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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1899-11-24 · 47 (24.11.1899) · page 13

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
16 (1899)
Issue
47 (24.11.1899)
Date
1899-11-24
Page
– (sequence 13)
Language
German
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M. 47 Dr. Bloches Wochenschrift Seite 897 N e u f e l d, sowie ein Sohn dem dahingeschiedenen Vater ehrende Nachrufe hielten, die auf die Trauerversammlung tiefsten Eindruck machten, bemerkte man die Vice-Präsidenten der Cultusgemeinde, Gemeinderath Dr. Alfred Stern und Laudesschulrath Dr. Gustav K o h n mit den Vorstandsmitgliedern Doctor Alfred Berger, Salo C o h n, Docent Dr. Josef G r ü nf e l d, k. u. k. Ober-Ingenieur Arthur Edlen von Mises und Baurath Wilhelm S t i a ß n y, den I. Secretär, kaiserl. Rath Dr. Theodor Lieben, den Secretär-Stellvertreter Dr. Emil Adler, Amtsleiter Bäcker und die Ober-Beamten H o r w i tz, K o d i t s ch e k und S t r a n s k y, Bethausvorsteher W a s s e r v o g e l, die Vorsteher der Chewra-Kadischa S. Heit und R o s e n b a u m, die Rabbiner Doctor Max Bach, Fürst, Dr. S. G e l b h a u s. L ö w y, Dr. T a tzlicht und Dr. Jonathan Wolf, Religionsschul-Jnspector Dr. Langfelder, Lector M. F r i e d m a n n, Obercantor Singer mit den ersten Cantoren Blatt und Schiller, Obercantor Bauer, die Cantoren Schorr, Silbermann und W i t t m a n n, die Vorsteher der Armen-Anstalt I. Jelinek und M. A. Pollak, Director Fischer von der Kinderbewahranstalt, zahlreiche Vorstandsmitglieder humanitärer und Tempelvereine rc. Auf dem Centraifriedhofe hatten sich viele Trauergäste eingefunden, und, nachdem Oberrabbiner Dr. G ü d em a n n und Rabbiner Dr. S ch m i e d l ergreifende Gedenkreden gehalten haben, wurde der Sarg mit den Ueberresten eines wahrhaft gottesfürchtigen und menschenfreundlichen Mannes in die feuchtkalte Erde gesenkt, auf welcher der nun Verklärte so vieles Gute stiftete und zurückläßt. Möge das Andenken an diesen Edlen gesegnet sein für und für, möge er sanft ruhen, wie er sanft gelebt! Dies die letzten Grüße dem Dahingeschiedenen nach seinem Tode, die i ch ihm besonders schulde, da ich ihm die letzten Grüße bei feinem letzten Gange ins Amt entbieten konnte'. E. I. Wien. Dem Großindustriellen Herrn Max R. v. G u i* mann, Mitchef des Welthauses Gebrüder Gutmann, wurde vom Kaiser der Titel eines k. k. Bergrathes verliehen. Wien. (Auszeichnun g.) Aus Constantinopel kommt die Nachricht, daß dem Secretär der österreichischen Creditanstalt, Regierungsrath Wiesmeyer, welcher vor Kurzem in der türkischen Hauptstadt geweilt hat, vom Sultan der Osmanie- Orden II. Classe verliehen wurde. Wien. Wie alljährlich fand sich letzter! Samstag eine Deputation der Preßburger israel. Cultusgemeinve in der Wiener Hofburg ein, um der althergebrachten Sitte gemäß die für den Kaiser bestimmten Martinigänse zu überreichen. Es waren zwei Prachtexemplare, die auf weißem Linnen lagen. Die Gänse waren mit Bändern und Maschen in den ungarischen Nationalfarben geschmückt. Wien. Der Verein „Beth Hamidrasch Talmud Thora", II. , Malzaasse 16, veranstaltet Sonntag am 26. d. M., am ersten Chanuka-Abend, um 4- Uhr, seine übliche Chanukafeier. Herr Dr. M. Rosenfeld, ein Schüler des Rabbinerseminar zu Berlin, wird als Gast die Festrede halten. Mitglieder, Freunde und Gönner unseres Vereines werden hiemit höflichst eingeladen. Der Vorstand. Wien. (Vorstand des israelitischen Bethausvereines Brigittenau.) Die Generalversammlung der Mitglieder des Bethausvereines Brigittenau findet Mittwoch, den 29. November 1899, um 7*7 Uhr Abends im „Weilandhofe" II., Klosterneuburgerstraße 33 statt. Im Falle der Beschlußunfähigkeit dieser General-Versammlung findet an demselben Tagc und in demselben Locale um '^8 Uhr eine außerordentliche General-Versammlung statt. Tages-Ordnung: 1. Berichterstattung des Obmannes. 2. Wahl von 5 Vorstandsmitgliedern. 3. Eventuelle Anträge. Wien. Der humanitäre Geselligkeits-Verein „Flott-Wien" veranstaltet am 2. December im Rrttersaale von Franz Hopfner's Restaurant „zur goldenen Birn" VII., Mariahilferstraße 30 einen Vortrags-Abend verbunden mit einem Tanzkränzchen. Das Reinerträgniß fließt der Holleschauer Gemeinde zu. Wien. Der Verein „F r a u e n h o r t" veranstaltete am 16. November im Ceremoniensaale des Tempels im IX. Bezirke eine Ausstellung seiner diesjährigen Bescherung für 190 Schulkinder, welche sich des regsten Besuches erfreute. Der Vorstand fand den schönsten Lohn seiner ebenso rastlosen als discreten Bemühungen in der allgemeinen ehrenden Anerkennung, welche diese munificente Beschenkung namentlich seitens der Bethausvorstände, der Bezirksausschüsse, des Bürgerschuldirectors Herrn Franz Waas, der lange Zeit in der Ausstellung verweilte und die Beschenkung geradezu für eine Lebensfrage der armen Kinder dieses Bezirkes erklärte, sowie zahlreicher anderer Persönlichkeiten fand. Die bekannte Socialpolitikerin und Schriftstellerin Frau Marie Lang zollte namentlich dem Verein Beifall, daß er von jeher auf öffentliche Bescherungen im Hinblicke auf das physische und moralische Wohl der Kinder verzichte, und dafür die umständlichere und kostspieligere Zusendung ins Haus vorziehe. Der bekannte amerikanische Philantrop M. Winter erklärte dies System in seinen amerikanischen Wohlthätigkeitsfchöpfungen propagiren zu wollen. Außerdem besuchten noch zahlreiche Kinder der besseren Stände die Ausstellung, sowie viele Industrielle, welche durch ihre Spenden allein die Bescherung so reichhaltig gemacht hatten. Wir machen bei dieser Gelegenheit alle unsere Glaubensgenossen auf die echt jüdische pietätvolle Einrichtung des Vereines „Frauenhort" aufmerksam, der verstorbenen Gönnern und Stiftern am jeweiligen Todestage jüd. Datums ein Seelenlicht im Tempel des IX. Bezirkes anzündet Wer daher verehrten Angehörigen ein solches pietätvolles Gedenken sichern will, kann dies auf einfachste Weise durch eine dahinzielende Stiftung beim „Frauenhort", IX., Müllnergasse 21, bewirken. Im Namen aller Unglücklichen unseres Stammes wünschen wir dem Vereine ein immer wachsendes Gedeihen und eine stets steigende Zahl von Mitgliedern, welches der rastlose Eifer der Präsidenitn, Frau Donat Z i f f e r e r, sowie der Vicepräsiventinen Frau Johanna Fröhlich und Iran Regine K o p st e i n so reichlich verdient. Wien. (Verein zur Beförderung der Handwerke unter den inländischen Israeliten.) „Der enorme Andrang von Knaben, welche sich aus allen Ländern der österreichisch-ungarischen Monarchie um Aufnahme an den Verein wenden und die bedeutenden Auslagen, welche die Bekleidung und Versorgung des dermaligen Standes von über 800 Zöglingen erfordern, haben den Vorstand des genannten Vereines zu dem Beschlüsse genöthigt, die Aufnahme von Knaben während der Monate December und Jänner zu sistiren." Wien-Mariahilf. Anläßlich des Chanukka-Festes findet Sonntag den 26. d. M. 5 Uhr Abends im Tempel, VI., Schmalzhofgasse 3, eine feierlicher Gottesdienst mit einer Ansprache des Predigers, Ehrwürden Rabbiner Dr. Taglicht, statt. Wien. (An der Wende des Jahrhunderts.) Während die Gelehrten und Laien sich noch immer mit dem Problem befassen, nach welchem Grundsatz die Frage zu beantworten sei, wann das XIX. Jahrhundert ende, hat der stets rührige Frauenwohlthätigkeitsverein des VIII. Bezirkes, an dessen Spitze die unermüdliche Präsidentin Frau Amalia Beck steht, diese Schwierigkeit einfach durch einen Beschluß des Festcomites behoben, indem dasselbe sich in seiner letzten Sitzung für die Abhaltung eines Jahrhundert-Ächlußfestes ausgesprochen hat. In Ausführung dieses Beschlusses wird am 31. December d. I. im Cursalon eine besonders solenne Sylvesterfeier mit ganz außerordentlich reichhaltigem Programme veranstaltet werden. — Den Mittelpunkt des Festes bildet die Aufführung eines Festspieles : „An der Wende des Jahrhunderts", Gedicht von Albert M a l d e n, dargestellt von Mitgliedern des Vereines und inscenirt vom Regisseur des Raimundtheaters Herrn Krug; außerdem wird im großen Saale ein Concert, in den Nebenlocalitäten werden Quartett und andere künstlerische Productionen geboten werden. Den Schluß des Abends bildet ein Festball. Mit der Leitung dieses interessanten, großen Festes wurde ein besonderes Comitv betraut, an dessen Spitze Herr Doctor Max B r e i t e n st e i n als Obmann, Herr Josef Rosenthal als Cassier und die Herren Hugo Steiner und Karl Handel als Schriftführer stehen. Wien. (Verein zur Hebung der G.ewerbe.) In dem dicht gefüllten, großen Festsaale des niederösterreichischen Gewerbevereines hielt der Präsident des Vereines Herr S. B r o d am 15. d. M., 7 Uhr Abenos vor einer aus den besten Bürgerkreisen bestehenden Vollversammlung eine Kundgebung für den Wiener Volksbildungsverein. Denselben hier zum Abdrucke zu bringen, ist des Raummangels unzulässig. Die Wirkung dieser Kundgebung war bei allen Zuhörern eine tiefgehende und die materiellen Folgen für den Bolksbildungsverein werden hoffentlich günstige sein. Rauschender Beifall lohnte die glänzenden und überzeugenden Ausführungen des Redners.

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