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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1900-05-25 · 21 (25.5.1900) · page 13

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
17 (1900)
Issue
21 (25.5.1900)
Date
1900-05-25
Page
– (sequence 13)
Language
German
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Nr. 21 Dr. Bloch's Wochenschrift. Äeue 397 tusgemeinde für Brautausstattungen ausgeschriebenen Stipendien, bei denen in der Regel nur eine Bewerberin bedacht werde» kann, gewöhnlich eine große Anzahl würdiger Petenten bedauerlicher Weise wegen Mangel an Fonds nicht berücksichtigt werden kann Wien. (Spende n.) Für die BoryZlawer Bergarbeiter sind uns zugekommen von den Herren: M. S t e i n e r aus Horazdivwitz 10 Kronen; Dr. L. Singer, Advoeat in Szombathely 8 Kronen; D. W u r m f e l d aus Prag 3 Kronen; Für das „Ferienheim" von Dr. Vorzimmer aus Strobnitz anläßlich eines Familientages 5 Kronen. Wien. (Spenden-Ausweis für den Brigittenauer Tempelbau.) Hugo Rosenstein fl. 20.—. Philipp Weiß fl. 10.—, Hermann Eltbogen fl. 10.—' Leopold Spira fl. 10.—, Heinrich Weiner fl. 15.—, N. Reiter fl. 10.—, Josef Süß fl. 5.—, Spielmann fl. 10.—, Dr. S. Sachs fl. 20.—, Segall fl. 25.—, Jacob Goldner fl. 5.—, Lustig fl. 5.—, Theodor Ritter v. G o l dschmidt fl. 20.—, Joh. Liebig u. Co. fl. 100.—. I. Wünsch fl. 100.—. Dr. Hermann Deutsch fl. 10.—, Josef Steiner fl. 10.—, A. Schreiber fl. 10.—, Jac. Bauer fl. 5.—, Adolf Messinger fl. 10.—, Geyer fl. 20.—, Max Katz fl. 5.—, Spender unbenannt fl. 10.—, Moritz Traube fl. 20.—, Weiß, Simmering fl. 10.—, Frau Brunner fl. 500.—, Jacob Otto fl. 450.—, Dav. Spitz fl. 450, Ballerträgniß fl. 1061.—, Perlmooser Actiengesellschaft fl. 50.—, Wolf Ackermann fl. 10.—, Bernhard Reicher fl. 40.—, Summa fl. 3036.—, hiezu ausgewiesen fl. 25.163, zusammen fl. 28.199. Wien. (Spenden.) Für den Brigittenauer israelitischen Unterstützungsverein sind eingelaufen: Bon Herrn Heinrich Weiner, Realitätenbesitzer, Wien 200.— K » » Josef.Wünsch, „„ 100‘— „ „ „ Adolf Schreiber, Armenrath „ 100 — „ „ » Josef Kohn, Secretär, „ 50 — „ „ „ Herman Eltbogen, Kaufmann, „ 20 — „ Summe 470*— K Wien. Donnerstag den 18. d. M., halb 3 Uhr Nachmittags, fand im Tempel in der Seirenstettengasse die Trauung des Fräulein Ella Grün seid mit Herrn Dr. Luc. Stolper statt. Die Braut ist die Tochter des Cultusvorstehers Docenten Doctor Grünfeld und der Präsidentin des „Ferienheims", Frau Sophie Grünfeld. Die großen Sympathien, deren sich die Brauteltern allseits erfreuen, kamen durch ungemein große Anzahl der Hochzeitsgäste zum Ausdruck. Der gesammte Cultusvorstand mit dem Präsidenten, kais. R. Klinger an der Spitze, die Borstandsdamen und das Mädchen-Comite des Vereines Ferienheim, der Tempelbauverein für den IV. und V. Bezirk, vertreten durch den Obmann H. Hofmann, der Vorstand der Union, Doc. Augenarzt Dr. Klein. Vorsteher und Vorstandsdamen zahlreicher anderer Vereine und Vertreter aller Kreise der Wiener Gesellschaft wohnten dem Trauungsacte bei, den Oberrabbiner Dr. Güdemann und Obercantor Singer vollzogen. Wien. (Silberne Hochzeit.) Am 23. d. M. feierten der allgemein hochgeachtete und beliebte Arzt imiv. med. Dr. Sigm. Baum mit seiner liebenswürdigen Gattin, Frau Friedricke geb. Samel aus Teplitz, im Kreise ihrer Kinder das Fest der silbernen Hochzeit. In gewohnter Bescheidenheit verheimlichte das Jubelpaar allen Verwandten und Freunden das Datum dieses freudigen Festes, sonst wären ihnen sicherlich aus Nah und Fern Beweise rührendster Anhänglichkeit zutheil geworden. Wenn ich nicht im Sinne der Freunde handelnd nunmehr dennoch dieses freudigen Erinnerungstages öffentlich Erwähnung thue, so folge ich einem Herzensbedürfnisse und bitte für die Jndiscretion um Verzeihung. Dr. Sigm. Baum, der stets von edelstem Wissensdrange beseelt, hat ganz im Sinne seines großen Meisters, des berühmten Hydropathen Regierungsrath Prof. Winternitz, gewirkt. Als langjähriger Chefarzt des Wiener kaufmännischen Vereines stand er seinen Schutzbefohlenen mit Rath und That zur Seite, die Aermsten unter den Handlungsbeflissenen sind ihm wohl zumeist zu Dank verpflichtet. So einfach und sparsam die eigene Lebensführung des Docter Baumann, so eine freigebige, offene Hand und ein mitfühlendes Herz fanden Alle, die seiner Hilfe bedurften. , Fast alle Familien, die mit ihm als ihren Hausarzt _ bereits mehr als die silberne Jubelfeier begehen, war und ist er nicht nur der Arzt, sondern der treue Freund der Familie. Sein humanes, selbstloses Wirken wäre der Nachahmung von Seite der jüngeren Aerzte Werth; freilich gehörte dazu nicht blos sein reiches medicinisches Wissen, sondern auch sein echt jüdisches, warm empfindendes Geinütb. Dieses Wirkens kann ich selbst nur mit aufrichtiger Dankbarkeit gedenken und mit mir Unzählige, die mit mir einig sind in dem Wunsche, daß die Vorsehung dem hochverehrten Arzte Gesundheit und die Kraft zu weiteren Thätigkeit in seinem aufreibenden Berufe verleihen möge. L. W. Wien. (D r u ck f e h l e r b e r i ch t i g n n g.) Im Berichte des Vereines „Ferienheim" auf Seite 33 unter dem Schlagworte „Hochzeitsspenden" soll es heißen: Herr und Frau Goldenberg Hermann und nicht Herr und Frau G oldberg e r Hermann. Wien. Letzten Montag, 21. Mai, tagte die Hauptversammlung des „Turnverein jüdischer Hochschüler". Zn aller Freude rühmte der 1. Turnwart, Herr Dr. Jerusalem den erfolgreichen Eifer sämmtlicher Turner, und der Cassier, Herr Dr. Weiß, schloß mit einem Ueberschuß von 250 Kronen ab. Mit solchen Resultaten kann ein so junger Verein, der überdies den Muth hat, sich offen ,,jüdisch" zu nennen auf die Gefahr hin, die meisten Förderer zu verlieren, zufrieden sein. Der neue Ausschuß und sein Obmann, Herr cancl. jur. Karl Loew, haben den einstimmigen Beschluß auszuführen, wonach der bislang rein akademische Verein in einen allen Juden, jeder Berufs¬ und Parteistellung offenen „Ersten jüdischen Turnverein in Wien" auszugestalten ist — einem langgefühlten Bedürfniß entsprechend. Diesbezügliche Anregungen sind wie sonstige Zuschriften an den 1. Schriftführer Herr eanck. jur. Egon Zweig, IX. Pelikangasse 15, 4. Stock, Thür 28, zu richten. Sonntag, den 27. Mai leitet Herr F e l s e n b u r g den ersten heurigen Turngang. Ziel: Krapfenwaldl-Kahlenberg. Abmarsch: Punkt 2 Uhr Nachmittag vom Anatomischen Institut, Währingerstraße. Gäste willkommen. Wien, den 20. Mai. In der heute stattgehabten Comitesitzuug wurden die vom Sr. Ehrw. Herrn Rabbiner Dr. M. Jung in Ung-. Brod vorgelegten Statuten für den zu gründenden „Jüdischen Schulverein Hoemunoh wehamada" berathen und mit geringen Abänderungen, die vom Comits beantragt wurden, angenommen. Die Statuten sollen im Laufe dieser Woche durch die Herren Proponenten: Dr. Bk. Jung, Dr. med. Reiß, Dr. jur. Grünfeld und Consorten in Wien der competenten Behörde zur Genehmigung vorgelegt werden. Wien. (Berichtigung.) Zu dem Bericht der „Oesterreichischen Wochenschrift" vom 18. d. M. .über die geplante jüdifchconsesiionelle Realschule, welcher uns von den Veranstaltern der Versammlung zugekommen, ersucht Herr L. Buchsbaum, Religionslehrer in Wien, die Mittheilung dahin richtigzustellen, daß er sich gegen die Ansicht des Rabbiners Sohr, welcher beantragte, mit dem Vorstande der israelitischen Cuttusgemeinde ein Einvernehmen zu Pflegen, durchaus nicht ablehnend verhielt, Er habe in dieser Beziehung sich auch gar nicht geäußert, sondern blos Herrn Dr. Jung gefragt, warum er sein Gymnasium in eine Realschule umwandeln wolle? Ferner habe er gegenüber einer pessimistischen Aeußerung, ob es an der nöthigen Schülerzahl nicht mangeln werde, auf den Talmudthoraverein hingewiesen, der darangehe, eine Bürgerschule zu eröffnen. Retz. Am 16. Mai weilte hier Herr Baron Hohenbruck aus Oberhollabcunn und besuchte den israelitischen Religionsunterricht in der Bürgerschule und verweilte daselbst durch eine ganze Stunde. Er prüfte die Schüler, dictirte selber ein hebräisches Dictat, stellte Fragen über die zehn Gebote, die Bedeutung des Paffahfestes, ließ sich En Komochu übersetzen und Vorsingen und war mit dem Resultate seiner Wahrnehmungen überaus zufrieden. Bevor er die Claffe verließ, richtete er einen warmen Appell an die Schüler und sprach ihnen seine Zufriedenheit aus über ihre Leistung. Brzesko. Am 17. d. M. reiste der hiesige Arzt Herr Dr. M. Berger nach Mährisch-Ostrau, um dort das Fest seiner Hochzeit zu feiern. Bor seiner Abreise spendete er für die hiesigen Armen wie auch für sämmtliche hiesige Wohlthätigkeitsvereine größere Geldbeträge. N. B—ein. Stanislau. Der Regimentsarzt Herr Dr. Sigmund D y n e s wurde außertourlich zum Stabsarzte befördert. Diese Beförderung des noch jungen Regimentsarztes, welcher im vorigen Jahre mit dem Ritterkreuz des Franz Josef-Ordens ausgezeichnet worden, erregt allgemeines Aufsehen. Herr Dr. Sigmund Dynes ist nicht blos ein integrer Charakter, sondern auch ein treuer Jude. Wadowiee. (Die Revision im Frauenkloster.) Bon dort wird uns berichtet: Der Bürgermeister von Kenty, Franz Bajaczek, der wegen einer zwangsweisen

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