Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 17 (1900)
- Issue
- 5 (2.2.1900)
- Date
- 1900-02-02
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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Sette 94 Dr. Bloch's Wochenschrift. Nr. 5 1759, herausgegeben in Mexiko"; Rev. Dr. H. Pereira Mendes von New-Iork, „Beiträge zur Geschichte der ersten jüdischen Allsiedlungen in Newport". Die Beamtenwahl ergab folgendes Resultat: Präsident. Dr. Cyrns Adler, Washington; Vice- Präsidenten: Simon W. Rosendale, Albany; Mendes Cohen, Baltimore; Prof. Charles Groß, Cambridge Mast., und Dr. B. Felsenthal, Chicago; corresp. Secretär, Herbert Friedenwald, Washington; Prot. Secretär, Prof. I. H. Holländer, Baltimore; Schatzmeister, Prof. Richard Gottheil, New-Iork. Bon den Protokollen der Gesellschaft ist der sechste Band soeben herausgegeben worden, der siebente ist dem Druck übergeben, und der achte und neunte Band sind in Vorbereitung. Am Abend wurden die Mitglieder der Gesellschaft von Herrn und Frau Isidor Strauß in deren Wohnung an 105. Str. und Boulevard West, bewirthet. New-Zork, 14. Jänner 1900. (Hebrew Technical Institute.) Unter Vorsitz von Präsident Jos. H. Hoffman hielt gestern die Directorenbehörde des „Hebrew Technical Institute"' ihre Jahresversammlung. Der Jahresbericht des Präsidenten lautete sehr günstig. Wie aus demselben hervorgeht, stellt sich die Schülerzahl zur Zeit auf ca. 200 und die Leistungen der Schule finden überall große Anerkennung, was am besten daraus ersichtlich sein dürste, daß die Zöglinge der Anstalt stets sofort Anstellung finden können. Profeffor Frances B. Crocker von der Columbia Universität nahm hierbei Gelegenheit, in einer längeren Ansprache die Nützlichkeit aller derartigen Handfertigkeits- und Fortbildungsschulen darzuthun, wobei er die Behauptung aufstellte, das „Hebrew Technical Institute" stehe von allen derartigen Schulen, die er auf seinen ausgedehnten Reisen kennen gelernt, ganz unerreicht da. Eine Schule, die demselben vielleicht nahe kommen könnte, habe er in Japan kennen gelernt. Der Werth einer technischen Vorbildung zeige sich deutlich in dem Fortschritt der Jndustrieen in Deutschland und den Vereinigten Staaten, wogegen in England ein Rückschritt zu erkennen sei, was offenbar am Mangel geeigneter technischer Vorbildung in jenem Lande liege. Bei der darauffolgenden Beamtenwahl wurden die folgenden Herren zu Directoren gewählt: S. Morril Banner, Julius Bien, Frau Ludwig Dreyfuß, Gustav Eckstein, Samuel Hirsch, Abraham Steinham, Mortimer H. Schiff, Gustav R. Tuska und Carl I. Ullman. Denver. Colorado, 22. December 1899. Heute wurde hier durch den Präsidenten des zweiten Districts des U. O. B. B. Herrn Grabfelder das neu errichtete jüdische Hospital für Lungen- Kanke eröffnet. Denver, die Hauptstadt Colorados liegt 5000 Fuß über dem Meeresspiegel und ist eine der schönsten Städte der Union. Es bietet jenen Unglücklichen, welche von der tückischen Lungenkrankheit heimgesucht werden wenn nicht vollständige Heilung, so doch Erleichterung ihrer Leiden und Verlängerung ihres Lebens. Der Orden hat hier wiederum bewiesen, was vereintes zielbewußtes Streben zu vollbringen im Stande ist und wer weiß wie treu und redlich in dem neuerbauten Heim für die Kranen gesorgt wird, welch' unzählige Wohlthaten den Unglücklichen erwiesen werden, wird gerne sein Scherflein zur weiteren Ausgestaltung und Erhaltung beitragen und der ernsten verdienstvollen Arbeit des Ordens Anerkennung zollen. Mt. Vernon (Virginia), 14. December 1899. Heute feierten die Bereinigten Staaten von Nordamerika die hundertste Wiederkehr des Todestages George Washington's. An der Gruft erschienen die Präsidenten der Freimaurer-Großlogen aus den 13 Original-Staaten der Union und der Präsident der Vereinigten Staaten Mac Kinley, der eine ergreifende und würdige Ansprache an die illustre Versammlung hielt. Nach Beendigung derselben trat Herr Dr. Kalish, Rabbiner aus Richmond (Virginia) vor und sagte Kaddisch. Seine begleitenden Worte und der S-gen, den er als Priester des alten israelitischen Bekenntnisses über unser Land aussprach, waren von größter Wirkung auf alle Anwesenden und gereichten ihm und unseren Glaubensbrüdern zu höchster Ehre. Philadelphia, 28. December 1899. (Die National- Farmschule zu Doyle st one.) Der Secretär des Ackerbauministeriums Herr James Wilson traf aus Washington hier ein, um die National-Farmschule in Dohlestone Ul inspiciren. Ein Specialcomitä geführt von Herrn Ralph Blum empfing ihn und geleitete ihn zu einem Extrazuge, der gegen 1 Uhr in der Ackerbauschule ankam. Nach der Jnspection des Schulgebäudes, der verschiedenen Claffenzimmer, Schlaf- und Speisesäle, sowie Beamtenstuben, sprach Herr Wilson seine vollste Befriedigung über das Gesehene aus und hielt eine Ansprache an die Zöglinge, in der er besonders die Wichtigkeit der Agriculturwissenschaft betonte. Nach einem kleinen Imbiß erfolgte die weitere Besichtigung der neuen Gebäude, welche erst kürzlich zur Vervollständigung des Institutes hergestellt wurden. Das „Rose Krauskopf und Therese Loeb-Memorialgewächshaus" wurde zuerst besucht. Man fand dort eine Fülle von Blumen und Pflanzen jeglicher Art und Herr Wilson fand sich wiederholt veranlaßt, sein Erstaunen und seine Befriedigung über diese glänzenden Resultate auszusprechen. Das „Zadok Eisner Memorial-Laboratorium" fand er gut ausgestattet und ausgezeichnet geeignet für jeden wissenschaftfichen Agriculturuntericht, der in einem Lande, wo der Ackerbau einen so großen Factor in der nationalen Entwicklung bilde, von größter Wichtigkeit sei. Auch die „Jda Bloch Memorial-Chapel" wurde mit Interesse besichtigt. Den größten Eindruck machten auf den illustren Besucher die Milchwirthschaft, die großen Scheune und der Hühnerhos. Bei dem Besuche der neuen Maschinerien zur Buttererzeugung fand sich der Herr Secretär sogar veranlaßt, eine kleine Vorlesung zu halten. Die ganze 120 Acker große Farm wurde in Augenschein genommen und Herr Wilson war von den Resultaten seiner Jnspection so beftiedigt, daß er die Herren Rabbiner Dr. Krauskopf und Ralph Blum zu Special-Commissären der Vereinigten Staaten ernannte und die Herren beauftragte, den Stand der Agricultur in der Pariser Weltausstellung zu studiren und an das Ackerbau-Departement in Washington darüber zu berichten. Nach der Rückkehr aus Doylestone gab Herr Blum im Hotel Bellevue ein kleims Festessen. Im Verlaufe desselben dankte er dem Secretär für seinen Besuch und das kundgegebene Jntereffe und Herr Wilson antwortete ungefähr Folgendes: „Es ist nicht so leicht für ein Mitglied der Administration von seinem Amtssitze abzukommen und um den Besuch der National-Farm-, schule in Doylestone zu ermöglichen, mußten wichtige Geschäfte verschoben werden. Diese Schule ist eine der edelsten Unternehmungen mit der heiligen Mission, armen Kindern zu nützen. Aber nicht nur diesen Kindern und den Ohio-Farmern werde durch die Ackerbauschule genützt, auch die Bereinigten Staaten, deren Bevölkerung zur Hälfte aus Ackerbautreibenden bestehe, habe ein Interesse an dem Gedeihen der Anstalt. Die Israeliten Philadelphias hätten da ein Werk geschaffen, das ihnen umsomehr zur Ehre gereiche, als sie nie eine Unterstützung von dem Congreffe verlangten. Er spreche nochmals seine vollste Befriedigung aus und versichere, daß er Alles thun werde, das segensreiche Institut zu fördern." Die Spitzen der Philadelphiaer Gesellschaft wohnten dem schönen Feste bei. Wien. (Kundmachung.) Freitag den 2. Februar, Abends und Samstag den 3. Februar, Früh, wird der Obercantor aus Stuhlweißenburg, Herr S. M e r s o n, im Leopoldstädter Tempel Probevorträge halten. Beginn des Gottesdienstes: Freitag Abends um 5 Uhr 15 Minuten, Samstag Früh um 8 Uhr. Wien. (Verlobung.) Fräulein Ella Grünfeld, Tochter des Universitätsdocenten Dr. Grünfeld, hat sich mit dem Frauenarzt Dr. Lucius Stolper verlobt. Wien. (Verlobung.) Fräulein Johanna B r o d y, Tochter des Herrn Wilhelm B r o d y, hat sich mit Herrn- Jaques Rönyi verlobt. Wien. (Requiem) Der Vorstand des israel. Bethaus- Vereines „Am Volkert", II. Fugbachgasse 7, veranstaltete Sonntag den 28. Jänner d. I. für sein verstorbenes Mitglied Herrn S. Reicher einen Trauergottesdienst, welchem die Witwe und die Kinder des Verstorbenen nebst vielen Trauergästen beiwohnten. Nach den vom Obercantor Herrn Maier Seifert vorzüglich vorgetragenen üblichen Psalmen, hielt der Rabbiner A. Weiß eine ergreifende Trauerrede, worauf das „El mole Rachamim" und das Kaddischgebet recitirt wurden. Mit der Verrichtung des Abendgebetes endete die Feier. Wien. Herr Rabbiner A. Weiß wurde einstimmig zum Rabbiner von Koste! gewählt. Wien. Der Brigittenauer Israelitische Unterstützungsverein II., Webergasse 20, veranstaltet Dienstag den 13. Februar 1900 ein Wohlthätigkeitskränzchen im Prachtsaale „Weilandhof", II.,