Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 17 (1900)
- Issue
- 7 (16.2.1900)
- Date
- 1900-02-16
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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ihr. 7 Dr. Bloch's Wochenschrift. Seite 135 Errichtung ähnlicher Institute in den Provinzhauptstädten. 4. Gründung jüdischer Vereinshäuser in den Großstädten als Sammelpunkte für die in Stellung sich befindlichen jüdischen jnngen Männer, um ihnen nach der Tagesarbeit billige Gelegenheit zur Belehrung und edlen Zerstreuung zu geben. 5. Flottmachung der auf eine Sandbank gerathenen Wiener Israelitischen Allianz und Ausgestaltung derselben zu einem jüdischen Schulvereine für ganz Oesterreich, zur Centrale sämmtlicher Talmud- Thora-Vereine. Der Verfasser weiß, geradeso wie Viele vor ihm, recht gut, was uns fehlt und versteht es in wohlgesetzten Worten neuerdings zu begründen. (Lingesrndet. Geehrter Herr Redacte itr! Es dürfte gewiß im Interesse mehrere Familien sein, die gezwungen sind, m der Nähe Wiens Landaufenthalt zu suchen, wenn Sie durch eine Notiz anregen wollten, daß in den nahen Orten Lainz und Speising ein ehrlicher Schächter den Fleischbedarf decken loürde. Mittels der Verbindungsbahn, Dampftramway oder Omnibus, könnte Betreffender auch noch St. Veit, Mauer und Hetzendorf versorgen. . Einem diesbezüglichen Hinweise in Ihrem geschätzten Blatte dürften gewiß viele Familien gerne Folge leisten. Mit der Bitte um Aufnahme dieser Zeilen noch in Ihrer nächsten (dieswöchentlichen) Nummer, zeichne hochachtungsvoll: Ein alter Abonnent. Briefkasten. Nemo. Von Heinrich Heine ist das witzige Wort: „Man haßt die Juden nicht, weil sie es verdienen, sondern weil sie verdienen." Historicus. Franz Deak sagte in seiner berühmten Rede im Jahre 1866 unter Anderem: „Ich glaube die einfachste Form der Emancipation ist diese, daß wir überall dort, wo das Gesetz einen Unterschied machte zwischen den Religionen, daß wir bei allen betreffenden Punkten jener Gesetze erklären: ohne all n Unterschied der Religion, mit einbegriffen auch die Israeliten, und ich halte dies für viel zweckmäßiger, als wenn wir üoer das Princip „Emancipation" ein eigenes Gesetz creiren würden ... Ich liebe im Allgemeinen dieses Wort nicht; es ist zwar ein acceptirtes Wort, aber beschämend für die Welt, als ob wir Sclaven hätten haben wollen." Abonnent in P. Seder-Schüffeln sind zu haben bei der Firma Brüder G o l d m a n n, I., Adlergasse 3. L. W—g. Für die Thierfreundlichkeit des Talmuds gibt es zahllose Belege. Sie kommt auch ergreifend in der Geschichte zum Ausdruck, in welcher erzählt wird, daß Reb Jehuda mit einer schweren Krankheit gestraft wurde, weil er einst mitleidslos beim Anblick eines Kalbes, das man zur Schlachtbank führte, ausgerufen: „Gehe hin, denn dazu bist Du geschaffen!" Dr. M. N—ch. Die Studie Dr. D. S a n d e r 's „Die neugriechische Volkspoesie und die Juden", ist erschienen im „Jahrbuche für Israeliten" (1847) herausgegeben von I. Busch. a. Ein altjüdisches Sprichwort lautet: Jeder Jude hat am Sabbath seinen Fisch, der Unterschied liegt nur in der Größe Historicus. Die Behauptung, die übrigens auch von dem Abgeordneten Schlesinger im österreichischen Parlament ausgctischt wurte, daß Cremieux den Preis von einer Million Francs auf den Kopf Wilhelms I. ausgesetzt habe, ist unzähligemale als Lüge und Verleumdung entlarvt worden. Sie gehört aber weiter dem eisernen Bestände des antisemitischen Kriegsarsenals an. M. W—g. Dr. P i n n e r erhielt seinerzeit, als er an die Uebersetzung des Talmuds ging, eine namhafte Subvention vom Kaiser von Rußland. I. B—r. Papst Pius IX. saß im Jahre 1850 dem jüdischen Bildhauer Jacob G u t m a n n zu einer Büste, die er im Aufträge des Freiherrn v Rothschild aufertigte. M. in B. Damenspenden erhalten Sie im Atelier Rosenfeld und Bruder, VIII., Piaristengasse 17. W. Nh. Dr. Klotzberg hat auch früher schon wiederholt den Antisemiten im Gemeinderath allerlei Liebesdienste erwiesen. Er war insofern immer verläßlich, als man mit Bestimmtheit annehmen konnte, daß sein Liberalismus ein — falscher sei. Anton B. Die famose Geschichte, wie Vergani das Feuilleton eines Anderen einfach dadurch annectirte, daß er seinen Namen darunter setzte, hat seinerzeit große Heiterkeit erregt. Vergani gilt seither als einer der ersten — Abschreiber. nu. Mechaniker Schneider hat sich den Namen „Meister Stampiglius", wenn man so sagen darf, redlich erworben. H. R. „Närodui Listv" verstehen das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden. Sie schreiben für die Antisemiten und haben, wie z. B. in Wien, Juden als ihre journalistische Vertreter. Freilich finden das Manche weniger ehrenhaft als — gesund W. L. Die Sage von dem jüdischen Eintagskönig Polens, finden Sie von vielen polnischen Historikern verzeichnet. Der einstige Präsident des österreichischen Abgeordnetenhauses S m o l k a hat in einer seiner Parlamentsreden d ran erinnert. Diese Sage findet übrigens durch Münzen, die einen Inden als König darstellen, eine Ilnterstützung. Abonnent in O. Ein, d rartiges Institut existirt in Wien nicht. Salpeter, Slobodarungorska. Empfehle Ihnen das Buch von Herrn Professor Braun. I. Hager, .Ottakring. Ihr Vorschlag ist einleuchtend und vernünftig, hat aber leider gesetzliche Hindernisse. Jahrzeit Budin Tie Antwort in der vorigen Nummer war ein Druckfehler. Die Entscheidung missen Sie genau und haben in Ihrem Briefe auch die Quelle angegeben. Unsere Freunde bitten wir höflichst, behufs Versendung von Probenummern umgehend von solchen Personen einzusenden, bei denen Aussicht vorhanden ist daß sie eventuell unser Blatt abonniren werden. Für die uns hiedurch zutheil gewordene Förderung unserer Bestrebungen sagen wir im Voraus herzlichen Dank. Nummer 2 und 24, Jahrgang 1839. wird von der Administration gekauft. Koscher Wein. Wir olferireu Ta alten Rothweiu. nca b'£ unter Aufsicht des Herrn Simon Hahn aus Morävy mit "!®an von orthodoxen Rabbiner in Gebinden von 50 Liter aufwärts. Versandt gegen Nachnahme per Liter 20 Kreuzer. Gebinde berechnen zum Selbstkostenpreis, können aber innerhalb H Wochen franco retouruirt werden. Alexander Fried & Bruder 465 Weinhandlung Dombovär (Ungarn). Ettcl Güli»ch»iik>t'iit>cs @ti|icni>iiim für riimi Techniker des Baufach». Der Vorstand der israelitischen Eultusgemeinde gibt bekannt, daß der Zinsenbetrag obiger Stiftung pr. ö. W. Kr. 800.— für das Jahr 1900 an einen, der.israelitischen Eonfession angehörigen Techniker des Baufaches, der seine Studien am k. k. Wiener polytechnischen Institute mit Auszeichnung absolvirt hat, zum Behufe seiner höheren technischen Ausbildung-an einer vorzüglichen auswärtigen Fachanstalt oder zu einem Reisestipendium zur Verleihung kommt. Dieser Betrag wird im Auslande an jenem Orte ausbezahlt werden, wohin sich der Betheilte zu dem angedeuteten Zwecke begibt. Die gehörig belegten Gesuche sind bis 28. Februar 1900 im Einreichungsprotokolle der israelitischen Eultusgemeinde, woselbst auch Gefuchsblanquette während der Amtsstunden von 9—12 Uhr Vorm, unentgeltlich zu beheben sind, einzureichen. Nach dem Termine einlaufende oder nicht gehörig belegte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Wien, 1. Februar 1900. Der Vorstand. Jafrf »»d Crcitic Adlcr-Stifuiilg für Armr. Am 28. April 1900 gelangen bei der hiesigen israelitischen Eultusgemeinde die halbjährigen Zinsen der obigen Stiftung in Beträgen zwischen 40 bis 61 Kronen an arme Personen israelitischer Religion behufs Bezahlung der Wohnungsmiethe zur Vertheilung. Die Bewerber haben die mit dem Nachweise ihrer Armuth versehenen Gesuche bis 28. Februar 1900 im Einreichungsprotokolle der israelitischen Cultusgenieinde (I., Seitenstettengasse 4, I. Stock), von 9—12 Uhr Vormittags zu überreichen. . _ Auf später einlangende Gesuche wird keine Rücksicht genommen. Arme Verwandte der Stifterin Cecilie Adler, sodann Witwen mit unversorgten Kindern, ältere hilflose Frauen oder Mädchen, die sich durch Handarbeit ernähren, endlich dem Lehrfache angehörige Personen werden in erster Linie berücksichtigt. Gefuchsblanquette sind in der Kanzlei I., Seitenstettengasse 4, I. Stock, während der Amtsstunden von 9-12 Uhr unentgeltlich zu beheben. Wien, 1. Februar 1900. Der Vorstand der israelitischen Eultusgemeinde Wien.