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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1899-10-20 · 42 (20.10.1899) · page 11

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
16 (1899)
Issue
42 (20.10.1899)
Date
1899-10-20
Page
– (sequence 11)
Language
German
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Nr. 42 Dr. Hloch's Wochenschrift. Seite 783 ofiendant, inepte putantes in hoc gratum se numini praestare obsequium, cum longe aliud uos doceat tum lex Chris tiana, tum ethica naturae. Si quid in Christiauum peccant Hebraei, adsunt in singulis oppidis et civitatibus legitimi magistratus, qui examinantr publica delictum castigent, veritate comperta, sed privatis nullum ius est ferociendi pro libitu in Hebraeum, multn minus comminiscendi facinora, pro quibus universa natio adducatur in diserimen simulque cum nocente innocens periculo involvatur. Confidimus in prudentia Paternitatis Vestrae, quod hac in parte non deerit officio charitatis facietque Hebraeos re ipsa experiri, quod ipsorum non desideramus interitum, sed salutem. Yaleat interim prospere cum suis memor nostri ac soeiorum in suis sacrifieiis Romae 9. Februarii 1664. Admodum Reverenda Paternitas vestva, constitutus in domino Frater Joannis Baptista de Marinis magister ordinis. [Adress> ] Admodum Eevereudo patri fratri Alauo Chodorruski proviuciali uostrae proviueiae Poloume ordinis praedicatorum, magistro ovdiuis. C'racoviae. Schreiben des Cardruals Corsini, gerichtet im Aufträge des Papstes Clemens XIII. an den Nuntius des apostolischen Stuhles in Polen. Vom 9. Februar 1760. AI moit' illustre Revmo signore come fratello, Monsignor nunzio apostolico di Polonia, Yarsavia. Malt’ illustre e Revmo signor come fratello. II renditore a. Y. 8. della presente sarä l’Ebree Giacobbe Selek di nazione Polacco, quello appuuto, che fin dalP anno 1758, vivendo ancora il sommo pontefice Bonedetto XIY, si portö in Roma per umilissamente implorare in nomi della nazione Ebrea di codeste qarti caritevole protezione della 8. Sede a riparo degli intollerabili aggravi, che nello facoltä e nelle persone rappresentö soffrire da Cristiani la medesim nazione frequentemente ineolpata d’omicidii sulla mal fondata persuasione del volgo, ch’ ella menschii sungue umano e specialmente Cristiano nell’ impasto dell’ azimo. II regnante sommo pontefice Clemente XIII ha giä fatto di questo ricorso dilligente disamina, appigliandosi ancora a quelle providenze che sono convenienti al merito del medesimo eche per alt a parte gingnerano segretamente a di Lei netizia. Frattanto perö ha espressamente ordinato Sua Santitä che debba scriversi a Y. 8. e se Le faccia palese, essere sua intenzione cs’ Ella cnmparta al medesimo Giacobbe ogui piü effecace e profecua assistenza, affinche nell ripatriare ndn soflra il medisimo alcuna vessazione e molestia da chicehe3siae da quelli massimamente, che V. s. potesse credere contro di lui male animati per il ricorso portato al trono apostolico. In veduta partanto del sovrano poutificio comando apparterrassi alla sperimentata di Lei prudenza, di adoperare i mezzi condocenti alla di lui essecuzione, prevenim che si deve e compartire all’ esibitore di questa aiuto tale, onde consca coli’ effetto dover egli alla clemenza e pieta di nostro Signore la propria sicrrezza e durevole tranquillitä. Roma, 9. Febbraio 1760. D. V. 1. come fratello affettissimo N. card. Corsini. z u erdichten, für welche die ganze Nation in Mitleidenschaft gezogen und mit dem Schuldigen zugleich der Schuldlose in Gefahr verstrickt wird. Wir vertrauen der Klugheit Ew. Ehrwürden, daß Ihr es tu dieser Beziehung nicht an der Pflicht der Liebe fehlen lassen werdet und dafür sorgt, daß die Juden durch die That erfahren, daß wir nicht ihren Untergang wünschen, sondern ihr Heil. Lebet inzwischen wohl, mit den Eurigen Unser und der Genossen bei Euren Opfern eingedenk. Rom, den 9. Februar 1664. Ew. Hochwürden in dem Herrn Bruder Johann B a p t i st de Marinis, Magister des Ordens. (Adresse) An Se. Hochwürden Bruder Alan Chodoruski, Provinzial unserer polnischen Provinz des Predigerordens, Magister des Ordens, zu Krakau. Diese Urkunde ist gedruckt in der Bertheidigungsschrift des Tranquillo Vita Corcos: Alla sarca consulta Illustriss, e Reverendiss. Monsig. Ghezzi ponente per l’universitä degl’ Hebrei di Roma. Sommario. In Roma, nella stamperia della Rev. Cam. Apostolica 1705 und daraus revidirt bei Stern, „Urkundliche Beiträge über die Stellung der Päpste zu den Juden", Heft 11 (Kiel 1894). Jn's Italienische übersetzt bei Giorgio A. Zaviziano. Un raggio di luce, Cvrfu 1891, S. 92—94. Ueberfttzung. An den hochwohlgebornen, sehr ehrwürdigen Herrn Bruder, Hochwürden, apostolischen Nuntius von Polen in Warschau. Hochwohlgeborner und sehr ehrwürdiger Herr Bruder! Der Ueberbringer des Gegenwärtigen an Ew. Herrlichkeit ist der Jacob Selek, polnischer Nation, ebenderselbe, der schon im Jahre 1758, als noch der Papst Benedict XIV. lebte, sich nach Rom begab, um im Namen der jüdischen Nation jener Gegenden vom heiligen Stuhle barmherzigen Schutz demüthigst zu erflehen, als Abwehr gegen die unerträglichen Bedrückungen, welche dieselbe Nation nach ihrer Darstellung an Vermögen und Leben seitens Christen erleidet; denn sie werden häufig des Menscheumordes beschuldigt, weil das Volk fälschlich glaubt, daß sie in den Teig der ungesäuerten Brote Menschenblut, besonders das von Christen hineinmischen. Der regierende Papst Clemens X!U. hat bereits eine sorgfältige Prüfung dieses Gesuches angestellt und hat sich für diejenigen Maßregeln entschieden, welche von seinem Verdienste zu erwarten waren und bei anderer Gelegenheit geheim zu Eurer Kenntniß gelangen werden. Inzwischen hat jedoch seine Heiligkeit ausdrücklich angeordnet, cut Ew. Herrlichkeit zu schreiben und Euch kund zu thun, es sei sein Wille, daß Ihr demselben Jacob jedweden wirksamen und ersprießlichen Beistand leistet, damit derselbe bei seiner Rückkehr ins Vaterland nicht irgendeine Beunruhigung und Belästigung von irgendeiner Seite erfahre, ganz besonders nicht von denen, welche, wie Ew. Herrlichkeit glauben können, gegen ihn schlecht gesinnt sind, weil er das Gesuch vor den apostolischen Stuhl brachte. Hinsichtlich dieses allerhöchsten päpstlichen Befehles wird es Sache Eurer erprobten Klugheit sein, die Mittel anzuwenden, welche zu seiner Ausführung geeignet sind, die nöthigen Personen in Kenntniß zu setzen und dem Ueberbringer dieses solche Hilfe zu leisten, daß er mit Erfolg daraus erkennt, daß er der Milde und Frömmigkeit unseres Herrn die ausschließliche Sicherheit und dauernde Ruhe verdanke. Rom, 9. Februar 1760. Euer Wohlgeboren sehr ergebener Bruder N. Cardinal Corsini. Diese Urkunde ist gedruckt von M o r t a r a in der Zeitschrift L’Eduactore Israelita, Bd. X (Vercelli 1862), S. 268—69; daraus bei Gorrado Guidetti, Pro Judaeis (Torino 1884), S. 318—19. Revidirt nach der gleichzeitigen Abschrift im israelitischen Gemeindearchiv zu Mantua: bei Stern, „Urkundliche Beiträge über die Stellung der Päpste zu den Inden," Heft 11 (Kiel 1894).

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