr. Baron Gautsch und Dr. Ritter v. Härtel um die Ausgestaltung der mediciuischen Facultät und gibt der Ueberzeugung Ausdruck, daß in nicht mehr ferner Zeit der Grundstein zum Ausbau der Kliniken gelegt werde. Hierin finde er gegen den Ausgang seiner akademischen Laufbahn die schöne Verheißung der Zukunft. In der Wisienschaft, ruft Redner aus, liegt das Heil, in dem gewaltigen Kampfe ums Dasein unterliegt die Unwissenheit unabwendbar! Schließlich kommt Redner auf die jetzige Wiener Schule zu sprechen, die, wie er sagt, nach dem Zeugnisse der Quästur ihre alte Anziehungskraft noch ungeschwächt ausübe und die alte Führerrolle noch nicht verloren habe. Professor Neumann schloß mit folgenden Worten: Unentwegt werde ich mit der gleichen Liebe meinem Berufe leben, meinen Kranken ein Helfer, meinen Schülern ein Lehrer und meinen Freunden ein Freund bleiben nach wie vor! 'u,v w“"a{rkÖW I f Wenn man diese Kinder lieht, die in Noth und Elend hrnausgestoßen Wien. Die Schlußconferenz der israelitischen Religionsworden sind, so fühlt man ein unsägliches Mitleid mit dem bitteren lehrer fand am 8. d. M. statt. Der Vorsitzende Herr Doctor f Los der hilflosen Geschöpfe. Als der Dampfer sich dem Landungs- L. Langfelder wies eingangs derselben auf das bevorstehende platze am Handelsqnai näherte, sah man den größten Theil der Ausrti.t—i.c-n ----- - ---- --- - <' - , Wanderer auf dem Oberdeck eng zufammengedrängt. Bald darauf legte siebzigjährige Geburtsfest Sr. Majestät des Kaisers hin. In einer patriotischen Rede feierte der Vorsitzende die Tugenden unseres erhabenen Monarchen und wünschte, der Allmächtige möge Ihm, die möglichste Grenze des menschlichen Alters erreichen lassen.» Die von der Festversammlung stehend angehörte Rede wurde an H vielen Stellen lebhaft acclamirt. Unter stürmischen Hochrufen auf | Se. Majestät beschloß die Conferenz ein Huldigungstelegramm an das kaiserliche Hoflager in Ischl abzusenden. — Am 13. und 14. d. M. finden in sämmtlichen Tempeln der hiesigen israelitischen Cultusgemeinde solenne Festgottesdienste für die israelitischen das Schiff an der Landungsbrücke an. Man hörte, wie der Führer eine kurze Ansprache an die Auswanderer hielt, und ein dreimaliges Hurrah erscholl von dem Schiffe zum Ufer. Zuerst entstiegen die anderen Passagiere dem Schiffe; nach ihnen kamen in langem Zuge die jüdischen Auswanderer über die Brücke. Man hatte die Empfindung, als würde das Elend in allen möglichen Gestalten da vorüberziehen. J Zuerst trippelten die Kinder über die Brücke, von den Müttern an f der Hand geführt, während viele auf den Armen getragen werden mußten; sie trugen dünne, zerrissene und zusammengeflickte Kleidchen 'und fröstelten unter dem kalten Luftzug, der über das Wasser strich. Scküer^L M Mit große», verwunderten Augen blickten sie um sich und ließen sich ' A ™ ® dehufe:ohne Klagelaut fortschleppen. Manche schauten sogar mumer drein und versammelt sich die israelitische Schuljugend in ihren Religwnsj kicherten erfreut über den Wechsel der Situation. Dann sah man Sammelstationen und wird von dort m das Gotteshaus geleitet, wieder kleine Mädchen und Buben noch im zarten Kindesalter, die Nach dem Festgottesdienste am Samstag 7 Uhr müssen die Schüler il große Bündel mit Habseligkeiten schleppten, unter der schweren Last und Schülerinnen auch an den Schulfesten theilnehmen. Der Vor-ss! fast zusammenbrechend. In die fahlen, abgehärmten Gesichter der stand der israelitischen Cultusgemeinde hat dafür vorgesorgt, daß 1» Frauen hatte der Jammer deutlich seine Spuren gegraben. Erloschenen, der Schuljugend das rechtzeitige Erscheinen bei der Schulfeier' 'Udüsteren Blickes schritten sie weiter und suchten den Blicken der neuermöglicht werde. Das Programm für den Festjugendgottesdienst./ gierig herumsteheuden Leute auszuweichen. Wie die Kinder sind auch -. --- - - - - - --- - a - ' ' «sie mit wenigen Ausnahmen lehr armselig gekleidet. Nun folgen Mi fflang n Zuge, mit dem Gepäck beladen, die Männer; ein strenger Zug lautet: 1. Ma towu; 2. Lied; 3. Festrede; 4. Psalm 21 (Dank I für die dem Könige verliehenen Segnungen); Landesvater; 6. Volkshymne und 7. Olönu. 5. Gebet für den! S. fester Entschlossenheit spricht aus ihren ernsten, sonnverbrannten Gesichtern. Die Meisten sind noch jung an Jahren; aber auch Greise Wien. (Die M ä d che n - Fo rt b i l d un g s s ch u l e i n^V mit weißen Haareil und in gebückter Haltung sieht man unter ihnen der Leop oldstadt). Die vom Verein zur Errichtung und Er-'l Haltung höherer Töchterschulen in der Leopoldstadt gegründete zwei-fl) Nun schichten die Leute ihre Habseligkeiten auf einen Haufen; die Männer reihen sich militärisch zu einer langen doppelten Colonne und classige Mädchen-Fortbildungsschule am Czerninplatz 3 hat soeben KUharren der Weisungen bezüglich ihrer Unterkunft. Einige Mitgliede

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