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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1900-04-27 · 17 (27.4.1900) · page 16

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
17 (1900)
Issue
17 (27.4.1900)
Date
1900-04-27
Page
– (sequence 16)
Language
German
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Sette 324 Dr. Bloch's Wochenschrift^ Nr. 17 Justus. R o h l i u g ist erst nachher Canouicus geworden. I. B. Wie groß die Summe war, welche Herr Vergani durch eine öffentliche Collecte für seinen kranken Redactionsdiener aufbrachte, ist uns nicht bekannt. Dr. A. W. Nach Anordnung Urban's Vlll., ließen die Päpste den Juden bei einer Audienzertheilung, anstatt wie gewöhnlich den Pantoffel, die Stelle des Fußbodens küssen, wo der Fuß stcmd. Dies geschah jedoch nicht um die Juden zu erniedrigen, sondern blos deshalb, weil auf dem pästlichen Pantoffel ein Kreuz gestickt ist. I. W—k. Im babylonischen Talmud werden im ganzen zwölf Fabeln erzählt, eine reiche Anzahl von Fabeln und Parabeln enthält die Midrasch-Literatur Dr. B. H. Gabriel R i e s s e r hat in seiner classischen Weise die Frage folgendermaßen beantwortet: „Es gibt nur eine Taufe, die zur Nationalität einigt: die des Blutes im gemeinsamen Kampfe für Freiheit und Vaterland. Die deutschen Juden haben sich diesen vollgültigen Anspruch auf Nationalität vollgültig erworben." i. Der Vertheidiger Andreas H o fe r's war Dr. Bassevi, ein Jude. M. R—t. I. Wertheimer schrieb in seinem 1842 erschienenen Werke: „DieZJuden in Oesterreich": „Wir gestehen, daß wir uns nicht dagegen sträuben, daß man den Juden mit dem ihm anklebenden Lächerlichkeiten aufs Theater bringe. Vielmehr möchten wir dem dramatischen Dichter das Recht gesichert wissen, das Lächerliche, wo es sich findet, als sein Eigenthum sich nutzbar zu machen, da außer dem ästhetischen Zwecke noch das rläenäo castigare mores seinen unleugbaren Werth hat. Nur verlangen wir zuvörderst — eine Kleinigkeit. Bevor man den Juden lächerlich macht — emancipire man ihn. Wenn dann in seiner Freiheit Lächerlichkeiten aufschießen, so wollen wir herzlich gerne mitlachen und uns das Belachte zum Herzen nehmen. Wein wenn Ihr den Fuß an den Nacken eines unglücklichen Volkes gestemmt haltet und dann über die Auswüchse lacht, die Ihr dadurch an ihm erzeugt habt, so ist dies nicht nur nicht edel, es ist miserabel". E. F. 1000, Bukarest, Hotel de France. Wurde dem Vertreter zugemittelt. Zm Verlage der „Oesterreichischen Wochenschrift" ist erschienen: Talmud und Judenthnm S. ULLMANN, Gloggnitz, am Fusse des Semmering, empfiehlt seine streng G Restauration seit 22 Jahren bestehend den P. T. So tnmerparleien und Reisenden. Beste Küche, prompte Bedienung, decente Preise. Concurs. Im Curorte Meran gelangt die Stelle eines Gantors der zugleich Kore, Religlonsiehrer und Secretär sein muss, provisorisch zur Besetzung. Gehalt 1200 Kronen nebst freier Wohnung. Bewerber wollen ihre Gesuche sammt Zeugnissen (auch Gesundheitszeugniss) ehestens an Herrn F. Stransky Bankier, Meran richten. Ledige Bewerber werden bevorzugt. Durch Religionsunterricht ist Nebenverdienst gesichert. 25, Jür ein Ledergeschäft (Samstag und Feiertag geschlossen) snche einen religiösen jungen Mann, der mit der Buchführung vollkommen vertraut ist, u. w. geneigt wäre, täglich zwei Knaben von 9—11 Jahren Religionsunterricht zu ertheilen. Ganze Verpflegung im Hause. Gefällige Offerten mit Gehaltsansprüche sub H. B. Hauptpostlagernd Graz. 527 Heiratsantrag. Für ein sehr schönes, junges und gebildetes Mädchen, Tochter eines angesehenen Rabbiners, mit eleganter Ausstattung und 4000 Kronen Mitgift wird ein gutsituirter Bewerber als Gatte gesucht. Gefällige Anträge beliebe man unter „glückliches Heim" an die Redaction dieses Blattes zu richten. 526 Ein oder zwei elegant, möblirte Zimmer mit Pension zu vermiethen. IX., Dietrichsteingasse 8,1. St., Th. 8. &2s in der österreichischen Volksvertretung. Dr. Bloch’s Parlamentsreden. Zu beziehen durch die Expedition dieses Blattes. Zur gefälligen Beachtung. Wir ersuchen diejenigen unserer Abonnenten, welche noch mit der Abonnementsgebühr im Rückstände stnd, dir xur Einhebung derselben von uns versendeten Postaufträge gefälligst honoriren xu wollen. Die Administration. In dem nach den Plänen des Herrn k k. Baurath Wilhelm Stiassny erbauten Fanny Jeitteles’schen Stiftungshause III., Steingasse 18 (in wenigen Minuten entfernt vom Stubenring oder vom Schwarzenbergplatz) sind zum Augusttermine Wohnungen und Geschäftslocale zu vermiethen. Nähere Auskünfte werden ertheilt an der Cassa der Israel. Cultusgemeinde L, Seitenstettengasse 4, täglich, mit Ausnahme des Samstag, während der Cassastunden von 9—12 Uhr Vormittags. Religionslehrer und Cantor, Bei der israelitischen Cultusgemeinde Siffek (Croatien) gelangen folgende Stellen zur Besetzung: 1. ein Religionslehrer, welcher die Qualifikation zur Ertheilung des Religionsunterrichtes in Elementar- und Mittelschulen, sowie die Berechtigung zu den Functionen eines Rabbinatsverwesers (Hatorah) besitzt und auch die Matrikeln und das Gemeinde-Secretariat zu führen hat. Kenntniß einer slavischen Sprache bevorzugt. Mit dieser Stelle ist ein Jahresgehalt von 1800 Kronen nebst Naturalwohnung und Emolumenten verbunden. 2 ein Cantor, der musikalisch gebildet um einen bestehenden Chor fortbilden zu können, auch Schochet ubodek, Koreh und approbirter Moel ist. Für diese Stelle beträgt der Jahresgehalt 1500 Kronen und ein garantirtes Nebeneinkommen von 600 Kronen. Bewerber dieser beiden Stellen haben ihre gehörig documentirten Offerte unter Angabe ihres Alters, Familienstandes und ihrer bisherigen Verwendung — u. zw« für die Religionslehrerstelle bis längstens 15. Juni d. I., für die Stelle des Cantors bis längstens 1. Juni d. I. an den gefertigten Cultusvorstand einzureichen und hat der acceptirte Lehrer die Stelle am 1. August 1900 und der Cantor am 1. Juli 1900 anzutreten. Reisespesen werden nur den Acceptirten vergütet. S i s s e k, am 17. April 1900. Israelitische Cultusgemeinde Sissek 523 Pälmai. n Baden oder Vösfau sucht tüchtige Lehrerin Stunden Unterrichtet Volks- und Bürgerschulen. Gütige Anträge unter: „Beste Referenzen111, an die Expedition. Q' Das Curatorium der Fanny Jeittel es-Stiftungen. Herausgeber unb Verantwortlicher Redakteur: Dr. Josef S. Bloch. — Druck von L. Beck & Sohn, Wien, VIIL

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