Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 17 (1900)
- Issue
- 8 (23.2.1900)
- Date
- 1900-02-23
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
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Nr. 8 Dr. Bloch's Wochenschrift. Seite 151 hierbei auf eine ihm seitens des Vorstandes der Cultusgemeinde ertheilte Legitimation. Um Irreführungen zu vermeiden, wird aufmerksam gemacht, daß eine solche Legitimation Niemandem ertheilt wurde. Wien. Zum Andenken des vor Kurzem in den besten Mannesjahren Heimgegangenen Arztes Dr. Alexander Weiß, fand unlängst im Betlocale des Brigittenauer Tempelvereines eine Trauer-Andacht statt, an der sich die nächsten Angehörigen des allzufrüh Verstorbenen, der Gesammtvorstand mit Herrn E l t b o g e n an der Spitz-, die College» Dr. B a ch r a ch, Kraus, Rosenthal. Schönfeld, Weinstein und JUDr. W e i ß e n st e i n korporativ betheiligten. Nach dem ergreifenden Vortrage des Psalm 26 und 49 durch Cantor R o m a n n mit einem gutgeschulten Chor, widmete Rabbiner Dr. Templer einen tiefdurchdachten, stimmungsvollen „Hesped" dem allgemein betrauerten Manne, der sich in den Herzen Aller, die ihn kennen lernten, ein dauerndes Denkmal errichtet. Mit dem erhebenden Gebete: „El mole rachamim", schloß die interne Vereinsfeier. Wien. Der israelitische Synagogen-Verein „Beth-Jsrael" nach polnisch-jüdischem Ritus Wien, I!., Leopoldsgasse Nr. 29, halt am Sonntag den 25. Februar d. I. um 4 Uhr Nachmittags im Sitzungssaale, ll., Leopoldsgasse Nr. 29, seine ordentliche Generalversammlung ab. Tagesordnung: I. Bericht des Obmannes. II. Verlesung des Rechenschaftsberichtes. Itl. Bericht der Rechnungsrevisoren. IV. Wahl von 7 Vorstandsmitgliedern, 2 Bethausvnrstehern, 3 Rechnungsrevisoren und 3 Schiedsrichtern. V. Eventualien. Wien. (Verlobung.) Docent Dr. Ferdinand Alt hat sich mit Fräulein Siddi Schwarzmann, Tochter des bekannten hiesigen Großindustriellen Herrn David Schwarzm a n n, verlobt. Wien. (Verlobung.)Fräulein Charlotte Fischer, Tochter des Restaurateurs Herrn Leopold Fischer hat sich mit Herrn Julius Haberfeld in Wien verlobt. Wien. Sonntag den 25. d. M. findet die III. ordentliche Generalversammlung des humanitären Vereines „Tiferes Bachurim" im Clublocale Cafe Adria II. Leopoldsgasse Nr. 23 um 6 Uhr Abends statt. Gäste herzlich willkommen. Wien. Am 13. Februar fand in den Weilandsälen das Wohlthätigkeits-Kränzchen des Brigittenauer Israelitischen Unterstützungsvereines statt, welches einen sehr würdigen Verlauf nahm. Dem eifrigen Bemühen der einzelnen Vorstandsmitglieder dieses Vereines mit der thatkräftigen Unterstützung der Vorstandsdamen des Brigittenauer Frauen Wohlthätigkeitsvereines unter der bewährten Führung der Frau Präsidentin Therese Spitz ist es zu verdanken, daß dieses Fest ein namhaftes Reinerträgniß erzielte, wodurch die Vereinsleitung in die angenehme Lage versetzt ist, den zahlreichen armen Glaubensgenossen dieses Bezirkes in den nächsten Monaten Unterstützungen angedeihen zu lassen. Aber auch der vergnügliche Theil des Abends verlief in bester Stimmung, die Säle waren dicht gefüllt mit Ballgästen und unter der Führung des Herrn I. Renner welcher mit Fräulein Traube den Ball eröffnete, tanzten Alt und Jung bis in den lichten Morgen hinein. Wien. (Ballbericht des Vereines znrHebung der Gewerbe in Wien.) Für einen Verein, der jahraus jahrein seine aufreibende Thätigkeit ernsten wirthschaftlichen Bestrebungen widmet und der seine Mitglieder geistig und praktisch zu beschäftigen versteht, hat es die Vereinsleitung nach dreijähriger Pause für geeignet erachtet, zur Erhöhung des Corpsgeistes und gleichzeitig zur Beschaffung von finanziellen Mitteln ein F e st zu veranstalten, welches am 11. d. M. in R o n a ch e r's S a a l - L o c a l i t ä t e n abgehalten wurde. Söhne und Töchter der Gewerbetreibenden und Industriellen waren unter Führung ihres Jungherren- Obmannes Herrn? Heinrich Kantor und deren artistischen Leiters Herrn Richard L i e b e s n y mit Erfolg bemüht, vom Abend bis späten Morgen die illustre Gesellschaft in animirtester Stimmung zu erhalten. Der Anblick des voll gefüllten Saales war ein geradezu entzückender. Ein unter Leitung des Balletmeisters I. Singer executirter F e st r e i g e n hat den Beweis.'erbracht, daß der Verein nicht nur das Gewerbe, sondern auch die K u n st zu heben versteht. Es war kein gewöhnlicher Ballabend, sondern der Kenner fand in dem ganzen Arrangement seine vollständige Befriedigung. Viele Hunderte von herrlichen Damen mit gewählten Toiletten bewegten sich hier in buntem Kreise. Den eigentlichen Ball eröffneten: Frl. Olga Brod mit Herrn Heinrich Kantor, Frl. Olga Beck mit Herrn Karl Friedmann, Frl. Jda Kantor mit Herrn Rich. Liebesny, Frl. Gisela Gutmann mit Herrn Gust Steiner, Frl. Alice Mayer mit Herrn Ad. Hecht, Frl. Ernestine Friedmann mit Herrn Ernst Brod, Frl. Gisa Offenberg mit Herrn R. Duschinsky, Frl. Elise Ferber mit Herrn R. Ja. kubowsky, Frl. Olga Neumann, mit Herrn I. Kohn, Frl. Ilona Singer mit Herrn I. Weiß, Frl. Rosa Glanz mit Herrn Th. Mandl, Frl Bertha Mensch mit Herrn Rich. Vogl, Frl. Jlka Schulz mit Herrn M. Landesberger, Frl. Hansi Mensch mit Herrn Rich. Weiß, Frl. Frida Kürt mit Herrn Otto Guttmann, Frl. Melanie Fried mir Herrn I. Engler, Frl. Grete Böhm mit Herrn Josef Fried, Frl. Camilla Lindner mit Herrn Karl Brod, Frl Frederike Klarnett mit Herrn M. Siebenschein, Frl. Elsa Grünwald mit Herrn Leo Jner, Frl. Gisela Spitzer mit Herrn Siegfried Blau, Frl. Wilhelmine Landsbeig mit Herrn Bela Rosenfeld, Frl. Sensky mit Herrn Dt Ritter von Steingraber. Unter den vielen anwesenden Industriellen und Vertretern von Corporationen bemerkte man diele Reichsraths- und Landtags-Abgeordnete, Bezirks-Ausschüsse, Armen- und S ch u l r ät h e :e. Wien. (Israelitischer Frauen - W oh lthätigkeitsvein im IV. und V. Bezirk.) Dieser eminent humanen Zwecken dienende Verein veranstaltet Heuer, und zwar am 1. März im großen Ballsaal des Etablissements Ronacher zum ersten Male seit seiner langjährigen Thätigkeit eine Wohlthätigkeits - Akademie unter Mitwirkung der Damen: Fräulein Betty S t o j a n, Alice H 6 ts e y und Aurelie R e v y und der Herren : Leopold Kramer und Leopold N a tz l e r mit besonders gewähltem Programm, welcher sich ein Tanzkränzchen anreiht. Die Ballmusik besorgt C. W. D r e s ch e r, die Tänze arrangirt Herr Ferdinand R a t h n e r, Solotänzer an der Hofoper. Die Veranstaltungen dieses Frauenvereines erfreuen sich seit Jahren bereits ganz außerordentlicher Theilnahme und zählen zu den elegantesten und ammirtesten Tanzfesten der Saison. Für das kommende Fest (Akademie und Tanzkränzchen) werden die umfaffendsten Vorbereitungen getroffen, und dürften sich an diesem Abende alle Gönner und Freunde des Vereines einfinden, um zu dem humanen Zwecke, welchem das Reinerträgniß gewidmet ist, ihr Scherflein beizutragen. Wien. Wie aus Paris berichtet wird, wurde der Chef des Laboratoriums im Pasteur'schen Institut, Dr. Alexander M a r m o r e k, zum Ritter der Ehrenlegion ernannt. Doctor Marmorek ist ein Wiener, Sohn emes Arztes und seit einer Reihe von Jahren in Paris ansässig, wo er sich durch wissenschaftliche Arbeiten im Institut Pasteur eine hervorragende Stellung und in Fachkreisen einen allgemein geachteten Namen strworben hat. Czaslau. Am 11. Februar fand hier zu Gunsten des Tempelgesangvereines „Schir Zion" ein Tanzkränzchen statt, welches in jeder Beziehung glänzend verlief. Zur besonderen Ehre und Freude gereichte uns die (in den jetzigen Zeiten symptomatische) zahlreiche Betheiligung der Herren Osficiere der hiesigen Garnison, welche, ungefähr 30 an der Zahl, stramm und unermüdlich bis zum Morgengrauen mit uns im Dienst der Tanzmuse standen. Auch aus den Nachbarstädten Kolin, Kuttenberg, Sv^tla hatten sich zahlreiche, Glaubensgenossen! eingefunden und aller Mienen verahlten Freude ob dem schönen Feste. Przemysl. Am 23. d. M. feiert Herr Bernhard Taubenschlag, Hausbesitzer und Gesellschafter der Firma Freudenheim mit seiner Gattin Cäcilie, umgeben von seinen Kindern und einem hochgeachteten Schwiegersohn Herrn I. U. Dr. Horowitz, Landesadvocaten in Krakau, das Fest der silbernen Hochzeit. Als ein Fremder nach Przemysl zugereist, verstand es derselbe durch seinen streng rechtlichen Charakter, seinen unermüdlichen Pflichteifer in Ausübung feines Berufes, sowie durch seinen außergewöhnlichen Wohlthätigkeitssinn sich die Liebe und Werthschätzung der Bevölkerung im höchsten Maße zu erwerben. Von bescheidenen Verhältniffen durch Fleiß und Schicksalsgunst zu Wohlstand gelangt, weiß er seinen Ueberfluß zum Wohle der Armen und Bedürftigen zu verwenden und jeder Bittsteller findet bei ihm eine offene Hand und ein offenes Herz. Ihm zur Seite steht seine würdige Gattin, die durch Klugheit und Bescheidenheit den Wohlstand des Hauses im Sinne einer wahren Eschetb chaiel zu mehren versteht, und als Wohlthäterin und Trösterin die vom Glücke Enterbten an ihrem Ueberflusft theilnehmen läßt. Den verschämten Armen steht sie in einer Weise hilfreich bei, daß die Spenden den Bedürftigen unbekannt woher gleich dem Segen vom Himmel in den Schooß fallen. Eine wahre fromme Tochter Jehudas in Ausübung von Gemileth cheseth. Meran. (Adele Berger.) die unseren Lesern wohlbekannte Schrifstellerin, deren meisterhafte Übersetzungen fremder Romane iu vielen gelesenen Blättern Aufnahme fanden, ist